Tafsīr Al-Qur'ān Al-Karīm (Almanca) — Hud 11:1 – Ibrahim 14:52
Contents
- Hud 11:1
- Hud 11:2
- Hud 11:3
- Hud 11:4
- Hud 11:5
- Hud 11:6
- Hud 11:7
- Hud 11:8
- Hud 11:9
- Hud 11:10
- Hud 11:11
- Hud 11:12
- Hud 11:13
- Hud 11:14
- Hud 11:15
- Hud 11:16
- Hud 11:17
- Hud 11:18
- Hud 11:19
- Hud 11:20
- Hud 11:21
- Hud 11:22
- Hud 11:23
- Hud 11:24
- Hud 11:25
- Hud 11:26
- Hud 11:27
- Hud 11:28
- Hud 11:29
- Hud 11:30
- Hud 11:31
- Hud 11:32
- Hud 11:33
- Hud 11:34
- Hud 11:35
- Hud 11:36
- Hud 11:37
- Hud 11:38
- Hud 11:39
- Hud 11:40
- Hud 11:41
- Hud 11:42
- Hud 11:43
- Hud 11:44
- Hud 11:45
- Hud 11:46
- Hud 11:47
- Hud 11:48
- Hud 11:49
- Hud 11:50
- Hud 11:51
- Hud 11:52
- Hud 11:53
- Hud 11:54
- Hud 11:55
- Hud 11:56
- Hud 11:57
- Hud 11:58
- Hud 11:59
- Hud 11:60
- Hud 11:61
- Hud 11:62
- Hud 11:63
- Hud 11:64
- Hud 11:65
- Hud 11:66
- Hud 11:67
- Hud 11:68
- Hud 11:69
- Hud 11:70
- Hud 11:71
- Hud 11:72
- Hud 11:73
- Hud 11:74
- Hud 11:75
- Hud 11:76
- Hud 11:77
- Hud 11:78
- Hud 11:79
- Hud 11:80
- Hud 11:81
- Hud 11:82
- Hud 11:83
- Hud 11:84
- Hud 11:85
- Hud 11:86
- Hud 11:87
- Hud 11:88
- Hud 11:89
- Hud 11:90
- Hud 11:91
- Hud 11:92
- Hud 11:93
- Hud 11:94
- Hud 11:95
- Hud 11:96
- Hud 11:97
- Hud 11:98
- Hud 11:99
- Hud 11:100
- Hud 11:101
- Hud 11:102
- Hud 11:103
- Hud 11:104
- Hud 11:105
- Hud 11:106
- Hud 11:107
- Hud 11:108
- Hud 11:109
- Hud 11:110
- Hud 11:111
- Hud 11:112
- Hud 11:113
- Hud 11:114
- Hud 11:116
- Hud 11:117
- Hud 11:118
- Hud 11:119
- Hud 11:120
- Hud 11:121
- Hud 11:122
- Hud 11:123
- Yusuf 12:1
- Yusuf 12:2
- Yusuf 12:3
- Yusuf 12:4
- Yusuf 12:5
- Yusuf 12:6
- Yusuf 12:7
- Yusuf 12:8
- Yusuf 12:9
- Yusuf 12:10
- Yusuf 12:11
- Yusuf 12:12
- Yusuf 12:13
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- Yusuf 12:20
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- Yusuf 12:37
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- Yusuf 12:40
- Yusuf 12:41
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- Yusuf 12:49
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- Yusuf 12:56
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- Ibrahim 14:1
- Ibrahim 14:2
- Ibrahim 14:3
- Ibrahim 14:4
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- Ibrahim 14:42
- Ibrahim 14:44
- Ibrahim 14:45
- Ibrahim 14:46
- Ibrahim 14:47
- Ibrahim 14:48
- Ibrahim 14:49
- Ibrahim 14:50
- Ibrahim 14:51
- Ibrahim 14:52
Hud 11:1
Sura Hūd
(offenbart zu Makka)
123 Āyāt
In der vorigen Sura wurde Allāhs Gnade und Barmherzigkeit uns Menschen gegenüber dargelegt. In dieser Sura wird nun gezeigt, wie Er Sünden bestraft; denn wahre Gerechtigkeit schließt sowohl Barmherzigkeit als auch Strafe ein. Allāh ist Mitleidig und Langmütig. Andererseits ist der Mensch oft undankbar, unaufrichtig, und liebt Falschheit und nutzlose Dinge. Noah war selbstlos und bescheiden. Er predigte Allāhs Wahrheit. Aber sein Volk machte sich darüber lustig und verwarf seine Warnung. So baute Noah sein Schiff unter der Anleitung Allāhs und wurde gerettet, während jene, die nicht an seine Botschaft geglaubt hatten, in der Flut ertranken. Hūd (a.s.) rief sein Volk, ‘Ād, auf, Allāh zu dienen und keine anderen Götter außer Ihm anzubeten. Doch sie lehnten Allāh und Seine Botschaft Ab, fuhren fort, an andere Gottheiten zu glauben und waren zu überheblich, um auf die Wahrheit zu harren. Allāh vernichtete sie, indem Er Seine Strafe herniedersandte. Das Volk Ṯamūd in der Zeit des Propheten Ṣāliḥ (a.s.) war selbstsüchtig und verwehrte der Kamelstute, sich auf Allāhs Erde ihr Futter zu suchen. Sie zerschnitten ihr die Kniesehnen. Allāhs Strafe überkam auch dieses Volk. Das Volk Lots pflegte schändliche Dinge zu begehen. Abraham (a.s.) bat darum, dass sie von Allāhs Strafe verschont blieben. Lot (a.s.) forderte sie auf, ihr Verhalten zu ändern, doch ohne Erfolg. So wurden sie ausgelöscht. Das Volk Šu‘aibs (Jethros) in Madyan wurde vor seiner Betrügereien gewarnt, doch sie weigerten sich, auf Allāhs Gesandten zu hören; so wurden sie vernichtet. Überhebliche Führer, wie Pharao, führen die Menschen irre, und der Mensch bringt Verderben über sich selbst. Die Strafe für solche Vergehen ist wahrlich schwer, deshalb meidet dieses Übel und dient Allāh aus ganzem Herzen. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, dessen Verse vervollkommnet und dann im Einzelnen erklärt worden sind - von einem Allweisen, Allkundigen. (11:1) (Es lehrt euch) dass ihr keinen außer Allāh anbeten sollt. Ich bin euch von Ihm (als) ein Warner und ein Bringer froher Botschaft (gesandt worden). (11:2) (Und ich bin zu euch gesandt worden, auf) dass ihr Vergebung von eurem Herrn erfleht und euch dann reumütig zu Ihm bekehrt. Er wird euch dann bis zum Ende einer festgesetzten Frist gut versorgen. Und Seine Huld wird Er einem jeden gewähren, der sie verdient. Kehrt ihr euch jedoch (von Ihm) ab; wahrlich, dann fürchte ich für euch die Strafe eines großen Tages. (11:3) Zu Allāh werdet ihr heimkehren; und Er hat Macht über alle Dinge. (11:4)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Mit dem Wort "Buch" ist der Qur’ān gemeint. Die Natur der Offenbarung als Warnung und frohe Botschaft wird hier betont. (vgl. dazu 3:7). Gewiss nun, sie verschließen ihre Brust, um sich vor Ihm zu verstecken. Doch siehe, wenn sie sich auch mit ihren Gewändern bedecken, weiß Er, was sie verbergen und was sie offenbaren. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen gehegt wird. (11:5)
Hud 11:2
Sura Hūd
(offenbart zu Makka)
123 Āyāt
In der vorigen Sura wurde Allāhs Gnade und Barmherzigkeit uns Menschen gegenüber dargelegt. In dieser Sura wird nun gezeigt, wie Er Sünden bestraft; denn wahre Gerechtigkeit schließt sowohl Barmherzigkeit als auch Strafe ein. Allāh ist Mitleidig und Langmütig. Andererseits ist der Mensch oft undankbar, unaufrichtig, und liebt Falschheit und nutzlose Dinge. Noah war selbstlos und bescheiden. Er predigte Allāhs Wahrheit. Aber sein Volk machte sich darüber lustig und verwarf seine Warnung. So baute Noah sein Schiff unter der Anleitung Allāhs und wurde gerettet, während jene, die nicht an seine Botschaft geglaubt hatten, in der Flut ertranken. Hūd (a.s.) rief sein Volk, ‘Ād, auf, Allāh zu dienen und keine anderen Götter außer Ihm anzubeten. Doch sie lehnten Allāh und Seine Botschaft Ab, fuhren fort, an andere Gottheiten zu glauben und waren zu überheblich, um auf die Wahrheit zu harren. Allāh vernichtete sie, indem Er Seine Strafe herniedersandte. Das Volk Ṯamūd in der Zeit des Propheten Ṣāliḥ (a.s.) war selbstsüchtig und verwehrte der Kamelstute, sich auf Allāhs Erde ihr Futter zu suchen. Sie zerschnitten ihr die Kniesehnen. Allāhs Strafe überkam auch dieses Volk. Das Volk Lots pflegte schändliche Dinge zu begehen. Abraham (a.s.) bat darum, dass sie von Allāhs Strafe verschont blieben. Lot (a.s.) forderte sie auf, ihr Verhalten zu ändern, doch ohne Erfolg. So wurden sie ausgelöscht. Das Volk Šu‘aibs (Jethros) in Madyan wurde vor seiner Betrügereien gewarnt, doch sie weigerten sich, auf Allāhs Gesandten zu hören; so wurden sie vernichtet. Überhebliche Führer, wie Pharao, führen die Menschen irre, und der Mensch bringt Verderben über sich selbst. Die Strafe für solche Vergehen ist wahrlich schwer, deshalb meidet dieses Übel und dient Allāh aus ganzem Herzen. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, dessen Verse vervollkommnet und dann im Einzelnen erklärt worden sind - von einem Allweisen, Allkundigen. (11:1) (Es lehrt euch) dass ihr keinen außer Allāh anbeten sollt. Ich bin euch von Ihm (als) ein Warner und ein Bringer froher Botschaft (gesandt worden). (11:2) (Und ich bin zu euch gesandt worden, auf) dass ihr Vergebung von eurem Herrn erfleht und euch dann reumütig zu Ihm bekehrt. Er wird euch dann bis zum Ende einer festgesetzten Frist gut versorgen. Und Seine Huld wird Er einem jeden gewähren, der sie verdient. Kehrt ihr euch jedoch (von Ihm) ab; wahrlich, dann fürchte ich für euch die Strafe eines großen Tages. (11:3) Zu Allāh werdet ihr heimkehren; und Er hat Macht über alle Dinge. (11:4)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Mit dem Wort "Buch" ist der Qur’ān gemeint. Die Natur der Offenbarung als Warnung und frohe Botschaft wird hier betont. (vgl. dazu 3:7). Gewiss nun, sie verschließen ihre Brust, um sich vor Ihm zu verstecken. Doch siehe, wenn sie sich auch mit ihren Gewändern bedecken, weiß Er, was sie verbergen und was sie offenbaren. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen gehegt wird. (11:5)
Hud 11:3
Sura Hūd
(offenbart zu Makka)
123 Āyāt
In der vorigen Sura wurde Allāhs Gnade und Barmherzigkeit uns Menschen gegenüber dargelegt. In dieser Sura wird nun gezeigt, wie Er Sünden bestraft; denn wahre Gerechtigkeit schließt sowohl Barmherzigkeit als auch Strafe ein. Allāh ist Mitleidig und Langmütig. Andererseits ist der Mensch oft undankbar, unaufrichtig, und liebt Falschheit und nutzlose Dinge. Noah war selbstlos und bescheiden. Er predigte Allāhs Wahrheit. Aber sein Volk machte sich darüber lustig und verwarf seine Warnung. So baute Noah sein Schiff unter der Anleitung Allāhs und wurde gerettet, während jene, die nicht an seine Botschaft geglaubt hatten, in der Flut ertranken. Hūd (a.s.) rief sein Volk, ‘Ād, auf, Allāh zu dienen und keine anderen Götter außer Ihm anzubeten. Doch sie lehnten Allāh und Seine Botschaft Ab, fuhren fort, an andere Gottheiten zu glauben und waren zu überheblich, um auf die Wahrheit zu harren. Allāh vernichtete sie, indem Er Seine Strafe herniedersandte. Das Volk Ṯamūd in der Zeit des Propheten Ṣāliḥ (a.s.) war selbstsüchtig und verwehrte der Kamelstute, sich auf Allāhs Erde ihr Futter zu suchen. Sie zerschnitten ihr die Kniesehnen. Allāhs Strafe überkam auch dieses Volk. Das Volk Lots pflegte schändliche Dinge zu begehen. Abraham (a.s.) bat darum, dass sie von Allāhs Strafe verschont blieben. Lot (a.s.) forderte sie auf, ihr Verhalten zu ändern, doch ohne Erfolg. So wurden sie ausgelöscht. Das Volk Šu‘aibs (Jethros) in Madyan wurde vor seiner Betrügereien gewarnt, doch sie weigerten sich, auf Allāhs Gesandten zu hören; so wurden sie vernichtet. Überhebliche Führer, wie Pharao, führen die Menschen irre, und der Mensch bringt Verderben über sich selbst. Die Strafe für solche Vergehen ist wahrlich schwer, deshalb meidet dieses Übel und dient Allāh aus ganzem Herzen. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, dessen Verse vervollkommnet und dann im Einzelnen erklärt worden sind - von einem Allweisen, Allkundigen. (11:1) (Es lehrt euch) dass ihr keinen außer Allāh anbeten sollt. Ich bin euch von Ihm (als) ein Warner und ein Bringer froher Botschaft (gesandt worden). (11:2) (Und ich bin zu euch gesandt worden, auf) dass ihr Vergebung von eurem Herrn erfleht und euch dann reumütig zu Ihm bekehrt. Er wird euch dann bis zum Ende einer festgesetzten Frist gut versorgen. Und Seine Huld wird Er einem jeden gewähren, der sie verdient. Kehrt ihr euch jedoch (von Ihm) ab; wahrlich, dann fürchte ich für euch die Strafe eines großen Tages. (11:3) Zu Allāh werdet ihr heimkehren; und Er hat Macht über alle Dinge. (11:4)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Mit dem Wort "Buch" ist der Qur’ān gemeint. Die Natur der Offenbarung als Warnung und frohe Botschaft wird hier betont. (vgl. dazu 3:7). Gewiss nun, sie verschließen ihre Brust, um sich vor Ihm zu verstecken. Doch siehe, wenn sie sich auch mit ihren Gewändern bedecken, weiß Er, was sie verbergen und was sie offenbaren. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen gehegt wird. (11:5)
Hud 11:4
Sura Hūd
(offenbart zu Makka)
123 Āyāt
In der vorigen Sura wurde Allāhs Gnade und Barmherzigkeit uns Menschen gegenüber dargelegt. In dieser Sura wird nun gezeigt, wie Er Sünden bestraft; denn wahre Gerechtigkeit schließt sowohl Barmherzigkeit als auch Strafe ein. Allāh ist Mitleidig und Langmütig. Andererseits ist der Mensch oft undankbar, unaufrichtig, und liebt Falschheit und nutzlose Dinge. Noah war selbstlos und bescheiden. Er predigte Allāhs Wahrheit. Aber sein Volk machte sich darüber lustig und verwarf seine Warnung. So baute Noah sein Schiff unter der Anleitung Allāhs und wurde gerettet, während jene, die nicht an seine Botschaft geglaubt hatten, in der Flut ertranken. Hūd (a.s.) rief sein Volk, ‘Ād, auf, Allāh zu dienen und keine anderen Götter außer Ihm anzubeten. Doch sie lehnten Allāh und Seine Botschaft Ab, fuhren fort, an andere Gottheiten zu glauben und waren zu überheblich, um auf die Wahrheit zu harren. Allāh vernichtete sie, indem Er Seine Strafe herniedersandte. Das Volk Ṯamūd in der Zeit des Propheten Ṣāliḥ (a.s.) war selbstsüchtig und verwehrte der Kamelstute, sich auf Allāhs Erde ihr Futter zu suchen. Sie zerschnitten ihr die Kniesehnen. Allāhs Strafe überkam auch dieses Volk. Das Volk Lots pflegte schändliche Dinge zu begehen. Abraham (a.s.) bat darum, dass sie von Allāhs Strafe verschont blieben. Lot (a.s.) forderte sie auf, ihr Verhalten zu ändern, doch ohne Erfolg. So wurden sie ausgelöscht. Das Volk Šu‘aibs (Jethros) in Madyan wurde vor seiner Betrügereien gewarnt, doch sie weigerten sich, auf Allāhs Gesandten zu hören; so wurden sie vernichtet. Überhebliche Führer, wie Pharao, führen die Menschen irre, und der Mensch bringt Verderben über sich selbst. Die Strafe für solche Vergehen ist wahrlich schwer, deshalb meidet dieses Übel und dient Allāh aus ganzem Herzen. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, dessen Verse vervollkommnet und dann im Einzelnen erklärt worden sind - von einem Allweisen, Allkundigen. (11:1) (Es lehrt euch) dass ihr keinen außer Allāh anbeten sollt. Ich bin euch von Ihm (als) ein Warner und ein Bringer froher Botschaft (gesandt worden). (11:2) (Und ich bin zu euch gesandt worden, auf) dass ihr Vergebung von eurem Herrn erfleht und euch dann reumütig zu Ihm bekehrt. Er wird euch dann bis zum Ende einer festgesetzten Frist gut versorgen. Und Seine Huld wird Er einem jeden gewähren, der sie verdient. Kehrt ihr euch jedoch (von Ihm) ab; wahrlich, dann fürchte ich für euch die Strafe eines großen Tages. (11:3) Zu Allāh werdet ihr heimkehren; und Er hat Macht über alle Dinge. (11:4)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Mit dem Wort "Buch" ist der Qur’ān gemeint. Die Natur der Offenbarung als Warnung und frohe Botschaft wird hier betont. (vgl. dazu 3:7). Gewiss nun, sie verschließen ihre Brust, um sich vor Ihm zu verstecken. Doch siehe, wenn sie sich auch mit ihren Gewändern bedecken, weiß Er, was sie verbergen und was sie offenbaren. Wahrlich, Er weiß wohl, was in den Herzen gehegt wird. (11:5)
Hud 11:5
Der Vers beschreibt den Zustand der Ungläubigen und Heuchler in Makka, als sie den Qur’ān hörten. Sie versuchten sich zu verstecken, indem sie die Köpfe verneigten und versuchten, den Oberkörper wie ein Gewand zusammenzufalten, um von anderen Anwesenden nicht gesehen zu werden, wie sie sich schämten angesichts ihrer Zurechtweisung in manchen Qur’ān-Versen. Manche von ihnen beugten ihren Oberkörper weit vor, wenn sie den Propheten (a.s.s.) sahen, um von ihm nicht erkannt zu werden. In Makka gab es auch Menschen, die zwar dem Propheten gegenüber nicht direkt feindlich eingestellt waren, die aber eine Abneigung gegen seine Botschaft hatten und deshalb vermieden, damit konfrontiert zu werden. Auch manche hüllten sich in ihre Gewänder, um nichts zu sehen und zu hören. Und es gibt kein Geschöpf auf der Erde, dessen Versorgung nicht Allāh obläge. Und Er kennt seinen Aufenthaltsort und seinen Ruheplatz. Alles ist in einer deutlichen Schrift (verzeichnet). (11:6)
Hud 11:6
Allāh garantiert jedem Geschöpf seine Versorgung, die für sein Leben und zum Überleben erforderlich ist. Zum Leben gehört die Art der Nahrung und die Fähigkeit, diese zu finden, aufzunehmen und zu verdauen. Bienen suchen ihre Nahrung im Blütennektar. Fische z.B. fressen Meerestiere, aber kein Gras; und Schafe fressen Gras, aber keine Fische. Das Kamel kann die Dornensträucher in der Wüste als Nahrung aufnehmen und speichert große Wassermengen für mehrere Tage. Zum Überleben besitzt jedes Geschöpf ferner die Fähigkeit, seine geeignete Nahrung zu suchen: Die Vögel z.B. sehen die kleinsten Körner auf dem Ackerboden von einer großen Entfernung aus der Luft. Es ist das Wunder der Schöpfung, das Allāh uns hier darlegt. Wo sich das Geschöpf befindet und aufhält ist ebenfalls Allāh bekannt. Wir dürfen nicht nur an die großen Tiere denken, sondern auch an die kleinsten Geschöpfe, z.B. Hausstaubmilben, Viren und Bakterien, die mit uns wohnen und sich in unserem Körper aufhalten; denn sie sind auch Geschöpfe Allāhs, die Er versorgt, steuert und am Leben erhält. (vgl. dazu 6:59; 10:61; 11:53-56; 15:20 und die Anmerkung dazu). Und Er ist es, Der die Himmel und die Erde in sechs Tagen erschuf - und Sein Reich war auf dem Wasser, damit Er prüfe, wer von euch die beste Tat begehe. Und wenn du sprichst: ”Ihr werdet wahrlich nach dem Tode auferweckt werden“, dann werden die Ungläubigen gewiss sagen: ”Das ist nichts als offenkundige Zauberei.“ (11:7) Und wenn Wir aber ihre Bestrafung bis zu einem berechneten Zeitpunkt aufschöben, würden sie sicherlich sagen: ”Was hält sie zurück?“ Nun wahrlich, an dem Tage, an dem sie zu ihnen kommen wird, da wird keiner (sie) von ihnen abwenden können; und das, was sie zu verspotten pflegten, wird sie rings umschließen. (11:8)
Hud 11:7
Die Form des Wassers - ob es flüssig, als Nebel oder Eis usw. - ist in diesem Vers nicht bekannt gegeben. Die Wissenschaftler sprechen auch von Eis- und Nebelbildung auf manchen Himmelskörpern und als gewaltige Ringe um sie herum. Die Berichterstattung über die Schöpfung gilt hier als Prüfung für die Menschen. Die Götzendiener in Makka meinten einst, dass der Prophet (a.s.s.) sich des Qur’ān bedient, um sie hörig zu machen und ihren Verstand mit ihm zu betören, insbesondere mit der Behauptung, dass die Menschen nach dem Tode von Allāh wiedererweckt werden (vgl. 6:10, 57-58; 7:54; 8:32; 10:2, 3, 50; 11:3; 21:30 und die Anmerkungen dazu). Und wenn Wir dem Menschen Unsere Gnade zu kosten geben und sie ihm daraufhin fortnehmen, ist er verzweifelt und undankbar. (11:9) Und wenn Wir ihm nach einer Drangsal, die ihn getroffen hat, eine Gabe bescheren, sagt er sicherlich: ”Das Übel ist von mir gewichen.“ Siehe, er ist frohlockend und prahlend. (11:10) Ausgenommen (von der Strafe) sind diejenigen, die geduldig sind und gute Werke tun. Ihnen wird Vergebung und ein großer Lohn zuteil sein. (11:11)
Hud 11:8
Die Form des Wassers - ob es flüssig, als Nebel oder Eis usw. - ist in diesem Vers nicht bekannt gegeben. Die Wissenschaftler sprechen auch von Eis- und Nebelbildung auf manchen Himmelskörpern und als gewaltige Ringe um sie herum. Die Berichterstattung über die Schöpfung gilt hier als Prüfung für die Menschen. Die Götzendiener in Makka meinten einst, dass der Prophet (a.s.s.) sich des Qur’ān bedient, um sie hörig zu machen und ihren Verstand mit ihm zu betören, insbesondere mit der Behauptung, dass die Menschen nach dem Tode von Allāh wiedererweckt werden (vgl. 6:10, 57-58; 7:54; 8:32; 10:2, 3, 50; 11:3; 21:30 und die Anmerkungen dazu). Und wenn Wir dem Menschen Unsere Gnade zu kosten geben und sie ihm daraufhin fortnehmen, ist er verzweifelt und undankbar. (11:9) Und wenn Wir ihm nach einer Drangsal, die ihn getroffen hat, eine Gabe bescheren, sagt er sicherlich: ”Das Übel ist von mir gewichen.“ Siehe, er ist frohlockend und prahlend. (11:10) Ausgenommen (von der Strafe) sind diejenigen, die geduldig sind und gute Werke tun. Ihnen wird Vergebung und ein großer Lohn zuteil sein. (11:11)
Hud 11:9
Diese Beschreibung des Menschenwesens im weitesten Sinne kann überall beobachtet werden. In ihrer weiter gefassten Bedeutung bezieht sie sich jedoch auch auf diejenigen, die zwar an Allāh glauben, aber schwach im Glauben sind und sich deswegen leicht durch äußere Umstände beeinflussen lassen (vgl. 17:83-84; 30:51 und die Anmerkung dazu). Vielleicht wirst du nun einen Teil von dem aufgeben, was dir offenbart wurde; und deine Brust wird davon so bedrückt sein, dass sie sagen: ”Warum ist nicht ein Schatz zu ihm niedergesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen?“ Du aber bist nur ein Warner, und Allāh ist der Hüter aller Dinge. (11:12) Oder werden sie sagen: ”Er hat es erdichtet.“? Sprich: ”So bringt doch zehn ebenbürtig erdichtete Suren hervor und ruft an, wen ihr vermögt außer Allāh, wenn ihr wahrhaftig seid!“ (11:13) Und wenn sie darauf nicht reagieren, dann wisst, es ist mit Allāhs Wissen offenbart worden; und es ist kein Gott außer Ihm. Wollt ihr euch nun ergeben? (11:14)
Hud 11:10
Diese Beschreibung des Menschenwesens im weitesten Sinne kann überall beobachtet werden. In ihrer weiter gefassten Bedeutung bezieht sie sich jedoch auch auf diejenigen, die zwar an Allāh glauben, aber schwach im Glauben sind und sich deswegen leicht durch äußere Umstände beeinflussen lassen (vgl. 17:83-84; 30:51 und die Anmerkung dazu). Vielleicht wirst du nun einen Teil von dem aufgeben, was dir offenbart wurde; und deine Brust wird davon so bedrückt sein, dass sie sagen: ”Warum ist nicht ein Schatz zu ihm niedergesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen?“ Du aber bist nur ein Warner, und Allāh ist der Hüter aller Dinge. (11:12) Oder werden sie sagen: ”Er hat es erdichtet.“? Sprich: ”So bringt doch zehn ebenbürtig erdichtete Suren hervor und ruft an, wen ihr vermögt außer Allāh, wenn ihr wahrhaftig seid!“ (11:13) Und wenn sie darauf nicht reagieren, dann wisst, es ist mit Allāhs Wissen offenbart worden; und es ist kein Gott außer Ihm. Wollt ihr euch nun ergeben? (11:14)
Hud 11:11
Diese Beschreibung des Menschenwesens im weitesten Sinne kann überall beobachtet werden. In ihrer weiter gefassten Bedeutung bezieht sie sich jedoch auch auf diejenigen, die zwar an Allāh glauben, aber schwach im Glauben sind und sich deswegen leicht durch äußere Umstände beeinflussen lassen (vgl. 17:83-84; 30:51 und die Anmerkung dazu). Vielleicht wirst du nun einen Teil von dem aufgeben, was dir offenbart wurde; und deine Brust wird davon so bedrückt sein, dass sie sagen: ”Warum ist nicht ein Schatz zu ihm niedergesandt worden oder ein Engel mit ihm gekommen?“ Du aber bist nur ein Warner, und Allāh ist der Hüter aller Dinge. (11:12) Oder werden sie sagen: ”Er hat es erdichtet.“? Sprich: ”So bringt doch zehn ebenbürtig erdichtete Suren hervor und ruft an, wen ihr vermögt außer Allāh, wenn ihr wahrhaftig seid!“ (11:13) Und wenn sie darauf nicht reagieren, dann wisst, es ist mit Allāhs Wissen offenbart worden; und es ist kein Gott außer Ihm. Wollt ihr euch nun ergeben? (11:14)
Hud 11:12
Diese Frage, die dem Propheten (a.s.s.) gestellt wird, enthält sowohl ein Verbot als auch eine Dementierung. Gefühlen wie Überdruss oder Verschweigen von Offenbarung, die in der Natur eines gewöhnlichen Menschen vorhanden sind, durfte der Prophet nicht nachgehen (vgl. 6:1; 7:1; 16:127; 18:6). ‘Abdullāh Ibn ‘Abbās berichtete, dass die Banū Quraiš den Propheten (a.s.s.) aufforderten, ihnen eine Offenbarung zu bringen, die nicht ihre Götzen schmähte. Sie sagten: ”Muḥammad, sorge dafür, dass diese Berge von Makka in Gold verwandelt werden, wenn du wirklich ein Gesandter Allāhs bist. Lass uns einen Engel erscheinen, damit wir bezeugen können, dass du ein Prophet bist.“ Daraufhin wurden diese Worte offenbart. Die Aufgabe des Propheten (a.s.s.) als Warner wird hier besonders hervorgehoben. Wenn ein Prophet durch Wunder von Allāh unterstützt wird, ist er dennoch kein Wundertäter nach Bestellung (vgl. dazu 2:23, 24; 6:50; 10:38; 11:18-22; 17:88). Diejenigen, die das irdische Leben und seine Pracht begehren, wollen Wir für ihre irdischen Werke voll belohnen, und sie sollen (auf Erden) kein Unrecht erleiden. (11:15) Diese sind es, die im Jenseits nichts als das Feuer erhalten sollen, und das, was sie hienieden gewirkt haben, wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten. (11:16)
Hud 11:13
Diese Frage, die dem Propheten (a.s.s.) gestellt wird, enthält sowohl ein Verbot als auch eine Dementierung. Gefühlen wie Überdruss oder Verschweigen von Offenbarung, die in der Natur eines gewöhnlichen Menschen vorhanden sind, durfte der Prophet nicht nachgehen (vgl. 6:1; 7:1; 16:127; 18:6). ‘Abdullāh Ibn ‘Abbās berichtete, dass die Banū Quraiš den Propheten (a.s.s.) aufforderten, ihnen eine Offenbarung zu bringen, die nicht ihre Götzen schmähte. Sie sagten: ”Muḥammad, sorge dafür, dass diese Berge von Makka in Gold verwandelt werden, wenn du wirklich ein Gesandter Allāhs bist. Lass uns einen Engel erscheinen, damit wir bezeugen können, dass du ein Prophet bist.“ Daraufhin wurden diese Worte offenbart. Die Aufgabe des Propheten (a.s.s.) als Warner wird hier besonders hervorgehoben. Wenn ein Prophet durch Wunder von Allāh unterstützt wird, ist er dennoch kein Wundertäter nach Bestellung (vgl. dazu 2:23, 24; 6:50; 10:38; 11:18-22; 17:88). Diejenigen, die das irdische Leben und seine Pracht begehren, wollen Wir für ihre irdischen Werke voll belohnen, und sie sollen (auf Erden) kein Unrecht erleiden. (11:15) Diese sind es, die im Jenseits nichts als das Feuer erhalten sollen, und das, was sie hienieden gewirkt haben, wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten. (11:16)
Hud 11:14
Diese Frage, die dem Propheten (a.s.s.) gestellt wird, enthält sowohl ein Verbot als auch eine Dementierung. Gefühlen wie Überdruss oder Verschweigen von Offenbarung, die in der Natur eines gewöhnlichen Menschen vorhanden sind, durfte der Prophet nicht nachgehen (vgl. 6:1; 7:1; 16:127; 18:6). ‘Abdullāh Ibn ‘Abbās berichtete, dass die Banū Quraiš den Propheten (a.s.s.) aufforderten, ihnen eine Offenbarung zu bringen, die nicht ihre Götzen schmähte. Sie sagten: ”Muḥammad, sorge dafür, dass diese Berge von Makka in Gold verwandelt werden, wenn du wirklich ein Gesandter Allāhs bist. Lass uns einen Engel erscheinen, damit wir bezeugen können, dass du ein Prophet bist.“ Daraufhin wurden diese Worte offenbart. Die Aufgabe des Propheten (a.s.s.) als Warner wird hier besonders hervorgehoben. Wenn ein Prophet durch Wunder von Allāh unterstützt wird, ist er dennoch kein Wundertäter nach Bestellung (vgl. dazu 2:23, 24; 6:50; 10:38; 11:18-22; 17:88). Diejenigen, die das irdische Leben und seine Pracht begehren, wollen Wir für ihre irdischen Werke voll belohnen, und sie sollen (auf Erden) kein Unrecht erleiden. (11:15) Diese sind es, die im Jenseits nichts als das Feuer erhalten sollen, und das, was sie hienieden gewirkt haben, wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten. (11:16)
Hud 11:15
"... wollen Wir für ihre irdischen Werke voll belohnen": übermitteln Wir den Lohn für ihre Handlungen voll und ganz und ohne Schmälerung im Diesseits, und zwar dadurch, dass ihnen hier Gesundheit und Unterhalt beschert werden. Man sagt, dass hier die Scheinheiligen gemeint sind. Wenn man die unter ihnen, die den Qur’ān rezitieren, beschuldigt, dass sie gewünscht haben, man möge von ihnen sagen: "Der und der rezitiert den Qur’ān", dann ist das bereits gesagt und sie haben ihren Lohn. Und wenn man denen, die Wohltaten erweisen und Spenden geben, entgegenhält, sie hätten das getan, damit man davon spreche, dann hat man bereits davon gesprochen. Und wenn man einem, der kämpft und tötet, sagt, dass er gekämpft habe, damit man sage: "Der und der ist mutig", dann hat man bereits davon gesprochen. Nach Anas Ibn Mālik sind die Juden und die Christen gemeint. Wenn sie einem Bittenden geben oder Wohltaten erweisen, erhalten sie umgehend den Lohn dafür, und zwar in Gestalt von reichlichem Unterhalt und körperlicher Gesundheit. Man sagt ferner, dass diejenigen unter den "Heuchlern" gemeint seien, die auf Seiten des Gesandten Allāhs kämpften. Er hat ihnen nämlich Anteil an den Beutegütern gegeben. Und hinfällig ist dann, was sie in ihm gemacht haben: Und hinfällig ist im Jenseits, was sie gemacht haben, womit gemeint ist, dass sie keinen weiteren Lohn mehr bekommen, da sie mit ihren Taten nicht auf das Jenseits, sondern auf das Diesseits zielten und da sie den Lohn für das, auf was sie zielten, dann schon voll erhalten haben. "... wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten"; das heißt: Ihr Handeln ist in sich selbst nichtig, da sie nicht in der richtigen Weise gehandelt haben. Für eine nichtige Handlung aber gibt es keinen Lohn. (Zam, Gät) (vgl. dazu 10:8; 11:17). Kann denn der, der einen deutlichen Beweis von seinem Herrn besitzt, während ein Zeuge von Ihm ihn (den Qur’ān) vorträgt, und vordem das Buch Moses' als Führung und Barmherzigkeit vorausging, (ein Betrüger sein)? Diese werden an ihn glauben, und wer von den Gruppen (der Schriftbesitzer) nicht an ihn glaubt - das Feuer soll sein verheißener Ort sein. Sei daher darüber nicht im Zweifel. Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn; jedoch die meisten Menschen glauben es nicht. (11:17)
Hud 11:16
"... wollen Wir für ihre irdischen Werke voll belohnen": übermitteln Wir den Lohn für ihre Handlungen voll und ganz und ohne Schmälerung im Diesseits, und zwar dadurch, dass ihnen hier Gesundheit und Unterhalt beschert werden. Man sagt, dass hier die Scheinheiligen gemeint sind. Wenn man die unter ihnen, die den Qur’ān rezitieren, beschuldigt, dass sie gewünscht haben, man möge von ihnen sagen: "Der und der rezitiert den Qur’ān", dann ist das bereits gesagt und sie haben ihren Lohn. Und wenn man denen, die Wohltaten erweisen und Spenden geben, entgegenhält, sie hätten das getan, damit man davon spreche, dann hat man bereits davon gesprochen. Und wenn man einem, der kämpft und tötet, sagt, dass er gekämpft habe, damit man sage: "Der und der ist mutig", dann hat man bereits davon gesprochen. Nach Anas Ibn Mālik sind die Juden und die Christen gemeint. Wenn sie einem Bittenden geben oder Wohltaten erweisen, erhalten sie umgehend den Lohn dafür, und zwar in Gestalt von reichlichem Unterhalt und körperlicher Gesundheit. Man sagt ferner, dass diejenigen unter den "Heuchlern" gemeint seien, die auf Seiten des Gesandten Allāhs kämpften. Er hat ihnen nämlich Anteil an den Beutegütern gegeben. Und hinfällig ist dann, was sie in ihm gemacht haben: Und hinfällig ist im Jenseits, was sie gemacht haben, womit gemeint ist, dass sie keinen weiteren Lohn mehr bekommen, da sie mit ihren Taten nicht auf das Jenseits, sondern auf das Diesseits zielten und da sie den Lohn für das, auf was sie zielten, dann schon voll erhalten haben. "... wird nichtig sein, und eitel (wird) all das (sein), was sie zu tun pflegten"; das heißt: Ihr Handeln ist in sich selbst nichtig, da sie nicht in der richtigen Weise gehandelt haben. Für eine nichtige Handlung aber gibt es keinen Lohn. (Zam, Gät) (vgl. dazu 10:8; 11:17). Kann denn der, der einen deutlichen Beweis von seinem Herrn besitzt, während ein Zeuge von Ihm ihn (den Qur’ān) vorträgt, und vordem das Buch Moses' als Führung und Barmherzigkeit vorausging, (ein Betrüger sein)? Diese werden an ihn glauben, und wer von den Gruppen (der Schriftbesitzer) nicht an ihn glaubt - das Feuer soll sein verheißener Ort sein. Sei daher darüber nicht im Zweifel. Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn; jedoch die meisten Menschen glauben es nicht. (11:17)
Hud 11:17
Dieser Vers dient als ein Vergleich zwischen dem, der den Qur’ān befolgt und mit ihm rechtgeleitet ist, und dem, der ihn leugnet. Ist der Ungläubige, dessen Handlungen fruchtlos sind, mit dem Gläubigen vergleichbar? Der Begriff "Zeuge" bezieht sich sowohl auf den Propheten (a.s.s.) als auch auf den Engel Gabriel, der die Offenbarung übermittelte. Sowohl der Qur’ān als auch der Prophet Muḥammad (a.s.s.) werden als Führer und Barmherzigkeit bezeichnet (vgl. den Begriff der Barmherzigkeit im Titel: "Muḥammad, Prophet der Barmherzigkeit", Islamische Bibliothek). Mit dem Begriff "Gruppen (der Schriftbesitzer)" sind die mächtigen zeitgenössischen Religionsgemeinschaften zur Zeit der Offenbarung gemeint. Darunter zählen die Juden, die sich feindlich gegenüber der Botschaft des Qur’ān verhielten (vgl. dazu oben 11:12-14). Und wer ist ungerechter als der, der eine Lüge gegen Allāh erdichtet? Diese werden ihrem Herrn vorgeführt werden, und die Zeugen werden sagen: ”Das sind die, die gegen ihren Herrn logen.“ Wahrlich, der Fluch Allāhs lastet auf den Frevlern (11:18), die vom Weg Allāhs abhalten und ihn zu krümmen suchen. Und diese sind es, die nicht an das Jenseits glauben (11:19); sie vermögen nimmermehr im Lande zu siegen, noch haben sie irgendeinen Beschützer vor Allāh. Verdoppelt soll ihnen die Strafe werden! Sie konnten weder hören, noch konnten sie sehen. (11:20) Diese sind es, die ihrer selbst verlustig gegangen sind, und was sie ersonnen haben, soll ihnen nichts nützen. (11:21) Ohne Zweifel werden sie im Jenseits die Verlierer sein. (11:22)
Hud 11:18
Lügen gegen einen Mitmenschen zu erdichten ist ein grobes Unrecht; was halten wir davon, wenn Menschen gegen ihren Erhabenen Gott und Schöpfer eine Lüge erdichten? Diese Verbrecher werden ihrem Herrn zur Rechenschaft vorgeführt; und die Engel, die die Taten niederschreiben, die Propheten, die die Botschaft verkündeten und die rechtschaffenen Gläubigen, die das miterlebt haben, werden als Zeugen gegen sie gefragt (vgl. 2:7; 3:185; 6:112; 7:38, 45, 179; 10:17, 28-30; 11:13; 14:42; 16:84; 24:56-57 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses; darin sollen sie auf ewig verweilen. (11:23) Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken? (11:24)
Hud 11:19
Lügen gegen einen Mitmenschen zu erdichten ist ein grobes Unrecht; was halten wir davon, wenn Menschen gegen ihren Erhabenen Gott und Schöpfer eine Lüge erdichten? Diese Verbrecher werden ihrem Herrn zur Rechenschaft vorgeführt; und die Engel, die die Taten niederschreiben, die Propheten, die die Botschaft verkündeten und die rechtschaffenen Gläubigen, die das miterlebt haben, werden als Zeugen gegen sie gefragt (vgl. 2:7; 3:185; 6:112; 7:38, 45, 179; 10:17, 28-30; 11:13; 14:42; 16:84; 24:56-57 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses; darin sollen sie auf ewig verweilen. (11:23) Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken? (11:24)
Hud 11:20
Lügen gegen einen Mitmenschen zu erdichten ist ein grobes Unrecht; was halten wir davon, wenn Menschen gegen ihren Erhabenen Gott und Schöpfer eine Lüge erdichten? Diese Verbrecher werden ihrem Herrn zur Rechenschaft vorgeführt; und die Engel, die die Taten niederschreiben, die Propheten, die die Botschaft verkündeten und die rechtschaffenen Gläubigen, die das miterlebt haben, werden als Zeugen gegen sie gefragt (vgl. 2:7; 3:185; 6:112; 7:38, 45, 179; 10:17, 28-30; 11:13; 14:42; 16:84; 24:56-57 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses; darin sollen sie auf ewig verweilen. (11:23) Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken? (11:24)
Hud 11:21
Lügen gegen einen Mitmenschen zu erdichten ist ein grobes Unrecht; was halten wir davon, wenn Menschen gegen ihren Erhabenen Gott und Schöpfer eine Lüge erdichten? Diese Verbrecher werden ihrem Herrn zur Rechenschaft vorgeführt; und die Engel, die die Taten niederschreiben, die Propheten, die die Botschaft verkündeten und die rechtschaffenen Gläubigen, die das miterlebt haben, werden als Zeugen gegen sie gefragt (vgl. 2:7; 3:185; 6:112; 7:38, 45, 179; 10:17, 28-30; 11:13; 14:42; 16:84; 24:56-57 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses; darin sollen sie auf ewig verweilen. (11:23) Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken? (11:24)
Hud 11:22
Lügen gegen einen Mitmenschen zu erdichten ist ein grobes Unrecht; was halten wir davon, wenn Menschen gegen ihren Erhabenen Gott und Schöpfer eine Lüge erdichten? Diese Verbrecher werden ihrem Herrn zur Rechenschaft vorgeführt; und die Engel, die die Taten niederschreiben, die Propheten, die die Botschaft verkündeten und die rechtschaffenen Gläubigen, die das miterlebt haben, werden als Zeugen gegen sie gefragt (vgl. 2:7; 3:185; 6:112; 7:38, 45, 179; 10:17, 28-30; 11:13; 14:42; 16:84; 24:56-57 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun und sich vor ihrem Herrn demütigen, sind die Bewohner des Paradieses; darin sollen sie auf ewig verweilen. (11:23) Der Fall der beiden Parteien ist wie der (Fall) des Blinden und des Tauben und des Sehenden und des Hörenden. Sind nun beide wohl in der gleichen Lage? Wollt ihr denn nicht daran denken? (11:24)
Hud 11:23
Diejenigen, die glauben und gute Werke tun, dürfen nicht deshalb gegenüber ihrem Erhabenen Schöpfer erhaben sein; denn alle Erhabenheit gebührt Allāh allein, Der uns zum Glauben und dem rechten Weg rechtgeleitet hat. Daher muss das "Demütigen" immer mit der Verrichtung von guten Werken verbunden sein (vgl. dazu 2:7; 7:197; 11:20). Wir entsandten ja Noah zu seinem Volk, (und er sagte): ”Wahrlich, ich bin für euch ein deutlicher Warner (11:25), dass ihr keinem anderen außer Allāh dient. Ich fürchte für euch die Strafe eines schmerzlichen Tages.“ (11:26) Die Vornehmen seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: ”Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen, und wir sehen, dass dir keine als jene gefolgt sind, die aller äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, noch sehen wir in euch irgendeinen Vorzug vor uns; nein, wir erachten euch für Lügner.“ (11:27)
Hud 11:24
Diejenigen, die glauben und gute Werke tun, dürfen nicht deshalb gegenüber ihrem Erhabenen Schöpfer erhaben sein; denn alle Erhabenheit gebührt Allāh allein, Der uns zum Glauben und dem rechten Weg rechtgeleitet hat. Daher muss das "Demütigen" immer mit der Verrichtung von guten Werken verbunden sein (vgl. dazu 2:7; 7:197; 11:20). Wir entsandten ja Noah zu seinem Volk, (und er sagte): ”Wahrlich, ich bin für euch ein deutlicher Warner (11:25), dass ihr keinem anderen außer Allāh dient. Ich fürchte für euch die Strafe eines schmerzlichen Tages.“ (11:26) Die Vornehmen seines Volkes, die nicht glaubten, sagten: ”Wir sehen in dir nur einen Menschen unseresgleichen, und wir sehen, dass dir keine als jene gefolgt sind, die aller äußeren Erscheinung nach die Niedrigsten unter uns sind, noch sehen wir in euch irgendeinen Vorzug vor uns; nein, wir erachten euch für Lügner.“ (11:27)
Hud 11:25
Noahs Volk war das erste, das Allāh Teilhaber und ebenbürtige Partner zur Seite gestellt hat. Noah selbst war der erste Gesandte, den Allāh zu den Erdenbewohnern schickte. Schmerzlich für die, die sich gegen Allāh und Seine Botschaft auflehnten. Noahs Botschaft richtet sich an eine Welt, die in Ungerechtigkeit verstrickt war. Wie jeder prophetische Auftrag, so bestand auch Noahs Aufgabe einmal darin, die Menschen vor dem Bösen zu warnen und sie zur Einsicht zu rufen, und zum anderen in der Verkündung der frohen Botschaft von Allāhs Gnade für alle, die sich Allāh zuwenden. Insofern war er eine Führung und Barmherzigkeit für die Menschen. Wie in 7:59 kann sich "die Strafe eines schmerzlichen Tages" sowohl auf die bevorstehende Flut als auch auf den Tag des Jüngsten Gerichts beziehen. Die Antwort der Vornehmen aus Noahs Volk war fast identisch mit der der Vornehmen vom Stamm Banū Quraiš, zu dem Muḥammad, der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, gehörte. Dies ist ein immer wiederkehrendes Argument götzendienerischer Völker. Ein Gesandter Allāhs muss ihrer Ansicht nach ein Übermensch sein und am Göttlichen teilhaben. Arme Menschen werden hier als "niedrig" bezeichnet. Wie aus den Geschichten aller Propheten hervorgeht, besonders denen von Jesus (a.s.) und später von Muḥammad (a.s.s.), gehörten die meisten ihrer ersten Anhänger den untersten Gesellschaftsschichten an, Sklaven, Arme und Unterdrückte, denen die göttliche Botschaft die Verheißung einer gerechteren Gesellschaftsordnung auf Erden und die Hoffnung auf Glück im zukünftigen Leben gab. (vgl. dazu 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30; 17:17; 21:76-77; 23:23-25; 26:105-110; 29:14-15 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”O mein Volk, (ihr) seht nicht ein, dass ich einen klaren Beweis von meinem Herrn habe; und Er hat mir Seine Barmherzigkeit gewährt, die euch aber verborgen geblieben ist. Sollen wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist? (11:28)
Hud 11:26
Noahs Volk war das erste, das Allāh Teilhaber und ebenbürtige Partner zur Seite gestellt hat. Noah selbst war der erste Gesandte, den Allāh zu den Erdenbewohnern schickte. Schmerzlich für die, die sich gegen Allāh und Seine Botschaft auflehnten. Noahs Botschaft richtet sich an eine Welt, die in Ungerechtigkeit verstrickt war. Wie jeder prophetische Auftrag, so bestand auch Noahs Aufgabe einmal darin, die Menschen vor dem Bösen zu warnen und sie zur Einsicht zu rufen, und zum anderen in der Verkündung der frohen Botschaft von Allāhs Gnade für alle, die sich Allāh zuwenden. Insofern war er eine Führung und Barmherzigkeit für die Menschen. Wie in 7:59 kann sich "die Strafe eines schmerzlichen Tages" sowohl auf die bevorstehende Flut als auch auf den Tag des Jüngsten Gerichts beziehen. Die Antwort der Vornehmen aus Noahs Volk war fast identisch mit der der Vornehmen vom Stamm Banū Quraiš, zu dem Muḥammad, der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, gehörte. Dies ist ein immer wiederkehrendes Argument götzendienerischer Völker. Ein Gesandter Allāhs muss ihrer Ansicht nach ein Übermensch sein und am Göttlichen teilhaben. Arme Menschen werden hier als "niedrig" bezeichnet. Wie aus den Geschichten aller Propheten hervorgeht, besonders denen von Jesus (a.s.) und später von Muḥammad (a.s.s.), gehörten die meisten ihrer ersten Anhänger den untersten Gesellschaftsschichten an, Sklaven, Arme und Unterdrückte, denen die göttliche Botschaft die Verheißung einer gerechteren Gesellschaftsordnung auf Erden und die Hoffnung auf Glück im zukünftigen Leben gab. (vgl. dazu 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30; 17:17; 21:76-77; 23:23-25; 26:105-110; 29:14-15 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”O mein Volk, (ihr) seht nicht ein, dass ich einen klaren Beweis von meinem Herrn habe; und Er hat mir Seine Barmherzigkeit gewährt, die euch aber verborgen geblieben ist. Sollen wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist? (11:28)
Hud 11:27
Noahs Volk war das erste, das Allāh Teilhaber und ebenbürtige Partner zur Seite gestellt hat. Noah selbst war der erste Gesandte, den Allāh zu den Erdenbewohnern schickte. Schmerzlich für die, die sich gegen Allāh und Seine Botschaft auflehnten. Noahs Botschaft richtet sich an eine Welt, die in Ungerechtigkeit verstrickt war. Wie jeder prophetische Auftrag, so bestand auch Noahs Aufgabe einmal darin, die Menschen vor dem Bösen zu warnen und sie zur Einsicht zu rufen, und zum anderen in der Verkündung der frohen Botschaft von Allāhs Gnade für alle, die sich Allāh zuwenden. Insofern war er eine Führung und Barmherzigkeit für die Menschen. Wie in 7:59 kann sich "die Strafe eines schmerzlichen Tages" sowohl auf die bevorstehende Flut als auch auf den Tag des Jüngsten Gerichts beziehen. Die Antwort der Vornehmen aus Noahs Volk war fast identisch mit der der Vornehmen vom Stamm Banū Quraiš, zu dem Muḥammad, der Gesandte Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, gehörte. Dies ist ein immer wiederkehrendes Argument götzendienerischer Völker. Ein Gesandter Allāhs muss ihrer Ansicht nach ein Übermensch sein und am Göttlichen teilhaben. Arme Menschen werden hier als "niedrig" bezeichnet. Wie aus den Geschichten aller Propheten hervorgeht, besonders denen von Jesus (a.s.) und später von Muḥammad (a.s.s.), gehörten die meisten ihrer ersten Anhänger den untersten Gesellschaftsschichten an, Sklaven, Arme und Unterdrückte, denen die göttliche Botschaft die Verheißung einer gerechteren Gesellschaftsordnung auf Erden und die Hoffnung auf Glück im zukünftigen Leben gab. (vgl. dazu 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30; 17:17; 21:76-77; 23:23-25; 26:105-110; 29:14-15 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”O mein Volk, (ihr) seht nicht ein, dass ich einen klaren Beweis von meinem Herrn habe; und Er hat mir Seine Barmherzigkeit gewährt, die euch aber verborgen geblieben ist. Sollen wir sie euch da aufzwingen, wo sie euch zuwider ist? (11:28)
Hud 11:28
Noahs Antwort ist ähnlich mit der des Gesandten Allāhs in Makka und Al-Madīna. Gemeinsame Merkmale sind: Demut, Freundlichkeit, Kompromisslosigkeit, Überzeugungskraft, Aufrichtigkeit und Liebe zu dem eigenen Volk. Dieser Vers betont die grundlegenden Lehren des Qur’ān, dass es keinen Zwang im Glauben gibt (vgl. 2:256), sowie auf die wiederholte Aussage, dass ein Prophet nichts weiter ist als ein Warner und ein Übermittler froher Botschaft, was bedeutet, dass seine Aufgabe nur darin besteht, die ihm offenbarte Botschaft zu verkünden. Islam (Hingabe) ist in erster Linie Überzeugung und Befolgung der Gebote unseres Schöpfers und dies kann nicht aufgezwungen werden. (vgl. 5:19; 21:76-77, 23:23-25; 26:105-110 und die Anmerkung dazu; ferner den Titel: "Was ist Islam?", Islamische Bibliothek). O mein Volk, ich verlange von euch keinen Lohn dafür. Mein Lohn ist allein bei Allāh. Und ich werde gewiss nicht jene, die glauben, verstoßen. Sie werden ihrem Herrn begegnen. Allein, ich erachte euch für ein Volk, das unwissend ist. (11:29) O mein Volk, wer würde mir gegen Allāh helfen, wenn ich sie verstieße? Wollt ihr (das) denn nicht einsehen? (11:30)
Hud 11:29
Das Volk beschimpfte die gläubigen Armen und Schwachen in der Annahme, Noah würde sie bald verstoßen, um seine Lehre für die Elite des Volkes attraktiv zu machen. In den ersten Jahren seines Wirkens musste der Prophet Muḥammad (a.s.s.) mit den Führern der Banū Quraiš ähnliche Erfahrungen machen (vgl. dazu 6:52; 11:27; 23:23-25; 26:111). Und ich sage nicht zu euch: ”Ich besitze die Schätze Allāhs“, noch kenne ich das Verborgene, noch erkläre ich: ”Ich bin ein Engel“. Noch sage ich von denen, die eure Augen verachten: ”Allāh wird ihnen niemals (etwas) Gutes gewähren. Allāh kennt am besten, was in ihrem Inneren vorgeht; wahrlich, ich gehörte sonst zu denen, die ungerecht sind.“ (11:31)
Hud 11:30
Das Volk beschimpfte die gläubigen Armen und Schwachen in der Annahme, Noah würde sie bald verstoßen, um seine Lehre für die Elite des Volkes attraktiv zu machen. In den ersten Jahren seines Wirkens musste der Prophet Muḥammad (a.s.s.) mit den Führern der Banū Quraiš ähnliche Erfahrungen machen (vgl. dazu 6:52; 11:27; 23:23-25; 26:111). Und ich sage nicht zu euch: ”Ich besitze die Schätze Allāhs“, noch kenne ich das Verborgene, noch erkläre ich: ”Ich bin ein Engel“. Noch sage ich von denen, die eure Augen verachten: ”Allāh wird ihnen niemals (etwas) Gutes gewähren. Allāh kennt am besten, was in ihrem Inneren vorgeht; wahrlich, ich gehörte sonst zu denen, die ungerecht sind.“ (11:31)
Hud 11:31
Noah weist in diesem Vers drei Dinge von sich ab (vgl. dazu 6:50; 7:188; 11:27; 17:25 und die Anmerkung dazu). Sie sagten: ”O Noah, du hast schon (genug) mit uns gehadert und gar lange mit uns gehadert; so bring uns denn her, was du uns androhst, wenn du zu den Wahrhaftigen gehörst.“ (11:32) Er sagte: ”Allāh allein wird es euch bringen, wenn Er will, und ihr vermögt es nicht zu verhindern. (11:33) Und mein Rat, den ich euch geben will, wird euch nichts nützen, wenn Allāh euch abirren lassen will. Er ist euer Herr; und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht werden.“ (11:34)
Hud 11:32
vgl. dazu 14:4; 71:5ff. Ob sie sagen werden: ”Er hat es ersonnen.“? Sprich: ”Wenn ich es ersonnen habe, so sei dies meine Sünde; und ich bin nicht verantwortlich für das, was ihr an Sünden begeht.“ (11:35)
Hud 11:33
vgl. dazu 14:4; 71:5ff. Ob sie sagen werden: ”Er hat es ersonnen.“? Sprich: ”Wenn ich es ersonnen habe, so sei dies meine Sünde; und ich bin nicht verantwortlich für das, was ihr an Sünden begeht.“ (11:35)
Hud 11:34
vgl. dazu 14:4; 71:5ff. Ob sie sagen werden: ”Er hat es ersonnen.“? Sprich: ”Wenn ich es ersonnen habe, so sei dies meine Sünde; und ich bin nicht verantwortlich für das, was ihr an Sünden begeht.“ (11:35)
Hud 11:35
Hier geht es um den direkten Übergang von der Geschichte Noahs mit seinem Volk zu der Aussage der heidnischen Makkaner gegenüber dem Propheten Muḥammad (a.s.s.) (vgl. dazu 10:41; 11:49). Und es wurde Noah offenbart: ”Keiner von deinem Volk wird (dir) glauben, außer jenen, die (dir) bereits geglaubt haben: sei darum nicht traurig über ihr Tun. (11:36) Und baue das Schiff unter Unserer Aufsicht und nach Unserer Anweisung, und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben; denn diese werden ertrinken.“ (11:37) Und er baute also das Schiff; sooft die Vornehmen seines Volkes an ihm vorübergingen, verspotteten sie ihn. Er sagte: ”Verspottet ihr uns, so werden auch wir euch verspotten, gerade so, wie ihr spottet. (11:38) Ihr werdet dann erfahren, wer es ist, über den eine Strafe kommen wird, die ihn mit Schande bedeckt, und wen eine immerwährende Strafe treffen wird.“ (11:39)
Hud 11:36
Hier wird Noah die Hoffnung genommen, dass seine ungläubigen Landsleute gläubig werden würden, und es wird ihm gezeigt, dass dies gleichsam etwas Undenkbares ist, an das man keine Erwartungen knüpfen kann. Außer denen, die schon gläubig sind: außer denen, bei welchen Noah seine Erwartung bezüglich des Glaubens schon verwirklicht fand. Mach dir nun keinen Kummer. Der Sinn ist: Sei nicht traurig über die Verleumdung, Beschimpfung und Feindschaft, die sie dir entgegengebracht haben! Der Sinn der Worte "... unter Unserer Aufsicht" ist: Und verfertige das Schiff, von Uns behütet! Eigentlich heißt es: Und verfertige es von Unseren Augen umhüllt! Es ist gleichsam, als habe Allāh Augen bei Noah, die ihn davor schützen, dass er beim Verfertigen des Schiffes von der richtigen Bauweise abkommt und dass sich einer seiner Feinde hindernd in sein Werk einschaltet. Wie wir es dir eingeben: Nach Ibn ‘Abbās wusste Noah nicht, wie man ein Schiff verfertigt. Darauf gab ihm Allāh ein, es wie eine "Vogelbrust" zu bauen. "... und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben": Und rufe Mich nicht für deine Stammesgenossen an und um zu versuchen, ihnen durch deine Fürsprache die Strafe zu ersparen! Sie sind zur Ertränkung verurteilt. Dies ist nun einmal eine notwendige und vom Ratschluss Allāhs bestimmte Sache. Das Schreibrohr, mit dem dies niedergeschrieben ist, ist schon trocken geworden, und man kann sie daher nicht mehr aufhalten. Es verhält sich hier so, wie in Allāhs Wort in 11:76-78. Was die Verspottung angeht: Noah baute das Schiff in einer weglosen Wüste, die sehr weit vom Wasser entfernt war, und zwar zu einer Zeit, da das Wasser bereits mächtig anstieg. Die Ungläubigen aber lachten und sagten: "Noah! Du bist vom Propheten zum Zimmermann geworden! Wir werden später ebenso über euch spotten, wie ihr jetzt über uns spottet. Das heißt: Wir werden euch so verspotten, wie ihr uns verspottet, wenn im Diesseits das Ertrinken und im Jenseits der Brand des Hollenfeuers über euch kommt. Man sagt auch, die Bedeutung sei: Wenn ihr uns beim Schiffbau für dumm haltet, so halten wir euch deswegen für dumm, weil ihr euch im Zustand des Unglaubens befindet und dem Zorn sowie der Strafe Allāhs preisgegeben seid. Euch muss man viel eher für dumm halten, als uns. Oder: Wenn ihr uns für dumm haltet, so halten wir euch eben deswegen für dumm, weil ihr andere für dumm haltet; denn das könnt ihr nur, weil ihr die wahre Sachlage nicht kennt und euch auf den äußeren Schein stützt, wie es gewöhnlich bei jener Unkenntnis der Fall ist, die weit an den Tatsachen vorbeigeht. Es ist folgendes überliefert: Noah richtete das Schiff in zwei Jahren her. Es war dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und ragte dreißig Ellen in die Höhe. Es war aus Teakholz und hatte im Innern drei Räume. (Zam, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler") (vgl. ferner 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30, 40; 17:17; 21:76-77; 23:23-30; 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Alsdann erging Unser Befehl und die Fluten (der Erde) brachen hervor. Da sprachen Wir: ”Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen.“ Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar. (11:40)
Hud 11:37
Hier wird Noah die Hoffnung genommen, dass seine ungläubigen Landsleute gläubig werden würden, und es wird ihm gezeigt, dass dies gleichsam etwas Undenkbares ist, an das man keine Erwartungen knüpfen kann. Außer denen, die schon gläubig sind: außer denen, bei welchen Noah seine Erwartung bezüglich des Glaubens schon verwirklicht fand. Mach dir nun keinen Kummer. Der Sinn ist: Sei nicht traurig über die Verleumdung, Beschimpfung und Feindschaft, die sie dir entgegengebracht haben! Der Sinn der Worte "... unter Unserer Aufsicht" ist: Und verfertige das Schiff, von Uns behütet! Eigentlich heißt es: Und verfertige es von Unseren Augen umhüllt! Es ist gleichsam, als habe Allāh Augen bei Noah, die ihn davor schützen, dass er beim Verfertigen des Schiffes von der richtigen Bauweise abkommt und dass sich einer seiner Feinde hindernd in sein Werk einschaltet. Wie wir es dir eingeben: Nach Ibn ‘Abbās wusste Noah nicht, wie man ein Schiff verfertigt. Darauf gab ihm Allāh ein, es wie eine "Vogelbrust" zu bauen. "... und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben": Und rufe Mich nicht für deine Stammesgenossen an und um zu versuchen, ihnen durch deine Fürsprache die Strafe zu ersparen! Sie sind zur Ertränkung verurteilt. Dies ist nun einmal eine notwendige und vom Ratschluss Allāhs bestimmte Sache. Das Schreibrohr, mit dem dies niedergeschrieben ist, ist schon trocken geworden, und man kann sie daher nicht mehr aufhalten. Es verhält sich hier so, wie in Allāhs Wort in 11:76-78. Was die Verspottung angeht: Noah baute das Schiff in einer weglosen Wüste, die sehr weit vom Wasser entfernt war, und zwar zu einer Zeit, da das Wasser bereits mächtig anstieg. Die Ungläubigen aber lachten und sagten: "Noah! Du bist vom Propheten zum Zimmermann geworden! Wir werden später ebenso über euch spotten, wie ihr jetzt über uns spottet. Das heißt: Wir werden euch so verspotten, wie ihr uns verspottet, wenn im Diesseits das Ertrinken und im Jenseits der Brand des Hollenfeuers über euch kommt. Man sagt auch, die Bedeutung sei: Wenn ihr uns beim Schiffbau für dumm haltet, so halten wir euch deswegen für dumm, weil ihr euch im Zustand des Unglaubens befindet und dem Zorn sowie der Strafe Allāhs preisgegeben seid. Euch muss man viel eher für dumm halten, als uns. Oder: Wenn ihr uns für dumm haltet, so halten wir euch eben deswegen für dumm, weil ihr andere für dumm haltet; denn das könnt ihr nur, weil ihr die wahre Sachlage nicht kennt und euch auf den äußeren Schein stützt, wie es gewöhnlich bei jener Unkenntnis der Fall ist, die weit an den Tatsachen vorbeigeht. Es ist folgendes überliefert: Noah richtete das Schiff in zwei Jahren her. Es war dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und ragte dreißig Ellen in die Höhe. Es war aus Teakholz und hatte im Innern drei Räume. (Zam, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler") (vgl. ferner 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30, 40; 17:17; 21:76-77; 23:23-30; 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Alsdann erging Unser Befehl und die Fluten (der Erde) brachen hervor. Da sprachen Wir: ”Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen.“ Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar. (11:40)
Hud 11:38
Hier wird Noah die Hoffnung genommen, dass seine ungläubigen Landsleute gläubig werden würden, und es wird ihm gezeigt, dass dies gleichsam etwas Undenkbares ist, an das man keine Erwartungen knüpfen kann. Außer denen, die schon gläubig sind: außer denen, bei welchen Noah seine Erwartung bezüglich des Glaubens schon verwirklicht fand. Mach dir nun keinen Kummer. Der Sinn ist: Sei nicht traurig über die Verleumdung, Beschimpfung und Feindschaft, die sie dir entgegengebracht haben! Der Sinn der Worte "... unter Unserer Aufsicht" ist: Und verfertige das Schiff, von Uns behütet! Eigentlich heißt es: Und verfertige es von Unseren Augen umhüllt! Es ist gleichsam, als habe Allāh Augen bei Noah, die ihn davor schützen, dass er beim Verfertigen des Schiffes von der richtigen Bauweise abkommt und dass sich einer seiner Feinde hindernd in sein Werk einschaltet. Wie wir es dir eingeben: Nach Ibn ‘Abbās wusste Noah nicht, wie man ein Schiff verfertigt. Darauf gab ihm Allāh ein, es wie eine "Vogelbrust" zu bauen. "... und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben": Und rufe Mich nicht für deine Stammesgenossen an und um zu versuchen, ihnen durch deine Fürsprache die Strafe zu ersparen! Sie sind zur Ertränkung verurteilt. Dies ist nun einmal eine notwendige und vom Ratschluss Allāhs bestimmte Sache. Das Schreibrohr, mit dem dies niedergeschrieben ist, ist schon trocken geworden, und man kann sie daher nicht mehr aufhalten. Es verhält sich hier so, wie in Allāhs Wort in 11:76-78. Was die Verspottung angeht: Noah baute das Schiff in einer weglosen Wüste, die sehr weit vom Wasser entfernt war, und zwar zu einer Zeit, da das Wasser bereits mächtig anstieg. Die Ungläubigen aber lachten und sagten: "Noah! Du bist vom Propheten zum Zimmermann geworden! Wir werden später ebenso über euch spotten, wie ihr jetzt über uns spottet. Das heißt: Wir werden euch so verspotten, wie ihr uns verspottet, wenn im Diesseits das Ertrinken und im Jenseits der Brand des Hollenfeuers über euch kommt. Man sagt auch, die Bedeutung sei: Wenn ihr uns beim Schiffbau für dumm haltet, so halten wir euch deswegen für dumm, weil ihr euch im Zustand des Unglaubens befindet und dem Zorn sowie der Strafe Allāhs preisgegeben seid. Euch muss man viel eher für dumm halten, als uns. Oder: Wenn ihr uns für dumm haltet, so halten wir euch eben deswegen für dumm, weil ihr andere für dumm haltet; denn das könnt ihr nur, weil ihr die wahre Sachlage nicht kennt und euch auf den äußeren Schein stützt, wie es gewöhnlich bei jener Unkenntnis der Fall ist, die weit an den Tatsachen vorbeigeht. Es ist folgendes überliefert: Noah richtete das Schiff in zwei Jahren her. Es war dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und ragte dreißig Ellen in die Höhe. Es war aus Teakholz und hatte im Innern drei Räume. (Zam, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler") (vgl. ferner 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30, 40; 17:17; 21:76-77; 23:23-30; 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Alsdann erging Unser Befehl und die Fluten (der Erde) brachen hervor. Da sprachen Wir: ”Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen.“ Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar. (11:40)
Hud 11:39
Hier wird Noah die Hoffnung genommen, dass seine ungläubigen Landsleute gläubig werden würden, und es wird ihm gezeigt, dass dies gleichsam etwas Undenkbares ist, an das man keine Erwartungen knüpfen kann. Außer denen, die schon gläubig sind: außer denen, bei welchen Noah seine Erwartung bezüglich des Glaubens schon verwirklicht fand. Mach dir nun keinen Kummer. Der Sinn ist: Sei nicht traurig über die Verleumdung, Beschimpfung und Feindschaft, die sie dir entgegengebracht haben! Der Sinn der Worte "... unter Unserer Aufsicht" ist: Und verfertige das Schiff, von Uns behütet! Eigentlich heißt es: Und verfertige es von Unseren Augen umhüllt! Es ist gleichsam, als habe Allāh Augen bei Noah, die ihn davor schützen, dass er beim Verfertigen des Schiffes von der richtigen Bauweise abkommt und dass sich einer seiner Feinde hindernd in sein Werk einschaltet. Wie wir es dir eingeben: Nach Ibn ‘Abbās wusste Noah nicht, wie man ein Schiff verfertigt. Darauf gab ihm Allāh ein, es wie eine "Vogelbrust" zu bauen. "... und lege bei Mir keine Fürsprache für diejenigen ein, die gefrevelt haben": Und rufe Mich nicht für deine Stammesgenossen an und um zu versuchen, ihnen durch deine Fürsprache die Strafe zu ersparen! Sie sind zur Ertränkung verurteilt. Dies ist nun einmal eine notwendige und vom Ratschluss Allāhs bestimmte Sache. Das Schreibrohr, mit dem dies niedergeschrieben ist, ist schon trocken geworden, und man kann sie daher nicht mehr aufhalten. Es verhält sich hier so, wie in Allāhs Wort in 11:76-78. Was die Verspottung angeht: Noah baute das Schiff in einer weglosen Wüste, die sehr weit vom Wasser entfernt war, und zwar zu einer Zeit, da das Wasser bereits mächtig anstieg. Die Ungläubigen aber lachten und sagten: "Noah! Du bist vom Propheten zum Zimmermann geworden! Wir werden später ebenso über euch spotten, wie ihr jetzt über uns spottet. Das heißt: Wir werden euch so verspotten, wie ihr uns verspottet, wenn im Diesseits das Ertrinken und im Jenseits der Brand des Hollenfeuers über euch kommt. Man sagt auch, die Bedeutung sei: Wenn ihr uns beim Schiffbau für dumm haltet, so halten wir euch deswegen für dumm, weil ihr euch im Zustand des Unglaubens befindet und dem Zorn sowie der Strafe Allāhs preisgegeben seid. Euch muss man viel eher für dumm halten, als uns. Oder: Wenn ihr uns für dumm haltet, so halten wir euch eben deswegen für dumm, weil ihr andere für dumm haltet; denn das könnt ihr nur, weil ihr die wahre Sachlage nicht kennt und euch auf den äußeren Schein stützt, wie es gewöhnlich bei jener Unkenntnis der Fall ist, die weit an den Tatsachen vorbeigeht. Es ist folgendes überliefert: Noah richtete das Schiff in zwei Jahren her. Es war dreihundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und ragte dreißig Ellen in die Höhe. Es war aus Teakholz und hatte im Innern drei Räume. (Zam, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler") (vgl. ferner 7:59-64; 10:2-3; 11:27, 29-30, 40; 17:17; 21:76-77; 23:23-30; 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Alsdann erging Unser Befehl und die Fluten (der Erde) brachen hervor. Da sprachen Wir: ”Bringe in das Schiff je zwei von allen (Arten) hinein, Pärchen, und deine Familie mit Ausnahme derer, gegen die das Wort bereits ergangen ist, und die Gläubigen.“ Und keiner glaubte ihm, außer einer kleinen Schar. (11:40)
Hud 11:40
Pärchen bedeutet: ein Männchen und ein Weibchen aus jeder Gattung, die die Fortpflanzung gewährleisten. Was die Tiere angeht, die Noah mit in die Arche nehmen sollte, ist es vernünftig anzunehmen, dass es sich um zahme Haustiere handelte, die die Menschen damals besaßen, und nicht um alle Tiere. Es ist zu beachten, dass der Qur’ān ausdrücklich sagt, dass der Prophet Noah zu einem bestimmten Volk gesandt worden ist, und es besteht kein Grund, sich vorzustellen, dass es sich um eine universale Sintflut handelt. Die Sintflut, wie katastrophal sie sich auch ausgewirkt haben mag, muss in Noahs Heimat stattgefunden haben. Eine so definierte Flut wird durch archäologische Funde bestätigt. Dieser Vers weist die Theorie von Historikern und Genealogen zurück, die die Abstammung der gesamten Menschen auf die drei Söhne Noahs (unter denen "Sem" zählt) zurückführen wollen. Damit entfällt auch die Rasse der "Semiten" und mit ihr auch der Begriff "Antisemitismus". Diese Theorie entstand, weil dem biblischen Bericht zufolge (Genesis 6:18; 7:7-9 und 9:19) niemand anderes als Noah, seine drei Söhne und seine Frau aus der Flut gerettet wurden. Der Qur’ān widerspricht dieser Darstellung an verschiedenen Stellen und sagt, dass außer den eigenen Familienmitgliedern eine - wenn auch geringe - Anzahl von Gläubigen gerettet wurde. Der Qur’ān bezeichnet die Generationen, die Noah folgten, als "Nachkommen derer, die Wir in der Arche trugen" (vgl. 17:3). (vgl. dazu 23:27; 26:105- 110; 54:11-12). Und er sagte: ”Steigt hinein! Im Namen Allāhs erfolgt die Ausfahrt und die Landung. Mein Herr ist wahrlich Allverzeihend, Barmherzig.“ (11:41) Und es (das Schiff) fuhr mit ihnen über Wogen gleich Bergen einher, und Noah rief zu seinem Sohn, der sich abseits hielt: ”O mein Sohn, steig mit uns ein und bleibe nicht bei den Ungläubigen!“ (11:42) Er sagte: ”Ich will mich sogleich auf einen Berg begeben, der mich vor dem Wasser retten wird.“ Er sagte: ”Es gibt heute keinen Retter vor Allāhs Befehl - (Rettung) gibt es nur für jene, derer Er Sich erbarmt.“ Und die Woge brach zwischen den beiden herein, (und) so war er unter denen, die ertranken. (11:43)
Hud 11:41
Man sagt, der Name von Noahs Sohn sei Kanaan gewesen, und man sagt auch, der Name sei Ǧām gewesen. Qatāda sagt: ”Ich habe Al-Ḥasan nach Noahs ungläubigem Sohn gefragt, worauf ich zur Antwort bekam: »Er war gar nicht sein Sohn«. Hierauf hielt ich Al-Ḥasan entgegen: »Allāh Selbst berichtet ja Noahs Wort "Mein Sohn gehört doch zu meiner Familie" (11:45). Du aber sagst, er sei nicht Noahs Sohn gewesen, während bei den Leuten der Schrift keine Uneinigkeit darüber besteht, dass er Noahs Sohn war«. Darauf sagte Al-Ḥasan: »Wer wird denn seine Religion von den Leuten der Schrift nehmen?« Dabei zog Al-Ḥasan einen Schluss aus dem Umstand, dass es heißt: "zu meiner Familie", und nicht: "zu mir". Man kann diesen Sohn seiner Mutter auf zweierlei Weise zuschreiben: Entweder war er ein Stiefsohn Noahs, den seine Frau aus einer früheren Ehe hatte, wie es ‘Umar Ibn Abī Salama für Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, durch seine Ehe mit Umm Salama war. Oder er war ein außereheliches Kind; doch wäre dies ein Schandfleck, vor dem die Propheten bewahrt geblieben sind. (Zam, Gät) (vgl. 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Und es wurde befohlen: ”O Erde, verschlinge dein Wasser, o Himmel, höre auf (zu regnen)!“ Und das Wasser begann zu sinken, und die Angelegenheit war entschieden. Und das Schiff kam auf dem Ǧūdyy zur Rast. Und es wurde befohlen: ”Fort mit dem Volk der Frevler!“ (11:44)
Hud 11:42
Man sagt, der Name von Noahs Sohn sei Kanaan gewesen, und man sagt auch, der Name sei Ǧām gewesen. Qatāda sagt: ”Ich habe Al-Ḥasan nach Noahs ungläubigem Sohn gefragt, worauf ich zur Antwort bekam: »Er war gar nicht sein Sohn«. Hierauf hielt ich Al-Ḥasan entgegen: »Allāh Selbst berichtet ja Noahs Wort "Mein Sohn gehört doch zu meiner Familie" (11:45). Du aber sagst, er sei nicht Noahs Sohn gewesen, während bei den Leuten der Schrift keine Uneinigkeit darüber besteht, dass er Noahs Sohn war«. Darauf sagte Al-Ḥasan: »Wer wird denn seine Religion von den Leuten der Schrift nehmen?« Dabei zog Al-Ḥasan einen Schluss aus dem Umstand, dass es heißt: "zu meiner Familie", und nicht: "zu mir". Man kann diesen Sohn seiner Mutter auf zweierlei Weise zuschreiben: Entweder war er ein Stiefsohn Noahs, den seine Frau aus einer früheren Ehe hatte, wie es ‘Umar Ibn Abī Salama für Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, durch seine Ehe mit Umm Salama war. Oder er war ein außereheliches Kind; doch wäre dies ein Schandfleck, vor dem die Propheten bewahrt geblieben sind. (Zam, Gät) (vgl. 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Und es wurde befohlen: ”O Erde, verschlinge dein Wasser, o Himmel, höre auf (zu regnen)!“ Und das Wasser begann zu sinken, und die Angelegenheit war entschieden. Und das Schiff kam auf dem Ǧūdyy zur Rast. Und es wurde befohlen: ”Fort mit dem Volk der Frevler!“ (11:44)
Hud 11:43
Man sagt, der Name von Noahs Sohn sei Kanaan gewesen, und man sagt auch, der Name sei Ǧām gewesen. Qatāda sagt: ”Ich habe Al-Ḥasan nach Noahs ungläubigem Sohn gefragt, worauf ich zur Antwort bekam: »Er war gar nicht sein Sohn«. Hierauf hielt ich Al-Ḥasan entgegen: »Allāh Selbst berichtet ja Noahs Wort "Mein Sohn gehört doch zu meiner Familie" (11:45). Du aber sagst, er sei nicht Noahs Sohn gewesen, während bei den Leuten der Schrift keine Uneinigkeit darüber besteht, dass er Noahs Sohn war«. Darauf sagte Al-Ḥasan: »Wer wird denn seine Religion von den Leuten der Schrift nehmen?« Dabei zog Al-Ḥasan einen Schluss aus dem Umstand, dass es heißt: "zu meiner Familie", und nicht: "zu mir". Man kann diesen Sohn seiner Mutter auf zweierlei Weise zuschreiben: Entweder war er ein Stiefsohn Noahs, den seine Frau aus einer früheren Ehe hatte, wie es ‘Umar Ibn Abī Salama für Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, durch seine Ehe mit Umm Salama war. Oder er war ein außereheliches Kind; doch wäre dies ein Schandfleck, vor dem die Propheten bewahrt geblieben sind. (Zam, Gät) (vgl. 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Und es wurde befohlen: ”O Erde, verschlinge dein Wasser, o Himmel, höre auf (zu regnen)!“ Und das Wasser begann zu sinken, und die Angelegenheit war entschieden. Und das Schiff kam auf dem Ǧūdyy zur Rast. Und es wurde befohlen: ”Fort mit dem Volk der Frevler!“ (11:44)
Hud 11:44
Dies geschah um 2000 v.Chr. Wenn hier die Erde und der Himmel mit dem Ausdruck der näheren Bestimmtheit so im Vokativ angesprochen werden wie einsichtige Lebewesen und wenn ihnen unter den übrigen Gegenständen der Schöpfung durch die Anrede mit den Worten "Erde" und "Himmel" eine besondere Aufmerksamkeit gewidmet ist, wenn ihnen sodann in derselben Weise etwas befohlen wird wie Wesen mit Einsicht und Vernunft, indem es nämlich heißt "verschlinge dein Wasser!" und "halt ein mit Regnen!" dann bildet das einen Hinweis auf die gewaltige Macht Allāhs und einen Hinweis darauf, dass die Himmel, die Erde und so gewaltige Körper sich dergestalt von Allāh leiten lassen, dass Er in ihnen entstehen lassen kann, was Er will, und dass sie sich dabei nicht weigern. Es ist gleichsam als seien sie vernünftige und einsichtige Wesen, die von Seiner Größe und Erhabenheit, Seinem Lohn und Seiner Strafe sowie Seiner Macht über alles, was dieser unterliegt, ein Wissen haben. Und es ist als würden sie die Pflicht kennen, Ihm zu gehorchen und sich von Ihm leiten zu lassen, und als fürchteten sie Ihn und schreckten davor zurück, mit der Unterwerfung unter Ihn und dem sofortigen Nachgeben gegenüber Seinem Willen zu zögern. Sobald also Allāhs Befehl an sie ergeht, ist das Befohlene ohne Zurückhaltung und ohne Verzögerung in der Ausführung begriffen. Das Verschlingen des Wassers ist ein Ausdruck für das Aufsaugen, während das Einhalten das Zurückhalten des Regens bedeutet. "... und die Angelegenheit war entschieden": und was Allāh Noah über den Untergang seiner Leute versprochen hatte, war verrichtet. "Und das Schiff kam auf dem Ǧūdyy zur Rast": das heißt auf einem Berg bei Mosul. Und es wurde gesagt: "Fort...": Wenn Allāhs Mitteilungen im vorliegenden Verse mit Verben in passivischem Aspekt erfolgen und auf die Nennung des göttlichen Subjektes verzichtet ist, so dient das zum Hinweis auf die Erhabenheit und Größe Allāhs und zum Hinweis darauf, dass so gewaltige Dinge, wie sie hier geschildert sind, nur durch das Handeln eines mächtigen Handelnden und nur durch das Schaffen eines unwiderstehlichen Schöpfers geschehen. Ferner soll es darauf hinweisen, dass derjenige, der diese Dinge verrichtet, nur ein einziger Handelnder ist, an dessen Handlungen niemand teilhaben kann. Man kann mit seiner Einbildung nicht so weit gehen, dass ein anderer als Allāh sagen würde: "Erde, verschlinge dein Wasser! Himmel, halt ein mit Regnen!" Weiter kann man sich nicht vorstellen, dass ein anderer als Er diese schreckliche Angelegenheit erledigen würde und dass das Schiff auf dem Rücken des Berges Al-Ǧūdyy sitzen und verharren würde, ohne dass er es sitzen und verharren ließe. Entsprechend den Sinngehalten und Pointen, die wir aufzählen könnten, halten die Rhetoriker diesen Vers für sprachlich meisterhaft und spenden ihm Beifall, und zwar nicht wegen der Assonanz, die zwischen den beiden Wörtern "verschlinge" und "halte ein" besteht. Obwohl diese Assonanz die Rede nicht eben ohne Schönheit belässt, ist sie gegenüber den Schönheiten, die den Kern bilden und gegen die das Übrige Schale ist, gleichsam nicht beachtenswert. (Zam, Gät) (vgl. 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Und Noah rief zu seinem Herrn und sagte: ”Mein Herr, mein Sohn gehört doch zu meiner Familie, und Dein Versprechen ist doch wahr, und Du bist der beste Richter.“ (11:45) Er sprach: ”O Noah, er gehört nicht zu deiner Familie; siehe, dies ist kein rechtschaffenes Benehmen. So frage Mich nicht nach dem, von dem du keine Kenntnis hast. Ich ermahne dich, damit du nicht einer der Toren wirst.“ (11:46) Er sagte: ”Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht zu Dir davor, dass ich Dich nach dem frage, wovon ich keine Kenntnis habe. Und wenn Du mir nicht verzeihst und Dich meiner nicht erbarmst, so werde ich unter den Verlierenden sein.“ (11:47)
Hud 11:45
Dies bezieht sich auf das in 11:40 erwähnte Gebot, die Familie mit in die Arche zu nehmen. Da dieser Sohn kein Gläubiger war, konnte er keineswegs zu der Familie des frommen Propheten gehören. In dieser Antwort Allāhs ist so etwas wie Zurechtweisung, Schelte ja sogar Drohung zu hören (11:46). Dies ist eine der großen Wahrheiten dieser Religion, nämlich die Wahrheit der Verbindung im Glauben, die einzelne Individuen stärker aneinander bindet und zusammenhält als irgendeine andere Verbindung, selbst die der Blutsverwandtschaft. Diese Bande bestand nun nicht mehr zwischen Noah und seinem Sohn, auch wenn er sein Fleisch und Blut war. Diese Geschichte sollte zur Zeit des Propheten Muḥammad (a.s.s.) auch die Banū Quraiš warnen, die sich aufgrund ihrer Abstammung von Abraham (a.s.) für immun gegen Allāhs Strafe hielten und zahlreiche Göttinnen und Götter als ihre Fürsprecher ansahen. Ebenso gilt diese Warnung für Juden und Christen, die ähnliche Vorstellungen haben, sowie auch für Muslime, die glauben, ihre rechtschaffenen Vorfahren könnten sie vor den Folgen der göttlichen Gerechtigkeit bewahren. Die hier geschilderte tragische Szene weist kategorisch alle solchen falschen Erwartungen und Vorstellungen zurück. (vgl. 11:41-43; 66:10 und die Anmerkung dazu, ferner den Titel: "Die Brüderlichkeit im Islam", Islamische Bibliothek [bezüglich der Arten der Verwandtschaft]). (vgl. ferner 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Es wurde befohlen: ”O Noah, geh an Land, (und sei) mit Unserem Frieden begleitet! Und Segnungen (seien) über dir und über den Geschlechtern, die bei dir sind! Und es werden andere Geschlechter kommen, denen Wir Versorgung gewähren; dann aber wird Unsere schmerzliche Strafe sie treffen.“ (11:48)
Hud 11:46
Dies bezieht sich auf das in 11:40 erwähnte Gebot, die Familie mit in die Arche zu nehmen. Da dieser Sohn kein Gläubiger war, konnte er keineswegs zu der Familie des frommen Propheten gehören. In dieser Antwort Allāhs ist so etwas wie Zurechtweisung, Schelte ja sogar Drohung zu hören (11:46). Dies ist eine der großen Wahrheiten dieser Religion, nämlich die Wahrheit der Verbindung im Glauben, die einzelne Individuen stärker aneinander bindet und zusammenhält als irgendeine andere Verbindung, selbst die der Blutsverwandtschaft. Diese Bande bestand nun nicht mehr zwischen Noah und seinem Sohn, auch wenn er sein Fleisch und Blut war. Diese Geschichte sollte zur Zeit des Propheten Muḥammad (a.s.s.) auch die Banū Quraiš warnen, die sich aufgrund ihrer Abstammung von Abraham (a.s.) für immun gegen Allāhs Strafe hielten und zahlreiche Göttinnen und Götter als ihre Fürsprecher ansahen. Ebenso gilt diese Warnung für Juden und Christen, die ähnliche Vorstellungen haben, sowie auch für Muslime, die glauben, ihre rechtschaffenen Vorfahren könnten sie vor den Folgen der göttlichen Gerechtigkeit bewahren. Die hier geschilderte tragische Szene weist kategorisch alle solchen falschen Erwartungen und Vorstellungen zurück. (vgl. 11:41-43; 66:10 und die Anmerkung dazu, ferner den Titel: "Die Brüderlichkeit im Islam", Islamische Bibliothek [bezüglich der Arten der Verwandtschaft]). (vgl. ferner 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Es wurde befohlen: ”O Noah, geh an Land, (und sei) mit Unserem Frieden begleitet! Und Segnungen (seien) über dir und über den Geschlechtern, die bei dir sind! Und es werden andere Geschlechter kommen, denen Wir Versorgung gewähren; dann aber wird Unsere schmerzliche Strafe sie treffen.“ (11:48)
Hud 11:47
Dies bezieht sich auf das in 11:40 erwähnte Gebot, die Familie mit in die Arche zu nehmen. Da dieser Sohn kein Gläubiger war, konnte er keineswegs zu der Familie des frommen Propheten gehören. In dieser Antwort Allāhs ist so etwas wie Zurechtweisung, Schelte ja sogar Drohung zu hören (11:46). Dies ist eine der großen Wahrheiten dieser Religion, nämlich die Wahrheit der Verbindung im Glauben, die einzelne Individuen stärker aneinander bindet und zusammenhält als irgendeine andere Verbindung, selbst die der Blutsverwandtschaft. Diese Bande bestand nun nicht mehr zwischen Noah und seinem Sohn, auch wenn er sein Fleisch und Blut war. Diese Geschichte sollte zur Zeit des Propheten Muḥammad (a.s.s.) auch die Banū Quraiš warnen, die sich aufgrund ihrer Abstammung von Abraham (a.s.) für immun gegen Allāhs Strafe hielten und zahlreiche Göttinnen und Götter als ihre Fürsprecher ansahen. Ebenso gilt diese Warnung für Juden und Christen, die ähnliche Vorstellungen haben, sowie auch für Muslime, die glauben, ihre rechtschaffenen Vorfahren könnten sie vor den Folgen der göttlichen Gerechtigkeit bewahren. Die hier geschilderte tragische Szene weist kategorisch alle solchen falschen Erwartungen und Vorstellungen zurück. (vgl. 11:41-43; 66:10 und die Anmerkung dazu, ferner den Titel: "Die Brüderlichkeit im Islam", Islamische Bibliothek [bezüglich der Arten der Verwandtschaft]). (vgl. ferner 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Es wurde befohlen: ”O Noah, geh an Land, (und sei) mit Unserem Frieden begleitet! Und Segnungen (seien) über dir und über den Geschlechtern, die bei dir sind! Und es werden andere Geschlechter kommen, denen Wir Versorgung gewähren; dann aber wird Unsere schmerzliche Strafe sie treffen.“ (11:48)
Hud 11:48
Hier geht es um den Befehl Allāhs, nachdem die Sintflut vorüber war. Was die Segnung der Geschlechter angeht, so finden wir in 2:124 Ähnliches, das sich auf die Nachkommen Abrahams bezieht (vgl. 2:126; 5:18; 26:105-110 und die Anmerkung dazu). Das ist einer der Berichte von den verborgenen Dingen, die Wir dir offenbaren. Zuvor kanntest du sie nicht, weder du noch dein Volk. So harre denn aus; denn der Ausgang entscheidet zugunsten der Gottesfürchtigen. (11:49)
Hud 11:49
Die qur’ānische Berichterstattung über Noah (a.s.) und sein Volk gehört zu den Dingen, die dem Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, und seinem Volk unbekannt waren. (vgl. dazu 11:35; 17:17 und die Anmerkung dazu). Und zu den ‘Ād (entsandten Wir) ihren Bruder Hūd. Er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh. Ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Ihr seid nichts anderes als Lügner. (11:50) O mein Volk, ich verlange von euch keinen Lohn dafür; seht, mein Lohn ist einzig bei Dem, Der mich erschuf. Wollt ihr es denn nicht begreifen? (11:51) O mein Volk, erfleht Vergebung von eurem Herrn, dann bekehrt euch reumütig zu Ihm; Er wird (den Segen) in reichlicher Weise vom Himmel über euch schicken und wird euch Kraft zu eurer Kraft hinzugeben. So wendet euch nicht als Schuldige ab.“ (11:52)
Hud 11:50
Hūd war einer aus dem Volk ‘Ād. Deswegen wird er hier als "Bruder" bezeichnet. Jeder Prophet leistet einen unentgeltlichen Dienst für die Menschheit, daher verlangt der Prophet Hūd wie alle anderen Propheten keinen Lohn von seinem Volk (vgl. dazu 7:55-72; 11:61). Sie sagten: ”O Hūd, du hast uns kein deutliches Zeichen gebracht, und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen, noch wollen wir dir glauben. (11:53) Wir können nur sagen, dass einige unserer Götter dich mit einem Übel heimgesucht haben.“ Er sagte: ”Ich rufe Allāh zum Zeugen an, und bezeugt auch ihr, dass ich nicht an dem teilhabe, was ihr (Ihm) zur Seite stellt (11:54) außer Ihm; so schmiedet denn Pläne gegen mich, ihr alle, und gewährt mir keine Frist. (11:55) Ich aber vertraue auf Allāh, meinen Herrn und euren Herrn. Kein Geschöpf bewegt sich (auf Erden), das Er nicht in Seine Richtung steuert. Seht, mein Herr ist auf dem geraden Weg. (11:56) Wenn ihr euch nun (von Ihm) abkehrt, so habe ich euch schon überbracht, womit ich zu euch entsandt wurde; und mein Herr wird ein anderes Volk an eure Stelle setzen. Und ihr könnt Ihm keineswegs schaden. Wahrlich, mein Herr ist Hüter über alle Dinge.“ (11:57) Und als Unser Befehl kam, da erretteten Wir Hūd und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit. Und Wir erretteten sie vor schwerer Strafe. (11:58) Und diese waren die ‘Ād, die die Zeichen ihres Herrn leugneten und Seinen Gesandten nicht gehorchten und der Aufforderung eines jeden abschweifenden Tyrannen folgten. (11:59) Ein Fluch verfolgte sie auf dieser Welt und (wird sie) am Tag der Auferstehung (verfolgen). Siehe, die ‘Ād haben sich gegen ihren Herrn undankbar erwiesen. Siehe, verstoßen sind die ‘Ād, das Volk Hūds. (11:60)
Hud 11:51
Hūd war einer aus dem Volk ‘Ād. Deswegen wird er hier als "Bruder" bezeichnet. Jeder Prophet leistet einen unentgeltlichen Dienst für die Menschheit, daher verlangt der Prophet Hūd wie alle anderen Propheten keinen Lohn von seinem Volk (vgl. dazu 7:55-72; 11:61). Sie sagten: ”O Hūd, du hast uns kein deutliches Zeichen gebracht, und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen, noch wollen wir dir glauben. (11:53) Wir können nur sagen, dass einige unserer Götter dich mit einem Übel heimgesucht haben.“ Er sagte: ”Ich rufe Allāh zum Zeugen an, und bezeugt auch ihr, dass ich nicht an dem teilhabe, was ihr (Ihm) zur Seite stellt (11:54) außer Ihm; so schmiedet denn Pläne gegen mich, ihr alle, und gewährt mir keine Frist. (11:55) Ich aber vertraue auf Allāh, meinen Herrn und euren Herrn. Kein Geschöpf bewegt sich (auf Erden), das Er nicht in Seine Richtung steuert. Seht, mein Herr ist auf dem geraden Weg. (11:56) Wenn ihr euch nun (von Ihm) abkehrt, so habe ich euch schon überbracht, womit ich zu euch entsandt wurde; und mein Herr wird ein anderes Volk an eure Stelle setzen. Und ihr könnt Ihm keineswegs schaden. Wahrlich, mein Herr ist Hüter über alle Dinge.“ (11:57) Und als Unser Befehl kam, da erretteten Wir Hūd und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit. Und Wir erretteten sie vor schwerer Strafe. (11:58) Und diese waren die ‘Ād, die die Zeichen ihres Herrn leugneten und Seinen Gesandten nicht gehorchten und der Aufforderung eines jeden abschweifenden Tyrannen folgten. (11:59) Ein Fluch verfolgte sie auf dieser Welt und (wird sie) am Tag der Auferstehung (verfolgen). Siehe, die ‘Ād haben sich gegen ihren Herrn undankbar erwiesen. Siehe, verstoßen sind die ‘Ād, das Volk Hūds. (11:60)
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:52
Hūd war einer aus dem Volk ‘Ād. Deswegen wird er hier als "Bruder" bezeichnet. Jeder Prophet leistet einen unentgeltlichen Dienst für die Menschheit, daher verlangt der Prophet Hūd wie alle anderen Propheten keinen Lohn von seinem Volk (vgl. dazu 7:55-72; 11:61). Sie sagten: ”O Hūd, du hast uns kein deutliches Zeichen gebracht, und wir wollen unsere Götter nicht auf dein Wort hin verlassen, noch wollen wir dir glauben. (11:53) Wir können nur sagen, dass einige unserer Götter dich mit einem Übel heimgesucht haben.“ Er sagte: ”Ich rufe Allāh zum Zeugen an, und bezeugt auch ihr, dass ich nicht an dem teilhabe, was ihr (Ihm) zur Seite stellt (11:54) außer Ihm; so schmiedet denn Pläne gegen mich, ihr alle, und gewährt mir keine Frist. (11:55) Ich aber vertraue auf Allāh, meinen Herrn und euren Herrn. Kein Geschöpf bewegt sich (auf Erden), das Er nicht in Seine Richtung steuert. Seht, mein Herr ist auf dem geraden Weg. (11:56) Wenn ihr euch nun (von Ihm) abkehrt, so habe ich euch schon überbracht, womit ich zu euch entsandt wurde; und mein Herr wird ein anderes Volk an eure Stelle setzen. Und ihr könnt Ihm keineswegs schaden. Wahrlich, mein Herr ist Hüter über alle Dinge.“ (11:57) Und als Unser Befehl kam, da erretteten Wir Hūd und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit. Und Wir erretteten sie vor schwerer Strafe. (11:58) Und diese waren die ‘Ād, die die Zeichen ihres Herrn leugneten und Seinen Gesandten nicht gehorchten und der Aufforderung eines jeden abschweifenden Tyrannen folgten. (11:59) Ein Fluch verfolgte sie auf dieser Welt und (wird sie) am Tag der Auferstehung (verfolgen). Siehe, die ‘Ād haben sich gegen ihren Herrn undankbar erwiesen. Siehe, verstoßen sind die ‘Ād, das Volk Hūds. (11:60)
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:53
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:54
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:55
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:56
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:57
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:58
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:59
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:60
Um Seinen Plan zu verwirklichen, wird Allāh lediglich ein anderes Volk an seine Stelle setzen (zur Vernichtung der ‘Ād durch einen "eiskalten Sturmwind" vgl. 11:64-68; 54:19 und 69:6-8; ferner 26:123-135, 180; vgl. dazu 7:195; 11:6. Und zu den Ṯamūd (entsandten Wir) ihren Bruder Ṣāliḥ; er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh; ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Er hat euch aus der Erde hervorgebracht und ließ euch darauf ansiedeln. So erfleht Seine Vergebung, dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist nahe (und) erhört die Gebete.“ (11:61)
Hud 11:61
Über die Geschichte der Ṯamūd vgl. die Suren Nr. 7,11,15, 26, 27, 5l, 53, 54 und 91. Der Prophet Ṣāliḥ (a.s.) wird hier (wie oben beim Propheten Hūd in 11:50-52) als Bruder der Ṯamūd bezeichnet, weil er zu diesem Volk gehörte. Die Sünde der Ṯamūd entstand durch Unterdrückung der Armen; daher ist die Erflehung der Vergebung eine Notwendigkeit geworden (vgl. ferner 2:186; 7:73ff.; 11:50; 26:141-145; 27:45 und die Anmerkung dazu). Sie sagten: ”O Ṣāliḥ, du warst zuvor unter uns der Mittelpunkt der Hoffnung. Willst du uns verwehren, das anzubeten, was unsere Väter anbeteten? Und wir befinden uns wahrhaftig in beunruhigendem Zweifel über das, wozu du uns aufforderst.“ (11:62) Er sagte: ”O mein Volk, was meint ihr, wenn ich einen klaren Beweis von meinem Herrn habe - und Er hat mir Seine Barmherzigkeit erwiesen, wer wird mir dann gegen Allāh helfen, wenn ich Ihm ungehorsam bin? Ihr würdet mein Verderben nur fördern. (11:63)
Hud 11:62
Ṣāliḥ hatte sein Leben bei seinem Volk auf ähnlich rechtschaffene Weise verbracht wie später der Prophet Muḥammad (a.s.s.), der dafür den Beinamen Al-Amīn (der Vertrauenswürdige) erhielt. Vom Propheten Muḥammad (a.s.s.) hatten die Makkaner ähnliches erhofft, wie hier die Ṯamūd von ihrem Bruder Ṣāliḥ (vgl. 4:48; 7:73ff.; 11:28; 14:9: 27:45 und die Anmerkung dazu). O mein Volk, dies ist die Kamelstute Allāhs als ein Zeichen für euch; so lasst sie auf Allāhs Erde weiden und fügt ihr kein Leid zu, damit euch nicht baldige Strafe erfasse.“ (11:64) Doch sie zerschnitten ihr die Sehnen; da sagte er: ”Ergötzt euch in euren Häusern (noch) drei Tage. Das ist ein Urteil, das nicht zu verleugnen ist.“ (11:65) Als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Ṣāliḥ und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit, (Wir erretteten sie) vor der Schmach jenes Tages. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Erhabene. (11:66) Da kam über diejenigen, die frevelten, der Schrei; und da lagen sie in ihren Häusern leblos hingestreckt (11:67), als hätten sie nie darin gewohnt. Siehe, die Ṯamūd zeigten sich undankbar gegen ihren Herrn; siehe, verstoßen sind die Ṯamūd. (11:68)
Hud 11:63
Ṣāliḥ hatte sein Leben bei seinem Volk auf ähnlich rechtschaffene Weise verbracht wie später der Prophet Muḥammad (a.s.s.), der dafür den Beinamen Al-Amīn (der Vertrauenswürdige) erhielt. Vom Propheten Muḥammad (a.s.s.) hatten die Makkaner ähnliches erhofft, wie hier die Ṯamūd von ihrem Bruder Ṣāliḥ (vgl. 4:48; 7:73ff.; 11:28; 14:9: 27:45 und die Anmerkung dazu). O mein Volk, dies ist die Kamelstute Allāhs als ein Zeichen für euch; so lasst sie auf Allāhs Erde weiden und fügt ihr kein Leid zu, damit euch nicht baldige Strafe erfasse.“ (11:64) Doch sie zerschnitten ihr die Sehnen; da sagte er: ”Ergötzt euch in euren Häusern (noch) drei Tage. Das ist ein Urteil, das nicht zu verleugnen ist.“ (11:65) Als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Ṣāliḥ und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit, (Wir erretteten sie) vor der Schmach jenes Tages. Wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Erhabene. (11:66) Da kam über diejenigen, die frevelten, der Schrei; und da lagen sie in ihren Häusern leblos hingestreckt (11:67), als hätten sie nie darin gewohnt. Siehe, die Ṯamūd zeigten sich undankbar gegen ihren Herrn; siehe, verstoßen sind die Ṯamūd. (11:68)
Hud 11:64
Der Ausdruck "Kamelstute Allāhs" weist lediglich auf die Tatsache hin, dass dieses Tier nicht irgendeinem Menschen gehörte und deshalb unter dem Schutz des gesamten Stammes stand. Drei Tage nachdem sie der "Kamelstute Allāhs" die Sehnen zerschnitten, kam ein gewaltiges Erdbeben bei Nacht, dem ein gewaltiger Sturm voranging, und begrub sie in ihren Häusern. In der Nähe des Berges Sinai gibt es den sogenannten Berg des Propheten Ṣāliḥ, wo dieser nach dem Untergang seines Volkes Zuflucht gefunden hatte (vgl. dazu 7:73ff.; 11:58, 60; 26:153-159; 27:45, 48-53 und die Anmerkung dazu). Und es kamen Unsere Gesandten mit froher Botschaft zu Abraham. Sie sprachen: ”Friede!“ Er sagte: ”Friede!“ und es dauerte nicht lange, bis er ein gebratenes Kalb herbeibrachte. (11:69) Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: ”Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volk Lots entsandt worden.“ (11:70) Und seine Frau stand dabei und lachte, worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob nach Isaak verkündeten. (11:71) Sie sagte: ”Ach, wehe mir! Soll ich ein Kind gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und dieser mein Mann ein Greis ist? Das wäre wahrlich eine wunderbare Sache.“ (11:72) Da sprachen jene: ”Wunderst du dich über den Beschluss Allāhs? Allāhs Gnade und Seine Segnungen sind über euch, o Leute des Hauses. Wahrlich, Er ist Preiswürdig, Ruhmvoll.“ (11:73)
Hud 11:65
Der Ausdruck "Kamelstute Allāhs" weist lediglich auf die Tatsache hin, dass dieses Tier nicht irgendeinem Menschen gehörte und deshalb unter dem Schutz des gesamten Stammes stand. Drei Tage nachdem sie der "Kamelstute Allāhs" die Sehnen zerschnitten, kam ein gewaltiges Erdbeben bei Nacht, dem ein gewaltiger Sturm voranging, und begrub sie in ihren Häusern. In der Nähe des Berges Sinai gibt es den sogenannten Berg des Propheten Ṣāliḥ, wo dieser nach dem Untergang seines Volkes Zuflucht gefunden hatte (vgl. dazu 7:73ff.; 11:58, 60; 26:153-159; 27:45, 48-53 und die Anmerkung dazu). Und es kamen Unsere Gesandten mit froher Botschaft zu Abraham. Sie sprachen: ”Friede!“ Er sagte: ”Friede!“ und es dauerte nicht lange, bis er ein gebratenes Kalb herbeibrachte. (11:69) Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: ”Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volk Lots entsandt worden.“ (11:70) Und seine Frau stand dabei und lachte, worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob nach Isaak verkündeten. (11:71) Sie sagte: ”Ach, wehe mir! Soll ich ein Kind gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und dieser mein Mann ein Greis ist? Das wäre wahrlich eine wunderbare Sache.“ (11:72) Da sprachen jene: ”Wunderst du dich über den Beschluss Allāhs? Allāhs Gnade und Seine Segnungen sind über euch, o Leute des Hauses. Wahrlich, Er ist Preiswürdig, Ruhmvoll.“ (11:73)
Hud 11:66
Der Ausdruck "Kamelstute Allāhs" weist lediglich auf die Tatsache hin, dass dieses Tier nicht irgendeinem Menschen gehörte und deshalb unter dem Schutz des gesamten Stammes stand. Drei Tage nachdem sie der "Kamelstute Allāhs" die Sehnen zerschnitten, kam ein gewaltiges Erdbeben bei Nacht, dem ein gewaltiger Sturm voranging, und begrub sie in ihren Häusern. In der Nähe des Berges Sinai gibt es den sogenannten Berg des Propheten Ṣāliḥ, wo dieser nach dem Untergang seines Volkes Zuflucht gefunden hatte (vgl. dazu 7:73ff.; 11:58, 60; 26:153-159; 27:45, 48-53 und die Anmerkung dazu). Und es kamen Unsere Gesandten mit froher Botschaft zu Abraham. Sie sprachen: ”Friede!“ Er sagte: ”Friede!“ und es dauerte nicht lange, bis er ein gebratenes Kalb herbeibrachte. (11:69) Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: ”Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volk Lots entsandt worden.“ (11:70) Und seine Frau stand dabei und lachte, worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob nach Isaak verkündeten. (11:71) Sie sagte: ”Ach, wehe mir! Soll ich ein Kind gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und dieser mein Mann ein Greis ist? Das wäre wahrlich eine wunderbare Sache.“ (11:72) Da sprachen jene: ”Wunderst du dich über den Beschluss Allāhs? Allāhs Gnade und Seine Segnungen sind über euch, o Leute des Hauses. Wahrlich, Er ist Preiswürdig, Ruhmvoll.“ (11:73)
Hud 11:67
Der Ausdruck "Kamelstute Allāhs" weist lediglich auf die Tatsache hin, dass dieses Tier nicht irgendeinem Menschen gehörte und deshalb unter dem Schutz des gesamten Stammes stand. Drei Tage nachdem sie der "Kamelstute Allāhs" die Sehnen zerschnitten, kam ein gewaltiges Erdbeben bei Nacht, dem ein gewaltiger Sturm voranging, und begrub sie in ihren Häusern. In der Nähe des Berges Sinai gibt es den sogenannten Berg des Propheten Ṣāliḥ, wo dieser nach dem Untergang seines Volkes Zuflucht gefunden hatte (vgl. dazu 7:73ff.; 11:58, 60; 26:153-159; 27:45, 48-53 und die Anmerkung dazu). Und es kamen Unsere Gesandten mit froher Botschaft zu Abraham. Sie sprachen: ”Friede!“ Er sagte: ”Friede!“ und es dauerte nicht lange, bis er ein gebratenes Kalb herbeibrachte. (11:69) Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: ”Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volk Lots entsandt worden.“ (11:70) Und seine Frau stand dabei und lachte, worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob nach Isaak verkündeten. (11:71) Sie sagte: ”Ach, wehe mir! Soll ich ein Kind gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und dieser mein Mann ein Greis ist? Das wäre wahrlich eine wunderbare Sache.“ (11:72) Da sprachen jene: ”Wunderst du dich über den Beschluss Allāhs? Allāhs Gnade und Seine Segnungen sind über euch, o Leute des Hauses. Wahrlich, Er ist Preiswürdig, Ruhmvoll.“ (11:73)
Hud 11:68
Der Ausdruck "Kamelstute Allāhs" weist lediglich auf die Tatsache hin, dass dieses Tier nicht irgendeinem Menschen gehörte und deshalb unter dem Schutz des gesamten Stammes stand. Drei Tage nachdem sie der "Kamelstute Allāhs" die Sehnen zerschnitten, kam ein gewaltiges Erdbeben bei Nacht, dem ein gewaltiger Sturm voranging, und begrub sie in ihren Häusern. In der Nähe des Berges Sinai gibt es den sogenannten Berg des Propheten Ṣāliḥ, wo dieser nach dem Untergang seines Volkes Zuflucht gefunden hatte (vgl. dazu 7:73ff.; 11:58, 60; 26:153-159; 27:45, 48-53 und die Anmerkung dazu). Und es kamen Unsere Gesandten mit froher Botschaft zu Abraham. Sie sprachen: ”Friede!“ Er sagte: ”Friede!“ und es dauerte nicht lange, bis er ein gebratenes Kalb herbeibrachte. (11:69) Als er aber sah, dass ihre Hände sich nicht danach ausstreckten, fand er sie befremdend und empfand Furcht vor ihnen. Sie sprachen: ”Fürchte dich nicht; denn wir sind zum Volk Lots entsandt worden.“ (11:70) Und seine Frau stand dabei und lachte, worauf Wir ihr die frohe Botschaft von (ihrem künftigen Sohn) Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob nach Isaak verkündeten. (11:71) Sie sagte: ”Ach, wehe mir! Soll ich ein Kind gebären, wo ich doch eine alte Frau bin und dieser mein Mann ein Greis ist? Das wäre wahrlich eine wunderbare Sache.“ (11:72) Da sprachen jene: ”Wunderst du dich über den Beschluss Allāhs? Allāhs Gnade und Seine Segnungen sind über euch, o Leute des Hauses. Wahrlich, Er ist Preiswürdig, Ruhmvoll.“ (11:73)
Hud 11:69
Die Boten waren Engel in Menschengestalt; deshalb streckten sie ihre Hände nicht zum Essen, weil Engel keine Nahrung zu sich nehmen. Die alte Sitte lautete: Wenn ein Gast die Gastfreundschaft ablehnt, bedeutet dies gewöhnlich keine gute Absicht gegenüber dem Gastgeber. Die frohe Botschaft war die Ankündigung der Geburt seines Sohnes Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob. (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek; ferner 2:124; 11:74-76; 15:51-56, 61-64; 29:28-30 und die Anmerkung dazu). Als die Furcht von Abraham abließ und die frohe Botschaft zu ihm kam, da begann er, mit Uns über das Volk Lots zu streiten. (11:74) Wahrlich, Abraham war milde, mitleidend und bußfertig. (11:75) ”O Abraham, lass von diesem (Streit) ab. Siehe, schon ist der Befehl deines Herrn ergangen, und über sie bricht ganz gewiss die unabwendbare Strafe herein.“ (11:76)
Hud 11:70
Die Boten waren Engel in Menschengestalt; deshalb streckten sie ihre Hände nicht zum Essen, weil Engel keine Nahrung zu sich nehmen. Die alte Sitte lautete: Wenn ein Gast die Gastfreundschaft ablehnt, bedeutet dies gewöhnlich keine gute Absicht gegenüber dem Gastgeber. Die frohe Botschaft war die Ankündigung der Geburt seines Sohnes Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob. (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek; ferner 2:124; 11:74-76; 15:51-56, 61-64; 29:28-30 und die Anmerkung dazu). Als die Furcht von Abraham abließ und die frohe Botschaft zu ihm kam, da begann er, mit Uns über das Volk Lots zu streiten. (11:74) Wahrlich, Abraham war milde, mitleidend und bußfertig. (11:75) ”O Abraham, lass von diesem (Streit) ab. Siehe, schon ist der Befehl deines Herrn ergangen, und über sie bricht ganz gewiss die unabwendbare Strafe herein.“ (11:76)
Hud 11:71
Die Boten waren Engel in Menschengestalt; deshalb streckten sie ihre Hände nicht zum Essen, weil Engel keine Nahrung zu sich nehmen. Die alte Sitte lautete: Wenn ein Gast die Gastfreundschaft ablehnt, bedeutet dies gewöhnlich keine gute Absicht gegenüber dem Gastgeber. Die frohe Botschaft war die Ankündigung der Geburt seines Sohnes Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob. (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek; ferner 2:124; 11:74-76; 15:51-56, 61-64; 29:28-30 und die Anmerkung dazu). Als die Furcht von Abraham abließ und die frohe Botschaft zu ihm kam, da begann er, mit Uns über das Volk Lots zu streiten. (11:74) Wahrlich, Abraham war milde, mitleidend und bußfertig. (11:75) ”O Abraham, lass von diesem (Streit) ab. Siehe, schon ist der Befehl deines Herrn ergangen, und über sie bricht ganz gewiss die unabwendbare Strafe herein.“ (11:76)
Hud 11:72
Die Boten waren Engel in Menschengestalt; deshalb streckten sie ihre Hände nicht zum Essen, weil Engel keine Nahrung zu sich nehmen. Die alte Sitte lautete: Wenn ein Gast die Gastfreundschaft ablehnt, bedeutet dies gewöhnlich keine gute Absicht gegenüber dem Gastgeber. Die frohe Botschaft war die Ankündigung der Geburt seines Sohnes Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob. (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek; ferner 2:124; 11:74-76; 15:51-56, 61-64; 29:28-30 und die Anmerkung dazu). Als die Furcht von Abraham abließ und die frohe Botschaft zu ihm kam, da begann er, mit Uns über das Volk Lots zu streiten. (11:74) Wahrlich, Abraham war milde, mitleidend und bußfertig. (11:75) ”O Abraham, lass von diesem (Streit) ab. Siehe, schon ist der Befehl deines Herrn ergangen, und über sie bricht ganz gewiss die unabwendbare Strafe herein.“ (11:76)
Hud 11:73
Die Boten waren Engel in Menschengestalt; deshalb streckten sie ihre Hände nicht zum Essen, weil Engel keine Nahrung zu sich nehmen. Die alte Sitte lautete: Wenn ein Gast die Gastfreundschaft ablehnt, bedeutet dies gewöhnlich keine gute Absicht gegenüber dem Gastgeber. Die frohe Botschaft war die Ankündigung der Geburt seines Sohnes Isaak und von (dessen künftigem Sohn) Jakob. (vgl. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm" [s.u.: "Ibrāhīm im Qur’ān], Islamische Bibliothek; ferner 2:124; 11:74-76; 15:51-56, 61-64; 29:28-30 und die Anmerkung dazu). Als die Furcht von Abraham abließ und die frohe Botschaft zu ihm kam, da begann er, mit Uns über das Volk Lots zu streiten. (11:74) Wahrlich, Abraham war milde, mitleidend und bußfertig. (11:75) ”O Abraham, lass von diesem (Streit) ab. Siehe, schon ist der Befehl deines Herrn ergangen, und über sie bricht ganz gewiss die unabwendbare Strafe herein.“ (11:76)
Hud 11:74
Über die frohe Botschaft vgl. oben 11:71 und die Anmerkung dazu. Sa‘īd Ibn Ǧubair berichtete: ”Abraham fragte die Engel: »Wollt ihr eine Stadt vernichten, in der 300 Gläubige sind?« Und sie antworteten: »Nein«. Er fragte weiter: »Wollt Ihr eine Stadt vernichten, in der 200 Gläubige sind?« und sie antworteten wieder mit Nein. Er reduzierte die Zahl der Gläubigen nach und nach auf vierzig, dann auf dreißig, bis er die Zahl fünf erreichte. Als sie auch dann noch mit Nein antworteten, fragte er sie: »Und wenn nur ein einziger Gläubiger darin ist?« Und sie sagten wieder: »Nein«. Da sagte Abraham: »ln dieser Stadt ist Lot.« Erst dann beruhigte sich Abraham als er von der Errettung Lots hörte. Während der Qur’ān keine Einzelheiten über das Streitgespräch selbst wiedergibt, bekommt er nur die Antwort, dass Allāh Seine Entscheidung bereits getroffen hat. Diese Ereignisse aus der frühen Geschichte wurden hier wiedergegeben, um die Banū Quraiš darauf hinzuweisen, dass sie sich irrten mit der Annahme, sie seien immun gegen die Strafe, die der Qur’ān ihnen androhte, aufgrund ihrer Abstammung von Abraham, ihrer Zuständigkeit für Schutz und Erhaltung der Al-Ka‘ba und ihrer religiösen, wirtschaftlichen und politischen Führungsrolle in Arabien. (vgl. 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Und als Unsere Gesandten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, wurde ratlos und entsetzt und sagte: ”Das ist ein schwerer Tag.“ (11:77) Und sein Volk kam eilends zu ihm gelaufen; und schon zuvor hatten sie Schlechtigkeiten verübt. Er sagte: ”O mein Volk, dies hier sind meine Töchter; sie sind reiner für euch (als meine Gäste). So fürchtet Allāh und bringt keine Schande hinsichtlich meiner Gäste über mich. Ist denn kein redlicher Mann unter euch?“ (11:78) Sie sagten: ”Du weißt recht wohl, dass wir keine Absicht hinsichtlich deiner Töchter hegen, und du weißt wohl, was wir wollen.“ (11:79)
Hud 11:75
Über die frohe Botschaft vgl. oben 11:71 und die Anmerkung dazu. Sa‘īd Ibn Ǧubair berichtete: ”Abraham fragte die Engel: »Wollt ihr eine Stadt vernichten, in der 300 Gläubige sind?« Und sie antworteten: »Nein«. Er fragte weiter: »Wollt Ihr eine Stadt vernichten, in der 200 Gläubige sind?« und sie antworteten wieder mit Nein. Er reduzierte die Zahl der Gläubigen nach und nach auf vierzig, dann auf dreißig, bis er die Zahl fünf erreichte. Als sie auch dann noch mit Nein antworteten, fragte er sie: »Und wenn nur ein einziger Gläubiger darin ist?« Und sie sagten wieder: »Nein«. Da sagte Abraham: »ln dieser Stadt ist Lot.« Erst dann beruhigte sich Abraham als er von der Errettung Lots hörte. Während der Qur’ān keine Einzelheiten über das Streitgespräch selbst wiedergibt, bekommt er nur die Antwort, dass Allāh Seine Entscheidung bereits getroffen hat. Diese Ereignisse aus der frühen Geschichte wurden hier wiedergegeben, um die Banū Quraiš darauf hinzuweisen, dass sie sich irrten mit der Annahme, sie seien immun gegen die Strafe, die der Qur’ān ihnen androhte, aufgrund ihrer Abstammung von Abraham, ihrer Zuständigkeit für Schutz und Erhaltung der Al-Ka‘ba und ihrer religiösen, wirtschaftlichen und politischen Führungsrolle in Arabien. (vgl. 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Und als Unsere Gesandten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, wurde ratlos und entsetzt und sagte: ”Das ist ein schwerer Tag.“ (11:77) Und sein Volk kam eilends zu ihm gelaufen; und schon zuvor hatten sie Schlechtigkeiten verübt. Er sagte: ”O mein Volk, dies hier sind meine Töchter; sie sind reiner für euch (als meine Gäste). So fürchtet Allāh und bringt keine Schande hinsichtlich meiner Gäste über mich. Ist denn kein redlicher Mann unter euch?“ (11:78) Sie sagten: ”Du weißt recht wohl, dass wir keine Absicht hinsichtlich deiner Töchter hegen, und du weißt wohl, was wir wollen.“ (11:79)
Hud 11:76
Über die frohe Botschaft vgl. oben 11:71 und die Anmerkung dazu. Sa‘īd Ibn Ǧubair berichtete: ”Abraham fragte die Engel: »Wollt ihr eine Stadt vernichten, in der 300 Gläubige sind?« Und sie antworteten: »Nein«. Er fragte weiter: »Wollt Ihr eine Stadt vernichten, in der 200 Gläubige sind?« und sie antworteten wieder mit Nein. Er reduzierte die Zahl der Gläubigen nach und nach auf vierzig, dann auf dreißig, bis er die Zahl fünf erreichte. Als sie auch dann noch mit Nein antworteten, fragte er sie: »Und wenn nur ein einziger Gläubiger darin ist?« Und sie sagten wieder: »Nein«. Da sagte Abraham: »ln dieser Stadt ist Lot.« Erst dann beruhigte sich Abraham als er von der Errettung Lots hörte. Während der Qur’ān keine Einzelheiten über das Streitgespräch selbst wiedergibt, bekommt er nur die Antwort, dass Allāh Seine Entscheidung bereits getroffen hat. Diese Ereignisse aus der frühen Geschichte wurden hier wiedergegeben, um die Banū Quraiš darauf hinzuweisen, dass sie sich irrten mit der Annahme, sie seien immun gegen die Strafe, die der Qur’ān ihnen androhte, aufgrund ihrer Abstammung von Abraham, ihrer Zuständigkeit für Schutz und Erhaltung der Al-Ka‘ba und ihrer religiösen, wirtschaftlichen und politischen Führungsrolle in Arabien. (vgl. 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Und als Unsere Gesandten zu Lot kamen, geriet er ihretwegen in Bedrängnis, wurde ratlos und entsetzt und sagte: ”Das ist ein schwerer Tag.“ (11:77) Und sein Volk kam eilends zu ihm gelaufen; und schon zuvor hatten sie Schlechtigkeiten verübt. Er sagte: ”O mein Volk, dies hier sind meine Töchter; sie sind reiner für euch (als meine Gäste). So fürchtet Allāh und bringt keine Schande hinsichtlich meiner Gäste über mich. Ist denn kein redlicher Mann unter euch?“ (11:78) Sie sagten: ”Du weißt recht wohl, dass wir keine Absicht hinsichtlich deiner Töchter hegen, und du weißt wohl, was wir wollen.“ (11:79)
Hud 11:77
Die Engel erschienen in der Gestalt junger Männer in außergewöhnlicher Schönheit. Die Männer im Volk Lots begehrten seine Gäste, da sie sich fühlten zu Männern hingezogen statt zu Frauen. Das Abscheulichste darunter war die gegen die natürliche Veranlagung gerichtete Homosexualität. Als er die Bedrohung gegenüber seinen Gästen sah, wollte er die gesunde, natürliche Veranlagung in ihnen wecken, indem er ihre Aufmerksamkeit auf das weibliche Geschlecht hinwendete. "Meine Töchter" bedeutet nicht unbedingt, dass es sich um Lots eigene Töchter handelte. So konnten auch andere unverheiratete Mädchen der Stadt bezeichnet werden. Denn ein Prophet ist wie ein Vater in seinem Volk. Deswegen betrachtet er die Mädehen unter ihnen wie eigene Töchter. Lot ermahnt sie auf diese Weise, sich an rechtmäßige sexuelle Beziehungen zu Frauen zu halten, statt widernatürliche Mittel zu suchen. Sie sind reiner in jeder Beziehung: sowohl seelisch als auch körperlich. Seelisch, weil sie damit der reinen natürlichen Veranlagung, wie sie von Allāh erschaffen ist, folgen. In ihnen werden Regungen erweckt, die als rein und natürlich zu bezeichnen sind. Körperlich, weil Allāh in ihrem Körper den geschützten Ort für das entstehende Leben erschaffen hat (vgl. dazu 7:80-84; 15:67-72; 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”Hätte ich doch Macht über euch, oder könnte ich Zuflucht bei einer starken Stütze finden!“ (11:80) Sie sprachen: ”O Lot, wir sind Gesandte deines Herrn. Sie sollen dich nimmermehr erreichen. So mache dich mit den Deinen in einer Phase der Nacht auf; und niemand von euch wende sich um, außer deiner Frau. Gewiss, was jene dort treffen wird, das wird auch sie treffen. Siehe, am Morgen ist ihr Termin. Ist nicht der Morgen nahe?“ (11:81)
Hud 11:78
Die Engel erschienen in der Gestalt junger Männer in außergewöhnlicher Schönheit. Die Männer im Volk Lots begehrten seine Gäste, da sie sich fühlten zu Männern hingezogen statt zu Frauen. Das Abscheulichste darunter war die gegen die natürliche Veranlagung gerichtete Homosexualität. Als er die Bedrohung gegenüber seinen Gästen sah, wollte er die gesunde, natürliche Veranlagung in ihnen wecken, indem er ihre Aufmerksamkeit auf das weibliche Geschlecht hinwendete. "Meine Töchter" bedeutet nicht unbedingt, dass es sich um Lots eigene Töchter handelte. So konnten auch andere unverheiratete Mädchen der Stadt bezeichnet werden. Denn ein Prophet ist wie ein Vater in seinem Volk. Deswegen betrachtet er die Mädehen unter ihnen wie eigene Töchter. Lot ermahnt sie auf diese Weise, sich an rechtmäßige sexuelle Beziehungen zu Frauen zu halten, statt widernatürliche Mittel zu suchen. Sie sind reiner in jeder Beziehung: sowohl seelisch als auch körperlich. Seelisch, weil sie damit der reinen natürlichen Veranlagung, wie sie von Allāh erschaffen ist, folgen. In ihnen werden Regungen erweckt, die als rein und natürlich zu bezeichnen sind. Körperlich, weil Allāh in ihrem Körper den geschützten Ort für das entstehende Leben erschaffen hat (vgl. dazu 7:80-84; 15:67-72; 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”Hätte ich doch Macht über euch, oder könnte ich Zuflucht bei einer starken Stütze finden!“ (11:80) Sie sprachen: ”O Lot, wir sind Gesandte deines Herrn. Sie sollen dich nimmermehr erreichen. So mache dich mit den Deinen in einer Phase der Nacht auf; und niemand von euch wende sich um, außer deiner Frau. Gewiss, was jene dort treffen wird, das wird auch sie treffen. Siehe, am Morgen ist ihr Termin. Ist nicht der Morgen nahe?“ (11:81)
Hud 11:79
Die Engel erschienen in der Gestalt junger Männer in außergewöhnlicher Schönheit. Die Männer im Volk Lots begehrten seine Gäste, da sie sich fühlten zu Männern hingezogen statt zu Frauen. Das Abscheulichste darunter war die gegen die natürliche Veranlagung gerichtete Homosexualität. Als er die Bedrohung gegenüber seinen Gästen sah, wollte er die gesunde, natürliche Veranlagung in ihnen wecken, indem er ihre Aufmerksamkeit auf das weibliche Geschlecht hinwendete. "Meine Töchter" bedeutet nicht unbedingt, dass es sich um Lots eigene Töchter handelte. So konnten auch andere unverheiratete Mädchen der Stadt bezeichnet werden. Denn ein Prophet ist wie ein Vater in seinem Volk. Deswegen betrachtet er die Mädehen unter ihnen wie eigene Töchter. Lot ermahnt sie auf diese Weise, sich an rechtmäßige sexuelle Beziehungen zu Frauen zu halten, statt widernatürliche Mittel zu suchen. Sie sind reiner in jeder Beziehung: sowohl seelisch als auch körperlich. Seelisch, weil sie damit der reinen natürlichen Veranlagung, wie sie von Allāh erschaffen ist, folgen. In ihnen werden Regungen erweckt, die als rein und natürlich zu bezeichnen sind. Körperlich, weil Allāh in ihrem Körper den geschützten Ort für das entstehende Leben erschaffen hat (vgl. dazu 7:80-84; 15:67-72; 27:54-58 und die Anmerkung dazu). Er sagte: ”Hätte ich doch Macht über euch, oder könnte ich Zuflucht bei einer starken Stütze finden!“ (11:80) Sie sprachen: ”O Lot, wir sind Gesandte deines Herrn. Sie sollen dich nimmermehr erreichen. So mache dich mit den Deinen in einer Phase der Nacht auf; und niemand von euch wende sich um, außer deiner Frau. Gewiss, was jene dort treffen wird, das wird auch sie treffen. Siehe, am Morgen ist ihr Termin. Ist nicht der Morgen nahe?“ (11:81)
Hud 11:80
Eine starke Stütze wäre Allāhs Hilfe in dieser Situation. Unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) pflegte beim Rezitieren dieses Verses zu sagen: ”Allāhs Gnade sei mit Lot; ihn beherbergte doch die stützende Kraft.“ Als die Sorge den Propheten Lot (a.s.) zu erdrücken schien, lüfteten die Engel ihr Geheimnis und wiesen ihm den Stützpfahl, an dem sich Lot festhalten konnte (vgl. dazu 7:83-84; 15:65-66; 66:10 und die Anmerkung dazu). Als nun Unser Befehl eintraf, da kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst und ließen auch brennende Steine niedergehen, die wie Regentropfen aufeinander folgten. (11:82) Und (dies war für sie) bei deinem Herrn aufgezeichnet. Und das gleiche liegt auch den Ungerechten nicht fern. (11:83)
Hud 11:81
Eine starke Stütze wäre Allāhs Hilfe in dieser Situation. Unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) pflegte beim Rezitieren dieses Verses zu sagen: ”Allāhs Gnade sei mit Lot; ihn beherbergte doch die stützende Kraft.“ Als die Sorge den Propheten Lot (a.s.) zu erdrücken schien, lüfteten die Engel ihr Geheimnis und wiesen ihm den Stützpfahl, an dem sich Lot festhalten konnte (vgl. dazu 7:83-84; 15:65-66; 66:10 und die Anmerkung dazu). Als nun Unser Befehl eintraf, da kehrten Wir in dieser (Stadt) das Oberste zuunterst und ließen auch brennende Steine niedergehen, die wie Regentropfen aufeinander folgten. (11:82) Und (dies war für sie) bei deinem Herrn aufgezeichnet. Und das gleiche liegt auch den Ungerechten nicht fern. (11:83)
Hud 11:82
Sind die beiden Verse keine Ermahnung an den deutschen Gesetzgeber, der die sog. Homo-Partnerschaft vor kurzem gesetzlich legitimiert und die Homosexualität durch Registrierung beim Standesamt insoweit gewürdigt hat, dass man bald mit dem Zorn unseres Erhabenen Schöpfers rechnen muss? Die Kommentatoren erklären die Aufzeichnung der Steine so, dass jeder von ihnen für eine bestimmte Person gesteuert war, d.h.: kein Entrinnen war möglich. (vgl. dazu 7:34; 11:102; 27:54-58; 51:33 und die Anmerkung dazu). Und zu den Madyan (entsandten Wir) ihren Bruder Šu‘aib. Er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh. Ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Und verkürzt nicht Maß und Gewicht. Ich sehe euch im Wohlsein, aber ich fürchte für euch die Strafe eines völlig vernichtenden Tages. (11:84)
Hud 11:83
Sind die beiden Verse keine Ermahnung an den deutschen Gesetzgeber, der die sog. Homo-Partnerschaft vor kurzem gesetzlich legitimiert und die Homosexualität durch Registrierung beim Standesamt insoweit gewürdigt hat, dass man bald mit dem Zorn unseres Erhabenen Schöpfers rechnen muss? Die Kommentatoren erklären die Aufzeichnung der Steine so, dass jeder von ihnen für eine bestimmte Person gesteuert war, d.h.: kein Entrinnen war möglich. (vgl. dazu 7:34; 11:102; 27:54-58; 51:33 und die Anmerkung dazu). Und zu den Madyan (entsandten Wir) ihren Bruder Šu‘aib. Er sagte: ”O mein Volk, dient Allāh. Ihr habt keinen anderen Gott außer Ihm. Und verkürzt nicht Maß und Gewicht. Ich sehe euch im Wohlsein, aber ich fürchte für euch die Strafe eines völlig vernichtenden Tages. (11:84)
Hud 11:84
Die Leute von Madyan waren ein Handelsvolk und neigten zu betrügerischen Machenschaften in Maß und Gewicht und Ausbeutung der Mitmenschen. Ihr Prophet Šu‘aib war einer von ihnen, ihr "Bruder", der sie vor der Strafe Allāhs ermahnen sollte (vgl. 7:85-93; 11:85; 15:78-79 und die Anmerkung dazu). O mein Volk, gebt volles Maß und Gewicht nach Richtigkeit und betrügt die Menschen nicht um ihr Eigentum und treibt im Land nicht euer Unwesen, indem ihr Unheil anrichtet. (11:85) Das, was Allāh (bei euch) ließ, ist besser für euch, wenn ihr Gläubige seid. Und ich bin nicht euer Wächter.“ (11:86)
Hud 11:85
vgl. dazu 7:85; 18:46; 19:76. Sie sagten: ”O Šu‘aib, heißt dein Gebet, dass wir das verlassen sollen, was unsere Väter anbeteten, oder dass wir aufhören sollen, mit unserem Vermögen zu tun, was uns gefällt? Du bist doch wahrlich der Milde und der Mündige!“ (11:87)
Hud 11:86
vgl. dazu 7:85; 18:46; 19:76. Sie sagten: ”O Šu‘aib, heißt dein Gebet, dass wir das verlassen sollen, was unsere Väter anbeteten, oder dass wir aufhören sollen, mit unserem Vermögen zu tun, was uns gefällt? Du bist doch wahrlich der Milde und der Mündige!“ (11:87)
Hud 11:87
Auf diese Art und Weise verhalten sich noch heute die sog. "zivilisierten" Länder, die die Rechtschaffenen dann als "fanatisch" und "rückständig" bezeichnen. Er sagte: ”O mein Volk, seht ihr nicht ein, dass ich einen deutlichen Beweis von meinem Herrn habe und (dass) Er mich von Sich aus schön versorgt? Und ich will gegen euch nicht so handeln, wie ich es euch zu unterlassen bitte. Ich will nur Besserung, soweit ich (es erreichen) kann. Und es gibt für mich kein Gelingen außer durch Allāh. Auf Ihn vertraue ich und an Ihn wende ich mich. (11:88)
Hud 11:88
Šu‘aib argumentiert selbstbewusst über ihre Thesen: Die Betonung der Tatsache, dass Allāh ihn mit irdischen Gütern versorgt hat, soll Šu‘aibs Landsleute daran erinnern, dass ihn keine irdischen Interessen zur Ausführung seiner Aufgabe motivieren. O mein Volk, möge die Feindseligkeit gegen mich euch nicht dazu führen, dass euch das gleiche wie das trifft, was das Volk Noahs oder das Volk Hūds oder das Volk Ṣāliḥs getroffen hat; und das (Schicksal) des Volkes Lots ist euch nicht fern. (11:89) Und bittet euren Herrn um Vergebung, (und) dann bekehrt euch zu Ihm. Wahrlich, mein Herr ist Barmherzig, Liebevoll.“ (11:90)
Hud 11:89
Šu‘aib (a.s.) sieht als Prophet die Zusammenhänge mit den verflossenen Völkern, die sein Volk nicht sieht; er fordert sie auf, Allāh um Vergebung für ihren Götzendienst zu bitten. Wenn Šu‘aib der vierten Generation nach Abraham (a.s.) angehörte, dann war Lots Generation chronologisch nicht weit von der seinen entfernt. Auch geographisch war die Entfernung zwischen Sodom und Gomorrah und Šu‘aibs Wohnort gering; denn die Leute Madyans wanderten von der Sinai-Halbinsel bis zum Jordantal (vgl. dazu 7:85). Sie sagten: ”O Šu‘aib, wir verstehen nicht viel von dem, was du sprichst, und wir sehen nur, dass du unter uns schwach bist. Und wäre nicht dein Stamm, würden wir dich steinigen. Und du wirst kein Mitleid in uns wecken.“ (11:91) Er sagte: ”O mein Volk, ist mein Stamm bei euch geehrter als Allāh? Und ihr nehmt Ihn nicht ernst. Doch wahrlich, mein Herr umfasst alles, was ihr tut. (11:92)
Hud 11:90
Šu‘aib (a.s.) sieht als Prophet die Zusammenhänge mit den verflossenen Völkern, die sein Volk nicht sieht; er fordert sie auf, Allāh um Vergebung für ihren Götzendienst zu bitten. Wenn Šu‘aib der vierten Generation nach Abraham (a.s.) angehörte, dann war Lots Generation chronologisch nicht weit von der seinen entfernt. Auch geographisch war die Entfernung zwischen Sodom und Gomorrah und Šu‘aibs Wohnort gering; denn die Leute Madyans wanderten von der Sinai-Halbinsel bis zum Jordantal (vgl. dazu 7:85). Sie sagten: ”O Šu‘aib, wir verstehen nicht viel von dem, was du sprichst, und wir sehen nur, dass du unter uns schwach bist. Und wäre nicht dein Stamm, würden wir dich steinigen. Und du wirst kein Mitleid in uns wecken.“ (11:91) Er sagte: ”O mein Volk, ist mein Stamm bei euch geehrter als Allāh? Und ihr nehmt Ihn nicht ernst. Doch wahrlich, mein Herr umfasst alles, was ihr tut. (11:92)
Hud 11:91
Die Argumente seines Volks sind hartherzig und wertlos; denn sie empfanden eine stärkere Bindung zu seinem Stamm und zur Blutsverwandtschaft. Ähnliche Umstände herrschten in Makka zu der Zeit, in der diese Offenbarung kam. Die Antwort Šu‘aibs war identisch mit der des Propheten Muḥammad (a.s.s.) auf das Verhalten seines Stammes Banū Quraiš (vgl. dazu 6:25; 8:47). O mein Volk, handelt eurem Standpunkt gemäß, auch ich handle (meinem Standpunkt gemäß). Bald werdet ihr erfahren, auf wen eine Strafe niederfallen wird, die ihn schändet, und wer ein Lügner ist. Und passt nur auf; seht, ich passe mit euch auf.“ (11:93) Und als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Šu‘aib und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit; und der Schrei erfasste die, welche gefrevelt hatten, so dass sie leblos in ihren Häusern lagen (11:94), so als hätten sie nie darin gewohnt. Wahrlich, Madyan wurde gerade so verstoßen wie (das Volk) Ṯamūd verstoßen worden war. (11:95)
Hud 11:92
Die Argumente seines Volks sind hartherzig und wertlos; denn sie empfanden eine stärkere Bindung zu seinem Stamm und zur Blutsverwandtschaft. Ähnliche Umstände herrschten in Makka zu der Zeit, in der diese Offenbarung kam. Die Antwort Šu‘aibs war identisch mit der des Propheten Muḥammad (a.s.s.) auf das Verhalten seines Stammes Banū Quraiš (vgl. dazu 6:25; 8:47). O mein Volk, handelt eurem Standpunkt gemäß, auch ich handle (meinem Standpunkt gemäß). Bald werdet ihr erfahren, auf wen eine Strafe niederfallen wird, die ihn schändet, und wer ein Lügner ist. Und passt nur auf; seht, ich passe mit euch auf.“ (11:93) Und als Unser Befehl eintraf, da erretteten Wir Šu‘aib und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, durch Unsere Barmherzigkeit; und der Schrei erfasste die, welche gefrevelt hatten, so dass sie leblos in ihren Häusern lagen (11:94), so als hätten sie nie darin gewohnt. Wahrlich, Madyan wurde gerade so verstoßen wie (das Volk) Ṯamūd verstoßen worden war. (11:95)
Hud 11:93
vgl. dazu 10:102; 11:58, 66f., 121-122; 15:78-79 und die Anmerkung dazu. Wahrlich, Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen und offenbarem Beweis (11:96) zu Pharao und seinen Vornehmen; jedoch sie folgten Pharaos Befehl, und Pharaos Befehl war keineswegs klug. (11:97) Am Tage der Auferstehung soll er seinem Volk vorangehen und sie in das Feuer hinabführen. Und schlimm ist das Ziel, wohin sie gelangen. (11:98) Und ein Fluch verfolgt sie hienieden und (wird sie) am Tage der Auferstehung (verfolgen). Schlimm ist die Gabe, die (ihnen) gegeben wird. (11:99)
Hud 11:94
vgl. dazu 10:102; 11:58, 66f., 121-122; 15:78-79 und die Anmerkung dazu. Wahrlich, Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen und offenbarem Beweis (11:96) zu Pharao und seinen Vornehmen; jedoch sie folgten Pharaos Befehl, und Pharaos Befehl war keineswegs klug. (11:97) Am Tage der Auferstehung soll er seinem Volk vorangehen und sie in das Feuer hinabführen. Und schlimm ist das Ziel, wohin sie gelangen. (11:98) Und ein Fluch verfolgt sie hienieden und (wird sie) am Tage der Auferstehung (verfolgen). Schlimm ist die Gabe, die (ihnen) gegeben wird. (11:99)
Hud 11:95
vgl. dazu 10:102; 11:58, 66f., 121-122; 15:78-79 und die Anmerkung dazu. Wahrlich, Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen und offenbarem Beweis (11:96) zu Pharao und seinen Vornehmen; jedoch sie folgten Pharaos Befehl, und Pharaos Befehl war keineswegs klug. (11:97) Am Tage der Auferstehung soll er seinem Volk vorangehen und sie in das Feuer hinabführen. Und schlimm ist das Ziel, wohin sie gelangen. (11:98) Und ein Fluch verfolgt sie hienieden und (wird sie) am Tage der Auferstehung (verfolgen). Schlimm ist die Gabe, die (ihnen) gegeben wird. (11:99)
Hud 11:96
Hier geht es um die falsche Führerschaft des Pharao und die Folgen, die ihn und sein Volk erwarteten. Die offenbarung warnt jedes Volk vor solchen Missständen in der Herrschaft, und gibt zu verstehen, dass jeder unkluge Führer seine irdischen Untertanen und Gefolgschaften auch am Tage des Jüngsten Gerichts Führen wird - ins Höllenfeuer. (vgl. 11:59-60; 28:3 und die Anmerkung dazu). Das ist die Kunde von den Städten, die Wir dir erzählen. Manche von ihnen stehen noch aufrecht da, und (manche) sind zerstört worden. (11:100) Nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an; und ihre Götter, die sie statt Allāh anriefen, nützten ihnen überhaupt nichts, als der Befehl deines Herrn eintraf; sie stürzten sie nur noch mehr ins Verderben. (11:101)
Hud 11:97
Hier geht es um die falsche Führerschaft des Pharao und die Folgen, die ihn und sein Volk erwarteten. Die offenbarung warnt jedes Volk vor solchen Missständen in der Herrschaft, und gibt zu verstehen, dass jeder unkluge Führer seine irdischen Untertanen und Gefolgschaften auch am Tage des Jüngsten Gerichts Führen wird - ins Höllenfeuer. (vgl. 11:59-60; 28:3 und die Anmerkung dazu). Das ist die Kunde von den Städten, die Wir dir erzählen. Manche von ihnen stehen noch aufrecht da, und (manche) sind zerstört worden. (11:100) Nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an; und ihre Götter, die sie statt Allāh anriefen, nützten ihnen überhaupt nichts, als der Befehl deines Herrn eintraf; sie stürzten sie nur noch mehr ins Verderben. (11:101)
Hud 11:98
Hier geht es um die falsche Führerschaft des Pharao und die Folgen, die ihn und sein Volk erwarteten. Die offenbarung warnt jedes Volk vor solchen Missständen in der Herrschaft, und gibt zu verstehen, dass jeder unkluge Führer seine irdischen Untertanen und Gefolgschaften auch am Tage des Jüngsten Gerichts Führen wird - ins Höllenfeuer. (vgl. 11:59-60; 28:3 und die Anmerkung dazu). Das ist die Kunde von den Städten, die Wir dir erzählen. Manche von ihnen stehen noch aufrecht da, und (manche) sind zerstört worden. (11:100) Nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an; und ihre Götter, die sie statt Allāh anriefen, nützten ihnen überhaupt nichts, als der Befehl deines Herrn eintraf; sie stürzten sie nur noch mehr ins Verderben. (11:101)
Hud 11:99
Hier geht es um die falsche Führerschaft des Pharao und die Folgen, die ihn und sein Volk erwarteten. Die offenbarung warnt jedes Volk vor solchen Missständen in der Herrschaft, und gibt zu verstehen, dass jeder unkluge Führer seine irdischen Untertanen und Gefolgschaften auch am Tage des Jüngsten Gerichts Führen wird - ins Höllenfeuer. (vgl. 11:59-60; 28:3 und die Anmerkung dazu). Das ist die Kunde von den Städten, die Wir dir erzählen. Manche von ihnen stehen noch aufrecht da, und (manche) sind zerstört worden. (11:100) Nicht Wir taten ihnen Unrecht, sondern sie taten sich selber Unrecht an; und ihre Götter, die sie statt Allāh anriefen, nützten ihnen überhaupt nichts, als der Befehl deines Herrn eintraf; sie stürzten sie nur noch mehr ins Verderben. (11:101)
Hud 11:100
Zu den Gemeinschaften, die von der totalen Vernichtung verschont geblieben sind, zählt das Volk Ägyptens, das später zum Islam kam. Seine archäologischen Funde existieren heute noch als Lehre und Ermahnung für alle Völker. Es ist sehr bedauerlich, dass viele Menschen als Touristen dorthin reisen, um die sog. "Attraktionen" der Geschichte zu besichtigen, ohne nachzudenken, was Allāh ihnen damit ins Gedächtnis rufen will. Und so ist der Griff deines Herrn, wenn Er die Städte erfasst, weil sie freveln. Wahrlich, Sein Griff ist schmerzhaft, streng. (11:102)
Hud 11:101
Zu den Gemeinschaften, die von der totalen Vernichtung verschont geblieben sind, zählt das Volk Ägyptens, das später zum Islam kam. Seine archäologischen Funde existieren heute noch als Lehre und Ermahnung für alle Völker. Es ist sehr bedauerlich, dass viele Menschen als Touristen dorthin reisen, um die sog. "Attraktionen" der Geschichte zu besichtigen, ohne nachzudenken, was Allāh ihnen damit ins Gedächtnis rufen will. Und so ist der Griff deines Herrn, wenn Er die Städte erfasst, weil sie freveln. Wahrlich, Sein Griff ist schmerzhaft, streng. (11:102)
Hud 11:102
Zu den Freveltaten zählen: Götzendienst, Ungehorsam gegen die Gebote Allāhs, Mord, Unzucht, Homosexualität (vgl. oben die Anmerkung zu 11:82-83), Gewalttaten gegen friedliche Mitmenschen, Raub, Ungüte gegen die Eltern, Ausbeutung der Bevölkerung, Unterdrückung der Schwachen, Vernachläßigung der Armen und Hungrigen usw. Und all dies erleben wir mitten in den meisten Gesellschaften unserer zivilisierten Welt (vgl. dazu unten 11:116-117). Darin liegt gewiss ein Zeichen für den, der die Strafe des Jenseits fürchtet. Das ist ein Tag, an dem die Menschen versammelt werden, und das ist ein Tag, den jeder erleben wird. (11:103) Und Wir verschieben ihn nur bis zu einem berechneten Termin. (11:104) Wenn jener (Tag) kommt, dann wird keine Seele sprechen, es sei denn mit Seiner Erlaubnis; unter ihnen gibt es dann welche, die unselig und welche, die selig sind. (11:105)
Hud 11:103
Hier geht es um eine allumfassende Versammlung der ganzen Menschheit seit der Erschaffung Adams bis zum Weltuntergang. Kein Mensch wird in der Lage sein, die Stille und das Schweigen der Menschen mit seinen eigenen Argumenten und Entschuldigungen zu durchbrechen, es sei denn mit der Erlaubnis Allāhs. Was nun diejenigen angeht, die unselig sind, so werden sie ins Feuer gelangen, worin sie seufzen und schluchzen werden. (11:106) Darin werden sie auf ewig bleiben, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders. Wahrlich, dein Herr tut, was Er will. (11:107)
Hud 11:104
Hier geht es um eine allumfassende Versammlung der ganzen Menschheit seit der Erschaffung Adams bis zum Weltuntergang. Kein Mensch wird in der Lage sein, die Stille und das Schweigen der Menschen mit seinen eigenen Argumenten und Entschuldigungen zu durchbrechen, es sei denn mit der Erlaubnis Allāhs. Was nun diejenigen angeht, die unselig sind, so werden sie ins Feuer gelangen, worin sie seufzen und schluchzen werden. (11:106) Darin werden sie auf ewig bleiben, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders. Wahrlich, dein Herr tut, was Er will. (11:107)
Hud 11:105
Hier geht es um eine allumfassende Versammlung der ganzen Menschheit seit der Erschaffung Adams bis zum Weltuntergang. Kein Mensch wird in der Lage sein, die Stille und das Schweigen der Menschen mit seinen eigenen Argumenten und Entschuldigungen zu durchbrechen, es sei denn mit der Erlaubnis Allāhs. Was nun diejenigen angeht, die unselig sind, so werden sie ins Feuer gelangen, worin sie seufzen und schluchzen werden. (11:106) Darin werden sie auf ewig bleiben, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders. Wahrlich, dein Herr tut, was Er will. (11:107)
Hud 11:106
"... solange die Himmel und die Erde dauern: Es sind die Himmel und die Erde des Jenseits gemeint; denn diese währen immer und sind auf ewig erschaffen. Dass das Jenseits Himmel und Erde besitzt, erweisen die Worte Allāhs in 14:48 (vgl. dazu 39:74). Da es nämlich für die Insassen des Jenseits unerläßlich ist, dass etwas sie trägt und etwas sie beschirmt, muss es dort entweder einen Himmel geben, den Allāh erschafft, oder es muss sie der Thron Allāhs beschirmen. Alles, was einen beschirmt, ist indessen eine Art Himmel. Ibn ‘Abbās berichtete: ”Jedes Paradies hat seinen Himmel und seine Erde.“ Es handelt sich hier um einen Ausdruck zur Bekräftigung und zur Verneinung des Endens. So sagen die Araber: "Solange es ein Blöken gibt", "Solange der Berg Ṯabīr steht", "Solange ein Stern leuchtet" und dergleichen Bekräftigungsformeln mehr. Man kann nun fragen: Worin liegt der Sinn der Ausnahme wie sie in Allāhs Wort "... es sei denn, dein Herr will es anders" gegeben ist? Es steht doch fest, dass die Insassen des Paradieses und die des Höllenfeuers ohne Ausnahme ewig dort bleiben werden. Darauf kann gesagt werden: Die Ausnahme bezieht sich auf das ewige Verweilen in der Strafe durch das Feuer und das ewige Verweilen in der Wohltat des Paradiesgartens. Die Insassen des Höllenfeuers verweilen nämlich nicht immer in der Strafe durch das Feuer allein, vielmehr werden sie auch durch strengen Frost und auf andere Weise bestraft, besonders auch durch eine Strafe, die noch stärker als alle diese Arten ist, nämlich dadurch, dass Allāh ihnen grollt, sie von Sich weist und sie als verächtlich hinstellt. Ebenso haben die Insassen des Paradieses neben dem Paradiesgarten etwas, das gewichtiger ist als dieser und sie stärker berührt, nämlich das Wohlgefallen, das Allāh an ihnen hat. (vgl. dazu 9:72). Sie erhalten also neben dem Lohn durch das Paradies noch eine huldvolle Gabe Allāhs, deren Beschaffenheit allerdings niemand außer Ihm kennt. Den Beweis dafür bildet Allāhs Wort "... eine Gabe, die nicht unterbrochen wird" (Vers 108 der vorliegenden Sura). Der Sinn von Allāhs Wort "... dein Herr tut, was Er will", welches als Gegenstück zu dem soeben behandelten Wort steht, ist folgender: Er erteilt den Insassen des Höllenfeuers als Strafe, was Er will, genau wie er den Insassen des Paradieses Seine Gabe unablässig gewährt. Das beachte man wohl; denn im Qur’ān legt ein Teil den anderen aus. (Zam, Gät) (vgl. dazu 6:128; 14:43; 20:105-107; 40:12; 67:7). Was aber diejenigen angeht, die glücklich sind, so werden sie im Paradies sein, und sie werden darin auf ewig verweilen, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders - eine Gabe, die nicht unterbrochen wird. (11:108)
Hud 11:107
"... solange die Himmel und die Erde dauern: Es sind die Himmel und die Erde des Jenseits gemeint; denn diese währen immer und sind auf ewig erschaffen. Dass das Jenseits Himmel und Erde besitzt, erweisen die Worte Allāhs in 14:48 (vgl. dazu 39:74). Da es nämlich für die Insassen des Jenseits unerläßlich ist, dass etwas sie trägt und etwas sie beschirmt, muss es dort entweder einen Himmel geben, den Allāh erschafft, oder es muss sie der Thron Allāhs beschirmen. Alles, was einen beschirmt, ist indessen eine Art Himmel. Ibn ‘Abbās berichtete: ”Jedes Paradies hat seinen Himmel und seine Erde.“ Es handelt sich hier um einen Ausdruck zur Bekräftigung und zur Verneinung des Endens. So sagen die Araber: "Solange es ein Blöken gibt", "Solange der Berg Ṯabīr steht", "Solange ein Stern leuchtet" und dergleichen Bekräftigungsformeln mehr. Man kann nun fragen: Worin liegt der Sinn der Ausnahme wie sie in Allāhs Wort "... es sei denn, dein Herr will es anders" gegeben ist? Es steht doch fest, dass die Insassen des Paradieses und die des Höllenfeuers ohne Ausnahme ewig dort bleiben werden. Darauf kann gesagt werden: Die Ausnahme bezieht sich auf das ewige Verweilen in der Strafe durch das Feuer und das ewige Verweilen in der Wohltat des Paradiesgartens. Die Insassen des Höllenfeuers verweilen nämlich nicht immer in der Strafe durch das Feuer allein, vielmehr werden sie auch durch strengen Frost und auf andere Weise bestraft, besonders auch durch eine Strafe, die noch stärker als alle diese Arten ist, nämlich dadurch, dass Allāh ihnen grollt, sie von Sich weist und sie als verächtlich hinstellt. Ebenso haben die Insassen des Paradieses neben dem Paradiesgarten etwas, das gewichtiger ist als dieser und sie stärker berührt, nämlich das Wohlgefallen, das Allāh an ihnen hat. (vgl. dazu 9:72). Sie erhalten also neben dem Lohn durch das Paradies noch eine huldvolle Gabe Allāhs, deren Beschaffenheit allerdings niemand außer Ihm kennt. Den Beweis dafür bildet Allāhs Wort "... eine Gabe, die nicht unterbrochen wird" (Vers 108 der vorliegenden Sura). Der Sinn von Allāhs Wort "... dein Herr tut, was Er will", welches als Gegenstück zu dem soeben behandelten Wort steht, ist folgender: Er erteilt den Insassen des Höllenfeuers als Strafe, was Er will, genau wie er den Insassen des Paradieses Seine Gabe unablässig gewährt. Das beachte man wohl; denn im Qur’ān legt ein Teil den anderen aus. (Zam, Gät) (vgl. dazu 6:128; 14:43; 20:105-107; 40:12; 67:7). Was aber diejenigen angeht, die glücklich sind, so werden sie im Paradies sein, und sie werden darin auf ewig verweilen, solange die Himmel und die Erde dauern, es sei denn, dein Herr will es anders - eine Gabe, die nicht unterbrochen wird. (11:108)
Hud 11:108
Wie mehrfach im Qur’ān erwähnt, verspricht Allāh den Gläubigen, Gutes nicht nur mit Gutem zu vergelten, sondern es zu vervielfachen. Es ist oft die Rede vom Zehn- bis Siebenhundertfachen. Im Gegensatz dazu verspricht Allāh , das Böse nur im gleichen Maße zu vergelten; denn Allāhs Gebot ist die Gerechtigkeit. Diese Glückseligkeit wird ununterbrochen sein, anders als andere Arten der Freude und des Glücks, die wir uns in diesem irdischen Leben vorstellen können und die Veränderungen unterworfen sind, wie wir sie aus unserer alltäglichen Erfahrung kennen. Sei darum nicht im Zweifel darüber, was diese Leute verehren; sie verehren nur, was ihre Väter zuvor verehrten, und Wir wollen ihnen wahrlich ihren vollen Anteil unverkürzt gewähren. (11:109) Und wahrlich, Wir haben Moses die Schrift gegeben, doch dann entstand Uneinigkeit über sie; und wäre nicht schon zuvor ein Wort von deinem Herrn ergangen, wäre bereits zwischen ihnen entschieden worden; und sie befinden sich darüber immer noch in bedenklichem Zweifel. (11:110) Und allen wird dein Herr sicher ihre Taten vergelten. Er ist gut über das unterrichtet, was sie tun. (11:111)
Hud 11:109
Das Wort ist hier an den Propheten (a.s.s.) gerichtet. Hier bezieht es sich ferner auf die heidnischen Araber, die - ähnlich wie die in den vorigen Abschnitten erwähnten Ungerechten - Allāhs Botschaft mit der Begründung abwiesen, sie widerspräche den Glaubensvorstellungen ihrer Vorfahren. Darüber hinaus bezieht es sich auf alle jene, die gewohnheitsmäßig falsche, von den Vorfahren überlieferte Wertvorstellungen verehren und folglich sich an falschen ethischen Normen orientieren (vgl. dazu 10:19, 93; 11:62). Handle du darum aufrichtig, wie dir befohlen worden ist - und (die sollen aufrichtig handeln) die sich mit dir bekehrt haben. Und seid nicht aufsässig; wahrlich, Er ist dessen ansichtig, was ihr tut. (11:112) Und neigt euch nicht zu den Ungerechten, damit euch das Feuer nicht erfasse. Und ihr werdet keine Beschützer außer Allāh haben, noch wird euch geholfen werden. (11:113)
Hud 11:110
Das Wort ist hier an den Propheten (a.s.s.) gerichtet. Hier bezieht es sich ferner auf die heidnischen Araber, die - ähnlich wie die in den vorigen Abschnitten erwähnten Ungerechten - Allāhs Botschaft mit der Begründung abwiesen, sie widerspräche den Glaubensvorstellungen ihrer Vorfahren. Darüber hinaus bezieht es sich auf alle jene, die gewohnheitsmäßig falsche, von den Vorfahren überlieferte Wertvorstellungen verehren und folglich sich an falschen ethischen Normen orientieren (vgl. dazu 10:19, 93; 11:62). Handle du darum aufrichtig, wie dir befohlen worden ist - und (die sollen aufrichtig handeln) die sich mit dir bekehrt haben. Und seid nicht aufsässig; wahrlich, Er ist dessen ansichtig, was ihr tut. (11:112) Und neigt euch nicht zu den Ungerechten, damit euch das Feuer nicht erfasse. Und ihr werdet keine Beschützer außer Allāh haben, noch wird euch geholfen werden. (11:113)
Hud 11:111
Das Wort ist hier an den Propheten (a.s.s.) gerichtet. Hier bezieht es sich ferner auf die heidnischen Araber, die - ähnlich wie die in den vorigen Abschnitten erwähnten Ungerechten - Allāhs Botschaft mit der Begründung abwiesen, sie widerspräche den Glaubensvorstellungen ihrer Vorfahren. Darüber hinaus bezieht es sich auf alle jene, die gewohnheitsmäßig falsche, von den Vorfahren überlieferte Wertvorstellungen verehren und folglich sich an falschen ethischen Normen orientieren (vgl. dazu 10:19, 93; 11:62). Handle du darum aufrichtig, wie dir befohlen worden ist - und (die sollen aufrichtig handeln) die sich mit dir bekehrt haben. Und seid nicht aufsässig; wahrlich, Er ist dessen ansichtig, was ihr tut. (11:112) Und neigt euch nicht zu den Ungerechten, damit euch das Feuer nicht erfasse. Und ihr werdet keine Beschützer außer Allāh haben, noch wird euch geholfen werden. (11:113)
Hud 11:112
Unser Prophet Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, wird hier aufgefordert, standhaft seine Aufgabe zu erfüllen. Der Prophet empfand bei diesen Worten solche Ehrfurcht, dass man ihn sagen hörte: ”Die Sura Hūd ließ meine Haare ergrauen.“ Die ganze Gemeinschaft der Muslime wird aufgefordert, sich für die Wahrheit einzusetzen, ohne sich von dem beeinflussen zu lassen, was die Ungläubigen tun. In 11:113 sind der Prophet (a.s.s.) und seine Gefährten angesprochen. Und verrichte das Gebet an den beiden Tagesenden und in den ersten Stunden der Nacht. Wahrlich, die guten Taten tilgen die bösen. Das ist eine Ermahnung für die Nachdenklichen. (11:114) Und sei geduldig; denn wahrlich, Allāh lässt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. (11:115)
Hud 11:113
Unser Prophet Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, wird hier aufgefordert, standhaft seine Aufgabe zu erfüllen. Der Prophet empfand bei diesen Worten solche Ehrfurcht, dass man ihn sagen hörte: ”Die Sura Hūd ließ meine Haare ergrauen.“ Die ganze Gemeinschaft der Muslime wird aufgefordert, sich für die Wahrheit einzusetzen, ohne sich von dem beeinflussen zu lassen, was die Ungläubigen tun. In 11:113 sind der Prophet (a.s.s.) und seine Gefährten angesprochen. Und verrichte das Gebet an den beiden Tagesenden und in den ersten Stunden der Nacht. Wahrlich, die guten Taten tilgen die bösen. Das ist eine Ermahnung für die Nachdenklichen. (11:114) Und sei geduldig; denn wahrlich, Allāh lässt den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. (11:115)
Hud 11:114
Das Gebet verbindet den Betenden mit seinem Barmherzigen Schöpfer. Der Vers erwähnt die beiden Gebete am Anfang und am Ende des Tages und die Gebete in den ersten Stunden der Nacht, da es sich hier um Zeiten handelt, in denen der Mensch in aller Ruhe und Andacht Allāhs Nähe suchen kann; denn die anderen Zeiten gehören zur Bettruhe und zur Regsamkeit für den Lebenserwerb und für weltliche Interessen. Zur Einhaltung der Gebete zu bestimmten Zeiten ist die Tugend der Geduld und Ausdauer erfoderlich, um diese Pflicht zu erfüllen; denn Allāh beschreibt diese Aufgabe so: ”Und helft euch durch Geduld und Gebet; dies ist wahrlich schwer, außer für Demütige, welche ahnen, dass sie ihrem Herrn begegnen und zu Ihm heimkehren werden.“ (vgl. 2:45-46; 17:78-79; 30:19 und die Anmerkung dazu; ferner den Titel: "Aṣ-Ṣalāh - das Gebet im Islam", Islamische Bibliothek). Wären nur unter den Geschlechtern vor euch Leute von Verstand gewesen, die der Verderbtheit auf Erden hätten entgegensteuern können - ausgenommen die wenigen, die Wir aus ihrer Zahl erretteten! Doch die Frevler folgten dem, was ihnen Genuss und Behagen versprach, und sie übertraten (die Gebote). (11:116) Und dein Herr ist nicht Der, Der die Städte zu Unrecht zerstören würde, wenn ihre Bewohner rechtschaffen wären. (11:117)
Hud 11:116
vgl. 11:102 und die Anmerkung dazu; ferner: 5:47-53; 10:98; 28:50, 58-59. Und hätte dein Herr es gewollt, so hätte Er die Menschen alle zu einer einzigen Gemeinde gemacht; doch sie wollten nicht davon ablassen, uneins zu sein. (11:118) Ausgenommen davon sind jene, derer dein Herr Sich erbarmt hat, und dazu hat Er sie erschaffen. Und das Wort deines Herrn ist in Erfüllung gegangen: ”Wahrlich, Ich werde Ǧahannam mit den Ǧinn und den Menschen insgesamt füllen.“ (11:119)
Hud 11:117
vgl. 11:102 und die Anmerkung dazu; ferner: 5:47-53; 10:98; 28:50, 58-59. Und hätte dein Herr es gewollt, so hätte Er die Menschen alle zu einer einzigen Gemeinde gemacht; doch sie wollten nicht davon ablassen, uneins zu sein. (11:118) Ausgenommen davon sind jene, derer dein Herr Sich erbarmt hat, und dazu hat Er sie erschaffen. Und das Wort deines Herrn ist in Erfüllung gegangen: ”Wahrlich, Ich werde Ǧahannam mit den Ǧinn und den Menschen insgesamt füllen.“ (11:119)
Hud 11:118
vgl. dazu 2:30-34; 7:18, 172, 179. Und Wir berichten dir von den Geschichten der Gesandten, um dein Herz zu festigen. Und hierin ist die Wahrheit zu dir gekommen und eine Ermahnung und eine Erinnerung für die Gläubigen. (11:120)
Hud 11:119
vgl. dazu 2:30-34; 7:18, 172, 179. Und Wir berichten dir von den Geschichten der Gesandten, um dein Herz zu festigen. Und hierin ist die Wahrheit zu dir gekommen und eine Ermahnung und eine Erinnerung für die Gläubigen. (11:120)
Hud 11:120
Allāh spricht den Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, an. "Und Wir berichten" (in der Gegenwartsform) bezieht sich auf die Geschichte in der darauffolgenden Sura "Yūsuf" Nr. 12. Und sprich zu denen, die nicht glauben: ”Handelt eurem Standpunkt gemäß, auch wir handeln (unserem Standpunkt gemäß). (11:121) Und wartet nur, auch wir warten.“ (11:122)
Hud 11:121
Die Rede hier ist sowohl an unseren Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, als auch an die Muslime gerichtet, die nach den Normen und Richtlinien ihres Glaubens verfahren müssen. Der Tag der Entscheidung Allāhs kommt bestimmt, worauf beide Parteien Gewissheit über Recht und Unrecht erfahren werden. (vgl. 6:133-135; 10:102; 11:93). Und Allāhs ist das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde, zu Ihm werden alle Angelegenheiten zurückgebracht werden. So bete Ihn an und vertraue auf Ihn; und dein Herr ist nicht achtlos eures Tuns. (11:123)
Hud 11:122
Die Rede hier ist sowohl an unseren Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, als auch an die Muslime gerichtet, die nach den Normen und Richtlinien ihres Glaubens verfahren müssen. Der Tag der Entscheidung Allāhs kommt bestimmt, worauf beide Parteien Gewissheit über Recht und Unrecht erfahren werden. (vgl. 6:133-135; 10:102; 11:93). Und Allāhs ist das Verborgene in den Himmeln und auf der Erde, zu Ihm werden alle Angelegenheiten zurückgebracht werden. So bete Ihn an und vertraue auf Ihn; und dein Herr ist nicht achtlos eures Tuns. (11:123)
Hud 11:123
Der letzte Vers in dieser schönen Sura betont, dass alle Dinge zu Allāh zur Entscheidung und zum gerechten Urteil zurückkehren. Darum sollen wir Ihm dienen und auf Ihn vertrauen (vgl. dazu 2:3, 210; 10:55-56).
Yusuf 12:1
Sura Yūsuf
(offenbart zu Makka)
111 Āyāt
In der ganzen Sura wird die Geschichte des Propheten Yūsuf (a.s.) erzählt, eines der 12 Söhne des Propheten Jakob (a.s.). Diese Erzählung wird "die schönste der Geschichten" genannt, und zwar aus folgenden Gründen: Sie ist die im Qur’ān am ausführlichsten erzählte Geschichte. Sie ist voll von dem "Auf" und "Ab" eines Menschenschicksals. Zu allen Zeiten hat sie daher bei Menschen aller Klassen großen Anklang und Gefallen gefunden. Sie erzählt von verschiedenen Lebensweisen, mit all ihrer moralischen Bedeutung, und von der verschiedenartigen Einstellung von Menschen und ihrem Verhalten: Jakobs Alter und die Liebe zu seinem kleinen Sohn, die Eifersucht der älteren Brüder Yūsufs und ihre Verschwörung gegen ihn, ihres Vaters Sorge und der Verkauf Yūsufs in die Sklaverei; Begierde und Untreue, dagegen Reinheit und Bescheidenheit; falsche Beschuldigungen, Gefängnis; die Traumdeutung; niedriger und hoher Lebensstandard. Unschuld wird mit Ehren bedacht; die süße Rache der Verzeihung und Freundlichkeit; die schwierigen Regierungsangelegenheiten eines Landes, und schließlich das beständige Gedenken Allāhs trotz der Erreichung einer hohen Position im Leben, und die Schönheit von Frömmigkeit und Wahrheit. Das Leben ist nur so kurz wie ein Traum, der durch Geschichten und Parabeln erklärt werden kann. Allāhs Name aber wird verherrlicht. Seine Wahrheit dauert ewig und der Zweck, den Er mit alldem verfolgt, wird im Jenseits vollständig offenbart. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . Das sind die Verse der deutlichen Schrift. (12:1) Wir haben sie als Qur’ān auf Arabisch offenbart, auf dass ihr (sie) begreifen mögt. (12:2) Wir erzählen dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Qur’ān offenbaren, obwohl du zuvor unter denen warst, die keine Kenntnis besaßen. (12:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Die Sura selbst ist mit der Schrift gemeint. Es heißt daher: Diese Verse bilden die Verse der Sura, welche sich offen als unnachahmliches Wunder darstellt. Oder: deren Bedeutungen klar sind. Oder: die demjenigen, der über sie nachdenkt, deutlich macht, dass sie von Allāh kommt. Oder: die den Juden deutlich macht, was sie gefragt hatten. Es ist nämlich überliefert, dass die Gelehrten der Juden zu den Anführern der Götzendiener sagten: Fragt Muḥammad, warum sich die Sippe Jakobs von Syrien nach Ägypten begab, und fragt ihn nach der Geschichte Yūsufs! Darauf ist diese Sura mit der Geschichte Yūsufs und seiner Brüder herabgekommen. Als einen arabischen Qur’ān: Dieser Teil der Gesamtoffenbarung wird als "Qur’ān" bezeichnet. Ursprünglich ist dieses Wort nämlich ein Gattungswort, das sowohl auf das Ganze der Gattung als auch auf einen Teil davon anwendbar ist. Es ist dann überwiegend zu einem Eigennamen für das Ganze geworden. Vielleicht werdet ihr verständig sein: Dies ist die Begründung, warum Allāh die Schrift in dieser arabischen Form hinabgesandt hat. Es heißt also: Wir haben sie euch als etwas hinabgesandt, das in eurer Sprache zusammengefügt oder in eurer Sprache rezitierbar ist, damit ihr sie versteht und ihren Sinn begreift. Oder: damit ihr euren Verstand auf sie verwendet und dadurch erfahrt, dass der Bericht so, wie sie ihn aus dem Munde eines Mannes wiedergibt, der die entsprechenden Berichte vorher nicht kannte, ein unnachahmliches Wunder ist, das man sich nur als eingegeben vorstellen kann. Wir geben dir den besten Bericht: Wir berichten auf die beste Weise; denn der Bericht wird in der feinsten sprachlichen Form gegeben. Oder: Wir geben dir den inhaltlich besten Bericht; denn er umfasst wundersame Dinge, Weisheiten, Zeichen und Ermahnungen. Du hattest vordem keine Ahnung von diesem Bericht; denn er war dir niemals in den Sinn gekommen, noch hattest du je von ihm gehört. Hiermit ist begründet, warum der Bericht eingegeben sein muss. (Baid, Gät) (vgl. 13:37; 14:4; 20:113-114; 26:2; 42:52 und die Anmerkung dazu). Damals sagte Yūsuf zu seinem Vater: ”O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, (und) ich sah sie vor mir niederfallen.“ (12:4)
Yusuf 12:2
Sura Yūsuf
(offenbart zu Makka)
111 Āyāt
In der ganzen Sura wird die Geschichte des Propheten Yūsuf (a.s.) erzählt, eines der 12 Söhne des Propheten Jakob (a.s.). Diese Erzählung wird "die schönste der Geschichten" genannt, und zwar aus folgenden Gründen: Sie ist die im Qur’ān am ausführlichsten erzählte Geschichte. Sie ist voll von dem "Auf" und "Ab" eines Menschenschicksals. Zu allen Zeiten hat sie daher bei Menschen aller Klassen großen Anklang und Gefallen gefunden. Sie erzählt von verschiedenen Lebensweisen, mit all ihrer moralischen Bedeutung, und von der verschiedenartigen Einstellung von Menschen und ihrem Verhalten: Jakobs Alter und die Liebe zu seinem kleinen Sohn, die Eifersucht der älteren Brüder Yūsufs und ihre Verschwörung gegen ihn, ihres Vaters Sorge und der Verkauf Yūsufs in die Sklaverei; Begierde und Untreue, dagegen Reinheit und Bescheidenheit; falsche Beschuldigungen, Gefängnis; die Traumdeutung; niedriger und hoher Lebensstandard. Unschuld wird mit Ehren bedacht; die süße Rache der Verzeihung und Freundlichkeit; die schwierigen Regierungsangelegenheiten eines Landes, und schließlich das beständige Gedenken Allāhs trotz der Erreichung einer hohen Position im Leben, und die Schönheit von Frömmigkeit und Wahrheit. Das Leben ist nur so kurz wie ein Traum, der durch Geschichten und Parabeln erklärt werden kann. Allāhs Name aber wird verherrlicht. Seine Wahrheit dauert ewig und der Zweck, den Er mit alldem verfolgt, wird im Jenseits vollständig offenbart. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . Das sind die Verse der deutlichen Schrift. (12:1) Wir haben sie als Qur’ān auf Arabisch offenbart, auf dass ihr (sie) begreifen mögt. (12:2) Wir erzählen dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Qur’ān offenbaren, obwohl du zuvor unter denen warst, die keine Kenntnis besaßen. (12:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Die Sura selbst ist mit der Schrift gemeint. Es heißt daher: Diese Verse bilden die Verse der Sura, welche sich offen als unnachahmliches Wunder darstellt. Oder: deren Bedeutungen klar sind. Oder: die demjenigen, der über sie nachdenkt, deutlich macht, dass sie von Allāh kommt. Oder: die den Juden deutlich macht, was sie gefragt hatten. Es ist nämlich überliefert, dass die Gelehrten der Juden zu den Anführern der Götzendiener sagten: Fragt Muḥammad, warum sich die Sippe Jakobs von Syrien nach Ägypten begab, und fragt ihn nach der Geschichte Yūsufs! Darauf ist diese Sura mit der Geschichte Yūsufs und seiner Brüder herabgekommen. Als einen arabischen Qur’ān: Dieser Teil der Gesamtoffenbarung wird als "Qur’ān" bezeichnet. Ursprünglich ist dieses Wort nämlich ein Gattungswort, das sowohl auf das Ganze der Gattung als auch auf einen Teil davon anwendbar ist. Es ist dann überwiegend zu einem Eigennamen für das Ganze geworden. Vielleicht werdet ihr verständig sein: Dies ist die Begründung, warum Allāh die Schrift in dieser arabischen Form hinabgesandt hat. Es heißt also: Wir haben sie euch als etwas hinabgesandt, das in eurer Sprache zusammengefügt oder in eurer Sprache rezitierbar ist, damit ihr sie versteht und ihren Sinn begreift. Oder: damit ihr euren Verstand auf sie verwendet und dadurch erfahrt, dass der Bericht so, wie sie ihn aus dem Munde eines Mannes wiedergibt, der die entsprechenden Berichte vorher nicht kannte, ein unnachahmliches Wunder ist, das man sich nur als eingegeben vorstellen kann. Wir geben dir den besten Bericht: Wir berichten auf die beste Weise; denn der Bericht wird in der feinsten sprachlichen Form gegeben. Oder: Wir geben dir den inhaltlich besten Bericht; denn er umfasst wundersame Dinge, Weisheiten, Zeichen und Ermahnungen. Du hattest vordem keine Ahnung von diesem Bericht; denn er war dir niemals in den Sinn gekommen, noch hattest du je von ihm gehört. Hiermit ist begründet, warum der Bericht eingegeben sein muss. (Baid, Gät) (vgl. 13:37; 14:4; 20:113-114; 26:2; 42:52 und die Anmerkung dazu). Damals sagte Yūsuf zu seinem Vater: ”O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, (und) ich sah sie vor mir niederfallen.“ (12:4)
Yusuf 12:3
Sura Yūsuf
(offenbart zu Makka)
111 Āyāt
In der ganzen Sura wird die Geschichte des Propheten Yūsuf (a.s.) erzählt, eines der 12 Söhne des Propheten Jakob (a.s.). Diese Erzählung wird "die schönste der Geschichten" genannt, und zwar aus folgenden Gründen: Sie ist die im Qur’ān am ausführlichsten erzählte Geschichte. Sie ist voll von dem "Auf" und "Ab" eines Menschenschicksals. Zu allen Zeiten hat sie daher bei Menschen aller Klassen großen Anklang und Gefallen gefunden. Sie erzählt von verschiedenen Lebensweisen, mit all ihrer moralischen Bedeutung, und von der verschiedenartigen Einstellung von Menschen und ihrem Verhalten: Jakobs Alter und die Liebe zu seinem kleinen Sohn, die Eifersucht der älteren Brüder Yūsufs und ihre Verschwörung gegen ihn, ihres Vaters Sorge und der Verkauf Yūsufs in die Sklaverei; Begierde und Untreue, dagegen Reinheit und Bescheidenheit; falsche Beschuldigungen, Gefängnis; die Traumdeutung; niedriger und hoher Lebensstandard. Unschuld wird mit Ehren bedacht; die süße Rache der Verzeihung und Freundlichkeit; die schwierigen Regierungsangelegenheiten eines Landes, und schließlich das beständige Gedenken Allāhs trotz der Erreichung einer hohen Position im Leben, und die Schönheit von Frömmigkeit und Wahrheit. Das Leben ist nur so kurz wie ein Traum, der durch Geschichten und Parabeln erklärt werden kann. Allāhs Name aber wird verherrlicht. Seine Wahrheit dauert ewig und der Zweck, den Er mit alldem verfolgt, wird im Jenseits vollständig offenbart. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . Das sind die Verse der deutlichen Schrift. (12:1) Wir haben sie als Qur’ān auf Arabisch offenbart, auf dass ihr (sie) begreifen mögt. (12:2) Wir erzählen dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Qur’ān offenbaren, obwohl du zuvor unter denen warst, die keine Kenntnis besaßen. (12:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Die Sura selbst ist mit der Schrift gemeint. Es heißt daher: Diese Verse bilden die Verse der Sura, welche sich offen als unnachahmliches Wunder darstellt. Oder: deren Bedeutungen klar sind. Oder: die demjenigen, der über sie nachdenkt, deutlich macht, dass sie von Allāh kommt. Oder: die den Juden deutlich macht, was sie gefragt hatten. Es ist nämlich überliefert, dass die Gelehrten der Juden zu den Anführern der Götzendiener sagten: Fragt Muḥammad, warum sich die Sippe Jakobs von Syrien nach Ägypten begab, und fragt ihn nach der Geschichte Yūsufs! Darauf ist diese Sura mit der Geschichte Yūsufs und seiner Brüder herabgekommen. Als einen arabischen Qur’ān: Dieser Teil der Gesamtoffenbarung wird als "Qur’ān" bezeichnet. Ursprünglich ist dieses Wort nämlich ein Gattungswort, das sowohl auf das Ganze der Gattung als auch auf einen Teil davon anwendbar ist. Es ist dann überwiegend zu einem Eigennamen für das Ganze geworden. Vielleicht werdet ihr verständig sein: Dies ist die Begründung, warum Allāh die Schrift in dieser arabischen Form hinabgesandt hat. Es heißt also: Wir haben sie euch als etwas hinabgesandt, das in eurer Sprache zusammengefügt oder in eurer Sprache rezitierbar ist, damit ihr sie versteht und ihren Sinn begreift. Oder: damit ihr euren Verstand auf sie verwendet und dadurch erfahrt, dass der Bericht so, wie sie ihn aus dem Munde eines Mannes wiedergibt, der die entsprechenden Berichte vorher nicht kannte, ein unnachahmliches Wunder ist, das man sich nur als eingegeben vorstellen kann. Wir geben dir den besten Bericht: Wir berichten auf die beste Weise; denn der Bericht wird in der feinsten sprachlichen Form gegeben. Oder: Wir geben dir den inhaltlich besten Bericht; denn er umfasst wundersame Dinge, Weisheiten, Zeichen und Ermahnungen. Du hattest vordem keine Ahnung von diesem Bericht; denn er war dir niemals in den Sinn gekommen, noch hattest du je von ihm gehört. Hiermit ist begründet, warum der Bericht eingegeben sein muss. (Baid, Gät) (vgl. 13:37; 14:4; 20:113-114; 26:2; 42:52 und die Anmerkung dazu). Damals sagte Yūsuf zu seinem Vater: ”O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, (und) ich sah sie vor mir niederfallen.“ (12:4)
Yusuf 12:4
Es handelt sich hier um den Propheten Yūsuf (a.s.) (etwa 1910-1800 v.Chr.). Nach Ǧābir ist überliefert: Ein Jude kam zum Gesandten Allāhs, Allāhs Segen und Friede auf ihm, und sagte: ”Muḥammad! Gib mir Kunde von den Sternen, die Yūsuf sah! Da schwieg der Prophet zunächst. Doch dann kam Gabriel herab und unterrichtete ihn darüber, worauf der Prophet zu dem Juden sagte: »Wirst du dich zum Islam bekennen, wenn ich dir darüber Kunde gebe?« Als der Jude bejahte, sagte der Prophet: »Es handelt sich um die Sterne: Ǧaryān, Aṭ-Ṭāriq, Ad-Daǧǧāl, Qābis, ‘Amūdān, Al-Falīq, Al-Muṣabbiḥ, Aḍ-Ḍārūḥ, Al-Far‘, Waṯṯāb und Ḏu-l-Katifain. Yūsuf sah sie und die Sonne und den Mond vom Himmel herabkommen und vor sich niederfallen«. Da sagte der Jude: »Bei Allāh! Das sind ihre Namen«.“ (Baid, Gät). Er sagte: ”Du, mein Söhnchen, erzähle deinen Traum nicht deinen Brüdern, sie werden sonst eine List gegen dich ersinnen; denn Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind. (12:5)
Yusuf 12:5
"Mein Söhnchen": Es wird hier die Verkleinerungsform von "Sohn" gebraucht, um eine liebevolle Zärtlichkeit auszudrücken, oder weil Yūsuf tatsachlich noch recht jung war, nämlich zwolf Jahre alt. "Erzähl dein Traumgesicht nicht deinen Brüdern, sonst werden sie eine List gegen dich anwenden": D.h.: sonst werden sie Kniffe aushecken, um dich zu vernichten. Jakob (a.s.) entnahm dem Traum Yūsufs, dass Allāh ihn als Gesandten auserwählen und über seine Brüder stellen wollte, und fürchtete daher, dass sie Yūsuf beneiden und hassen würden. Satan ist dem Menschen ein ausgemachter Feind: Er hat durch sein Handeln an Adam und Eva seine Feindschaft gegen den Menschen deutlich gezeigt. So würde er auch keine Anstrengung scheuen, Yūsufs Brüdern Schlimmes einzugeben und ihren Neid zu erregen, um sie zur Anwendung von List zu bringen." (Baid, Gät) Und so wird dein Herr dich erwählen und dich die Deutung der Träume lehren und Seine Huld an dir und an dem Geschlecht Jakobs vollenden, so wie Er sie zuvor an zweien deiner Vorväter vollendete, an Abraham und Isaak. Wahrlich, dein Herr ist Allwissend, Allweise.“ (12:6)
Yusuf 12:6
"Und So", das heißt: So wie Allāh dich durch dieses Traumgesicht auserwählt hat, das auf eine hohe Stellung sowie auf Macht und Vollkommenheit der Seele deutet, wird dich dein Herr zum Prophetentum und zur Herrschaft oder zu gewaltigen Dingen auserwählen. "Und Er wird dich lehren, Geschichten zu deuten": "... und dich die Deutung der Träume lehren". Das Traumgesicht beruht namlich auf Erzählungen der Engel, wenn es wahr ist, dagegen auf Erzählungen der menschlichen Seele und des Satans, wenn es unwahr ist. Oder es ist gemeint: Und er wird dich lehren Schwerverständliches in den Schriften Allāhs, der Handlungsweise der Propheten und den Worten der Weisen zu deuten. "... und Seine Huld an dir und an dem Geschlecht Jakobs vollenden": Damit meint Allāh entweder die übrigen Söhne Jakobs, wobei Jakob vielleicht aus dem Licht der Sterne geschlossen hat, dass auch ihnen das Prophetentum verliehen werde. Oder Allāh meint die Nachkommenschaft Jakobs. So wie Er sie früher an deinen beiden Vorvätern vollendet hat, indem Er sie als Gesandte einsetzte. Man sagt auch, Allāh habe Seine Gnade an Abraham dadurch vollendet, dass Er sich ihn zum Freunde nahm und ihn vor dem Feuer rettete, in das ihn die Ungläubigen geworfen hatten. (Baid, Gät). Gewiss, in (der Geschichte von) Yūsuf und seinen Brüdern liegen Zeichen für die Ratsuchenden. (12:7) Damals sagten sie: ”Wahrlich, Yūsuf und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, obwohl wir mehrere sind. Unser Vater befindet sich gewiss in einem offenkundigen Irrtum. (12:8) Tötet Yūsuf oder vertreibt ihn in ein fernes Land; frei (für euch) wird damit das Antlitz eures Vaters, und ihr werdet danach gute Leute sein.“ (12:9) Es sagte einer von ihnen: ”Tötet Yūsuf nicht; wenn ihr aber vorhabt, etwas zu unternehmen, dann werft ihn in die Tiefe eines Brunnens; möge jemand von den Reisenden ihn herausziehen.“ (12:10)
Yusuf 12:7
"In Yūsuf und seinen Brüdem": das heißt in der Geschichte von ihnen lagen doch Zeichen: Gemeint sind entweder Beweise für Allāhs Macht und Weisheit oder Anzeichen für Muḥammads Prophetentum, da dieser die Geschichte von Yūsuf und seinen Brüdern ausschließlich durch Offenbarung erfahren haben kann. Mit den Brüdern Yūsufs sind dessen zehn Halbbrüder gemeint. Dies sind zunächst Juda, Reuben, Simeon, levi, Sebulon, Isaschar und Dina. Jakob hatte diese Kinder mit seiner Base lea, die er zuerst geheiratet hatte. Nach ihrem Tode hatte er ihre Schwester Rahel geheiratet, und sie hatte ihm Benjamin und Yūsuf geboren. Man sagt auch, dass Jakob Lea und Rahel zugleich als Frauen hatte; denn es war damals noch nicht verboten, Schwestern nebeneinander als Frauen zu haben. Zu den genannten Halbbrüdern kommen vier andere, nämlich Dan, Naphtali, Gad und Asser, die von Jakobs Konkubinen Silpa und Bilha stammen. (Baid, Gät)
Yusuf 12:8
Die Brüder beschließen nun, Yūsuf zu töten oder ihn auszusetzen, und einigen sich dann darauf, ihn auf den Grund eines Brunnens zu werfen, damit ein Reisender ihn finden und mitnehmen möge Sie sagten: ”O unser Vater, warum vertraust du uns Yūsuf nicht an, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen? (12:11) Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnüge und spiele, und wir wollen gut auf ihn aufpassen.“ (12:12)
Yusuf 12:9
Die Brüder beschließen nun, Yūsuf zu töten oder ihn auszusetzen, und einigen sich dann darauf, ihn auf den Grund eines Brunnens zu werfen, damit ein Reisender ihn finden und mitnehmen möge Sie sagten: ”O unser Vater, warum vertraust du uns Yūsuf nicht an, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen? (12:11) Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnüge und spiele, und wir wollen gut auf ihn aufpassen.“ (12:12)
Yusuf 12:10
Die Brüder beschließen nun, Yūsuf zu töten oder ihn auszusetzen, und einigen sich dann darauf, ihn auf den Grund eines Brunnens zu werfen, damit ein Reisender ihn finden und mitnehmen möge Sie sagten: ”O unser Vater, warum vertraust du uns Yūsuf nicht an, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen? (12:11) Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnüge und spiele, und wir wollen gut auf ihn aufpassen.“ (12:12)
Yusuf 12:11
Jakob (a.s.), der die Situation kannte, vertraute Yūsuf gewöhnlich nicht seinen Brüdern an. Sie stellen deswegen brüderliche Zuneigung zur Schau. Der Wortlaut zeigt deutlich, welche Mühe sie sich geben, sich in das Herz ihres Vaters einzuschleichen, das sehr an seinem kleinen Sohn hängt und von dem er sich verspricht, dass er eines Tages den Segen seines Stammvaters Abraham (a.s.) erben würde. In diesem Punkt unterscheidet sich der qur’ānische Bericht von dem in Bibel und Talmud, wo nicht die Brüder ihren Vater baten, Yūsuf mit ihnen zu schicken, sondern Jakob (a.s.) selbst ihn mit einem Auftrag nach Sichem schickte, wo die Brüder die Herden ihres Vaters hüteten. Die qur’ānische Darstellung ist offensichtlich realistischer; denn da Jakob (a.s.) genau wusste, dass die Brüder Yūsuf beneideten, hätte er nie daran gedacht, ihn selbst zu ihnen zu schicken und der Gefahr auszusetzen. Er sagte: ”Es macht mich traurig, wenn ihr ihn mit fortnehmt, und ich fürchte, der Wolf könnte ihn fressen, wenn ihr nicht auf ihn achtgebt.“ (12:13) Sie sagten: ”Wenn ihn der Wolf frisst, obgleich wir zu mehreren sind, dann werden wir wahrlich die Verlierenden sein.“ (12:14)
Yusuf 12:12
Jakob (a.s.), der die Situation kannte, vertraute Yūsuf gewöhnlich nicht seinen Brüdern an. Sie stellen deswegen brüderliche Zuneigung zur Schau. Der Wortlaut zeigt deutlich, welche Mühe sie sich geben, sich in das Herz ihres Vaters einzuschleichen, das sehr an seinem kleinen Sohn hängt und von dem er sich verspricht, dass er eines Tages den Segen seines Stammvaters Abraham (a.s.) erben würde. In diesem Punkt unterscheidet sich der qur’ānische Bericht von dem in Bibel und Talmud, wo nicht die Brüder ihren Vater baten, Yūsuf mit ihnen zu schicken, sondern Jakob (a.s.) selbst ihn mit einem Auftrag nach Sichem schickte, wo die Brüder die Herden ihres Vaters hüteten. Die qur’ānische Darstellung ist offensichtlich realistischer; denn da Jakob (a.s.) genau wusste, dass die Brüder Yūsuf beneideten, hätte er nie daran gedacht, ihn selbst zu ihnen zu schicken und der Gefahr auszusetzen. Er sagte: ”Es macht mich traurig, wenn ihr ihn mit fortnehmt, und ich fürchte, der Wolf könnte ihn fressen, wenn ihr nicht auf ihn achtgebt.“ (12:13) Sie sagten: ”Wenn ihn der Wolf frisst, obgleich wir zu mehreren sind, dann werden wir wahrlich die Verlierenden sein.“ (12:14)
Yusuf 12:13
Jakob (a.s.) wusste nicht genau, was die Brüder vorhatten, war aber sehr misstrauisch. Wie könnte er diese Brüder an ihrem Vorhaben hindern? Wenn sie offen herausgefordert wurden, könnten sie ihm sicher Schaden zufügen. Er musste weise und vorsichtig mit ihnen umgehen. Deswegen sagte er, er sei ein alter Mann, und Yūsuf würde ihm sehr fehlen. Außerdem passte Yūsuf altersmäßig nicht zu ihnen. Sie würden sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, und währenddessen könnte ein Wolf Yūsuf angreifen und töten. Indem er dies sagte, gab er ihnen unbeabsichtigt einen Hinweis; denn genau diese Entschuldigung führen sie in Vers 17 unten an. Jakobs Einwänden in 12:14 konnte leicht widersprochen werden, und das taten die Brüder. Sie wären elf Personen, und die zehn starken erwachsenen Männer müssten erst selbst vernichtet werden, bevor ein Wolf an Yūsuf herankäme. So überredeten sie schließlich ihren Vater, während ganz unabhängig davon ein anderer Plan zu wirken begann. Und als sie ihn also mit sich fortnahmen und beschlossen, ihn in die Tiefe des Brunnens zu werfen, gaben Wir ihm ein: ”Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden, ohne dass sie es merken.“ (12:15)
Yusuf 12:14
Jakob (a.s.) wusste nicht genau, was die Brüder vorhatten, war aber sehr misstrauisch. Wie könnte er diese Brüder an ihrem Vorhaben hindern? Wenn sie offen herausgefordert wurden, könnten sie ihm sicher Schaden zufügen. Er musste weise und vorsichtig mit ihnen umgehen. Deswegen sagte er, er sei ein alter Mann, und Yūsuf würde ihm sehr fehlen. Außerdem passte Yūsuf altersmäßig nicht zu ihnen. Sie würden sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern, und währenddessen könnte ein Wolf Yūsuf angreifen und töten. Indem er dies sagte, gab er ihnen unbeabsichtigt einen Hinweis; denn genau diese Entschuldigung führen sie in Vers 17 unten an. Jakobs Einwänden in 12:14 konnte leicht widersprochen werden, und das taten die Brüder. Sie wären elf Personen, und die zehn starken erwachsenen Männer müssten erst selbst vernichtet werden, bevor ein Wolf an Yūsuf herankäme. So überredeten sie schließlich ihren Vater, während ganz unabhängig davon ein anderer Plan zu wirken begann. Und als sie ihn also mit sich fortnahmen und beschlossen, ihn in die Tiefe des Brunnens zu werfen, gaben Wir ihm ein: ”Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden, ohne dass sie es merken.“ (12:15)
Yusuf 12:15
(vgl. 12:15). Es ist folgendes überliefert: Als sie mit ihm in die Wüste kamen, fingen sie an, ihm weh zu tun und ihn zu schlagen, so dass sie ihn beinahe getötet hätten. Als er nun laut schrie und um Hilfe rief, sagte Juda: "Habt ihr denn nicht mit mir ausgemacht, ihn nicht zu toten?" Nun brachten sie ihn zum Brunnen und ließen ihn hinab. Da er sich jedoch an den Brunnenrand klammerte, banden sie ihm die Hande. Dann rissen sie ihm das Hemd vom leibe, um es mit Blut zu verschmieren und dadurch seinen Vater zu täuschen. Yūsuf bat: "Brüder! Gebt mir mein Hemd zurück, damit ich mich darin verhülle!" Doch sie antworteten: "Ruf doch die elf Sterne und die Sonne und den Mond, dass sie dich kleiden und vertraut mit dir tun!" Als er halb unten war, ließen sie ihn fallen. ln dem Brunnen war Wasser, und er sank nieder, bis er sich schließlich auf eineim Felsen bergen konnte, der darin lag. Auf diesen Felsen stellte er sich weinend, und nun kam Gabriel (a.s.) mit der Eingebung zu ihm, wie es Allāhs Wort "... gaben Wir ihm ein" besagt. Yūsuf war damals siebzehn Jahre alt, oder er stand, wie man auch gesagt hat, in der Pubertät und hätte schon als Kind Eingebungen gehabt wie Yaḥya (Johannes der Täufer) und Jesus. "Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden": Du wirst ihnen berichten, was sie mit dir getan haben. Ohne dass sie es merken, dass du Yūsuf bist. Du wirst dann nämlich eine hohe Stellung einnehmen und weit über ihre Vorstellungen hinausgewachsen sein. Zudem wird eine lange Zeit vergangen sein, wie sie Erscheinung und Gestalt der Menschen verändert. Es handelt sich hier um eine Anspielung auf die Worte, die er später in Ägypten an sie richtete, als sie zu ihm eintraten, um Korn zu kaufen, und er sie erkannte, während sie ihn für einen Fremden hielten. Allāh gab Yūsuf gute Nachricht über den Ausgang seiner Sache, um ihn zu trösten und sein Herz zu besänftigen. Man sagt auch, der Passus "... ohne dass sie es merken" sei mit "... gaben Wir ihm ein" zu verbinden. Das hieße dann: Und Wir trösteten ihn durch eine Eingebung, ohne dass sie es merkten. (Baid, Gät) (vgl. unten 12:58, 89). Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater. (12:16) Sie sagten: ”O unser Vater, wir liefen miteinander um die Wette und ließen Yūsuf bei unseren Sachen zurück, und da hat ihn der Wolf gefressen; du wirst uns doch nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit sprechen.“ (12:17) Und sie hatten falsches Blut auf sein Hemd gebracht. Er sagte: ”Nein, ihr habt das geplant. Doch schön geduldig sein. Und Allāh sei um Hilfe wider das gebeten, was ihr beschreibt.“ (12:18)
Yusuf 12:16
Die Brüder legen ihrem Vater das blutige Hemd vor und berichten, dass Yūsuf von einem Wolf gefressen worden sei. (Baid, Gät) Und dann kam eine Karawane, und sie schickte ihren Wasserschöpfer voraus. Er ließ seinen Eimer herab; und er sagte: ”O Glücksbotschaft! Hier ist ein Jüngling!“ Und sie verbargen ihn wie eine Ware, und Allāh wusste wohl, was sie taten. (12:19) Und sie verkauften ihn zu einem schäbigen Preis für einige Dirhams; denn (an ihm) hatten sie kein Interesse. (12:20)
Yusuf 12:17
Die Brüder legen ihrem Vater das blutige Hemd vor und berichten, dass Yūsuf von einem Wolf gefressen worden sei. (Baid, Gät) Und dann kam eine Karawane, und sie schickte ihren Wasserschöpfer voraus. Er ließ seinen Eimer herab; und er sagte: ”O Glücksbotschaft! Hier ist ein Jüngling!“ Und sie verbargen ihn wie eine Ware, und Allāh wusste wohl, was sie taten. (12:19) Und sie verkauften ihn zu einem schäbigen Preis für einige Dirhams; denn (an ihm) hatten sie kein Interesse. (12:20)
Yusuf 12:18
Die Brüder legen ihrem Vater das blutige Hemd vor und berichten, dass Yūsuf von einem Wolf gefressen worden sei. (Baid, Gät) Und dann kam eine Karawane, und sie schickte ihren Wasserschöpfer voraus. Er ließ seinen Eimer herab; und er sagte: ”O Glücksbotschaft! Hier ist ein Jüngling!“ Und sie verbargen ihn wie eine Ware, und Allāh wusste wohl, was sie taten. (12:19) Und sie verkauften ihn zu einem schäbigen Preis für einige Dirhams; denn (an ihm) hatten sie kein Interesse. (12:20)
Yusuf 12:19
Mit dem Wort "einige Dirhams" will Allāh uns berichten, dass sie ihn um nicht abgewogene, unzureichende und unangemessene Drachmen verkauften, weil sie im Hinblick auf ihn Enthaltsamkeit übten. Man sagt: Es ist von abgezählten Drachmen die Rede, weil daraus hervorgeht, dass es weniger als vierzig waren. Zu der damaligen Zeit wog man namlich einen Betrag von weniger als vierzig Drachmen nicht, da die kleinste und geringste Gewichtseinheit die "Uqiyya" war und diese sich auf vierzig Drachmen belief. Ferner sagt man, Allāh zeige mit seinem Wort abgezählte, dass es nur wenige Drachmen waren, um die sie ihn verkauften. Einige Exegeten sagen, es seien zwanzig Drachmen gewesen. Richtigerweise muss man dazu folgendes sagen: Allāh hat angegeben, dass sie ihn um abgezählte und nicht abgewogene Drachmen verkauft haben, ohne dass er die Höhe nach Gewicht und Zahl bestimmt hat. Es findet sich hierzu weder ein Hinweis in einer Schrift noch eine Nachricht des Gesandten. Möglicherweise waren es zwanzig oder zweiundzwanzig oder vierzig oder auch mehr oder weniger Drachmen. Wie viele es auch gewesen sein mögen, es waren jedenfalls abgezählte und nicht abgewogene Drachmen. Wenn man die Höhe ihres Gewichtes kennt, bringt das keinen Nutzen für die Religion, und wenn man sie nicht kennt, bringt es dieser keinen Schaden. Es ist Pflicht, an den äußeren Wortlaut der Offenbarung zu glauben. Wenn hingegen etwas darüber hinausgeht, so braucht man es nicht zu wissen. (Tab) Und derjenige (Mann) aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: ”Nimm ihn freundlich auf. Vielleicht kann er uns einmal nützlich werden, oder wir nehmen ihn als Sohn an.“ Und so gaben Wir Yūsuf Macht im Land, und Wir lehrten ihn (auch) die Deutung der Träume. Und Allāh setzt das durch, was Er beschließt. Die meisten Menschen aber wissen es nicht. (12:21) Und als er zum Mann heranwuchs, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. Und so belohnen Wir diejenigen, die Gutes tun. (12:22)
Yusuf 12:20
Mit dem Wort "einige Dirhams" will Allāh uns berichten, dass sie ihn um nicht abgewogene, unzureichende und unangemessene Drachmen verkauften, weil sie im Hinblick auf ihn Enthaltsamkeit übten. Man sagt: Es ist von abgezählten Drachmen die Rede, weil daraus hervorgeht, dass es weniger als vierzig waren. Zu der damaligen Zeit wog man namlich einen Betrag von weniger als vierzig Drachmen nicht, da die kleinste und geringste Gewichtseinheit die "Uqiyya" war und diese sich auf vierzig Drachmen belief. Ferner sagt man, Allāh zeige mit seinem Wort abgezählte, dass es nur wenige Drachmen waren, um die sie ihn verkauften. Einige Exegeten sagen, es seien zwanzig Drachmen gewesen. Richtigerweise muss man dazu folgendes sagen: Allāh hat angegeben, dass sie ihn um abgezählte und nicht abgewogene Drachmen verkauft haben, ohne dass er die Höhe nach Gewicht und Zahl bestimmt hat. Es findet sich hierzu weder ein Hinweis in einer Schrift noch eine Nachricht des Gesandten. Möglicherweise waren es zwanzig oder zweiundzwanzig oder vierzig oder auch mehr oder weniger Drachmen. Wie viele es auch gewesen sein mögen, es waren jedenfalls abgezählte und nicht abgewogene Drachmen. Wenn man die Höhe ihres Gewichtes kennt, bringt das keinen Nutzen für die Religion, und wenn man sie nicht kennt, bringt es dieser keinen Schaden. Es ist Pflicht, an den äußeren Wortlaut der Offenbarung zu glauben. Wenn hingegen etwas darüber hinausgeht, so braucht man es nicht zu wissen. (Tab) Und derjenige (Mann) aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: ”Nimm ihn freundlich auf. Vielleicht kann er uns einmal nützlich werden, oder wir nehmen ihn als Sohn an.“ Und so gaben Wir Yūsuf Macht im Land, und Wir lehrten ihn (auch) die Deutung der Träume. Und Allāh setzt das durch, was Er beschließt. Die meisten Menschen aber wissen es nicht. (12:21) Und als er zum Mann heranwuchs, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. Und so belohnen Wir diejenigen, die Gutes tun. (12:22)
Yusuf 12:21
Es handelt sich hier um den Al-‘Azīz von Ägypten, dem die Verwaltung der Vorräte des Landes oblag. Er hieß Qiṭfīr oder Iṭfīr. König über Ägypten war damals Rayyān Ibn Al-Walīd, der Amalekiter, der an Yūsuf glaubte und zu dessen Lebzeiten starb. Indessen sagt man auch, Rayyān Ibn Al-Walīd sei auch noch Moses Pharao gewesen und er habe vierhundert Jahre gelebt, sagt doch Allāh beim Bericht über die Ägypter in der Zeit Moses (vgl. 40:34). Im Allgemeinen nimmt man jedoch an, dass Moses Pharao ein Nachkomme von Yūsufs Pharao war und dass der soeben angeführte Vers so zu verstehen ist, dass hier die Nachkommen direkt mit der Situation angesprochen werden, in der sich ihre Vorfahren befanden. In einem Ḥadīṯ ist es überliefert, dass der Al-‘Azīz Yūsuf als Siebzehnjahrigen kaufte und dass dieser dreizehn Jahre in seinem Haus blieb. Rayyān machte Yūsuf im Alter von dreiunddreißig Jahren zu seinem Wesir, und gestorben ist Yūsuf im Alter von hundertzwanzig Jahren. Zu seiner Frau Rā‘īl oder Zulaiḫa: "Oder wir nehmen ihn als Kind an": Der Al-‘Azīz war nämlich kinderlos und sprach von einer Annahme Yūsufs an Kindes Statt, weil er durch seine Menschenkenntnis erfasst hatte, dass Yūsuf ein rechtschaffener Mensch war. In diesem Sinne hat man gesagt: Die besten Menschenkenner waren drei, nämlich der Al-‘Azīz von Ägypten, Šu‘aibs Tochter (vgl. 28:26), und Abū Bakr, als er ‘Umar zu seinem Nachfolger als Kalif bestimmte. "So gaben Wir dem Yūsuf Macht im Land": So wie Wir die Liebe zu Yūsuf in das Herz des Al-‘Azīz verankerten. Oder: So wie Wir Yūsuf in das Haus des Al-‘Azīz verpflanzten. Oder: So wie Wir Yūsuf retteten und ihm das Herz des Al-‘Azīz geneigt machten, gaben wir ihm Macht im Land. Und damit Wir ihn lehren würden, Geschichten zu deuten: Dieser Passus ist angeschlossen an etwas nicht Ausgesprochenes, das man sich wie folgt denken kann: So gaben Wir dem Yūsuf Macht im Land, damit er es gerecht verwalten würde und damit Wir ihn lehren würden. Das heißt: Wenn Wir ihn retteten und ihm Macht gaben, so bestand der Zweck darin, dass er Gerechtigkeit ausüben, die Angelegenheiten der Menschen lenken und den Sinn der Schriften und der Entscheide Allāhs kennen sollte, um diese zu erfüllen. Oder er sollte die Auslegung der Träume kennen, welche auf kommende Ereignisse hinweisen, damit er sich auf diese Ereignisse einstellen und sich um ihre Lenkung bemühen könnte, bevor sie eintraten, genau wie er es mit den Jahren der Fruchtbarkeit und der Dürre tat. Und Allāh hat in Seiner Angelegenheit die Oberhand: Nichts kann Allāh widerstehen und nichts kann Ihm entgegentreten, wenn Er etwas will. Oder es ist gemeint: Und Allāh hat die Oberhand in Yūsufs Angelegenheit. Wenn Yūsufs Brüder darin etwas Bestimmtes wollten, so wollte Allāh etwas anderes, und nur das, was Allāh wollte, geschah. (Baid, Gät) (vgl. oben 12:13) Und sie (die Frau), in deren Haus er war, versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen; und sie verriegelte die Türen und sagte: ”Nun komm zu mir!“ Er sagte: ”Ich suche Zuflucht zu Allāh. Er ist mein Herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler erlangen keinen Erfolg.“ (12:23)
Yusuf 12:22
Es handelt sich hier um den Al-‘Azīz von Ägypten, dem die Verwaltung der Vorräte des Landes oblag. Er hieß Qiṭfīr oder Iṭfīr. König über Ägypten war damals Rayyān Ibn Al-Walīd, der Amalekiter, der an Yūsuf glaubte und zu dessen Lebzeiten starb. Indessen sagt man auch, Rayyān Ibn Al-Walīd sei auch noch Moses Pharao gewesen und er habe vierhundert Jahre gelebt, sagt doch Allāh beim Bericht über die Ägypter in der Zeit Moses (vgl. 40:34). Im Allgemeinen nimmt man jedoch an, dass Moses Pharao ein Nachkomme von Yūsufs Pharao war und dass der soeben angeführte Vers so zu verstehen ist, dass hier die Nachkommen direkt mit der Situation angesprochen werden, in der sich ihre Vorfahren befanden. In einem Ḥadīṯ ist es überliefert, dass der Al-‘Azīz Yūsuf als Siebzehnjahrigen kaufte und dass dieser dreizehn Jahre in seinem Haus blieb. Rayyān machte Yūsuf im Alter von dreiunddreißig Jahren zu seinem Wesir, und gestorben ist Yūsuf im Alter von hundertzwanzig Jahren. Zu seiner Frau Rā‘īl oder Zulaiḫa: "Oder wir nehmen ihn als Kind an": Der Al-‘Azīz war nämlich kinderlos und sprach von einer Annahme Yūsufs an Kindes Statt, weil er durch seine Menschenkenntnis erfasst hatte, dass Yūsuf ein rechtschaffener Mensch war. In diesem Sinne hat man gesagt: Die besten Menschenkenner waren drei, nämlich der Al-‘Azīz von Ägypten, Šu‘aibs Tochter (vgl. 28:26), und Abū Bakr, als er ‘Umar zu seinem Nachfolger als Kalif bestimmte. "So gaben Wir dem Yūsuf Macht im Land": So wie Wir die Liebe zu Yūsuf in das Herz des Al-‘Azīz verankerten. Oder: So wie Wir Yūsuf in das Haus des Al-‘Azīz verpflanzten. Oder: So wie Wir Yūsuf retteten und ihm das Herz des Al-‘Azīz geneigt machten, gaben wir ihm Macht im Land. Und damit Wir ihn lehren würden, Geschichten zu deuten: Dieser Passus ist angeschlossen an etwas nicht Ausgesprochenes, das man sich wie folgt denken kann: So gaben Wir dem Yūsuf Macht im Land, damit er es gerecht verwalten würde und damit Wir ihn lehren würden. Das heißt: Wenn Wir ihn retteten und ihm Macht gaben, so bestand der Zweck darin, dass er Gerechtigkeit ausüben, die Angelegenheiten der Menschen lenken und den Sinn der Schriften und der Entscheide Allāhs kennen sollte, um diese zu erfüllen. Oder er sollte die Auslegung der Träume kennen, welche auf kommende Ereignisse hinweisen, damit er sich auf diese Ereignisse einstellen und sich um ihre Lenkung bemühen könnte, bevor sie eintraten, genau wie er es mit den Jahren der Fruchtbarkeit und der Dürre tat. Und Allāh hat in Seiner Angelegenheit die Oberhand: Nichts kann Allāh widerstehen und nichts kann Ihm entgegentreten, wenn Er etwas will. Oder es ist gemeint: Und Allāh hat die Oberhand in Yūsufs Angelegenheit. Wenn Yūsufs Brüder darin etwas Bestimmtes wollten, so wollte Allāh etwas anderes, und nur das, was Allāh wollte, geschah. (Baid, Gät) (vgl. oben 12:13) Und sie (die Frau), in deren Haus er war, versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen; und sie verriegelte die Türen und sagte: ”Nun komm zu mir!“ Er sagte: ”Ich suche Zuflucht zu Allāh. Er ist mein Herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler erlangen keinen Erfolg.“ (12:23)
Yusuf 12:23
Yūsuf muss etwa 17 Jahre alt gewesen sein, als er ins Haus des Al-‘Azīz kam. Die Frau des Al-‘Azīz etwa vierzig. Sie war also eine in jeder Hinsicht reife Frau - geistig wie körperlich - die die Kunst der Verführung beherrschte. Ihre Liebe war noch irdisch und deshalb ihrer und Yūsufs unwürdig. Der Al-‘Azīz hatte Yūsuf ehrenhaft behandelt; er war mehr sein Gast und Sohn als sein Sklave. Als sie unter diesen Umständen Yūsuf zu verführen versuchte, machte sie sich eines Verbrechens gegen Yūsufs Ehre und Würde schuldig. Mit dem Ausdruck "mein Herr" könnte sowohl Allāh als auch der Al-‘Azīz gemeint sein, der ihn gekauft hat und als dessen Sklave er zu bezeichnen war, oder aber allgemein der Herr des Hauses gemeint sein. (vgl. oben 12:22 und die Anmerkung dazu). Und sie begehrte ihn, und (auch) er hätte sie begehrt, wenn er nicht ein deutliches Zeichen von seinem Herrn gesehen hätte. Das geschah, um Schlechtigkeit und Unsittlichkeit von ihm abzuwenden. Wahrlich, er war einer Unserer auserwählten Diener. (12:24)
Yusuf 12:24
Und sie war eben im Begriff, sich ihm tatsächlich hinzugeben. Er wäre auf ihre Annäherungsversuche eingegangen. Er nahm in sich ein Zeichen seines Herrn wahr. Bei all diesem war Yūsuf auch ein Mensch. Ihre leidenschaftliche Liebe und ihre Schönheit waren eine große Versuchung für ihn. Aber er hatte eine Zuflucht: seinen Glauben an Allāh . Yūsuf wusste, dass Allāh überall und auch in diesem Augenblick da war. Dies stärkte ihn und machte ihn sicher gegen die Versuchung. Durch Allāhs Gnade konnte Yūsuf Allāhs Warnung wahrnehmen und sich vor diesem Fehltritt bewahren; denn Allāh wollte alles Böse von Seinem auserwählten Diener wegnehmen. (vgl. dazu 3:122). Und sie eilten beide zur Tür, und sie zerriss sein Hemd von hinten, und sie trafen an der Tür auf ihren Mann. Sie sagte: ”Was soll der Lohn desjenigen sein, der gegen deine Familie etwas Böses plante, wenn nicht das Gefängnis oder sonst irgendeine schmerzliche Strafe?“ (12:25) Er (Yūsuf) sagte: ”Sie war es, die mich gegen meinen Willen zu verführen suchte.“ Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte es: ”Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen und er ist ein Lügner. (12:26) Wenn sein Hemd jedoch hinten zerrissen ist, so hat sie gelogen, und er ist der, der die Wahrheit sagte.“ (12:27) Als er nun sah, dass sein Hemd hinten zerrissen war, da sagte er: ”Wahrlich, das ist eine List von euch (Weibern); eure List ist wahrlich groß. (12:28) O Yūsuf, wende dich ab von dieser Sache, und du, (o Frau), bitte um Vergebung für deine Sünde. Denn gewiss, du gehörst zu den Schuldigen.“ (12:29)
Yusuf 12:25
Als die Situation unerträglich wird, läuft Yūsuf weg, und die Frau läuft hinter ihm her und versucht, ihn an seinem Gewand festzuhalten, aber er reißt sich los. Er hat vor, die Tür aufzubrechen und wegzugehen. Als sich die Tür schließlich öffnet, ist Al-‘Azīz da. Sie reagiert mit einer schnellen Lüge, mit der auch Rache verbunden ist. Eine Überlieferung von Ibn ‘Abbās, besagt jedoch, dass dieser ein kleines Kind war. Sie wird auch durch ein Ḥadīṯ untermauert, den Ibn ‘Abbās (r) vom Propheten berichtete. ”Vier haben im Kindesalter gesprochen: der Sohn des Friseurs Pharaos, der Zeuge Yūsufs, der Begleiter "Garigs" und Jesus (a.s.) der Sohn der Maria.“ (vgl. unten 12:26-34). Und einige Frauen in der Stadt sagten: ”Die Frau des Al-‘Azīz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.“ (12:30) Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yūsuf): ”Komm heraus zu ihnen!“ Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ”Allāh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“ (12:31) Sie sagte: ”Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.“ (12:32) Er sagte: ”O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.“ (12:33) Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (12:34)
Yusuf 12:26
Als die Situation unerträglich wird, läuft Yūsuf weg, und die Frau läuft hinter ihm her und versucht, ihn an seinem Gewand festzuhalten, aber er reißt sich los. Er hat vor, die Tür aufzubrechen und wegzugehen. Als sich die Tür schließlich öffnet, ist Al-‘Azīz da. Sie reagiert mit einer schnellen Lüge, mit der auch Rache verbunden ist. Eine Überlieferung von Ibn ‘Abbās, besagt jedoch, dass dieser ein kleines Kind war. Sie wird auch durch ein Ḥadīṯ untermauert, den Ibn ‘Abbās (r) vom Propheten berichtete. ”Vier haben im Kindesalter gesprochen: der Sohn des Friseurs Pharaos, der Zeuge Yūsufs, der Begleiter "Garigs" und Jesus (a.s.) der Sohn der Maria.“ (vgl. unten 12:26-34). Und einige Frauen in der Stadt sagten: ”Die Frau des Al-‘Azīz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.“ (12:30) Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yūsuf): ”Komm heraus zu ihnen!“ Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ”Allāh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“ (12:31) Sie sagte: ”Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.“ (12:32) Er sagte: ”O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.“ (12:33) Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (12:34)
Yusuf 12:27
Als die Situation unerträglich wird, läuft Yūsuf weg, und die Frau läuft hinter ihm her und versucht, ihn an seinem Gewand festzuhalten, aber er reißt sich los. Er hat vor, die Tür aufzubrechen und wegzugehen. Als sich die Tür schließlich öffnet, ist Al-‘Azīz da. Sie reagiert mit einer schnellen Lüge, mit der auch Rache verbunden ist. Eine Überlieferung von Ibn ‘Abbās, besagt jedoch, dass dieser ein kleines Kind war. Sie wird auch durch ein Ḥadīṯ untermauert, den Ibn ‘Abbās (r) vom Propheten berichtete. ”Vier haben im Kindesalter gesprochen: der Sohn des Friseurs Pharaos, der Zeuge Yūsufs, der Begleiter "Garigs" und Jesus (a.s.) der Sohn der Maria.“ (vgl. unten 12:26-34). Und einige Frauen in der Stadt sagten: ”Die Frau des Al-‘Azīz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.“ (12:30) Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yūsuf): ”Komm heraus zu ihnen!“ Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ”Allāh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“ (12:31) Sie sagte: ”Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.“ (12:32) Er sagte: ”O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.“ (12:33) Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (12:34)
Yusuf 12:28
Als die Situation unerträglich wird, läuft Yūsuf weg, und die Frau läuft hinter ihm her und versucht, ihn an seinem Gewand festzuhalten, aber er reißt sich los. Er hat vor, die Tür aufzubrechen und wegzugehen. Als sich die Tür schließlich öffnet, ist Al-‘Azīz da. Sie reagiert mit einer schnellen Lüge, mit der auch Rache verbunden ist. Eine Überlieferung von Ibn ‘Abbās, besagt jedoch, dass dieser ein kleines Kind war. Sie wird auch durch ein Ḥadīṯ untermauert, den Ibn ‘Abbās (r) vom Propheten berichtete. ”Vier haben im Kindesalter gesprochen: der Sohn des Friseurs Pharaos, der Zeuge Yūsufs, der Begleiter "Garigs" und Jesus (a.s.) der Sohn der Maria.“ (vgl. unten 12:26-34). Und einige Frauen in der Stadt sagten: ”Die Frau des Al-‘Azīz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.“ (12:30) Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yūsuf): ”Komm heraus zu ihnen!“ Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ”Allāh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“ (12:31) Sie sagte: ”Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.“ (12:32) Er sagte: ”O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.“ (12:33) Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (12:34)
Yusuf 12:29
Als die Situation unerträglich wird, läuft Yūsuf weg, und die Frau läuft hinter ihm her und versucht, ihn an seinem Gewand festzuhalten, aber er reißt sich los. Er hat vor, die Tür aufzubrechen und wegzugehen. Als sich die Tür schließlich öffnet, ist Al-‘Azīz da. Sie reagiert mit einer schnellen Lüge, mit der auch Rache verbunden ist. Eine Überlieferung von Ibn ‘Abbās, besagt jedoch, dass dieser ein kleines Kind war. Sie wird auch durch ein Ḥadīṯ untermauert, den Ibn ‘Abbās (r) vom Propheten berichtete. ”Vier haben im Kindesalter gesprochen: der Sohn des Friseurs Pharaos, der Zeuge Yūsufs, der Begleiter "Garigs" und Jesus (a.s.) der Sohn der Maria.“ (vgl. unten 12:26-34). Und einige Frauen in der Stadt sagten: ”Die Frau des Al-‘Azīz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.“ (12:30) Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yūsuf): ”Komm heraus zu ihnen!“ Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ”Allāh bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.“ (12:31) Sie sagte: ”Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.“ (12:32) Er sagte: ”O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.“ (12:33) Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. (12:34)
Yusuf 12:30
Es handelt es sich hier um einen "Frauenklatsch", der in allen Gesellschaften grassiert. Als denn der Nachtisch serviert wurde und die Unterhaltung ungezwungen ihren Lauf nahm, wollten sie gerade ihre Früchte schneiden, als Yūsuf hereingerufen wurde. Seine Schönheit versetzte sie in Erstaunen und verwirrte sie. In Ihrer Verwirrung schnitten sie sich die Hände stattdessen, was sie zu Essen in Händen hielten. In dieser Situation hält Yusuf Zwiesprache mit seinem Herrn. Mit den Verbrechern zusammen ein hartes Leben im Gefängnis zu führen, ist mir bei weitem lieber als das wozu sie mich auffordern. Dies ist das Bittgebet eines Menschen, der seine menschliche Schwächen kennt und nicht der Illusion von seiner Fehlerlosigkeit verfallen ist. Er wendet sich zu Allāh , um noch mehr Fürsorge und Schutz von Ihm zu bekommen. Dieses Bittgebet ist charakteristisch für Yūsuf. Allāh erhörte sein Bittgebet und sorgte dafür, dass Yūsuf ins Gefangnis kam, wo er erst einmal vor Verführungen und Versuchungen sicher war. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. (12:35)
Yusuf 12:31
Es handelt es sich hier um einen "Frauenklatsch", der in allen Gesellschaften grassiert. Als denn der Nachtisch serviert wurde und die Unterhaltung ungezwungen ihren Lauf nahm, wollten sie gerade ihre Früchte schneiden, als Yūsuf hereingerufen wurde. Seine Schönheit versetzte sie in Erstaunen und verwirrte sie. In Ihrer Verwirrung schnitten sie sich die Hände stattdessen, was sie zu Essen in Händen hielten. In dieser Situation hält Yusuf Zwiesprache mit seinem Herrn. Mit den Verbrechern zusammen ein hartes Leben im Gefängnis zu führen, ist mir bei weitem lieber als das wozu sie mich auffordern. Dies ist das Bittgebet eines Menschen, der seine menschliche Schwächen kennt und nicht der Illusion von seiner Fehlerlosigkeit verfallen ist. Er wendet sich zu Allāh , um noch mehr Fürsorge und Schutz von Ihm zu bekommen. Dieses Bittgebet ist charakteristisch für Yūsuf. Allāh erhörte sein Bittgebet und sorgte dafür, dass Yūsuf ins Gefangnis kam, wo er erst einmal vor Verführungen und Versuchungen sicher war. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. (12:35)
Yusuf 12:32
Es handelt es sich hier um einen "Frauenklatsch", der in allen Gesellschaften grassiert. Als denn der Nachtisch serviert wurde und die Unterhaltung ungezwungen ihren Lauf nahm, wollten sie gerade ihre Früchte schneiden, als Yūsuf hereingerufen wurde. Seine Schönheit versetzte sie in Erstaunen und verwirrte sie. In Ihrer Verwirrung schnitten sie sich die Hände stattdessen, was sie zu Essen in Händen hielten. In dieser Situation hält Yusuf Zwiesprache mit seinem Herrn. Mit den Verbrechern zusammen ein hartes Leben im Gefängnis zu führen, ist mir bei weitem lieber als das wozu sie mich auffordern. Dies ist das Bittgebet eines Menschen, der seine menschliche Schwächen kennt und nicht der Illusion von seiner Fehlerlosigkeit verfallen ist. Er wendet sich zu Allāh , um noch mehr Fürsorge und Schutz von Ihm zu bekommen. Dieses Bittgebet ist charakteristisch für Yūsuf. Allāh erhörte sein Bittgebet und sorgte dafür, dass Yūsuf ins Gefangnis kam, wo er erst einmal vor Verführungen und Versuchungen sicher war. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. (12:35)
Yusuf 12:33
Es handelt es sich hier um einen "Frauenklatsch", der in allen Gesellschaften grassiert. Als denn der Nachtisch serviert wurde und die Unterhaltung ungezwungen ihren Lauf nahm, wollten sie gerade ihre Früchte schneiden, als Yūsuf hereingerufen wurde. Seine Schönheit versetzte sie in Erstaunen und verwirrte sie. In Ihrer Verwirrung schnitten sie sich die Hände stattdessen, was sie zu Essen in Händen hielten. In dieser Situation hält Yusuf Zwiesprache mit seinem Herrn. Mit den Verbrechern zusammen ein hartes Leben im Gefängnis zu führen, ist mir bei weitem lieber als das wozu sie mich auffordern. Dies ist das Bittgebet eines Menschen, der seine menschliche Schwächen kennt und nicht der Illusion von seiner Fehlerlosigkeit verfallen ist. Er wendet sich zu Allāh , um noch mehr Fürsorge und Schutz von Ihm zu bekommen. Dieses Bittgebet ist charakteristisch für Yūsuf. Allāh erhörte sein Bittgebet und sorgte dafür, dass Yūsuf ins Gefangnis kam, wo er erst einmal vor Verführungen und Versuchungen sicher war. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. (12:35)
Yusuf 12:34
Es handelt es sich hier um einen "Frauenklatsch", der in allen Gesellschaften grassiert. Als denn der Nachtisch serviert wurde und die Unterhaltung ungezwungen ihren Lauf nahm, wollten sie gerade ihre Früchte schneiden, als Yūsuf hereingerufen wurde. Seine Schönheit versetzte sie in Erstaunen und verwirrte sie. In Ihrer Verwirrung schnitten sie sich die Hände stattdessen, was sie zu Essen in Händen hielten. In dieser Situation hält Yusuf Zwiesprache mit seinem Herrn. Mit den Verbrechern zusammen ein hartes Leben im Gefängnis zu führen, ist mir bei weitem lieber als das wozu sie mich auffordern. Dies ist das Bittgebet eines Menschen, der seine menschliche Schwächen kennt und nicht der Illusion von seiner Fehlerlosigkeit verfallen ist. Er wendet sich zu Allāh , um noch mehr Fürsorge und Schutz von Ihm zu bekommen. Dieses Bittgebet ist charakteristisch für Yūsuf. Allāh erhörte sein Bittgebet und sorgte dafür, dass Yūsuf ins Gefangnis kam, wo er erst einmal vor Verführungen und Versuchungen sicher war. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. (12:35)
Yusuf 12:35
Dem Al-‘Azīz erschien es angebracht, dass Yūsuf eine Zeitlang verschwinden sollte; denn er wusste zwar, dass Yūsuf rechtschaffen war, aber es sei besser gewesen, wenn Yūsuf im Gefängnis leidet, als dass viele unter seiner hervorragenden menschlichen Eigenschaften leiden sollten. Man nennt dies "im Interesse der Allgemeinheit". Und mit ihm kamen zwei junge Männer ins Gefängnis. Der eine von ihnen sagte: ”Ich sah mich Wein auspressen.“ Und der andere sagte: ”Ich sah mich auf meinem Kopf Brot tragen, von dem die Vögel fraßen. Verkünde uns die Deutung hiervon; denn wir sehen, dass du einer der Rechtschaffenen bist.“ (12:36)
Yusuf 12:36
Yūsuf lebt nun im Hause des Al-‘Azīz, dessen Frau ihm nachzustellen beginnt. Zwar widersteht er mit Allāhs Hilfe der Versuchung, kommt dafür aber ins Gefängnis, wo er zwei mitgefangenen Sklaven je einen Traum deutet. Beide Deutungen erweisen sich als wahr: Der eine Mitgefangene wird gekreuzigt, der andere kommt frei. Yūsuf selbst bleibt noch etliche Jahre im Gefängnis. Unterdessen hat der Konig von Ägypten einen Traum: Er sieht sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen werden, und sieben grüne Ähren sowie sieben, die verdorrt sind. Als die Vornehmen des Hofes diesen Traum nicht zu deuten vermögen, erinnert sich der einstige Mitgefangene an Yūsuf. Dieser deutet den Traum richtig, und der König lässt ihn aus dem Gefängnis holen, nachdem er sich über Yūsufs Verhältnis zur Frau des Al-‘Azīz Klarheit verschafft hat und von Yūsufs Unschuld weiß. Der König sagte: "Bringt ihn zu mir her, damit ich ihn für mich persönlich ausersehe!" Und nachdem er mit ihm gesprochen hatte, sagte er: "Von heute ab bist du bei uns mächtig und genießt unser Vertrauen." Yūsuf sagte: "Vertraue mir die Vorräte des Landes an! Ich hüte sie und weiß Bescheid." Nachdem man ihn gebracht hatte und der König mit ihm gesprochen und sich von seiner Rechtschaffenheit und seiner Klugheit überzeugt hatte. Sagte er: "Von heute ab bist du bei uns mächtig", hast du Macht und Ansehen. Und genießt unser Vertrauen: Und du bist in jeder Sache mit unserem Vertrauen ausgestattet. In einem Ḥadīṯ ist es überliefert: Als Yūsuf aus dem Gefangnis kam, wusch und reinigte er sich und legte frische Kleider an Sobald er zum König eintrat, sagte er: "O Allāh! Ich bitte Dich um ein wenig Gutes von ihm und nehme meine Zuflucht vor dem Bösen an ihm zu deiner Stärke und Macht." "Ich möchte nun mein Traumgesicht von dir hören." Yūsuf erzählte ihm den Traum und beschrieb ihm die Kühe und die Ähren nebst den näheren Umständen, genau wie sie der König gesehen hatte. Darauf setzte ihn der König auf den Thron und übertrug ihm seine Geschäfte. Man sagt auch: In jener Zeit starb Qiṭfīr, und der König setzte ihn an seine Stelle und gab ihm Rā‘īl zur Frau. Yūsuf fand in ihr eine Jungfrau vor, und es wurden ihm von ihr Ephraim und Manasse geboren. Yūsuf sagte: "Vertraue mir die Vorrate des Landes an!" Mach mich zum Leiter ihrer Geschäfte! Das Land ist Ägypten. Ich hüte sie vor den Leuten, denen sie nicht zustehen, und weiß Bescheid, wie man mit ihnen verfährt. Vielleicht wählte Yūsuf, als er merkte, dass der König ihn unbedingt für seine Geschäfte verwenden wollte, einen Tätigkeitsbereich, der von allgemeinem Nutzen war und wichtige Wohltaten zeitigte. Diese Stelle beweist, dass man durchaus nach dem Amt emes Leiters streben, seine Bereitschaft dazu zeigen und die Ernennung von einem Ungläubigen annehmen darf, sobald man weiß, dass es ohne dessen Hilfe unmöglich ist, Recht und Regierung unter der Bevölkerung aufrechtzuerhalten. (Baid, Gät). Er sagte: ”Jedes Essen, mit dem ihr versorgt werdet, wird euch nicht eher gebracht werden, bevor ich euch hiervon berichtet habe, und zwar noch, ehe es zu euch kommt. Dies (geschieht) auf Grund dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Ich habe die Religion jener Leute verlassen, die nicht an Allāh glauben und Leugner des Jenseits sind. (12:37) Und ich folge der Religion meiner Väter Abraham und Isaak und Jakob. Uns geziemt es nicht, Allāh irgendetwas zur Seite zu stellen. Dies ist etwas von Allāhs Huld gegen uns und gegen die Menschheit, jedoch die meisten Menschen sind undankbar. (12:38)
Yusuf 12:37
Yūsufs Auftrag ging viel weiter als bis zur Vorhersage von Ereignissen. Er sollte beiden Männern die Wahrheit Allāhs verkünden und sie lehren, an das zukünftige Leben zu glauben. Er tut nur seine Pflicht als Prophet, auch dann, wenn dies in einem engen Kreis geschieht. Die Erwähnung des Jenseits in dieser Aussage Yūsufs stellt fest, dass der Glaube an das Jenseits immer eine der Glaubensgrundlagen ist. In 12:38 handelt es sich um die Stammväter des Volkes Israels, Abraham, Isaak und Jakob. O meine beiden Kerkergenossen, sind Herren in größerer Anzahl besser oder (ist) Allāh (besser), der Eine, der Allmächtige? (12:39) Statt Ihm verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allāh hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung liegt einzig bei Allāh. Er hat geboten, Ihn allein zu verehren. Das ist der richtige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht. (12:40)
Yusuf 12:38
Yūsufs Auftrag ging viel weiter als bis zur Vorhersage von Ereignissen. Er sollte beiden Männern die Wahrheit Allāhs verkünden und sie lehren, an das zukünftige Leben zu glauben. Er tut nur seine Pflicht als Prophet, auch dann, wenn dies in einem engen Kreis geschieht. Die Erwähnung des Jenseits in dieser Aussage Yūsufs stellt fest, dass der Glaube an das Jenseits immer eine der Glaubensgrundlagen ist. In 12:38 handelt es sich um die Stammväter des Volkes Israels, Abraham, Isaak und Jakob. O meine beiden Kerkergenossen, sind Herren in größerer Anzahl besser oder (ist) Allāh (besser), der Eine, der Allmächtige? (12:39) Statt Ihm verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allāh hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung liegt einzig bei Allāh. Er hat geboten, Ihn allein zu verehren. Das ist der richtige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht. (12:40)
Yusuf 12:39
Yūsufs gestellte Frage spricht die natürliche Veranlagung jedes Menschen an. In 12:40 geht es weiter im Sprachstil des Prophetentums, den wir in vielen Versen des Qur’ān antreffen. Der Satz spricht die Lage der heidnischen Arber zur Zeit des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, an und bringt ihnen das Nachdenken bei. Mit diesen Worten umreißt Yūsuf kurz alles, was von der Religion wichtig zu wissen ist (vgl. dazu 30:30). O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anbelangt, so wird er seinem Herrn Wein ausschenken; und was den anderen anbelangt, so wird er gekreuzigt werden, so dass die Vögel von seinem Kopfe fressen. Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen.“ (12:41)
Yusuf 12:40
Yūsufs gestellte Frage spricht die natürliche Veranlagung jedes Menschen an. In 12:40 geht es weiter im Sprachstil des Prophetentums, den wir in vielen Versen des Qur’ān antreffen. Der Satz spricht die Lage der heidnischen Arber zur Zeit des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, an und bringt ihnen das Nachdenken bei. Mit diesen Worten umreißt Yūsuf kurz alles, was von der Religion wichtig zu wissen ist (vgl. dazu 30:30). O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anbelangt, so wird er seinem Herrn Wein ausschenken; und was den anderen anbelangt, so wird er gekreuzigt werden, so dass die Vögel von seinem Kopfe fressen. Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen.“ (12:41)
Yusuf 12:41
Yūsufs Traumdeutung ist kurz und bündig. Mit den Worten "Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen" bedeutet, dass es sich hier nicht um Vermutungen handelt, sondern um die unwiderrufliche Wahrheit durch die Zunge eines Propheten. Und er sagte zu dem von den beiden, von dem er glaubte, er würde (vom Tod) gerettet werden: ”Erwähne mich bei deinem Herrn.“ Doch Satan ließ ihn vergessen, es bei seinem Herrn zu erwähnen, (und) so blieb er noch einige Jahre im Gefängnis. (12:42)
Yusuf 12:42
Satan hört nicht auf, auf der Lauer zu sein. Ergebnis: "... noch einige Jahre im Gefängnis." Und der König sagte: ”Ich sehe sieben fette Kühe, und sie werden von sieben mageren gefressen; und ich sehe sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. O ihr Vornehmen, erklärt mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum auszulegen versteht.“ (12:43) Sie sagten: ”Ein Wirrnis von Träumen! Und nicht wir sind jene, die das Deuten der Träume beherrschen.“ (12:44) Und derjenige von den beiden, der gerettet worden war und sich nach geraumer Zeit (wieder an Yūsuf) erinnerte, sagte: ”Ich will euch die Deutung davon wissen lassen, darum schickt mich (zu Yūsuf).“ (12:45) ”Yūsuf, o du Wahrhaftiger, erkläre uns die Bedeutung von sieben fetten Kühen, die von sieben mageren gefressen werden, und (die Bedeutung) von sieben grünen Ähren und (sieben) anderen dürren, auf dass ich zurückkehre zu den Leuten, damit sie es erfahren.“ (12:46) Er sagte: ”Ihr werdet ununterbrochen sieben Jahre lang säen und hart arbeiten; und was ihr erntet, belasst auf den Ähren, bis auf das wenige, was ihr esst. (12:47) Danach werden dann sieben schwere Jahre kommen, die alles aufzehren, was ihr an Vorrat für sie aufgespeichert habt, bis auf das wenige, was ihr bewahren mögt. (12:48) Danach wird ein Jahr kommen, in welchem die Menschen Erleichterung finden und in welchem sie (Früchte) pressen.“ (12:49)
Yusuf 12:43
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:44
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:45
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:46
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:47
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:48
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:49
Mit diesen Versen fängt es an mit der Befreiung Yūsufs aus dem Gefängnis. Bei dem hier erwähnten König handelt es sich um einen von den sechs Hyksos-Herrschern, die Ägypten zwischen 1700 und 1580 v. Chr. regierten. Da Ägypten immer ein fruchtbares Land und Kornkammer der umliegenden Länder war, so bedeutete dies für seine Herrscher ein Lebensader und Ausdruck der Macht. Der Mundschenk brachte die Traumdeutung von Yūsuf aus dem Gefängnis und sie war für den König zutreffend und von enormer Bedeutung. Die Ägypter sollen nur wenig für ihren Lebensunterhalt nehmen und das übrige in den Ähren lassen und lagern, so dass Ungeziefer ihm nichts anhaben kann. Hier verfügt Yūsuf sowohl über die richtige Traumdeutung als auch über das Fachwissen in Landwirtschaft und Verwaltung. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir!“ Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ”Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es um die Frauen steht, die sich in die Hände geschnitten haben; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.“ (12:50) Er sagte (zu den Frauen): ”Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yūsuf gegen seinen Willen ausprobiertet?“ Sie sagten: ”Allāh bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!“ Da sagte die Frau des Al-‘Azīz: ”Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.“ (12:51) (Yūsuf sagte): ”Dies (kommt ans Licht), damit er (Al-‘Azīz) erfährt, dass ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allāh die List der Treulosen nicht gelingen lässt. (12:52) Und ich behaupte nicht, dass ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.“ (12:53)
Yusuf 12:50
Nun befahl der König die Entlassung Yūsufs aus dem Gefängnis. In aller Würde wollte Yūsuf das Gefängnis nicht verlassen, bevor er völlig rehabilitiert worden ist. Deshalb wollte er wissen, wie es jetzt um jene Frauen steht, deretwegen er ungerechterweise einige Jahre im Gefängnis verbringen musste. Yūsuf (a.s.) wollte, dass der König sich selbst um die Wahrheitsfindung kümmert. Und der König sagte: ”Bringt ihn zu mir, ich will ihn für mich vorbehalten.“ Als er mit ihm geredet hatte, sagte er: ”Du bist von heute an bei uns in Sicherheit und genießt unser Vertrauen.“ (12:54) Er sagte: ”Setze mich über die Schatzkammern des Landes ein; denn ich bin ein wohlerfahrener Hüter.“ (12:55)
Yusuf 12:54
Nun steht Yūsuf im Schutz und in der Obhut der höchsten Persönlichkeit im Land. Durch den neuen würdigen Status war Yūsuf selbst ein "Al-‘Azīz" geworden. Yūsuf bekam jede Vollmacht, die der König einem seiner Vertrauten überhaupt geben konnte. Und so verliehen Wir Yūsuf Macht im Lande; er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. (12:56) Der Lohn des Jenseits aber ist besser für jene, die glauben und (Allāh) fürchten. (12:57)
Yusuf 12:55
Nun steht Yūsuf im Schutz und in der Obhut der höchsten Persönlichkeit im Land. Durch den neuen würdigen Status war Yūsuf selbst ein "Al-‘Azīz" geworden. Yūsuf bekam jede Vollmacht, die der König einem seiner Vertrauten überhaupt geben konnte. Und so verliehen Wir Yūsuf Macht im Lande; er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. (12:56) Der Lohn des Jenseits aber ist besser für jene, die glauben und (Allāh) fürchten. (12:57)
Yusuf 12:56
Die Verleihung der Macht im Lande geschah durch Allāh nach einem wunderbaren Plan; dies darf nicht als Gnadenakt des Königs verstanden werden. Dazu steht ferner der Wille, dass die Gnade Allāhs in einem späteren Zeitpunkt dem geduldigen Vater Yūsufs - dem Propheten Jakob - und seinen reumütigen Brüdern zu gute kommt. Und es kamen die Brüder Yūsufs und traten zu ihm ein; er erkannte sie, sie aber erkannten ihn nicht. (12:58) Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, da sagte er: ”Bringt mir euren Bruder von eures Vaters Seite. Seht ihr nicht, dass ich volles Maß gebe und dass ich der beste Gastgeber bin? (12:59) Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr kein Maß mehr von mir erhalten, noch sollt ihr mir nahe kommen.“ (12:60) Sie sagten: ”Wir wollen versuchen, ihn von seinem Vater zu trennen; und das tun wir bestimmt.“ (12:61) Und er sagte zu seinen Dienern: ”Steckt ihre Ware in ihre Satteltaschen, so dass sie sie erkennen können, wenn sie zu ihren Angehörigen zurückgekehrt sind; vielleicht kommen sie wieder.“ (12:62)
Yusuf 12:58
Und die Brüder Yūsufs kamen nach Ägypten, um Proviant zu holen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Als er ihnen nun ihre Ausstattung mit Lebensmitteln gegeben hatte, sagte er: "Bringt mir das nächste Mal einen Bruder von euch, einen väterlicherseits! Seht ihr nicht, dass ich ein volles Maß gebe und meinen Gästen bestens für Unterkunff sorge? Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts mehr zugemessen, und ihr könnt nicht mehr in meine Nähe kommen. Und die Brüder Yūsufs kamen: Es ist folgendes überliefert: Nachdem der König Yūsuf zum Wesir ernannt hatte, brachte dieser im Lande Gerechtigkeit zur Geltung, bemühte sich um eine Steigerung der Ernten und hielt die Erträge zusammen, bis schließlich die sieben unfruchtbaren Jahre kamen und in Ägypten, Syrien und deren Umgebung allenthalben Dürre ausbrach. Die Leute wandten sich nun an Yūsuf, und dieser verkaufte die Ernteerträge zunächst für Dirhams und Dinare, bis sie keine mehr hatten. Dann verkaufte er die Ernteerträge für Schmuck und Edelsteine, dann für Reittiere, dann für Güter und Ländereien und schließlich für die Freiheit, so dass er die Leute am Ende alle zu Sklaven gemacht hatte. Nunmehr trug Yūsuf die Sache dem König vor, welcher sagte: "Mach es, wie du es für gut hältst. Darauf gab Yūsuf den Leuten die Freiheit und die Besitztümer zurück. Kanaan war von demselben Unglück betroffen wie die übrigen Lander, und so schickte Jakob seine Söhne - außer Benjamin - zu Yūsuf, um Proviant zu holen. Und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Das heißt: Yūsuf erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten; denn es war eine lange Zeit vergangen, und sie hatten sich schon während seiner Jugendzeit von ihm getrennt. So hatten sie ihn vergessen und meinten, er sei umgekommen. Auch war die Lage, in der sie ihn wieder sahen, gänzlich anders als zur Zeit der Trennung. Zudem achteten sie aus Scheu und Ehrerbietung vor ihm nicht genau auf sein Äußeres. "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte": Als er ihnen nun ihre Ausrüstung zusammengestellt und ihre Kamele damit hatte beladen lassen, um dessentwillen sie gekommen waren. (Baid, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek). Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ”O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so dass wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.“ (12:63) Er sagte: ”Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allāh ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.“ (12:64)
Yusuf 12:59
Und die Brüder Yūsufs kamen nach Ägypten, um Proviant zu holen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Als er ihnen nun ihre Ausstattung mit Lebensmitteln gegeben hatte, sagte er: "Bringt mir das nächste Mal einen Bruder von euch, einen väterlicherseits! Seht ihr nicht, dass ich ein volles Maß gebe und meinen Gästen bestens für Unterkunff sorge? Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts mehr zugemessen, und ihr könnt nicht mehr in meine Nähe kommen. Und die Brüder Yūsufs kamen: Es ist folgendes überliefert: Nachdem der König Yūsuf zum Wesir ernannt hatte, brachte dieser im Lande Gerechtigkeit zur Geltung, bemühte sich um eine Steigerung der Ernten und hielt die Erträge zusammen, bis schließlich die sieben unfruchtbaren Jahre kamen und in Ägypten, Syrien und deren Umgebung allenthalben Dürre ausbrach. Die Leute wandten sich nun an Yūsuf, und dieser verkaufte die Ernteerträge zunächst für Dirhams und Dinare, bis sie keine mehr hatten. Dann verkaufte er die Ernteerträge für Schmuck und Edelsteine, dann für Reittiere, dann für Güter und Ländereien und schließlich für die Freiheit, so dass er die Leute am Ende alle zu Sklaven gemacht hatte. Nunmehr trug Yūsuf die Sache dem König vor, welcher sagte: "Mach es, wie du es für gut hältst. Darauf gab Yūsuf den Leuten die Freiheit und die Besitztümer zurück. Kanaan war von demselben Unglück betroffen wie die übrigen Lander, und so schickte Jakob seine Söhne - außer Benjamin - zu Yūsuf, um Proviant zu holen. Und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Das heißt: Yūsuf erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten; denn es war eine lange Zeit vergangen, und sie hatten sich schon während seiner Jugendzeit von ihm getrennt. So hatten sie ihn vergessen und meinten, er sei umgekommen. Auch war die Lage, in der sie ihn wieder sahen, gänzlich anders als zur Zeit der Trennung. Zudem achteten sie aus Scheu und Ehrerbietung vor ihm nicht genau auf sein Äußeres. "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte": Als er ihnen nun ihre Ausrüstung zusammengestellt und ihre Kamele damit hatte beladen lassen, um dessentwillen sie gekommen waren. (Baid, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek). Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ”O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so dass wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.“ (12:63) Er sagte: ”Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allāh ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.“ (12:64)
Yusuf 12:60
Und die Brüder Yūsufs kamen nach Ägypten, um Proviant zu holen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Als er ihnen nun ihre Ausstattung mit Lebensmitteln gegeben hatte, sagte er: "Bringt mir das nächste Mal einen Bruder von euch, einen väterlicherseits! Seht ihr nicht, dass ich ein volles Maß gebe und meinen Gästen bestens für Unterkunff sorge? Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts mehr zugemessen, und ihr könnt nicht mehr in meine Nähe kommen. Und die Brüder Yūsufs kamen: Es ist folgendes überliefert: Nachdem der König Yūsuf zum Wesir ernannt hatte, brachte dieser im Lande Gerechtigkeit zur Geltung, bemühte sich um eine Steigerung der Ernten und hielt die Erträge zusammen, bis schließlich die sieben unfruchtbaren Jahre kamen und in Ägypten, Syrien und deren Umgebung allenthalben Dürre ausbrach. Die Leute wandten sich nun an Yūsuf, und dieser verkaufte die Ernteerträge zunächst für Dirhams und Dinare, bis sie keine mehr hatten. Dann verkaufte er die Ernteerträge für Schmuck und Edelsteine, dann für Reittiere, dann für Güter und Ländereien und schließlich für die Freiheit, so dass er die Leute am Ende alle zu Sklaven gemacht hatte. Nunmehr trug Yūsuf die Sache dem König vor, welcher sagte: "Mach es, wie du es für gut hältst. Darauf gab Yūsuf den Leuten die Freiheit und die Besitztümer zurück. Kanaan war von demselben Unglück betroffen wie die übrigen Lander, und so schickte Jakob seine Söhne - außer Benjamin - zu Yūsuf, um Proviant zu holen. Und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Das heißt: Yūsuf erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten; denn es war eine lange Zeit vergangen, und sie hatten sich schon während seiner Jugendzeit von ihm getrennt. So hatten sie ihn vergessen und meinten, er sei umgekommen. Auch war die Lage, in der sie ihn wieder sahen, gänzlich anders als zur Zeit der Trennung. Zudem achteten sie aus Scheu und Ehrerbietung vor ihm nicht genau auf sein Äußeres. "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte": Als er ihnen nun ihre Ausrüstung zusammengestellt und ihre Kamele damit hatte beladen lassen, um dessentwillen sie gekommen waren. (Baid, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek). Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ”O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so dass wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.“ (12:63) Er sagte: ”Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allāh ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.“ (12:64)
Yusuf 12:61
Und die Brüder Yūsufs kamen nach Ägypten, um Proviant zu holen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Als er ihnen nun ihre Ausstattung mit Lebensmitteln gegeben hatte, sagte er: "Bringt mir das nächste Mal einen Bruder von euch, einen väterlicherseits! Seht ihr nicht, dass ich ein volles Maß gebe und meinen Gästen bestens für Unterkunff sorge? Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts mehr zugemessen, und ihr könnt nicht mehr in meine Nähe kommen. Und die Brüder Yūsufs kamen: Es ist folgendes überliefert: Nachdem der König Yūsuf zum Wesir ernannt hatte, brachte dieser im Lande Gerechtigkeit zur Geltung, bemühte sich um eine Steigerung der Ernten und hielt die Erträge zusammen, bis schließlich die sieben unfruchtbaren Jahre kamen und in Ägypten, Syrien und deren Umgebung allenthalben Dürre ausbrach. Die Leute wandten sich nun an Yūsuf, und dieser verkaufte die Ernteerträge zunächst für Dirhams und Dinare, bis sie keine mehr hatten. Dann verkaufte er die Ernteerträge für Schmuck und Edelsteine, dann für Reittiere, dann für Güter und Ländereien und schließlich für die Freiheit, so dass er die Leute am Ende alle zu Sklaven gemacht hatte. Nunmehr trug Yūsuf die Sache dem König vor, welcher sagte: "Mach es, wie du es für gut hältst. Darauf gab Yūsuf den Leuten die Freiheit und die Besitztümer zurück. Kanaan war von demselben Unglück betroffen wie die übrigen Lander, und so schickte Jakob seine Söhne - außer Benjamin - zu Yūsuf, um Proviant zu holen. Und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Das heißt: Yūsuf erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten; denn es war eine lange Zeit vergangen, und sie hatten sich schon während seiner Jugendzeit von ihm getrennt. So hatten sie ihn vergessen und meinten, er sei umgekommen. Auch war die Lage, in der sie ihn wieder sahen, gänzlich anders als zur Zeit der Trennung. Zudem achteten sie aus Scheu und Ehrerbietung vor ihm nicht genau auf sein Äußeres. "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte": Als er ihnen nun ihre Ausrüstung zusammengestellt und ihre Kamele damit hatte beladen lassen, um dessentwillen sie gekommen waren. (Baid, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek). Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ”O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so dass wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.“ (12:63) Er sagte: ”Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allāh ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.“ (12:64)
Yusuf 12:62
Und die Brüder Yūsufs kamen nach Ägypten, um Proviant zu holen und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Als er ihnen nun ihre Ausstattung mit Lebensmitteln gegeben hatte, sagte er: "Bringt mir das nächste Mal einen Bruder von euch, einen väterlicherseits! Seht ihr nicht, dass ich ein volles Maß gebe und meinen Gästen bestens für Unterkunff sorge? Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts mehr zugemessen, und ihr könnt nicht mehr in meine Nähe kommen. Und die Brüder Yūsufs kamen: Es ist folgendes überliefert: Nachdem der König Yūsuf zum Wesir ernannt hatte, brachte dieser im Lande Gerechtigkeit zur Geltung, bemühte sich um eine Steigerung der Ernten und hielt die Erträge zusammen, bis schließlich die sieben unfruchtbaren Jahre kamen und in Ägypten, Syrien und deren Umgebung allenthalben Dürre ausbrach. Die Leute wandten sich nun an Yūsuf, und dieser verkaufte die Ernteerträge zunächst für Dirhams und Dinare, bis sie keine mehr hatten. Dann verkaufte er die Ernteerträge für Schmuck und Edelsteine, dann für Reittiere, dann für Güter und Ländereien und schließlich für die Freiheit, so dass er die Leute am Ende alle zu Sklaven gemacht hatte. Nunmehr trug Yūsuf die Sache dem König vor, welcher sagte: "Mach es, wie du es für gut hältst. Darauf gab Yūsuf den Leuten die Freiheit und die Besitztümer zurück. Kanaan war von demselben Unglück betroffen wie die übrigen Lander, und so schickte Jakob seine Söhne - außer Benjamin - zu Yūsuf, um Proviant zu holen. Und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Das heißt: Yūsuf erkannte sie, während sie ihn nicht erkannten; denn es war eine lange Zeit vergangen, und sie hatten sich schon während seiner Jugendzeit von ihm getrennt. So hatten sie ihn vergessen und meinten, er sei umgekommen. Auch war die Lage, in der sie ihn wieder sahen, gänzlich anders als zur Zeit der Trennung. Zudem achteten sie aus Scheu und Ehrerbietung vor ihm nicht genau auf sein Äußeres. "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte": Als er ihnen nun ihre Ausrüstung zusammengestellt und ihre Kamele damit hatte beladen lassen, um dessentwillen sie gekommen waren. (Baid, Gät) (Was die Belehrung des Menschen angeht vgl. 2:31, die Anmerkung dazu und die Einleitung des Titels: "Islam für Schüler", Islamische Bibliothek). Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ”O unser Vater, ein (weiteres) Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so dass wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.“ (12:63) Er sagte: ”Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allāh ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen.“ (12:64)
Yusuf 12:63
Bei ihrer Rückkehr berichteten sie zweifellos dem Vater alles, was unterwegs geschehen war. Es war jedoch nicht einfach, ihn zu bitten, dass er das nächste Mal Benjamin mitreisen ließ; denn Jakob (a.s.) traute ihnen nicht und hatte nach Yūsufs Verschwinden auch gar keinen Grund dazu. Deswegen versuchen sie hier darzustellen, wie notwendig die ganze Sache ist. Dieses Versprechen, gut auf ihn achtzugeben, rief zweifellos in Jakob (a.s.) verborgene Erinnerungen wach. Denn genau dasselbe hatten sie versprochen, als sie Yūsuf mitnehmen wollten. (vgl. 12:12). Und als sie ihr Gepäck öffneten, da fanden sie, dass ihnen ihre Ware wiedergegeben worden war. Sie sagten: ”O unser Vater, was können wir (uns) mehr wünschen? Diese unsere Ware ist uns zurückgegeben worden. Wir werden den Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leicht erhältliches Maß.“ (12:65) Er sagte: ”Ich werde ihn nicht mit euch schicken, ehe ihr mir nicht ein festes Versprechen im Namen Allāhs gebt, dass ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, dass euch selbst die Rückkehr abgeschnitten wird.“ Als sie ihm ihr festes Versprechen gegeben hatten, sagte er: ”Allāh wacht über das, was wir sagen.“ (12:66)
Yusuf 12:64
Bei ihrer Rückkehr berichteten sie zweifellos dem Vater alles, was unterwegs geschehen war. Es war jedoch nicht einfach, ihn zu bitten, dass er das nächste Mal Benjamin mitreisen ließ; denn Jakob (a.s.) traute ihnen nicht und hatte nach Yūsufs Verschwinden auch gar keinen Grund dazu. Deswegen versuchen sie hier darzustellen, wie notwendig die ganze Sache ist. Dieses Versprechen, gut auf ihn achtzugeben, rief zweifellos in Jakob (a.s.) verborgene Erinnerungen wach. Denn genau dasselbe hatten sie versprochen, als sie Yūsuf mitnehmen wollten. (vgl. 12:12). Und als sie ihr Gepäck öffneten, da fanden sie, dass ihnen ihre Ware wiedergegeben worden war. Sie sagten: ”O unser Vater, was können wir (uns) mehr wünschen? Diese unsere Ware ist uns zurückgegeben worden. Wir werden den Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leicht erhältliches Maß.“ (12:65) Er sagte: ”Ich werde ihn nicht mit euch schicken, ehe ihr mir nicht ein festes Versprechen im Namen Allāhs gebt, dass ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, dass euch selbst die Rückkehr abgeschnitten wird.“ Als sie ihm ihr festes Versprechen gegeben hatten, sagte er: ”Allāh wacht über das, was wir sagen.“ (12:66)
Yusuf 12:65
Die Brüder Yūsufs setzten ihren Vater unter Druck, indem sie ihm existenzielle Fragen ihrer Familie aufs Spiel setzten. Allāh wird hier vom Propheten Jakob als Zeuge und letzte Instanz in einer Situation der Auswegslosigkeit angerufen. Und er sagte: ”O meine Söhne, zieht nicht durch ein einziges Tor ein, sondern zieht durch verschiedene Tore ein; ich kann euch nichts gegen Allāh nützen. Die Entscheidung ruht bei Allāh allein. Auf Ihn vertraue ich, und auf Ihn sollen die Vertrauenden vertrauen.“ (12:67) Dass sie auf die Art eingezogen waren, wie ihr Vater es ihnen geboten hatte, konnte nichts gegen Allāh nützen; nur wurde auf diese Weise das Verlangen in Jakobs Seele befriedigt; und er besaß gewiss großes Wissen, weil Wir ihn gelehrt hatten, allein die meisten Menschen wissen es nicht. (12:68)
Yusuf 12:66
Die Brüder Yūsufs setzten ihren Vater unter Druck, indem sie ihm existenzielle Fragen ihrer Familie aufs Spiel setzten. Allāh wird hier vom Propheten Jakob als Zeuge und letzte Instanz in einer Situation der Auswegslosigkeit angerufen. Und er sagte: ”O meine Söhne, zieht nicht durch ein einziges Tor ein, sondern zieht durch verschiedene Tore ein; ich kann euch nichts gegen Allāh nützen. Die Entscheidung ruht bei Allāh allein. Auf Ihn vertraue ich, und auf Ihn sollen die Vertrauenden vertrauen.“ (12:67) Dass sie auf die Art eingezogen waren, wie ihr Vater es ihnen geboten hatte, konnte nichts gegen Allāh nützen; nur wurde auf diese Weise das Verlangen in Jakobs Seele befriedigt; und er besaß gewiss großes Wissen, weil Wir ihn gelehrt hatten, allein die meisten Menschen wissen es nicht. (12:68)
Yusuf 12:67
Die Gelehrten weisen hier auf eine Verhütung gegen den Neid, der ein Übel auslösen kann (vgl. dazu unten Sura 113 und die Anmerkung dazu). Das Vertrauen auf Allāh steht nicht im Widerspruch zu den Vorsichtmaßnahmen, die der Mensch selbst für seine eigene Sicherheit treffen muss. Und als sie vor Yūsuf traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er sagte: ”Ich bin dein Bruder; so sei nicht traurig über das, was sie getan haben.“ (12:69) Als er sie dann mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, steckte er den Trinkbecher (des Königs) in die Satteltaschen seines Bruders. Dann gab ein Ausrufer bekannt: ”O ihr Kamelführer, ihr seid wahrhaftig Diebe.“ (12:70) Sie sagten, indem sie sich zu ihnen wandten: ”Was vermisst ihr?“ (12:71) Jene sagten: ”Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wiederbringt, soll eine Kamellast erhalten, ich bürge dafür.“ (12:72) Sie sagten: ”Bei Allāh, ihr wisst doch, dass wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe.“ (12:73) Sie sagten: ”Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?“ (12:74) Sie sagten: ”Die Strafe dafür sei: Der, in dessen Satteltaschen er (der Becher) gefunden wird, soll selbst das Entgelt dafür sein. So belohnen wir die Übeltäter.“ (12:75) Da begann er ihre Säcke vor dem Sack seines Bruders (zu durchsuchen); dann zog er ihn aus dem Sack seines Bruders hervor. So richteten Wir es für Yūsuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nicht aufhalten können, es sei denn, Allāh hätte es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem, der Wissen hat, ist der Eine, Der noch mehr weiß. (12:76)
Yusuf 12:68
Die Gelehrten weisen hier auf eine Verhütung gegen den Neid, der ein Übel auslösen kann (vgl. dazu unten Sura 113 und die Anmerkung dazu). Das Vertrauen auf Allāh steht nicht im Widerspruch zu den Vorsichtmaßnahmen, die der Mensch selbst für seine eigene Sicherheit treffen muss. Und als sie vor Yūsuf traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er sagte: ”Ich bin dein Bruder; so sei nicht traurig über das, was sie getan haben.“ (12:69) Als er sie dann mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, steckte er den Trinkbecher (des Königs) in die Satteltaschen seines Bruders. Dann gab ein Ausrufer bekannt: ”O ihr Kamelführer, ihr seid wahrhaftig Diebe.“ (12:70) Sie sagten, indem sie sich zu ihnen wandten: ”Was vermisst ihr?“ (12:71) Jene sagten: ”Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wiederbringt, soll eine Kamellast erhalten, ich bürge dafür.“ (12:72) Sie sagten: ”Bei Allāh, ihr wisst doch, dass wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe.“ (12:73) Sie sagten: ”Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?“ (12:74) Sie sagten: ”Die Strafe dafür sei: Der, in dessen Satteltaschen er (der Becher) gefunden wird, soll selbst das Entgelt dafür sein. So belohnen wir die Übeltäter.“ (12:75) Da begann er ihre Säcke vor dem Sack seines Bruders (zu durchsuchen); dann zog er ihn aus dem Sack seines Bruders hervor. So richteten Wir es für Yūsuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nicht aufhalten können, es sei denn, Allāh hätte es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem, der Wissen hat, ist der Eine, Der noch mehr weiß. (12:76)
Yusuf 12:69
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:70
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:71
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:72
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:73
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:74
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:75
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:76
Yūsuf schenkt seinem Bruder Benjamin das volle Vertrauen, indem er sich ihm offenbart. Yūsufs Plan ging offenbar davon aus, einen Vorwand zu finden, um seinen Bruder Benjamin bei sich zu behalten und seine Eltern nach Ägypten zu bringen. Yūsuf (a.s.) war ein Prophet, der seinen Plan nach dem Willen und der Erlaubnis Allāhs durchführen konnte. Sie sagten: ”Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen.“ Jedoch Yūsuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ”Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allāh weiß am besten, was ihr behauptet.“ (12:77)
Yusuf 12:77
Der Hass der zehn Brüder gegenüber Yūsuf und Benjamin kommt wieder zum Vorschein. Sie sind nicht nur bereit, Benjamin Böses zuzutrauen, sondern sie denken an Yūsuf zurück und nennen auch ihn einen Dieb. Sie hatten Yūsuf Unrecht getan und wollten mit diesem falschen Vorwurf ihr Gewissen beschwichtigen. Dabei hatten sie keine Ahnung, dass Yūsuf selbst in seiner Verkleidung vor ihnen stand und ihre Lüge bald ans Tageslicht kommen sollte. Sie sagten: ”O Al-‘Azīz, er hat einen greisen Vater, so nimm einen von uns statt seiner an; denn wir sehen, du gehörst zu denen, die Gutes tun.“ (12:78) Er sagte: ”Allāh behüte, dass wir einen anderen nehmen sollten als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht.“ (12:79)
Yusuf 12:78
"Al-‘Azīz" kommt hier wieder als Ehrentitel für hochwürdige Beamte vor (vgl. oben Vers 30). Als sie die Hoffnung, ihn umzustimmen, aufgegeben hatten, gingen sie zu vertraulicher Beratung abseits. Es sagte ihr Ältester: ”Wisst ihr nicht, dass euer Vater von euch ein festes Versprechen im Namen Allāhs entgegengenommen hat und dass ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Yūsuf gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht eher verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allāh für mich entscheidet; und Er ist der beste Richter. (12:80) Kehrt ihr zu eurem Vater zurück und sprecht: »O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen; und wir haben nur ausgesagt, was wir wussten, und wir konnten keine Wächter des Verborgenen sein. (12:81) Frage nur in der Stadt nach, in der wir waren, und in der Karawane, mit der wir kamen; gewiss, wir sagen die Wahrheit.«“ (12:82)
Yusuf 12:79
"Al-‘Azīz" kommt hier wieder als Ehrentitel für hochwürdige Beamte vor (vgl. oben Vers 30). Als sie die Hoffnung, ihn umzustimmen, aufgegeben hatten, gingen sie zu vertraulicher Beratung abseits. Es sagte ihr Ältester: ”Wisst ihr nicht, dass euer Vater von euch ein festes Versprechen im Namen Allāhs entgegengenommen hat und dass ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Yūsuf gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht eher verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allāh für mich entscheidet; und Er ist der beste Richter. (12:80) Kehrt ihr zu eurem Vater zurück und sprecht: »O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen; und wir haben nur ausgesagt, was wir wussten, und wir konnten keine Wächter des Verborgenen sein. (12:81) Frage nur in der Stadt nach, in der wir waren, und in der Karawane, mit der wir kamen; gewiss, wir sagen die Wahrheit.«“ (12:82)
Yusuf 12:80
Der jüngere Bruder wird nun auf Grund des bei ihm gefundenen Bechers festgehalten, und die Brüder kehren ohne ihn zu Jakob (a.s.) zurück. Dieser trauert jetzt um zwei Söhne, erblindet in seinem Gram und schickt die Brüder wieder nach Ägypten, um beide zu suchen. Schließlich gibt sich Yūsuf seinen Brüdern zu erkennen und lädt sie ein, mit den Eltern nach Ägypten zu ziehen. Die Brüder kehren mit Yūsufs Hemd zu Jakob zurück, der durch das Auflegen des Hemdes seine Sehkraft wiedergewinnt, und bitten ihn um Verzeihung. Jakob sagte: "Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist es, der Barmherzig ist und bereit zu vergeben." Das Verzeihen durch den Geschädigten ist nämlich eine Vorbedingung für die göttliche Vergebung. (Baid, Gät) Er sagte: ”Nein, ihr habt euch etwas vorgemacht. Doch schön geduldig sein. Vielleicht wird Allāh sie mir alle wiederbringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.“ (12:83) Und er wandte sich von ihnen ab und sagte: ”O mein Kummer um Yūsuf!“ Und seine Augen wurden vor Traurigkeit trüb, (doch) dann beherrschte er sich. (12:84) Sie sagten: ”Bei Allāh, du hörst nicht auf, von Yūsuf zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen.“ (12:85) Er sagte: ”Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Allāh, und ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst. (12:86)
Yusuf 12:81
Der jüngere Bruder wird nun auf Grund des bei ihm gefundenen Bechers festgehalten, und die Brüder kehren ohne ihn zu Jakob (a.s.) zurück. Dieser trauert jetzt um zwei Söhne, erblindet in seinem Gram und schickt die Brüder wieder nach Ägypten, um beide zu suchen. Schließlich gibt sich Yūsuf seinen Brüdern zu erkennen und lädt sie ein, mit den Eltern nach Ägypten zu ziehen. Die Brüder kehren mit Yūsufs Hemd zu Jakob zurück, der durch das Auflegen des Hemdes seine Sehkraft wiedergewinnt, und bitten ihn um Verzeihung. Jakob sagte: "Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist es, der Barmherzig ist und bereit zu vergeben." Das Verzeihen durch den Geschädigten ist nämlich eine Vorbedingung für die göttliche Vergebung. (Baid, Gät) Er sagte: ”Nein, ihr habt euch etwas vorgemacht. Doch schön geduldig sein. Vielleicht wird Allāh sie mir alle wiederbringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.“ (12:83) Und er wandte sich von ihnen ab und sagte: ”O mein Kummer um Yūsuf!“ Und seine Augen wurden vor Traurigkeit trüb, (doch) dann beherrschte er sich. (12:84) Sie sagten: ”Bei Allāh, du hörst nicht auf, von Yūsuf zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen.“ (12:85) Er sagte: ”Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Allāh, und ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst. (12:86)
Yusuf 12:82
Der jüngere Bruder wird nun auf Grund des bei ihm gefundenen Bechers festgehalten, und die Brüder kehren ohne ihn zu Jakob (a.s.) zurück. Dieser trauert jetzt um zwei Söhne, erblindet in seinem Gram und schickt die Brüder wieder nach Ägypten, um beide zu suchen. Schließlich gibt sich Yūsuf seinen Brüdern zu erkennen und lädt sie ein, mit den Eltern nach Ägypten zu ziehen. Die Brüder kehren mit Yūsufs Hemd zu Jakob zurück, der durch das Auflegen des Hemdes seine Sehkraft wiedergewinnt, und bitten ihn um Verzeihung. Jakob sagte: "Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist es, der Barmherzig ist und bereit zu vergeben." Das Verzeihen durch den Geschädigten ist nämlich eine Vorbedingung für die göttliche Vergebung. (Baid, Gät) Er sagte: ”Nein, ihr habt euch etwas vorgemacht. Doch schön geduldig sein. Vielleicht wird Allāh sie mir alle wiederbringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.“ (12:83) Und er wandte sich von ihnen ab und sagte: ”O mein Kummer um Yūsuf!“ Und seine Augen wurden vor Traurigkeit trüb, (doch) dann beherrschte er sich. (12:84) Sie sagten: ”Bei Allāh, du hörst nicht auf, von Yūsuf zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen.“ (12:85) Er sagte: ”Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Allāh, und ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst. (12:86)
Yusuf 12:83
Mit dem Blick des Glaubens sah der Vater deutlich die Unschuld seines jüngsten Sohnes. Er bezichtigte sie der Verschwörung gegen ihn wie zuvor im Fall seines Sohnes Yūsuf. Genau dieselben Worte hatte Jakob (a.s.) auch gesprochen, als die Nachricht von Yūsufs Verschwinden ihn erreichte (vgl. oben 12:18). Obwohl Jakob (a.s.) alle drei Söhne vermisste, war die Trauer um Yūsuf doch die größte. So nahmen sie ihm seine überschwengliche Liebe zu Yūsuf übel. Jakob (a.s.) klagte bei Allāh über sich selbst, nicht über Allāhs Fügung. Wie aus seinen Anweisungen im nächsten Vers 12:87 hervorgeht, hatte er niemals die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Yūsuf aufgegeben. (vgl. ferner oben 12:4, 6, 17, 67). O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yūsuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Allāhs Erbarmen; denn an Allāhs Erbarmen zweifelt nur das ungläubige Volk.“ (12:87) Als sie dann vor ihn (Yūsuf) traten, da sagten sie: ”O Al-‘Azīz, die Not hat uns und unsere Familie geschlagen, und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht; so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allāh belohnt die Wohltätigen.“ (12:88)
Yusuf 12:84
Mit dem Blick des Glaubens sah der Vater deutlich die Unschuld seines jüngsten Sohnes. Er bezichtigte sie der Verschwörung gegen ihn wie zuvor im Fall seines Sohnes Yūsuf. Genau dieselben Worte hatte Jakob (a.s.) auch gesprochen, als die Nachricht von Yūsufs Verschwinden ihn erreichte (vgl. oben 12:18). Obwohl Jakob (a.s.) alle drei Söhne vermisste, war die Trauer um Yūsuf doch die größte. So nahmen sie ihm seine überschwengliche Liebe zu Yūsuf übel. Jakob (a.s.) klagte bei Allāh über sich selbst, nicht über Allāhs Fügung. Wie aus seinen Anweisungen im nächsten Vers 12:87 hervorgeht, hatte er niemals die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Yūsuf aufgegeben. (vgl. ferner oben 12:4, 6, 17, 67). O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yūsuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Allāhs Erbarmen; denn an Allāhs Erbarmen zweifelt nur das ungläubige Volk.“ (12:87) Als sie dann vor ihn (Yūsuf) traten, da sagten sie: ”O Al-‘Azīz, die Not hat uns und unsere Familie geschlagen, und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht; so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allāh belohnt die Wohltätigen.“ (12:88)
Yusuf 12:85
Mit dem Blick des Glaubens sah der Vater deutlich die Unschuld seines jüngsten Sohnes. Er bezichtigte sie der Verschwörung gegen ihn wie zuvor im Fall seines Sohnes Yūsuf. Genau dieselben Worte hatte Jakob (a.s.) auch gesprochen, als die Nachricht von Yūsufs Verschwinden ihn erreichte (vgl. oben 12:18). Obwohl Jakob (a.s.) alle drei Söhne vermisste, war die Trauer um Yūsuf doch die größte. So nahmen sie ihm seine überschwengliche Liebe zu Yūsuf übel. Jakob (a.s.) klagte bei Allāh über sich selbst, nicht über Allāhs Fügung. Wie aus seinen Anweisungen im nächsten Vers 12:87 hervorgeht, hatte er niemals die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Yūsuf aufgegeben. (vgl. ferner oben 12:4, 6, 17, 67). O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yūsuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Allāhs Erbarmen; denn an Allāhs Erbarmen zweifelt nur das ungläubige Volk.“ (12:87) Als sie dann vor ihn (Yūsuf) traten, da sagten sie: ”O Al-‘Azīz, die Not hat uns und unsere Familie geschlagen, und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht; so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allāh belohnt die Wohltätigen.“ (12:88)
Yusuf 12:86
Mit dem Blick des Glaubens sah der Vater deutlich die Unschuld seines jüngsten Sohnes. Er bezichtigte sie der Verschwörung gegen ihn wie zuvor im Fall seines Sohnes Yūsuf. Genau dieselben Worte hatte Jakob (a.s.) auch gesprochen, als die Nachricht von Yūsufs Verschwinden ihn erreichte (vgl. oben 12:18). Obwohl Jakob (a.s.) alle drei Söhne vermisste, war die Trauer um Yūsuf doch die größte. So nahmen sie ihm seine überschwengliche Liebe zu Yūsuf übel. Jakob (a.s.) klagte bei Allāh über sich selbst, nicht über Allāhs Fügung. Wie aus seinen Anweisungen im nächsten Vers 12:87 hervorgeht, hatte er niemals die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Yūsuf aufgegeben. (vgl. ferner oben 12:4, 6, 17, 67). O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yūsuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Allāhs Erbarmen; denn an Allāhs Erbarmen zweifelt nur das ungläubige Volk.“ (12:87) Als sie dann vor ihn (Yūsuf) traten, da sagten sie: ”O Al-‘Azīz, die Not hat uns und unsere Familie geschlagen, und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht; so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allāh belohnt die Wohltätigen.“ (12:88)
Yusuf 12:87
Gläubige Menschen, deren Herzen stets mit dem Erhabenen Schöpfer verbunden sind, können niemals verzweifeln, auch nicht, wenn sie von Kummer und Drangsal heftig bedrängt sind. Die Wirkung einer so demütigen Bitte, die von so hochmütigen Brüdern ausgesprochen wird, kann man sich leicht vorstellen. Er sagte: ”Wisst ihr, was ihr Yūsuf und seinem Bruder antatet, weil ihr töricht wart?“ (12:89) Sie sagten: ”Bist du etwa gar Yūsuf?“ Er sagte: ”Ich bin Yūsuf, und dies ist mein Bruder. Allāh ist wahrlich uns gegenüber gnädig gewesen. Wahrlich, wer rechtschaffen und geduldig ist - nimmermehr lässt Allāh den Lohn derer, die Gutes tun, verlorengehen.“ (12:90) Sie sagten: ”Bei Allāh, Allāh hat dich wahrhaftig vor uns bevorzugt, und wir sind wahrlich schuldig gewesen.“ (12:91) Er sagte: ”Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allāh euch vergeben! Denn Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen. (12:92)
Yusuf 12:88
Gläubige Menschen, deren Herzen stets mit dem Erhabenen Schöpfer verbunden sind, können niemals verzweifeln, auch nicht, wenn sie von Kummer und Drangsal heftig bedrängt sind. Die Wirkung einer so demütigen Bitte, die von so hochmütigen Brüdern ausgesprochen wird, kann man sich leicht vorstellen. Er sagte: ”Wisst ihr, was ihr Yūsuf und seinem Bruder antatet, weil ihr töricht wart?“ (12:89) Sie sagten: ”Bist du etwa gar Yūsuf?“ Er sagte: ”Ich bin Yūsuf, und dies ist mein Bruder. Allāh ist wahrlich uns gegenüber gnädig gewesen. Wahrlich, wer rechtschaffen und geduldig ist - nimmermehr lässt Allāh den Lohn derer, die Gutes tun, verlorengehen.“ (12:90) Sie sagten: ”Bei Allāh, Allāh hat dich wahrhaftig vor uns bevorzugt, und wir sind wahrlich schuldig gewesen.“ (12:91) Er sagte: ”Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allāh euch vergeben! Denn Er ist der Barmherzigste aller Barmherzigen. (12:92)
Yusuf 12:89
Durch ihre Erzählung kann sich Yūsuf vor Mitleid nicht mehr länger zurückhalten. Als sie einen solchen Grad von Demut, Bedrängnis und Niedergeschlagenheit an den Tag legten, war Yūsuf innerlich so gerührt, dass er nicht mehr die Rolle des mächtigen Herrn spielen und ihnen seine wahre Identität weiter verheimlichen konnte. Die Zeit der größten Uberraschung war nun gekommen. Sie gestehen nicht nur ihre Schuld, sondern geben auch zu, dass Allāh ihn mit einer besseren körperlichen Konstitution, besserem Charakter, mehr Wohlstand und Macht, besserem Gebaren und schließlich mit dem Prophetentum ihnen gegenüber den Vorzug ab. Wie es eines gütigen, edlen Mannes gebührt, begegnet Yūsuf ihrem Schuldgeständnis mit Vergeben und Verzeihen. Yūsuf freut sich, dass schließlich alle die Bedeutung der Ereignisse eingesehen haben. In diesem großen Augenblick der Versöhnung will er jedoch nicht, dass sie sich lange mit Selbstvorwürfen herumplagen müssen. Ein lieber alter Vater verzehrt sich selbst in Kanaan vor Sehnsucht nach Yūsuf. Er muss sofort benachrichtigt und getröstet werden. Deswegen fordert Yūsuf seine Brüder auf, so schnell wie möglich nach Hause zu reisen und als Erkennungszeichen sein Hemd mitzunehmen, als Beweismittel für alle die wunderbaren Ereignisse (vgl. unten 12:93). Die Lobpreisung Allāhs mit den Worten "der Barmherzigste aller Barmherzigen" wurde ebenfalls von Jakob (a.s.) in 12:64 ausgesprochen. Auf ähnliche Weise vergab auch unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) seinen Feinden, als er siegreich wieder in Makka einzog. (vgl. den Titel: Muḥammad, Prophet der Barmherzigkeit, IB; ferner 12:8, 77, 80). Nehmt dieses mein Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters; dann kann er (wieder) sehen. Und bringt eure Familien allesamt zu mir.“ (12:93) Als die Karawane aufgebrochen war, sagte ihr Vater: ”Wahrlich, ich spüre den Geruch Yūsufs, auch wenn ihr mich für schwachsinnig haltet.“ (12:94) Sie sagten: ”Bei Allāh, du befindest dich gewiss in deinem alten Irrtum.“ (12:95)
Yusuf 12:93
Das Hemd von Yūsuf (a.s.) spielt dreimal in seiner diesbezüglichen Geschichte eine wesentliche Rolle: Zuerst war das mit falschem Blut betränkte Hemd, das "Hemd der Traurigkeit", das einst seine Brüder ihrem Vater Jakob (a.s.) als Beweis für den angeblichen Tod Yūsufs vorbrachten (vgl. dazu oben 12:17-18). Das zweite Hemd war das "Hemd der Unschuld Yūsufs" als die Frau des Al-Azīz versucht hatte, ihn zu verführen (vgl. oben 12:25-29). Das dritte - hier erwähnte Hemd - ist das "Hemd der frohen Botschaft", das die ganze Geschichte zu einem glücklichen Ausgang bringt. Als dann der Freudenbote kam, da legte er es (das Hemd) auf sein Gesicht, und da wurde er wieder sehend. Er sagte: ”Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst?“ (12:96) Sie sagten: ”O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden; denn wir sind wahrhaftig schuldig gewesen.“ (12:97) Er sagte: ”Ich will Vergebung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich, Er ist der Allvergebende, der Barmherzige.“ (12:98)
Yusuf 12:94
Das Hemd von Yūsuf (a.s.) spielt dreimal in seiner diesbezüglichen Geschichte eine wesentliche Rolle: Zuerst war das mit falschem Blut betränkte Hemd, das "Hemd der Traurigkeit", das einst seine Brüder ihrem Vater Jakob (a.s.) als Beweis für den angeblichen Tod Yūsufs vorbrachten (vgl. dazu oben 12:17-18). Das zweite Hemd war das "Hemd der Unschuld Yūsufs" als die Frau des Al-Azīz versucht hatte, ihn zu verführen (vgl. oben 12:25-29). Das dritte - hier erwähnte Hemd - ist das "Hemd der frohen Botschaft", das die ganze Geschichte zu einem glücklichen Ausgang bringt. Als dann der Freudenbote kam, da legte er es (das Hemd) auf sein Gesicht, und da wurde er wieder sehend. Er sagte: ”Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst?“ (12:96) Sie sagten: ”O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden; denn wir sind wahrhaftig schuldig gewesen.“ (12:97) Er sagte: ”Ich will Vergebung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich, Er ist der Allvergebende, der Barmherzige.“ (12:98)
Yusuf 12:95
Das Hemd von Yūsuf (a.s.) spielt dreimal in seiner diesbezüglichen Geschichte eine wesentliche Rolle: Zuerst war das mit falschem Blut betränkte Hemd, das "Hemd der Traurigkeit", das einst seine Brüder ihrem Vater Jakob (a.s.) als Beweis für den angeblichen Tod Yūsufs vorbrachten (vgl. dazu oben 12:17-18). Das zweite Hemd war das "Hemd der Unschuld Yūsufs" als die Frau des Al-Azīz versucht hatte, ihn zu verführen (vgl. oben 12:25-29). Das dritte - hier erwähnte Hemd - ist das "Hemd der frohen Botschaft", das die ganze Geschichte zu einem glücklichen Ausgang bringt. Als dann der Freudenbote kam, da legte er es (das Hemd) auf sein Gesicht, und da wurde er wieder sehend. Er sagte: ”Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allāh, was ihr nicht wisst?“ (12:96) Sie sagten: ”O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden; denn wir sind wahrhaftig schuldig gewesen.“ (12:97) Er sagte: ”Ich will Vergebung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich, Er ist der Allvergebende, der Barmherzige.“ (12:98)
Yusuf 12:96
Hier in diesem Vers handelt es sich um die Stunde des Wahrheitsempfindens eines Propheten, dessen Vorahnung von Allāh , seinem barmherzigen Herrn, eingegeben wurde. Ferner geht es hier um die Vergebung unter Menschen, die Fehler machen und Allāh um Vergebung bitten (vgl. oben 12:93-95 und die Anmerkung dazu). Als sie dann vor Yūsuf traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sagte: ”Zieht in Ägypten in Sicherheit ein, wie Allāh es will.“ (12:99) Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich vor ihm nieder. Und er sagte: ”O mein Vater, dies ist die Deutung meines Traumes von damals. Mein Herr hat ihn wahrgemacht. Und Er hat mich gütig behandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich, mein Herr ist Gütig, zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise. (12:100)
Yusuf 12:97
Hier in diesem Vers handelt es sich um die Stunde des Wahrheitsempfindens eines Propheten, dessen Vorahnung von Allāh , seinem barmherzigen Herrn, eingegeben wurde. Ferner geht es hier um die Vergebung unter Menschen, die Fehler machen und Allāh um Vergebung bitten (vgl. oben 12:93-95 und die Anmerkung dazu). Als sie dann vor Yūsuf traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sagte: ”Zieht in Ägypten in Sicherheit ein, wie Allāh es will.“ (12:99) Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich vor ihm nieder. Und er sagte: ”O mein Vater, dies ist die Deutung meines Traumes von damals. Mein Herr hat ihn wahrgemacht. Und Er hat mich gütig behandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich, mein Herr ist Gütig, zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise. (12:100)
Yusuf 12:98
Hier in diesem Vers handelt es sich um die Stunde des Wahrheitsempfindens eines Propheten, dessen Vorahnung von Allāh , seinem barmherzigen Herrn, eingegeben wurde. Ferner geht es hier um die Vergebung unter Menschen, die Fehler machen und Allāh um Vergebung bitten (vgl. oben 12:93-95 und die Anmerkung dazu). Als sie dann vor Yūsuf traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sagte: ”Zieht in Ägypten in Sicherheit ein, wie Allāh es will.“ (12:99) Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich vor ihm nieder. Und er sagte: ”O mein Vater, dies ist die Deutung meines Traumes von damals. Mein Herr hat ihn wahrgemacht. Und Er hat mich gütig behandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich, mein Herr ist Gütig, zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise. (12:100)
Yusuf 12:99
Eltern und Brüder ziehen nun alle nach Ägypten. Yūsuf dankt Allāh, Der das Traumgesicht von den Gestirnen erfüllt hat. (vgl. unten 12:101). In einem Ḥadīṯ ist es überliefert: Jakob weilte vierundzwanzig Jahre bei Yūsuf und starb dann. Er hatte verfügt, dass man ihn in Syrien an der Seite seines Vaters bestatte. So brachte Yūsuf ihn hin und setzte ihn dort bei. Er kam dann nach Ägypten zurück und überlebte seinen Vater um dreiundzwanzig Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit begann sich seine Seele nach dem ewigen Königtum Allāhs zu sehnen, und er entschied sich für das Verlassen unserer Erde, worauf ihn Allāh als einen Guten und Reinen zu Sich nahm. Die Ägypter aber stritten sich um den Ort, wo sie ihn beisetzen wollten, so dass sie am Ende daran dachten, dafür in einen Kampf einzutreten. Sie beschlossen dann, ihn in einen Marmorsarkophag zu legen und im Nil zu begraben, damit das Wasser über ihn fließe und nach ganz Ägypten komme, so dass sie alle Anteil an ihm hätten. Später hat Moses Yūsuf zur Grabstätte seiner Vorväter gebracht. Yūsuf hat hundertzwanzig Jahre gelebt. Von Rā‘īl wurden ihm Ephraim und Manasse geboren. Der letztere war der Ahnherr von Josua Ibn Nūn und Raḥma, der Frau Hiobs. (Baid, Gät) O mein Herr, Du hast mir nun die Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und im Jenseits. Lass mich als (Dir) ergeben sterben und vereine mich mit den Rechtschaffenen.“ (12:101)
Yusuf 12:100
Eltern und Brüder ziehen nun alle nach Ägypten. Yūsuf dankt Allāh, Der das Traumgesicht von den Gestirnen erfüllt hat. (vgl. unten 12:101). In einem Ḥadīṯ ist es überliefert: Jakob weilte vierundzwanzig Jahre bei Yūsuf und starb dann. Er hatte verfügt, dass man ihn in Syrien an der Seite seines Vaters bestatte. So brachte Yūsuf ihn hin und setzte ihn dort bei. Er kam dann nach Ägypten zurück und überlebte seinen Vater um dreiundzwanzig Jahre. Nach Ablauf dieser Zeit begann sich seine Seele nach dem ewigen Königtum Allāhs zu sehnen, und er entschied sich für das Verlassen unserer Erde, worauf ihn Allāh als einen Guten und Reinen zu Sich nahm. Die Ägypter aber stritten sich um den Ort, wo sie ihn beisetzen wollten, so dass sie am Ende daran dachten, dafür in einen Kampf einzutreten. Sie beschlossen dann, ihn in einen Marmorsarkophag zu legen und im Nil zu begraben, damit das Wasser über ihn fließe und nach ganz Ägypten komme, so dass sie alle Anteil an ihm hätten. Später hat Moses Yūsuf zur Grabstätte seiner Vorväter gebracht. Yūsuf hat hundertzwanzig Jahre gelebt. Von Rā‘īl wurden ihm Ephraim und Manasse geboren. Der letztere war der Ahnherr von Josua Ibn Nūn und Raḥma, der Frau Hiobs. (Baid, Gät) O mein Herr, Du hast mir nun die Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und im Jenseits. Lass mich als (Dir) ergeben sterben und vereine mich mit den Rechtschaffenen.“ (12:101)
Yusuf 12:101
Die Lehrung, Träume zu deuten, gehört zum Gebiet des "göttlichen Wissens", das nur von Allāh verliehen wird. Wir bemerken hierzu, dass das einegegebene Wissen im Traum eine enorme Bedeutung im Dassein der Menschheit hat. Hat die richtige Deutung des Traumes des Pharaos nicht Millionen von Menschenleben in der ägyptischen Region und deren Umgebung gerettet? Die Antwort dieser Frage lautet: "Ja!" Denn es geht deutlicher in den Worten: "O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und im Jenseits ..." Ibn ‘Abbās (r) kommentiert den Schluss dieses Verses mit den Worten: "Kein Prophet vor Yūsuf hat sich den Tod herbeigewünscht." (vgl. oben 12:99f. und die Anmerkung dazu). Dies ist die Kunde von dem Verborgenen, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indem sie Ränke schmiedeten. (12:102) Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen. (12:103) Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ermahnung für alle Welten. (12:104)
Yusuf 12:102
"Dies": Hier wird Bezug genommen auf die Geschichte von Yūsuf, wie sie in den vorangehenden Versen der Sura berichtet ist. Angeredet ist Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, "Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indem sie Ränke schmiedeten": Der Sinn ist: Diese Geschichte ist etwas Verborgenes, das du nur durch eine Eingebung erfahren konntest; denn du warst nicht zugegen, als die Brüder Yūsufs sich zu dem Plan entschlossen, ihn auf den Grund des Brunnens zu werfen, und als sie gegen ihn und seinen Vater Ränke schmiedeten, damit dieser ihn mit ihnen schickte. Es ist bekannt und auch denen, die dich der Lüge zeihen, nicht verborgen, dass du nie jemand getroffen hast, der diese Geschichte gehört hat, so dass du sie von ihm hättest erfahren können. Aber dieser letzte Teil des Gedankenganges ist hier als überflüssig weggelassen, weil er in einer anderen Geschichte angeführt ist, und zwar durch Allāhs früheres Wort in 11:49. (Baid, Gät) Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden! (12:105) Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allāh, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen. (12:106) Sind sie denn sicher davor, dass nicht eine überwältigende Strafe von Allāh über sie kommt, oder dass nicht plötzlich die Stunde über sie kommt, während sie nichtsahnend sind? (12:107)
Yusuf 12:103
"Dies": Hier wird Bezug genommen auf die Geschichte von Yūsuf, wie sie in den vorangehenden Versen der Sura berichtet ist. Angeredet ist Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, "Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indem sie Ränke schmiedeten": Der Sinn ist: Diese Geschichte ist etwas Verborgenes, das du nur durch eine Eingebung erfahren konntest; denn du warst nicht zugegen, als die Brüder Yūsufs sich zu dem Plan entschlossen, ihn auf den Grund des Brunnens zu werfen, und als sie gegen ihn und seinen Vater Ränke schmiedeten, damit dieser ihn mit ihnen schickte. Es ist bekannt und auch denen, die dich der Lüge zeihen, nicht verborgen, dass du nie jemand getroffen hast, der diese Geschichte gehört hat, so dass du sie von ihm hättest erfahren können. Aber dieser letzte Teil des Gedankenganges ist hier als überflüssig weggelassen, weil er in einer anderen Geschichte angeführt ist, und zwar durch Allāhs früheres Wort in 11:49. (Baid, Gät) Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden! (12:105) Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allāh, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen. (12:106) Sind sie denn sicher davor, dass nicht eine überwältigende Strafe von Allāh über sie kommt, oder dass nicht plötzlich die Stunde über sie kommt, während sie nichtsahnend sind? (12:107)
Yusuf 12:104
"Dies": Hier wird Bezug genommen auf die Geschichte von Yūsuf, wie sie in den vorangehenden Versen der Sura berichtet ist. Angeredet ist Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, "Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indem sie Ränke schmiedeten": Der Sinn ist: Diese Geschichte ist etwas Verborgenes, das du nur durch eine Eingebung erfahren konntest; denn du warst nicht zugegen, als die Brüder Yūsufs sich zu dem Plan entschlossen, ihn auf den Grund des Brunnens zu werfen, und als sie gegen ihn und seinen Vater Ränke schmiedeten, damit dieser ihn mit ihnen schickte. Es ist bekannt und auch denen, die dich der Lüge zeihen, nicht verborgen, dass du nie jemand getroffen hast, der diese Geschichte gehört hat, so dass du sie von ihm hättest erfahren können. Aber dieser letzte Teil des Gedankenganges ist hier als überflüssig weggelassen, weil er in einer anderen Geschichte angeführt ist, und zwar durch Allāhs früheres Wort in 11:49. (Baid, Gät) Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden! (12:105) Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allāh, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen. (12:106) Sind sie denn sicher davor, dass nicht eine überwältigende Strafe von Allāh über sie kommt, oder dass nicht plötzlich die Stunde über sie kommt, während sie nichtsahnend sind? (12:107)
Yusuf 12:105
Nach Abschluss der Geschichte Yūsufs erwähnt der Qur’ān seine grundlegende Botschft. Der Mensch wird aufgerufen, die Schöpfung Allāhs mit anderen Augen zu sehen. Der Glaube an Allāh ruft zu Seiner alleinigen Verehrung. Sprich: ”Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allāh - ich und diejenigen, die mir folgen, sind uns darüber im Klaren. Und gepriesen sei Allāh; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.“ (12:108)
Yusuf 12:106
Nach Abschluss der Geschichte Yūsufs erwähnt der Qur’ān seine grundlegende Botschft. Der Mensch wird aufgerufen, die Schöpfung Allāhs mit anderen Augen zu sehen. Der Glaube an Allāh ruft zu Seiner alleinigen Verehrung. Sprich: ”Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allāh - ich und diejenigen, die mir folgen, sind uns darüber im Klaren. Und gepriesen sei Allāh; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.“ (12:108)
Yusuf 12:107
Nach Abschluss der Geschichte Yūsufs erwähnt der Qur’ān seine grundlegende Botschft. Der Mensch wird aufgerufen, die Schöpfung Allāhs mit anderen Augen zu sehen. Der Glaube an Allāh ruft zu Seiner alleinigen Verehrung. Sprich: ”Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allāh - ich und diejenigen, die mir folgen, sind uns darüber im Klaren. Und gepriesen sei Allāh; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.“ (12:108)
Yusuf 12:108
Der Ruf zu Allāh wird hier allen Gläubigen ans Herz gelegt und ihnen als Aufgabe zu allen Orten und Zeiten auferlegt. Auch vor dir entsandten Wir lediglich nur Männer, denen Wir die Offenbarung gaben, aus dem Volk der Städte. Sind sie denn nicht im Lande umhergezogen, so dass sie schauen konnten, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Und gewiss, die Wohnstatt des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Wollt ihr es denn nicht begreifen? (12:109)
Yusuf 12:109
Aus diesem Vers erhalten wir vom Schöpfer Selbst die Gewissheit, dass Er vor Muḥammad (a.s.s.) lediglich nur Männer als Propheten entsandt und ihnen die Offenbarung gegeben hat (vgl. dazu 16:43-44 und die Anmerkung dazu). Damit ist die Frage beantwortet, dass keine unter den Frauen diese schwere Aufgabe der Berufung als Prophetin erhielt. Die Rechtsgelerten sind darüber einig, dass die im Qur’an erwähnten aufrichtigen Frauen, wie die Mutter Moses (28:7), Maria, Mutter Jesu (2:42ff.) und Sārah, Frau Abrahams (11:71) keine Propheten waren, obwohl sie die göttliche Eingebung erhielten und bei Sārah und Maria die Erscheinung Gabriels zuteil wurde (vgl. In Kaṯīr, a.a.O.; ferner 6:6; 10:13; 17:17; 19:74, 98; 20:128; 23:31; 28:43, 78; 32:26; 36:31; 38:3; 46:17; 50:36 und die Anmerkungen dazu. (Und erst dann) als die Gesandten die Hoffnung aufgaben und dachten, sie würden als Lügner hingestellt werden, kam Unsere Hilfe zu ihnen; da wurden jene errettet, die Wir wollten. Und Unsere Strafe kann nicht von dem sündigen Volk abgewendet werden. (12:110)
Yusuf 12:110
vgl. oben 12:109 und die Anmerkung dazu. Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. Es ist keine erdichtete Rede, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und eine Führung und eine Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk. (12:111)
Yusuf 12:111
Am Ende dieser herzergreifenden Sura folgen lehrreiche Worte. D.h.: sowohl in der vorliegenden Geschichte Yūsufs, als auch in allen Geschichten der Propheten. Diese Geschichten bedeuten im Qur’ān eine Belehrung für die Menschen in Glaubensfragen. Die Geschichte Yūsufs ist ein Beispiel davon (vgl. 10:37-40 und die Anmerkung dazu).
ar-Ra'd 13:1
Sura Ar-Ra‘d (Der Donner)
(offenbart zu Al-Madīna)
43 Āyāt
Diese Sura behandelt, wie Allāh Sich der Menschheit offenbart. Allāh offenbart Seine Botschaft durch die Schöpfung und die Gesetze, die in der Natur vorhanden sind. Er sendet Seine Botschaft auch durch die Offenbarung an die Propheten. In der Welt kann man Leben und Tod einander ständig folgen sehen: im Winter erscheinen Pflanzen und Bäume wie tot, doch der Frühling gibt der Natur neues Leben und Schönheit. Die Ungläubigen fragen: Wenn wir zu Staub geworden sind, sollen wir dann in einer anderen Schöpung neu erstehen? Seht euch eure Unwissenheit an: Sie machen sich über den Gedanken lustig, dass Allāh sie strafen könnte, weil sie Seine Strafe noch nicht erfasst hat. Sie wollen eher Zeichen Seiner Macht sehen als Seiner Barmherzigkeit. Verstehen sie denn nicht, dass diese Zeichen Allāhs von Allmacht, Herrlichkeit und Gnade sogar in Donner und Blitz erkannt werden können? Die ganze Schöpfung preist Allāh. Gute Werke sind dauerhaft, während das Böse zugrundegeht. Die wahren Gläubigen suchen Allāhs Wohlgefallen und finden dabei seelischen Frieden. Im Jenseits werden sie dann ins Paradies eintreten dürfen. Was die Ungläubigen betrifft, so lastet Allāhs Fluch auf ihnen und im Jenseits erwartet sie eine schmerzliche Strafe. Allāh wird sie zu der von Ihm festgesetzten Zeit vernichten. Sein Wille geschehe und die Menschen können nichts unternehmen, um dieses Schicksal zu ändern. Allāhs Gesandte wurden immer verhöhnt, doch Allāh wird die Spötter bestrafen. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Mīm Rā’. Das sind die Verse des Buches. Und was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, ist die Wahrheit. Jedoch die meisten Menschen glauben nicht. (13:1)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Nach der Überlieferung von Ibn ‘Abbās ist mit dem Wort "Buch" der Qur’ān gemeint (vgl. unten den Schlussvers 13:43 dieser Sura und die Anmerkung dazu). Allāh ist es, Der die Himmel, die ihr sehen könnt, ohne Stützpfeiler emporgehoben hat. Dann herrschte Er über Sein Reich. Und Er machte die Sonne und den Mond dienstbar; jedes (Gestirn) läuft seine Bahn in einer vorgezeichneten Frist. Er bestimmt alle Dinge. Er macht die Zeichen deutlich, auf dass ihr an die Begegnung mit eurem Herrn fest glauben mögt. (13:2)
ar-Ra'd 13:2
Himmelskörper sind nicht durch Zufall oder "Urknall" entstanden, wie manche Wissenschaftler behaupten, sondern sie sind eine von Allāh gewollte Schöpfung, die sich in einer von Ihm festgelegten Laufbahn und für eine bestimmte Frist bewegen (vgl. 10:3, 31-33; 21:31-33; 30:23; 31:10-11, 29-30 und die Anmerkung dazu). Und Er ist es, Der die Erde ausdehnte und feststehende Berge und Flüsse in ihr gründete. Und Er erschuf auf ihr Früchte aller Art, ein Paar von jeder (Art). Er lässt die Nacht den Tag bedecken. Wahrlich, hierin liegen Zeichen für ein nachdenkendes Volk. (13:3) Und auf der Erde liegen dicht beieinander Landstriche und Gärten von Weinstöcken, Kornfeldern und Dattelpalmen, die auf Doppel- und auf Einzelstämmen aus einer Wurzel wachsen; sie werden mit demselben Wasser getränkt; dennoch lassen Wir die einen von ihnen die anderen an Frucht übertreffen. Hierin liegen wahrlich Zeichen für ein verständiges Volk. (13:4)
ar-Ra'd 13:3
Zur Zeit der Offenbarung dieses Verses haben die Menschen geglaubt, die Erde sei eine Scheibe, die ein Ende hat. Der Qur’ān verrät hier die Kugelform der Erde, die vor dem Betrachter endlos ausgedehnt scheint. Während im zweiten Vers die Rede von Himmelskörpern ist, ist hier die Rede in voller Harmonie vom irdischen Leben und von der darauf zur Verfügung gestellten Nahrung für Mensch und Tier zugleich. Ist das kein überzeugender Grund für die Verständigen? (vgl. 5:31; 6:99, 141; 7:54; 15:19; 20:53-56; 31:10-11 und die Anmerkung dazu). Wenn du dich wunderst, so ist ihre Rede wunderlich: ”Wie? Wenn wir zu Staub geworden sind, dann sollen wir in einer Neuschöpfung sein?“ Diese sind es, die ihrem Herrn den Glauben versagen, und diese sind es, die Fesseln um ihren Hals haben werden; und sie werden die Bewohner des Feuers sein, darin werden sie auf ewig bleiben. (13:5)
ar-Ra'd 13:5
Hier wird der Prophet Muḥammad (a.s.s.) angesprochen, um die unsinnigen Argumente der Götzendiener unter den Makkanern zu widerlegen (vgl. oben 7:157 und die Anmerkung dazu). Sie werden dich eher die Strafe als die Wohltat beschleunigen heißen, obwohl vor ihnen beispielgebende Bestrafungen erfolgt sind. Wahrlich, dein Herr ist immer bereit, den Menschen zu vergeben, trotz ihrer Missetaten, und siehe, dein Herr ist streng im Strafen. (13:6)
ar-Ra'd 13:6
Dieser Vers bezieht sich auf eine Herausforderung der Banū Quraiš dem Propheten gegenüber. D.h.: sie bedrängen dich, o Muḥammad, um ihnen die angedrohte Strafe Allāhs zu beschleunigen, statt, dass sie die Vergebung Allāhs erflehen; denn Er ist Der, Der immer bereit ist, "den Menschen zu vergeben, trotz ihrer Missetaten". Hier öffnet Allāh die Tore Seiner Barmherzigkeit zur Vergebung. Als Regel für die Vergebung ist die tätige Reue (vgl. 6:12, 57f.; 7:156; 8:32; 10:11; 18:55-56; 22:47-48 und die Anmerkungen dazu). Und diejenigen, die nicht glauben, sagen: ”Warum wurde kein Zeichen von seinem Herrn zu ihm herabgesandt?“ Du bist nur ein Warner. Und für jedes Volk wird ein Führer (eingesetzt). (13:7)
ar-Ra'd 13:7
Einst verlangten die Makkaner vom Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, dass Allāh ein Zeichen zu ihm herabsenden soll: Er solle also Wunder bringen, wie die Propheten vor ihm. So wollten sie z.B., dass er einen Berg in Gold oder die Bergmassive in der Umgebung in Gärten und Bäche verwandeln sollte. Unser Prophet (a.s.s.) brachte zwar Wunder wie andere Propheten, weigerte sich aber, diese auf Bestellung zu vollenden, um "bloss" ihre Neugier zu stillen. In diesem Vers wird sowohl der Prophet Muḥammad (a.s.s.) an seine Aufgabe als Warner im Auftrag seines Herrn erinnert, als auch die Menschen an ihre Vernunft beim Verständnis der Botschaft appeliert. Der letzte Satz weist auf die Tatsache hin, dass jeder Prophet gleichzeitig der Führer seines Volkes ist (vgl. 6:7, 111; 10:96f.; 13:27-29, 31; 15:67ff., die Anmerkung dazu und den Titel "Von den Wundern des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm", Islamische Bibliothek). Allāh weiß, was jedes weibliche Wesen trägt, und wann der Mutterschoß abnimmt und wann er zunimmt. Und bei Ihm geschehen alle Dinge nach Maß. (13:8) (Er ist) der Kenner des Verborgenen und des Offenbaren, der Große, der Hocherhabene (13:9)
ar-Ra'd 13:8
Wenn die Medizin heute in der Lage ist, das Geschlecht des Kindes im Mutterleib festzustellen, versagt sie aber, weitere Auskunft über Schicksal und Dasein dieses Lebewesens im Mutterschoß zu geben. Denn die Verborgenheit darüber liegt nur im Wissen Allāhs. Er allein weiß, ob der werdende Mensch im Mutterlieb arm oder reich, zu den Glückseligen oder Elenden gehören wird, und ob er zu den Paradiesbewohnern oder zu den Bestraften im Höllenfeuer gehört (vgl. oben 6:73 und die Anmerkung dazu). Diejenigen, die unter euch das Wort verbergen und die es offen aussprechen, sind (vor Ihm) gleich; so wie die, die sich in der Nacht verbergen und die am Tag offen hervortreten. (13:10) Er (der Gesandte) hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allāhs Geheiß. Gewiss, Allāh ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allāh einem Volk etwas Übles zufügen will, so gibt es dagegen keine Abwehr, und sie haben keinen Helfer außer Ihm. (13:11)
ar-Ra'd 13:9
Wenn die Medizin heute in der Lage ist, das Geschlecht des Kindes im Mutterleib festzustellen, versagt sie aber, weitere Auskunft über Schicksal und Dasein dieses Lebewesens im Mutterschoß zu geben. Denn die Verborgenheit darüber liegt nur im Wissen Allāhs. Er allein weiß, ob der werdende Mensch im Mutterlieb arm oder reich, zu den Glückseligen oder Elenden gehören wird, und ob er zu den Paradiesbewohnern oder zu den Bestraften im Höllenfeuer gehört (vgl. oben 6:73 und die Anmerkung dazu). Diejenigen, die unter euch das Wort verbergen und die es offen aussprechen, sind (vor Ihm) gleich; so wie die, die sich in der Nacht verbergen und die am Tag offen hervortreten. (13:10) Er (der Gesandte) hat Beschützer vor und hinter sich; sie behüten ihn auf Allāhs Geheiß. Gewiss, Allāh ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist. Und wenn Allāh einem Volk etwas Übles zufügen will, so gibt es dagegen keine Abwehr, und sie haben keinen Helfer außer Ihm. (13:11)
ar-Ra'd 13:10
Jeder Mensch unterliegt der Überwachung des Schöpfers. Das heißt, vor Allāh sind geheime und offenkundige Taten und Äußerungen gleich bekannt (vgl. 2:255; 8:53-54 und die Anmerkung dazu). Er ist es, Der euch den Blitz in Furcht und Hoffnung sehen lässt; und Er lässt die schweren Wolken aufsteigen. (13:12) Und der Donner lobpreist Seine Herrlichkeit; und (genauso lobpreisen) Ihn die Engel in Ehrfurcht. Und Er sendet die Blitzschläge und trifft damit, wen Er will; doch streiten sie über Allāh, während Er streng in der Vergeltung ist. (13:13)
ar-Ra'd 13:11
Jeder Mensch unterliegt der Überwachung des Schöpfers. Das heißt, vor Allāh sind geheime und offenkundige Taten und Äußerungen gleich bekannt (vgl. 2:255; 8:53-54 und die Anmerkung dazu). Er ist es, Der euch den Blitz in Furcht und Hoffnung sehen lässt; und Er lässt die schweren Wolken aufsteigen. (13:12) Und der Donner lobpreist Seine Herrlichkeit; und (genauso lobpreisen) Ihn die Engel in Ehrfurcht. Und Er sendet die Blitzschläge und trifft damit, wen Er will; doch streiten sie über Allāh, während Er streng in der Vergeltung ist. (13:13)
ar-Ra'd 13:12
Sowohl der Blitz als auch der Donner (Name dieser Sura) sind von Allāh eine erschaffene Natur, die zu Seiner Allmacht gehört. Manche Menschen fürchten die Schäden, die durch Einschlag des Blitzes entstehen können, während andere damit voller Hoffnung auf Regen und Fruchbarkeit ihrer Felder rechnen. In der Schöpfung sind beide - Furcht und Hoffnung - vorhanden. Warum wollen die Ungläubigen nur Allāhs Zorn und Strafe herausfordern, statt Ihn und Seine Herrlichkeit in aller Ehrfurcht zu lobpreisen - wie die Engel es tun. (vgl. 22:18 und die Anmerkung dazu). Ihm gebührt der aufrichtige Anruf; und jene, die sie statt Ihm anrufen, kommen ihnen mit nichts entgegen; (sie sind) wie jener, der seine beiden Hände nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund erreiche und ihn doch nicht erreicht. Und das Bitten der Ungläubigen ist völlig verfehlt. (13:14)
ar-Ra'd 13:13
Sowohl der Blitz als auch der Donner (Name dieser Sura) sind von Allāh eine erschaffene Natur, die zu Seiner Allmacht gehört. Manche Menschen fürchten die Schäden, die durch Einschlag des Blitzes entstehen können, während andere damit voller Hoffnung auf Regen und Fruchbarkeit ihrer Felder rechnen. In der Schöpfung sind beide - Furcht und Hoffnung - vorhanden. Warum wollen die Ungläubigen nur Allāhs Zorn und Strafe herausfordern, statt Ihn und Seine Herrlichkeit in aller Ehrfurcht zu lobpreisen - wie die Engel es tun. (vgl. 22:18 und die Anmerkung dazu). Ihm gebührt der aufrichtige Anruf; und jene, die sie statt Ihm anrufen, kommen ihnen mit nichts entgegen; (sie sind) wie jener, der seine beiden Hände nach Wasser ausstreckt, damit es seinen Mund erreiche und ihn doch nicht erreicht. Und das Bitten der Ungläubigen ist völlig verfehlt. (13:14)
ar-Ra'd 13:14
Allāh allein ist in der Lage, unsere Bittgebete zu erhören. Ohne den Glauben an Ihn verfehlt die Handlung Zweck und Ziel. Wer immer in den Himmeln und auf der Erde ist, wirft sich vor Allāh in Anbetung nieder, willig oder widerwillig, und (ebenfalls tun dies) ihre Schatten am Morgen und am Abend. (13:15)
ar-Ra'd 13:15
Dieser Vers gehört zu den Stellen im Qur’ān, bei deren Rezitation sich der Leser niederwerfen soll (vgl. dazu die Tabelle im Titel: "Aṣ-Ṣalāh - das Gebet im Islam", Islamische Bibliothek). Mit dem Ausdruck "Wer immer in den Himmeln ..." sind sowohl die Engel als auch die anderen Geschöpfe gemeint, die wir nicht kennen. Diese Geschöpfe selbst und ihre Schatten als Erscheinungsformen der von Allāh erschaffenen Naturgesetze, sind Seinem Willen unterworfen; d.h. die Schatten derjenigen, die unwillig sind, sich vor Allāh zu unterwerfen, sind trotzdem nach Seinem Willen unterworfen. Diese sind also von Allāh abhängig wie der Schatten von seinem Original abhängig ist. Die Niederwerfung ist damit der Ausdruck für Gehorsam und Demut Allāh gegenüber, und zwar morgens und abends wo die Schatten der Dinge nach der Lichtwirkung der Sonne am längsten und auffälligsten sind (vgl. 16:48f.; 22:18 und die Anmerkung dazu). Sprich: ”Wer ist der Herr der Himmel und der Erde?“ Sprich: ”Allāh.“ Sprich: ”Habt ihr euch Helfer außer Ihm genommen, die sich selbst weder nützen noch schaden können?“ Sprich: ”Können der Blinde und der Sehende gleich sein? Oder kann die Finsternis dem Licht gleich sein? Oder stellen sie Allāh Teilhaber zur Seite, die eine Schöpfung wie die Seine erschaffen haben, so dass (beide) Schöpfungen ihnen gleichartig erscheinen?“ Sprich: ”Allāh ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist der Einzige, der Allmächtige.“ (13:16)
ar-Ra'd 13:16
D.h.: "Sprich O Muḥammad zu den Götzendienern!" Für die Bedeutung des Wortes "Herr" vgl. 1:2 und die Anmerkung dazu. Dies ist nicht eine Frage, die die Götzendiener beantworten sollten; denn sie wurde bereits zuvor beantwortet (vgl. Vers 15); sie ist vielmehr eine Frage, die der Missbilligung dient. Obwohl diese Frageform an die Götzendiener gerichtet ist, fordert Allāh hier Seinen Gesandten auf, sie selbst mit "AIlah" zu beantworten. Mit Sehenden und Blinden sind Gläubige und Ungläubige gemeint. Wie der Unterschied zwischen den Sehenden und den Blinden, zwischen Licht und Finsternis deutlich ist, so ist auch der Unterschied zwischen Wahrheit und Lüge gut erkenntbar (vgl. 2:116f. und die Anmerkungen dazu). Er sendet Wasser vom Himmel herab, so dass die Täler nach ihrem Maß durchströmt werden, und die Flut trägt Schaum auf der Oberfläche. Und ein ähnlicher Schaum ist in dem, was sie im Feuer aus Verlangen nach Schmuck und Gerät erhitzen. So verdeutlicht Allāh Wahrheit und Falschheit. Der Schaum aber, der vergeht wie die Blasen; das aber, was den Menschen nützt, bleibt auf der Erde zurück. Und so prägt Allāh die Gleichnisse. (13:17)
ar-Ra'd 13:17
Der Schmutz, den die Flüsse auf ihren Wegen mitführen, wird auf ihrer Oberfläche als Schaum sichtbar. Die von den Gegnern des Islam betriebene Hetze und Propaganda kann mit dem sich auftürmenden Schaum verglichen werden, der auf der Wasseroberfläche treibt, aber bald dahinschwindet. Das Feuer trennt die Schlacke vom Gold für Schmuck und vom Eisen für Gebrauchsgegenstände für den Alltag. Allāh regt mit diesen Beispielen die Menschen zum Nachdenken an. Für diejenigen, die auf ihren Herrn hören, ist das Gute vorgesehen; diejenigen aber, die nicht auf Ihn hören - hätten sie auch alles, was auf Erden ist, und noch einmal soviel dazu, würden sich gerne damit loskaufen. Diese sind es, die eine schlimme Abrechnung haben werden, und ihre Herberge ist Ǧahannam. Welch ein elender Ruheplatz! (13:18)
ar-Ra'd 13:18
Allāh prägt ein Gleichnis über den Unterschied zwischen denen, die auf den Ruf ihres Herrn reagieren, und denen, die sich nicht rühren (vgl. 3:91; 10:54 und die Anmerkung dazu). Ist denn der, der weiß, dass das die Wahrheit ist, was zu dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, einem Blinden gleich? Nur diejenigen, die Verstand haben, lassen sich mahnen. (13:19)
ar-Ra'd 13:19
Dieser Vers hat Relation mit dem oben vorangegangenen Vers 13:16. Mit diesen Worten erfolgt eine Gegenüberstellung von Glauben und Rechtschaffenheit auf der einen und Unglauben und Ungerechtigkeit auf der anderen Seite. Es sind jene, die ihr Versprechen Allāh gegenüber einhalten und den Bund (mit Ihm) nicht brechen (13:20); und es sind jene, welche verbinden, was Allāh zu verbinden geboten hat, und die ihren Herrn fürchten und sich auf einen schlechten Ausgang der Abrechnung gefasst machen (13:21); und es sind jene, die im Verlangen nach dem Wohlgefallen ihres Herrn geduldig bleiben und das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, geheim und offen spenden und das Böse durch das Gute abwehren - diese sind es, denen der Lohn der Wohnstatt zuteil wird (13:22): die Gärten von Eden. Dort werden sie eingehen und die von ihren Eltern und ihren Frauen und ihren Nachkommen, die rechtschaffen sind. Und die Engel werden zu ihnen durch jegliches Tor treten. (13:23) ”Friede sei auf euch, da ihr geduldig wart; seht, wie herrlich der Lohn der Wohnstatt ist!“ (13:24)
ar-Ra'd 13:20
Der Bund ist der des Glaubens, der mit der Naturveranlagung des Menschen erschaffen ist. Das Verbinden erstreckt sich auf alle Gebote des Islam, z.B.: Familienbindungen, Güte zu den Eltern, Fürsorge für Waisen und Arme, Ehrung des Nachbarn, Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen, wie die Verrichtung der fünf Säulen des Islam. "Friede sei auf euch ..." ist der Gruß der Engel. Dieser Friede im Paradies ist der Lohn derjenigen, die hier beschrieben sind (vgl. 5:1; 7:172-173; 8:74-75; 9:72; 10:9-10; 16:91; 41:34-36 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die den Bund Allāhs brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Allāh zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften - auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt. (13:25)
ar-Ra'd 13:21
Der Bund ist der des Glaubens, der mit der Naturveranlagung des Menschen erschaffen ist. Das Verbinden erstreckt sich auf alle Gebote des Islam, z.B.: Familienbindungen, Güte zu den Eltern, Fürsorge für Waisen und Arme, Ehrung des Nachbarn, Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen, wie die Verrichtung der fünf Säulen des Islam. "Friede sei auf euch ..." ist der Gruß der Engel. Dieser Friede im Paradies ist der Lohn derjenigen, die hier beschrieben sind (vgl. 5:1; 7:172-173; 8:74-75; 9:72; 10:9-10; 16:91; 41:34-36 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die den Bund Allāhs brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Allāh zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften - auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt. (13:25)
ar-Ra'd 13:22
Der Bund ist der des Glaubens, der mit der Naturveranlagung des Menschen erschaffen ist. Das Verbinden erstreckt sich auf alle Gebote des Islam, z.B.: Familienbindungen, Güte zu den Eltern, Fürsorge für Waisen und Arme, Ehrung des Nachbarn, Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen, wie die Verrichtung der fünf Säulen des Islam. "Friede sei auf euch ..." ist der Gruß der Engel. Dieser Friede im Paradies ist der Lohn derjenigen, die hier beschrieben sind (vgl. 5:1; 7:172-173; 8:74-75; 9:72; 10:9-10; 16:91; 41:34-36 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die den Bund Allāhs brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Allāh zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften - auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt. (13:25)
ar-Ra'd 13:23
Der Bund ist der des Glaubens, der mit der Naturveranlagung des Menschen erschaffen ist. Das Verbinden erstreckt sich auf alle Gebote des Islam, z.B.: Familienbindungen, Güte zu den Eltern, Fürsorge für Waisen und Arme, Ehrung des Nachbarn, Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen, wie die Verrichtung der fünf Säulen des Islam. "Friede sei auf euch ..." ist der Gruß der Engel. Dieser Friede im Paradies ist der Lohn derjenigen, die hier beschrieben sind (vgl. 5:1; 7:172-173; 8:74-75; 9:72; 10:9-10; 16:91; 41:34-36 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die den Bund Allāhs brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Allāh zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften - auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt. (13:25)
ar-Ra'd 13:24
Der Bund ist der des Glaubens, der mit der Naturveranlagung des Menschen erschaffen ist. Das Verbinden erstreckt sich auf alle Gebote des Islam, z.B.: Familienbindungen, Güte zu den Eltern, Fürsorge für Waisen und Arme, Ehrung des Nachbarn, Erfüllung von Verträgen und Verpflichtungen, wie die Verrichtung der fünf Säulen des Islam. "Friede sei auf euch ..." ist der Gruß der Engel. Dieser Friede im Paradies ist der Lohn derjenigen, die hier beschrieben sind (vgl. 5:1; 7:172-173; 8:74-75; 9:72; 10:9-10; 16:91; 41:34-36 und die Anmerkungen dazu). Diejenigen aber, die den Bund Allāhs brechen, nachdem (sie) ihn geschlossen haben, und zerreißen, was Allāh zu verbinden geboten hat, und Unheil auf Erden stiften - auf ihnen lastet der Fluch, und sie haben eine schlimme Wohnstatt. (13:25)
ar-Ra'd 13:25
Hier handelt es sich um diejenigen, die den Bund brechen, den Allāh in der Naturveranlagung aller Menschen erschaffen hat (vgl. oben 13:21). Der "Fluch" verbannt jeglichen Segen und jegliche Gnade des Erhabenen Schöpfers und hat die "schlimme Wohnstatt" als Folge (vgl. oben 22-24). Allāh erweitert und beschränkt die Mittel zum Unterhalt wem Er will. Sie freuen sich des irdischen Lebens, doch das diesseitige Leben ist im Vergleich mit dem jenseitigen nur ein Nießbrauch. (13:26)
ar-Ra'd 13:26
Bei einigen Menschen gewährt Allāh reichlich die Mittel zum Unterhalt, bei anderen legt Er strenge Maßstäbe an. Niemand kann Rechenschaft von Ihm fordern; denn Sein Wille ist der Maßstab alles Guten. Er gewährt die Mittel zum Unterhalt Seinem allumfassenden Plan entsprechend, ohne Rücksicht auf die Verdienste der betreffenden Wesen, deshalb bedeutet materielles Wohlergeben in dieser Welt nicht unbedingt Allāhs Gunst. Ebenso verhält es sich mit der Einschränkung dieser Mittel, so dass Mangel nicht unbedingt ein Zeichen für den Zorn Allāhs ist. Die heidnischen Makkaner wie auch andere unwissende Menschen in dieser Welt schätzen den Wert eines Menschen nach seinem Vermögen ein, statt nach seinem Glauben und seinem rechtschaffenen Handeln. In diesem Vers werden sie vor diesem Irrtum gewarnt (vgl. 9:38; 17:29-30; 29:61-63; 89:16 und die Anmerkung dazu). Und jene, die ungläubig sind, sagen: ”Warum ist ihm von seinem Herrn kein Zeichen herabgesandt worden?“ Sprich: ”Allāh lässt zugrunde gehen, wen Er will, und leitet die zu Sich, welche sich bekehren. (13:27) Es sind jene, die glauben und deren Herzen Trost finden im Gedenken an Allāh. Wahrlich, im Gedenken Allāhs werden die Herzen ruhig. (13:28) Denen, die da glauben und gute Werke tun, wird Glück und eine treffliche Heimstatt zuteil sein.“ (13:29)
ar-Ra'd 13:27
Die Anrede gilt unserem Propheten (a.s.s.). Das oben in 13:7 Erwähnte ist hier beendet. Die restliche Erklärung in 13:28-29 liegt unmissverständlich auf der Hand, und zwar als Folge des Glaubens an Allāh . Und so haben Wir dich zu einem Volk gesandt, vor dem bereits andere Völker dahingegangen sind, auf dass du ihnen verkünden mögest, was Wir dir offenbarten; und doch glauben sie nicht an den Allerbarmer. Sprich: ”Er ist mein Herr; kein Gott ist da außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und zu Ihm werde ich heimkehren.“ (13:30)
ar-Ra'd 13:28
Die Anrede gilt unserem Propheten (a.s.s.). Das oben in 13:7 Erwähnte ist hier beendet. Die restliche Erklärung in 13:28-29 liegt unmissverständlich auf der Hand, und zwar als Folge des Glaubens an Allāh . Und so haben Wir dich zu einem Volk gesandt, vor dem bereits andere Völker dahingegangen sind, auf dass du ihnen verkünden mögest, was Wir dir offenbarten; und doch glauben sie nicht an den Allerbarmer. Sprich: ”Er ist mein Herr; kein Gott ist da außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und zu Ihm werde ich heimkehren.“ (13:30)
ar-Ra'd 13:29
Die Anrede gilt unserem Propheten (a.s.s.). Das oben in 13:7 Erwähnte ist hier beendet. Die restliche Erklärung in 13:28-29 liegt unmissverständlich auf der Hand, und zwar als Folge des Glaubens an Allāh . Und so haben Wir dich zu einem Volk gesandt, vor dem bereits andere Völker dahingegangen sind, auf dass du ihnen verkünden mögest, was Wir dir offenbarten; und doch glauben sie nicht an den Allerbarmer. Sprich: ”Er ist mein Herr; kein Gott ist da außer Ihm. Auf Ihn vertraue ich und zu Ihm werde ich heimkehren.“ (13:30)
ar-Ra'd 13:30
Du bist, o Muḥammad, nicht der erste, der mit solch einer Botschaft zu seinem Volk gesandt worden ist. Hier liegt ein indirekter Hinweis auf die Kontinuität des prophetischen Auftrags vor und bis zur Zeit des letzten Propheten Muḥammad (a.s.s.). Die Leute von Makka, zu denen der Prophet Muḥammad (a.s.s.) gesandt worden ist, leugneten den "Allerbarmer" und lehnten in der Abmachung von Al-Ḥudaibiyya ab, Ihn als "den Barmherzigen" zu bezeichnen. Nach der Überlieferung von Qatāda (r) in Al-Buḫāryy handelt es sich um den Satz anfangs der Abmachung: "Im Namen Allāhs, des Allerbarmers des Barmherzigen". (vgl. den Titel: "Muḥammad, Prophet der Barmherzigkeit", Islamische Bibliothek). Und gäbe es auch einen Qur’ān, durch den Berge versetzt oder die Erde gespalten oder durch den zu den Toten gesprochen werden könnte, (würden sie doch nicht an ihn glauben). Nein! Die Sache ruht völlig bei Allāh. Haben denn die Gläubigen nicht den Versuch, (daran zu zweifeln) aufgegeben, dass, wenn Allāh gewollt hätte, Er sicher der ganzen Menschheit hätte den Weg weisen können? Und die Heimsuchung wird nicht aufhören, die Ungläubigen um dessentwillen zu treffen, was sie gewirkt haben, oder sich nahe bei ihren Wohnstätten niederzulassen, bis Allāhs Verheißung sich erfüllt. Wahrlich, Allāh verfehlt den Termin nicht. (13:31)
ar-Ra'd 13:31
Der Vers beschreibt die Verhaltensweise der Ungläubigen. Die Gläubigen dagegen bekennen sich zur Allmacht Allāhs. Kein Wunder wird diejenigen überzeugen, deren Herzen durch den Unglauben verstockt sind. Allāh erfüllt Seine Verheißung, die Er Seinem Gesandten und den Gläubigen mit ihm verkündet hat (vgl. 5:36; 6:109-111, 149; 13:7, 26-27 und die Anmerkungen dazu). Und gewiss sind schon vor dir Gesandte verspottet worden, doch Ich gewährte denen eine Frist, die ungläubig waren. Dann erfasste Ich sie, und wie war Meine Strafe! (13:32)
ar-Ra'd 13:32
Es gibt ein arabisches Sprichwort, das besagt: "Allāh yumhilu walā yuhmil" (Allāh gewährt Fristen, von Ihm aber wird nichts vernachlässigt). Von Ihm wird die Strafe zwar aufgeschoben, nicht aber aufgehoben - es sei denn, Er vergibt den Übeltätern auf Grund ihrer tätigen Reue und der Bitte um Vergebung. Damit muss die Wiedergutmachung verbunden sein. (vgl. dazu 6:10; 15:10-11 und die Anmerkung dazu). Ist denn Der, Der über alles, was sie begehen, wacht, (den angeblichen Göttern gleich)? Dennoch stellen sie Allāh Götter zur Seite. Sprich: ”Nennt sie!“ Wollt ihr Ihm etwas verkünden, was Er auf Erden nicht kennt? Oder ist es nur leere Rede? Aber nein! Denen, die ungläubig sind, zeigen sich ihre Ränke im schönsten Licht, und sie sind dadurch vom (rechten) Weg abgehalten worden. Und derjenige, den Allāh zum Irrenden erklärt, soll keinen finden, der ihn rechtleitet. (13:33)
ar-Ra'd 13:33
Ihr Ungläubigen braucht eure falschen Götter nur beim Namen zu rufen, und es stellt sich heraus, dass sie außer dem Namen überhaupt nichts sind. Hinter ihnen steht keine Wirklichkeit, während Allāh die absolute Wahrheit ist. Er durchdringt alles und kennt alle Dinge. "Nennt sie" ist die Ausdrucksform äußerster Herausforderung und Verachtung für diese falschen Götter. Die Überheblichkeit der Götzendiener bestärkt sie in ihrem Irrtum, so dass ihnen der rechte Weg nicht mehr zugänglich ist (vgl. 7:71, 186; 10:18; 12:39-40; 14:4, 44-46; 53:23 und die Anmerkung dazu). Für sie ist eine Strafe im Diesseits bestimmt; und die Strafe des Jenseits ist gewiss (noch) härter, und sie werden keinen Beschützer vor Allāh haben. (13:34) (Dies ist) die Beschreibung des Paradieses, das den Gottesfürchtigen versprochen worden ist: Bäche durchfließen es; seine Früchte wie sein Schatten sind immerwährend. Das ist der Lohn derer, die gottesfürchtig sind; und der Lohn der Ungläubigen ist das Feuer. (13:35)
ar-Ra'd 13:34
"... eine Strafe im Diesseits" erfolgt durch die Hände der Gläubigen und ist zeitlich begrenzt, weil das irdische Leben zeitlich begrenzt ist, während "die Strafe des Jenseits" dauerhafter ist, weil dort Zeitlosigkeit durch die Ewigkeit herrscht. In der Beschreibung der paradiesischen Verhältnisse gelten auch dieselben zeitlichen Maßstäbe für die Bestrafung. Die Freuden auf dieser Erde sind zeitlich begrenzt, während das Wohlleben im Paradies dauerhafter ist. Genauso ist der "Schatten" als Dauerschutz und Sicherheit für die Gläubigen, die die Versorgung und das Wohlleben genießen. Durch die Strafe mit dem Höllenfeuer werden die Ungläubigen dagegen Trockenheit und starken Durst empfinden und sie werden kein kühles Wasser trinken, sondern siedendes salziges Wasser, und ihre Nahrung wird aus Eiter sein (vgl. 4:57; 5:69; 13:31; 47:15; 69:36 und die Anmerkungen dazu). Und die, denen Wir die Schrift gegeben haben, freuen sich über das, was zu dir herabgesandt wurde. Und unter den Gruppen sind einige, die einen Teil davon leugnen. Sprich: ”Mir wurde befohlen, Allāh zu dienen, und nicht, Ihm Götter zur Seite zu stellen. Zu Ihm rufe ich und zu Ihm werde ich heimkehren.“ (13:36) Und so haben Wir ihn (den Qur’ān) herabgesandt als eine Entscheidung in arabischer Sprache. Und wenn du ihren persönlichen Neigungen folgst, obwohl zu dir das Wissen gekommen ist, so sollst du keinen Beschützer oder Retter vor Allāh haben. (13:37)
ar-Ra'd 13:35
"... eine Strafe im Diesseits" erfolgt durch die Hände der Gläubigen und ist zeitlich begrenzt, weil das irdische Leben zeitlich begrenzt ist, während "die Strafe des Jenseits" dauerhafter ist, weil dort Zeitlosigkeit durch die Ewigkeit herrscht. In der Beschreibung der paradiesischen Verhältnisse gelten auch dieselben zeitlichen Maßstäbe für die Bestrafung. Die Freuden auf dieser Erde sind zeitlich begrenzt, während das Wohlleben im Paradies dauerhafter ist. Genauso ist der "Schatten" als Dauerschutz und Sicherheit für die Gläubigen, die die Versorgung und das Wohlleben genießen. Durch die Strafe mit dem Höllenfeuer werden die Ungläubigen dagegen Trockenheit und starken Durst empfinden und sie werden kein kühles Wasser trinken, sondern siedendes salziges Wasser, und ihre Nahrung wird aus Eiter sein (vgl. 4:57; 5:69; 13:31; 47:15; 69:36 und die Anmerkungen dazu). Und die, denen Wir die Schrift gegeben haben, freuen sich über das, was zu dir herabgesandt wurde. Und unter den Gruppen sind einige, die einen Teil davon leugnen. Sprich: ”Mir wurde befohlen, Allāh zu dienen, und nicht, Ihm Götter zur Seite zu stellen. Zu Ihm rufe ich und zu Ihm werde ich heimkehren.“ (13:36) Und so haben Wir ihn (den Qur’ān) herabgesandt als eine Entscheidung in arabischer Sprache. Und wenn du ihren persönlichen Neigungen folgst, obwohl zu dir das Wissen gekommen ist, so sollst du keinen Beschützer oder Retter vor Allāh haben. (13:37)
ar-Ra'd 13:36
Unter dem Begriff "Ahl Al-Kitāb" (terminus technicus für "Leute der Schrift"): gehören u.a. Juden und Christen. Mit dem Wort "Gruppen" sind sowohl jene in 30:20-22 erwähnten Stämme gemeint, nach denen die Sura 30 benannt ist, als auch jene Gruppen der Juden, Christen und Götzendiener, die die Offenbarung ganz oder teilweise leugnen. Unserem Propheten Muḥammad (a.s.s.) wird hier geboten, jenen seine Entschlossenheit zu demonstrieren. Die Araber, unter denen der Qur’ān offenbart wurde, dürften keine Schwierigkeiten haben, seine Aussagen zu verstehen und zur Unterscheidung von Falschheit und Wahrheit anzuwenden (vgl. ferner 2:120; 7:158; 14:4; 20:113-114 und die Anmerkungen dazu). Wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte und gaben ihnen Frauen und Kinder. Und es ist für einen Gesandten nicht möglich, ein Zeichen zu bringen, es sei denn auf Allāhs Geheiß. Alles geschieht zu einem vorbestimmten Termin. (13:38) Allāh löscht aus und lässt bestehen, was Er will, und bei Ihm ist die Urschrift des Buches. (13:39)
ar-Ra'd 13:37
Unter dem Begriff "Ahl Al-Kitāb" (terminus technicus für "Leute der Schrift"): gehören u.a. Juden und Christen. Mit dem Wort "Gruppen" sind sowohl jene in 30:20-22 erwähnten Stämme gemeint, nach denen die Sura 30 benannt ist, als auch jene Gruppen der Juden, Christen und Götzendiener, die die Offenbarung ganz oder teilweise leugnen. Unserem Propheten Muḥammad (a.s.s.) wird hier geboten, jenen seine Entschlossenheit zu demonstrieren. Die Araber, unter denen der Qur’ān offenbart wurde, dürften keine Schwierigkeiten haben, seine Aussagen zu verstehen und zur Unterscheidung von Falschheit und Wahrheit anzuwenden (vgl. ferner 2:120; 7:158; 14:4; 20:113-114 und die Anmerkungen dazu). Wahrlich, schon vor dir entsandten Wir Gesandte und gaben ihnen Frauen und Kinder. Und es ist für einen Gesandten nicht möglich, ein Zeichen zu bringen, es sei denn auf Allāhs Geheiß. Alles geschieht zu einem vorbestimmten Termin. (13:38) Allāh löscht aus und lässt bestehen, was Er will, und bei Ihm ist die Urschrift des Buches. (13:39)
ar-Ra'd 13:38
Du Muḥammad, bist genauso ein Mensch wie andere Menschen (vgl. 41:6) und Propheten (Ausnahme ist Jesus, der Sohn der Maria), die Frauen heirateten und von ihnen Kinder bekommen haben. Dieser Vers wurde offenbart als Antwort auf die Kritik der Gegner des Propheten (a.s.s.) wegen seiner Mehrehe. Es gibt absolut keinen Widerspruch zwischen Familienleben und prophetischem Auftrag, und es gibt nichts Unheiliges in der Ehe und im ehelichen Zusammenleben. Dies ist eine eindeutige Absage an die christliche Vorstellung, die Zeugung von Kindern sei ein Hindernis für das geistige Leben. Beeinflusst von Paulus' Lehre wurde das Zölibat dem ehelichen Leben vorgezogen mit der Begründung, Ehe und eheliche Beziehungen seien sozusagen unrein. In vielen Religionen, besonders im Christentum, gibt es Orden, deren Mitglieder ehelos leben, und Ehe und Familie werden als etwas Niedrigeres betrachtet. Sie waren sterblich wie alle anderen Menschen und verfügten nicht über "übernatürliche" Eigenschaften. Gleichzeitig betont der Vers indirekt den positiven Wert des natürlichen, physischen Lebens eines Menschen - hier in der Wendung "Frauen und Kinder" zusammengefasst - und die Ablehnung übertriebener Askese und Selbstkasteiung als angeblich wünschenswerten "Weg zu Allāh". (vgl. dazu 6:109).
ar-Ra'd 13:39
Jedes Buch, das von Allāh offenbart wurde, hat eine festgelegte Zeitdauer. Mit dem nächsten hebt Allāh einen Teil davon auf, während Er den Rest bestätigt. Doch mit Muḥammad (a.s.s.) als letztem Propheten und mit dem Qur’ān als letzter Offenbarung sind alle Bücher vor ihm aufgehoben. Nach Ibn ‘Abbās (r) heißt es: ”Allāh ändert im Buch das, was Er will, außer den Zeitpunkt von Tod und Geburt, Glück und Unglück.“ Doch es wurde auch erklärt, dass alle Dinge ohne Ausnahme von Allāh aufgehoben oder bestätigt werden. Gestützt wird diese Aussage durch die Überlieferung über ‘Umar Ibn Al-Ḫaṯṯāb (r), der weinend um die Al-Ka‘ba zu laufen und zu sagen pflegte: ”O Allāh, mein Gott, falls Du mir ein Unglück oder eine Sünde beschieden hast, so lösche sie. Denn Du löschst und bestätigst, was Du willst, und bei Dir ist die Urschrift aller Bücher.“ Die "Urschrift des Buches" ist eine wohlbewahrte Tafel im Himmel, in der Allāh die Bestimmungen aller Dinge und die Grundlage aller göttlichen Entscheidungen manifestiert (vgl. 2:106; 3:7). Und ob Wir dich einen Teil von dem sehen lassen, was Wir ihnen androhen, oder ob Wir dich sterben lassen - dir obliegt nur die Verkündigung und Uns die Abrechnung. (13:40) Sehen sie denn nicht, dass Wir vom Land Besitz ergreifen und es von allen Seiten in seiner Größe schmälern? Und Allāh richtet; da ist keiner, der Seine Entscheidung widerrufen kann. Und Er ist schnell im Abrechnen. (13:41)
ar-Ra'd 13:40
Die Rede ist an den Propheten Muḥammad (a.s.s.) gerichtet, dessen Pflicht ist es in jedem Fall, die Botschaft zu verkünden. Dies bezieht sich auf die wiederholten Herausforderungen der Makkaner, die Strafe unmittelbar herbeizubringen. Auch, wenn dies an den Propheten (a.s.s.) gerichtet ist, sollen damit seine Widersacher zu allen Orten und Zeiten gewarnt werden (vgl. oben 13:31).
ar-Ra'd 13:41
Während unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) in Makka wirkte, kam die stärkste Opposition aus den Reihen der Mächtigen in Makka. Die einfacheren Menschen schlossen sich bereitwillig dem Islam an, ebenso einige Stämme in der Umgebung. Nach der Auswanderung kam es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Al-Madīna und Makka, die mit der kampflosen Einnahme von Makka endeten, wodurch das heidnische System endgültig zusammenbrach. So findet die Wahrheit am ehesten Zugang zu den Geringen und Demütigen. Der Vers beziehet sich auf die Auseinandersetzungen der frühen muslimischen Gemeinschaft in Al-Madīna mit den Götzendienern in Makka und gilt gleichzeitig als Vorhersage der allmählichen Ausbreitung des Gebiets des Islam, sowohl in Arabien als auch in der ganzen Welt, während das Gebiet des Unglaubens immer schmäler wird. (vgl. 21:44-47 und die Anmerkung dazu). Diejenigen, die vor ihnen waren, haben auch Pläne geschmiedet, doch alles Planen ist Allāhs Sache. Er weiß, was ein jeder begeht; und die Ungläubigen werden erfahren, wem die endgültige Wohnstatt zuteil wird. (13:42) Und die Ungläubigen sagen: ”Du bist nicht entsandt worden.“ Sprich: ”Allāh genügt als Zeuge gegen mich und euch und auch gegen diejenigen, die die Kenntnis der Schrift haben.“ (13:43)
ar-Ra'd 13:42
Der Ausdruck "Pläne" steht im Zusammenhang mit dem vorangegangenen Vers 13:40. Die Ungläubigen - sowohl in Makka als auch aus früheren Generationen - versuchten, ihre Gesandten zu hintergehen. Allāh jedoch machte ihre Pläne zunichte; denn Sein Plan ist wahrhaftig wirkungsvoller (vgl. 3:54; 6:135 und die Anmerkungen dazu).
ar-Ra'd 13:43
Dieser prägnante Vers schließt diese Sura in wundersamer Weise ab, die im ersten Vers mit den Worten "Und was dir von deinem Herrn herabgesandt wurde, ist die Wahrheit" eröffnet wurde. Mit ihm legt Allāh vor allen leugnenden Menschen und zu allen Zeiten Sein Zeugnis ab und gibt Seine göttliche Garantie für das Prophetentum Muḥammads. Demjenigen, der den Qur’ān richtig versteht, erstrahlt das göttliche Licht in seinem Herz und gelangt unweigerlich zu der Überzeugung, dass der Qur’ān Allāhs Offenbarung ist (vgl. dazu unten 14:1).
Ibrahim 14:1
Sura Ibrāhīm (Abraham)
(offenbart zu Makka)
52 Āyāt
Die vorige Sura erklärt, wie Allāhs Botschaft in der Schöpfung sichtbar wird. Diese Offenbarung wird akzeptiert trotz des Menschen Selbstsucht und Widerstand. In dieser Sura wird nun Allāhs Ofenbarung erklärt, mit Beispielen der Propheten Moses und Abraham. Dies formt zusammen mit Abrahams Bittgebet für Makka das Herz dieser Sura. Die Offenbarung wurde von Allāh zu einem Propheten stets in der Sprache von dessen eigenem Volk gesandt, um sie jenem klar und verständlich zu machen. Der Hauptzweck dabei ist, die Menschen aus dem Dunkel ins Licht zu führen. Moses (a.s.) und all die anderen Propheten bekamen von ihren Leuten mehr oder weniger dieselben Ausreden dafür zu hören, dass diese Allāhs Wahrheit nicht anerkennen wollten. Die Gesandten jedoch vertrauten auf Allāh allein. Die Frevler in ihrem Volk wurden vernichtet. Ihre Werke werden mit Asche verglichen, die der Sturm verstreut. Die Ungläubigen haben keine Macht über das, was sie erworben haben. Allāhs Wahrheit ist wie ein gesunder Baum mit starken Wurzeln und Zweigen, die sich ringsum ausbreiten und zu allen Zeiten gute Früchte tragen. Die Ungerechten dagegen werden mit einem kranken Baum verglichen; sie führen auch andere irre. Lernt daher aus Allāhs Zeichen und wappnet euch gegen das Böse. Abraham (a.s.) betete nicht nur für seine Nachkommenschaft, sondern für alle Gläubigen. Er betete um den Frieden und die Sicherheit Makkas und darum, ihn und seine Nachkommenschaft regelmäßig das Gebet verrichten zu lassen; desweiteren bat er um Vergebung für alle Gläubigen. Er wusste, dass Allāh Einer ist und dass deshalb auch Seine Botschaft der Hingabe, d.h. des Islam, eine ist. Im Jenseits wird dieser, der Islam, zur einzigwahren Religion erklärt werden. Das Böse wird endgültig durch das Gute besiegt werden. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, das Wir zu dir herabgesandt haben, auf dass du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen zum Licht führen mögest, auf den Weg des Erhabenen, des Preiswürdigen. (14:1) Allāhs ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und wehe den Ungläubigen wegen der schrecklichen Strafe! (14:2) Es sind jene, die das Leben des Diesseits dem des Jenseits vorziehen und von Allāhs Weg abhalten und ihn zu krümmen trachten. Sie sind es, die im großen Irrtum weit gegangen sind. (14:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Es gehört zur Barmherzigkeit des Erhabenen Schöpfers, dass Er die Bewohner der Erde nicht ohne Führung und Rechtleitung sich selbst überlässt, sondern Er rettet sie und führt sie "aus den Finsternissen zum Licht". Die Ungläubigen werden hier mit drei Eigenschaften gebrandmarkt: sie lieben dieses vergängliche Leben, halten von Allāhs Weg ab und trachten, ihn zu krümmen (vgl. dazu 7:45). Und Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf dass er sie aufkläre. Dann erklärt Allāh zum Irrenden, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Erhabene, der Allweise. (14:4)
Ibrahim 14:2
Sura Ibrāhīm (Abraham)
(offenbart zu Makka)
52 Āyāt
Die vorige Sura erklärt, wie Allāhs Botschaft in der Schöpfung sichtbar wird. Diese Offenbarung wird akzeptiert trotz des Menschen Selbstsucht und Widerstand. In dieser Sura wird nun Allāhs Ofenbarung erklärt, mit Beispielen der Propheten Moses und Abraham. Dies formt zusammen mit Abrahams Bittgebet für Makka das Herz dieser Sura. Die Offenbarung wurde von Allāh zu einem Propheten stets in der Sprache von dessen eigenem Volk gesandt, um sie jenem klar und verständlich zu machen. Der Hauptzweck dabei ist, die Menschen aus dem Dunkel ins Licht zu führen. Moses (a.s.) und all die anderen Propheten bekamen von ihren Leuten mehr oder weniger dieselben Ausreden dafür zu hören, dass diese Allāhs Wahrheit nicht anerkennen wollten. Die Gesandten jedoch vertrauten auf Allāh allein. Die Frevler in ihrem Volk wurden vernichtet. Ihre Werke werden mit Asche verglichen, die der Sturm verstreut. Die Ungläubigen haben keine Macht über das, was sie erworben haben. Allāhs Wahrheit ist wie ein gesunder Baum mit starken Wurzeln und Zweigen, die sich ringsum ausbreiten und zu allen Zeiten gute Früchte tragen. Die Ungerechten dagegen werden mit einem kranken Baum verglichen; sie führen auch andere irre. Lernt daher aus Allāhs Zeichen und wappnet euch gegen das Böse. Abraham (a.s.) betete nicht nur für seine Nachkommenschaft, sondern für alle Gläubigen. Er betete um den Frieden und die Sicherheit Makkas und darum, ihn und seine Nachkommenschaft regelmäßig das Gebet verrichten zu lassen; desweiteren bat er um Vergebung für alle Gläubigen. Er wusste, dass Allāh Einer ist und dass deshalb auch Seine Botschaft der Hingabe, d.h. des Islam, eine ist. Im Jenseits wird dieser, der Islam, zur einzigwahren Religion erklärt werden. Das Böse wird endgültig durch das Gute besiegt werden. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, das Wir zu dir herabgesandt haben, auf dass du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen zum Licht führen mögest, auf den Weg des Erhabenen, des Preiswürdigen. (14:1) Allāhs ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und wehe den Ungläubigen wegen der schrecklichen Strafe! (14:2) Es sind jene, die das Leben des Diesseits dem des Jenseits vorziehen und von Allāhs Weg abhalten und ihn zu krümmen trachten. Sie sind es, die im großen Irrtum weit gegangen sind. (14:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Es gehört zur Barmherzigkeit des Erhabenen Schöpfers, dass Er die Bewohner der Erde nicht ohne Führung und Rechtleitung sich selbst überlässt, sondern Er rettet sie und führt sie "aus den Finsternissen zum Licht". Die Ungläubigen werden hier mit drei Eigenschaften gebrandmarkt: sie lieben dieses vergängliche Leben, halten von Allāhs Weg ab und trachten, ihn zu krümmen (vgl. dazu 7:45). Und Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf dass er sie aufkläre. Dann erklärt Allāh zum Irrenden, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Erhabene, der Allweise. (14:4)
Ibrahim 14:3
Sura Ibrāhīm (Abraham)
(offenbart zu Makka)
52 Āyāt
Die vorige Sura erklärt, wie Allāhs Botschaft in der Schöpfung sichtbar wird. Diese Offenbarung wird akzeptiert trotz des Menschen Selbstsucht und Widerstand. In dieser Sura wird nun Allāhs Ofenbarung erklärt, mit Beispielen der Propheten Moses und Abraham. Dies formt zusammen mit Abrahams Bittgebet für Makka das Herz dieser Sura. Die Offenbarung wurde von Allāh zu einem Propheten stets in der Sprache von dessen eigenem Volk gesandt, um sie jenem klar und verständlich zu machen. Der Hauptzweck dabei ist, die Menschen aus dem Dunkel ins Licht zu führen. Moses (a.s.) und all die anderen Propheten bekamen von ihren Leuten mehr oder weniger dieselben Ausreden dafür zu hören, dass diese Allāhs Wahrheit nicht anerkennen wollten. Die Gesandten jedoch vertrauten auf Allāh allein. Die Frevler in ihrem Volk wurden vernichtet. Ihre Werke werden mit Asche verglichen, die der Sturm verstreut. Die Ungläubigen haben keine Macht über das, was sie erworben haben. Allāhs Wahrheit ist wie ein gesunder Baum mit starken Wurzeln und Zweigen, die sich ringsum ausbreiten und zu allen Zeiten gute Früchte tragen. Die Ungerechten dagegen werden mit einem kranken Baum verglichen; sie führen auch andere irre. Lernt daher aus Allāhs Zeichen und wappnet euch gegen das Böse. Abraham (a.s.) betete nicht nur für seine Nachkommenschaft, sondern für alle Gläubigen. Er betete um den Frieden und die Sicherheit Makkas und darum, ihn und seine Nachkommenschaft regelmäßig das Gebet verrichten zu lassen; desweiteren bat er um Vergebung für alle Gläubigen. Er wusste, dass Allāh Einer ist und dass deshalb auch Seine Botschaft der Hingabe, d.h. des Islam, eine ist. Im Jenseits wird dieser, der Islam, zur einzigwahren Religion erklärt werden. Das Böse wird endgültig durch das Gute besiegt werden. Im Namen Allāhs, des Allerbarmers, des Barmherzigen! Alif Lām Rā . (Dies ist) ein Buch, das Wir zu dir herabgesandt haben, auf dass du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen zum Licht führen mögest, auf den Weg des Erhabenen, des Preiswürdigen. (14:1) Allāhs ist, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Und wehe den Ungläubigen wegen der schrecklichen Strafe! (14:2) Es sind jene, die das Leben des Diesseits dem des Jenseits vorziehen und von Allāhs Weg abhalten und ihn zu krümmen trachten. Sie sind es, die im großen Irrtum weit gegangen sind. (14:3)
Über die Bedeutung dieser arabischen Buchstaben vgl. Erläuterung der Termini (s.u. "Alif"). Es gehört zur Barmherzigkeit des Erhabenen Schöpfers, dass Er die Bewohner der Erde nicht ohne Führung und Rechtleitung sich selbst überlässt, sondern Er rettet sie und führt sie "aus den Finsternissen zum Licht". Die Ungläubigen werden hier mit drei Eigenschaften gebrandmarkt: sie lieben dieses vergängliche Leben, halten von Allāhs Weg ab und trachten, ihn zu krümmen (vgl. dazu 7:45). Und Wir schickten keinen Gesandten, es sei denn mit der Sprache seines Volkes, auf dass er sie aufkläre. Dann erklärt Allāh zum Irrenden, wen Er will, und leitet recht, wen Er will. Und Er ist der Erhabene, der Allweise. (14:4)
Ibrahim 14:4
Die Verwendung der Sprache des eigenen Volkes gehört zur Barmherzigkeit Allāhs und erleichtert die Aufgabe des Gesandten, damit er die Leute seines Volkes aus der Finsternis zum Licht führen kann (vgl. oben 14:1-3 und die Anmerkung dazu). Unser Prophet Muḥammad (a.s.s.) erhielt die Botschaft in der Sprache seines arabischen Volkes, obwohl sie an alle Menschen gerichtet ist. Es ist nunmehr die Aufgabe der arabischen Gelehrten, dass sie nach dem Tod des letzten Propheten Muḥammad (a.s.s.) die Bedeutung des Qur’ān in andere Sprachen zu übersetzen und zu erklären (vgl. 20:113-114; 26:192-195 und die Anmerkung dazu). Und wahrlich, Wir entsandten Moses mit Unseren Zeichen (und sprachen): ”Führe dein Volk aus den Finsternissen zum Licht und erinnere es an die Tage Allāhs!“ Wahrlich, darin liegen Zeichen für jeden Geduldigen, Dankbaren. (14:5)
Ibrahim 14:5
In diesem Vers werden den Makkanern Beispiele früherer Generationen und Offenbarungen dargelegt. Die Offenbarung der Thora an Moses (a.s.) erfolgte nicht in arabischer Sprache, sondern in der Sprache seines Volkes. Die Führung der Menschen aus der Finsternis zum Licht war eine einheitliche Aufgabe aller Propheten zu allen Orten und Zeiten. In dieser Sura entdecken wir die Universalität des Prophetentums unseres Propheten Muḥammad (a.s.s.). Denn im ersten Vers dieser Sura lautet der Befehl Allāhs an ihn: "... dass du die Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus den Finsternissen zum Licht führen mögest". In dem vorliegenden Vers dagegen lautet der Befehl Allāhs an Moses (a.s.): ”Führe dein Volk aus den Finsternissen zum Licht ..." Mit dem Ausdruck "... die Tage Allāhs" sind die Zeiten gemeint, in denen Allāh Seine Gnade den Kindern Israels erwiesen hatte (vgl. dazu 2:30-61). Wie Moses sein Volk an die Befreiung aus der Gefangenschaft, Unterdrückung durch den Pharao (vgl. dazu unten 14:6), die Spaltung des Meeres, die Diensbarmachung der schattenspendenden Woken gegen die glühenden Sonnenstrahlen in der Wüste, die Speisung des Volkes in der Wüste mit Manna und Wachteln und nicht zuletzt die Sprengung der zwölf Wasserquellen aus den Felsen, erinnert, so sollen die Muslime einander auch an "... die Tage Allāhs" erinnern; denn im Leben eines jeden Volkes und eines jeden Menschen gibt es solche Tage (vgl. dazu 45:14). Und damals sagte Moses zu seinem Volk: ”Denkt an die Gnade Allāhs an euch, als Er euch vor den Leuten Pharaos errettete, die euch mit schlimmer Qual bedrückten, eure Söhne abschlachteten und eure Frauen am Leben ließen; und darin lag eine gewaltige Prüfung von eurem Herrn für euch.“ (14:6) Und da kündigte euer Herr an: ”Wenn ihr dankbar seid, so will Ich euch wahrlich mehr geben; seid ihr aber undankbar, dann ist Meine Strafe wahrlich streng.“ (14:7) Und Moses sagte: ”Wenn ihr ungläubig seid, ihr und wer sonst noch alles auf Erden ist - wahrlich, Allāh ist auf keinen angewiesen, Preiswürdig.“ (14:8)
Ibrahim 14:6
Die Rückblende auf die Geschichte der Kinder Israels und ihren Propheten Moses (a.s.) bewegt die Erinnerungen und Gefühle (sowohl der Schriftbesitzer, u.a. Juden und Christen, als auch der Banū Quraiš) auf die Gnade Allāhs, die ihnen durch Sein Haus (die Al-Ka‘ba) in Makka als Ort der Zuflucht und Sicherheit zuteil wurde (vgl. dazu 2:30, 49).
Ibrahim 14:7
Dankbarkeit drückt sich in der Stärke des Glaubens, der Treue und Befolgung der Gebote Allāhs aus; Undankbarkeit dagegen in Ungehorsam, Ablehnung und Auflehnung. Allāh profitiert nicht aus unserer Dankbarkeit und Ihm schadet die Undankbarkeit nicht. Vielmehr führt die Dankbarkeit zu Seinem Wohlwollen und zur Erläuterung unserer Seelen. Undankbarkeit dagegen ruft Seinen Zorn auf uns hervor. Die Belehrung hier durch die Geschichte der Kinder Israels gilt als Ermahnung bei der Verkündung der Botschaft des Qur’ān (vgl. dazu 14:9). Kam zu euch (denn) nicht die Kunde von jenen, die vor euch waren - von dem Volk Noahs, den ‘Āds und Ṯamūds - und von denen, die nach ihnen (kamen)? Niemand kennt sie außer Allāh. Ihre Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen, jedoch sie hielten ihnen die Hände vor den Mund und sagten: ”Wir glauben nicht an das, womit ihr gesandt worden seid, und wir befinden uns wahrlich in bedenklichem Zweifel über das, wozu ihr uns auffordert.“ (14:9)
Ibrahim 14:8
Dankbarkeit drückt sich in der Stärke des Glaubens, der Treue und Befolgung der Gebote Allāhs aus; Undankbarkeit dagegen in Ungehorsam, Ablehnung und Auflehnung. Allāh profitiert nicht aus unserer Dankbarkeit und Ihm schadet die Undankbarkeit nicht. Vielmehr führt die Dankbarkeit zu Seinem Wohlwollen und zur Erläuterung unserer Seelen. Undankbarkeit dagegen ruft Seinen Zorn auf uns hervor. Die Belehrung hier durch die Geschichte der Kinder Israels gilt als Ermahnung bei der Verkündung der Botschaft des Qur’ān (vgl. dazu 14:9). Kam zu euch (denn) nicht die Kunde von jenen, die vor euch waren - von dem Volk Noahs, den ‘Āds und Ṯamūds - und von denen, die nach ihnen (kamen)? Niemand kennt sie außer Allāh. Ihre Gesandten kamen mit deutlichen Zeichen zu ihnen, jedoch sie hielten ihnen die Hände vor den Mund und sagten: ”Wir glauben nicht an das, womit ihr gesandt worden seid, und wir befinden uns wahrlich in bedenklichem Zweifel über das, wozu ihr uns auffordert.“ (14:9)
Ibrahim 14:9
Die Aussage in diesem Vers ist die Fortsetzung der dargelegten Beispiele in den beiden vorangegangenen Versen 14:7-8 an die Makkaner, die die Geschichten der beiden Völker ‘Ād und Ṯamūd gut kennen (vgl. 11:62; 14:14 und die Anmerkung dazu). Ihre Gesandten sagten: ”Existiert etwa ein Zweifel über Allāh, den Schöpfer der Himmel und der Erde? Er ruft euch, damit Er euch eure Sünden vergebe und euch Aufschub bis zu einer bestimmten Frist gewähre.“ Sie sagten: ”Ihr seid nur Menschen wie wir; ihr wollt uns von dem abhalten, was unsere Väter zu verehren pflegten. So bringt uns einen deutlichen Beweis.“ (14:10) Ihre Gesandten sagten zu ihnen: ”Wir sind nur Menschen wie ihr, jedoch Allāh erweist Gnade wem von Seinen Dienern Er will. Und wir besitzen keine Macht dazu, euch einen Beweis zu bringen, es sei denn mit Allāhs Erlaubnis. Und auf Allāh sollen die Gläubigen vertrauen. (14:11) Und warum sollten wir nicht auf Allāh vertrauen, wo Er uns doch unsere Wege gewiesen hat? Und wir wollen gewiss mit Geduld alles ertragen, was ihr uns an Leid zufügt; auf Allāh mögen denn diejenigen vertrauen, die sich auf (Allāh) verlassen wollen.“ (14:12)
Ibrahim 14:10
Diese Frage dient der Missbilligung. Das Verhalten der beiden Völker ‘Ād und Ṯamūd gegenüber ihren Propheten ähnelt dem Verhalten der Makkaner gegenüber ihrem Propheten Muḥammad (a.s.s.). Das Erbringen von Wundern geschieht nach dem Willen Allāhs, nicht nach Wunsch und Wahl der Menschen. Die Propheten versicherten mit den letzten Worten dieser Verse ihre Geduld und Standhaftigkeit. Hierzu muss noch bemerkt werden, dass die Makkaner Allāhs Existenz gut gekannt haben. In der Zeit der Unwissenheit (arab.: Ǧāhiliyya) vor der Berufung des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, haben sie mit der Formel "bei Allāh" geschworen, die Al-Ka‘ba als das Haus Allāhs geehrt und von Abraham, dem Erbauer der Al- Ka‘ba mit seinem Sohn Isma‘īl, erzählt. Diese Makkaner haben lediglich zugegeben, dass sie andere Götter neben Allāh als Vermittler zu Ihm verehren. Deshalb hießen sie "Al-Mušrikūn" (die Beigeseller) und deshalb war der erbitterte Kampf zwischen ihnen und ihrem Propheten (a.s.s.) (vgl. dazu 7:75; 13:43). Und jene, die ungläubig waren, sagten zu ihren Gesandten: ”Wahrlich, wir werden euch sicherlich aus unserem Land vertreiben, wenn ihr nicht zu unserer Religion zurückkehrt.“ Da gab ihr Herr ihnen ein: ”Wir werden gewiss jene zugrunde gehen lassen, die Frevler sind (14:13), und Wir werden euch wahrlich nach ihnen das Land bewohnen lassen. Das gilt für den, der das Auftreten vor Mir fürchtet, und auch das fürchtet, was Meine Drohung angeht.“ (14:14) Und sie erflehten den Sieg, und jeder hartnäckige Tyrann schlug fehl (14:15); und hinter ihm rückt Ǧahannam her, und er wird von Eiter getränkt werden (14:16); er wird ihn hinunterschlucken und kaum daran Genuss finden. Und der Tod wird von allen Seiten zu ihm kommen, doch er wird nicht sterben. Und vor ihm liegt noch eine strenge Strafe. (14:17)
Ibrahim 14:11
Diese Frage dient der Missbilligung. Das Verhalten der beiden Völker ‘Ād und Ṯamūd gegenüber ihren Propheten ähnelt dem Verhalten der Makkaner gegenüber ihrem Propheten Muḥammad (a.s.s.). Das Erbringen von Wundern geschieht nach dem Willen Allāhs, nicht nach Wunsch und Wahl der Menschen. Die Propheten versicherten mit den letzten Worten dieser Verse ihre Geduld und Standhaftigkeit. Hierzu muss noch bemerkt werden, dass die Makkaner Allāhs Existenz gut gekannt haben. In der Zeit der Unwissenheit (arab.: Ǧāhiliyya) vor der Berufung des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, haben sie mit der Formel "bei Allāh" geschworen, die Al-Ka‘ba als das Haus Allāhs geehrt und von Abraham, dem Erbauer der Al- Ka‘ba mit seinem Sohn Isma‘īl, erzählt. Diese Makkaner haben lediglich zugegeben, dass sie andere Götter neben Allāh als Vermittler zu Ihm verehren. Deshalb hießen sie "Al-Mušrikūn" (die Beigeseller) und deshalb war der erbitterte Kampf zwischen ihnen und ihrem Propheten (a.s.s.) (vgl. dazu 7:75; 13:43). Und jene, die ungläubig waren, sagten zu ihren Gesandten: ”Wahrlich, wir werden euch sicherlich aus unserem Land vertreiben, wenn ihr nicht zu unserer Religion zurückkehrt.“ Da gab ihr Herr ihnen ein: ”Wir werden gewiss jene zugrunde gehen lassen, die Frevler sind (14:13), und Wir werden euch wahrlich nach ihnen das Land bewohnen lassen. Das gilt für den, der das Auftreten vor Mir fürchtet, und auch das fürchtet, was Meine Drohung angeht.“ (14:14) Und sie erflehten den Sieg, und jeder hartnäckige Tyrann schlug fehl (14:15); und hinter ihm rückt Ǧahannam her, und er wird von Eiter getränkt werden (14:16); er wird ihn hinunterschlucken und kaum daran Genuss finden. Und der Tod wird von allen Seiten zu ihm kommen, doch er wird nicht sterben. Und vor ihm liegt noch eine strenge Strafe. (14:17)
Ibrahim 14:12
Diese Frage dient der Missbilligung. Das Verhalten der beiden Völker ‘Ād und Ṯamūd gegenüber ihren Propheten ähnelt dem Verhalten der Makkaner gegenüber ihrem Propheten Muḥammad (a.s.s.). Das Erbringen von Wundern geschieht nach dem Willen Allāhs, nicht nach Wunsch und Wahl der Menschen. Die Propheten versicherten mit den letzten Worten dieser Verse ihre Geduld und Standhaftigkeit. Hierzu muss noch bemerkt werden, dass die Makkaner Allāhs Existenz gut gekannt haben. In der Zeit der Unwissenheit (arab.: Ǧāhiliyya) vor der Berufung des Propheten Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, haben sie mit der Formel "bei Allāh" geschworen, die Al-Ka‘ba als das Haus Allāhs geehrt und von Abraham, dem Erbauer der Al- Ka‘ba mit seinem Sohn Isma‘īl, erzählt. Diese Makkaner haben lediglich zugegeben, dass sie andere Götter neben Allāh als Vermittler zu Ihm verehren. Deshalb hießen sie "Al-Mušrikūn" (die Beigeseller) und deshalb war der erbitterte Kampf zwischen ihnen und ihrem Propheten (a.s.s.) (vgl. dazu 7:75; 13:43). Und jene, die ungläubig waren, sagten zu ihren Gesandten: ”Wahrlich, wir werden euch sicherlich aus unserem Land vertreiben, wenn ihr nicht zu unserer Religion zurückkehrt.“ Da gab ihr Herr ihnen ein: ”Wir werden gewiss jene zugrunde gehen lassen, die Frevler sind (14:13), und Wir werden euch wahrlich nach ihnen das Land bewohnen lassen. Das gilt für den, der das Auftreten vor Mir fürchtet, und auch das fürchtet, was Meine Drohung angeht.“ (14:14) Und sie erflehten den Sieg, und jeder hartnäckige Tyrann schlug fehl (14:15); und hinter ihm rückt Ǧahannam her, und er wird von Eiter getränkt werden (14:16); er wird ihn hinunterschlucken und kaum daran Genuss finden. Und der Tod wird von allen Seiten zu ihm kommen, doch er wird nicht sterben. Und vor ihm liegt noch eine strenge Strafe. (14:17)
Ibrahim 14:13
Gegen den Glauben kann man nicht mit Verbannung und Gewalt kämpfen; denn Allāh ist die Stütze und Kraft der Gläubigen. Hier zeigt sich die Natur des Kampfes zwischen Unwissenheit (arab.: Ǧāhiliyya) und Hingabe an Allāh (Islam) (vgl. dazu 7:88-89).
Ibrahim 14:14
Dies ist die Verheißung Allāhs. Die Propheten sollten also wegen der Drohungen der Ungläubigen nicht besorgt sein. Derjenige, der das Auftreten vor Allāh fürchtet, ist der, der sich Seiner Warnung ernst und zu Herzen nimmt. Die göttliche Verheißung in diesem Vers entspricht der Aussage in 7:128.
Ibrahim 14:15
"sie" in diesem Vers bezieht sich auf das "ihnen" im vorangegangenen Vers 14:4. In der Hoffnung auf ihren Sieg wollen "sie" eine Entscheidung herbeizwingen, und sie bekommen sie auch - gegen sich selbst. Die Erläuterung hierzu folgt im kommenden Vers 14:16 (vgl. dazu 7:89; 8:19, 32; 26:123-135 und die Anmerkung dazu).
Ibrahim 14:16
Eiter ist der Ausfluss aus Wunden als grenzenloses Leiden, das derjenige Schuldiger im Jenseits zu erwarten hat. Der Tod wird demjenigen Leidenden nicht gegeben, auch wenn er selbst ihn wünscht; denn der Tod als Geschöpf Allāhs wird - einem Ḥadīṯ des Propheten (a.s.s.) zufolge - im Jenseits abgeschafft. Die Lage derer, die nicht an ihren Herrn glauben, ist die: Ihre Werke sind gleich Asche, auf die der Wind an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie sollen keine Macht haben über das, was sie erworben haben. Das ist wahrlich die weitgegangene Irreführung. (14:18)
Ibrahim 14:17
Eiter ist der Ausfluss aus Wunden als grenzenloses Leiden, das derjenige Schuldiger im Jenseits zu erwarten hat. Der Tod wird demjenigen Leidenden nicht gegeben, auch wenn er selbst ihn wünscht; denn der Tod als Geschöpf Allāhs wird - einem Ḥadīṯ des Propheten (a.s.s.) zufolge - im Jenseits abgeschafft. Die Lage derer, die nicht an ihren Herrn glauben, ist die: Ihre Werke sind gleich Asche, auf die der Wind an einem stürmischen Tag heftig bläst. Sie sollen keine Macht haben über das, was sie erworben haben. Das ist wahrlich die weitgegangene Irreführung. (14:18)
Ibrahim 14:18
Die guten Taten derjenigen, die Allāh verleugnen, sind wertlos wie Asche, die kein Gewicht hat und bei einem stürmigen Tag überall auf Land und Meer zerstreut wird. Dadurch verfehlen sie ihre Bestimmung am Tage der Rechenschaft. (Über diese Versaussage vgl. ferner 22:12). Siehst du denn nicht, dass Allāh die Himmel und die Erde in Wirklichkeit erschaffen hat? Wenn Er will, so kann Er euch hinwegnehmen und eine neue Schöpfung hervorbringen. (14:19) Und das ist für Allāh keineswegs schwer. (14:20)
Ibrahim 14:19
Hier wird jeder Mensch angesprochen, der Augen hat, mit denen er das Bilderbuch der Schöpfung sieht; denn die Rechtgelehrten machen uns darauf aufmerksam, dass - wenn der Qur’ān von Allāh das "Gelesene" ist, so ist die Gesamtschöpfung vor unseren Augen das "Gesehene". Somit liegt der Beweis auf der Hand über die Existenz des Schöpfers. Diejenigen aber, die Seine Existenz verleugnen, haben keinen Beweis dafür, dass Er nicht existiere. Wer anfangs die Himmel und Erde erschaffen hat, hat auch die Macht darüber, eine Neuschöpfung hervorzurufen (vgl. 6:73; 10:5; 17:98-99 und die Anmerkung dazu). Und sie werden allesamt vor Allāh hintreten; dann werden die Schwachen zu den Hochmütigen sagen: ”Gewiss, wir waren eure Gefolgsleute; könnt ihr uns also nicht etwas von der Strafe Allāhs abnehmen?“ Sie werden sagen: ”Hätte Allāh uns den Weg gewiesen, wir hätten euch sicherlich den Weg gewiesen. Es ist gleich für uns, ob wir Ungeduld zeigen oder geduldig bleiben: es gibt für uns kein Entrinnen.“ (14:21)
Ibrahim 14:20
Hier wird jeder Mensch angesprochen, der Augen hat, mit denen er das Bilderbuch der Schöpfung sieht; denn die Rechtgelehrten machen uns darauf aufmerksam, dass - wenn der Qur’ān von Allāh das "Gelesene" ist, so ist die Gesamtschöpfung vor unseren Augen das "Gesehene". Somit liegt der Beweis auf der Hand über die Existenz des Schöpfers. Diejenigen aber, die Seine Existenz verleugnen, haben keinen Beweis dafür, dass Er nicht existiere. Wer anfangs die Himmel und Erde erschaffen hat, hat auch die Macht darüber, eine Neuschöpfung hervorzurufen (vgl. 6:73; 10:5; 17:98-99 und die Anmerkung dazu). Und sie werden allesamt vor Allāh hintreten; dann werden die Schwachen zu den Hochmütigen sagen: ”Gewiss, wir waren eure Gefolgsleute; könnt ihr uns also nicht etwas von der Strafe Allāhs abnehmen?“ Sie werden sagen: ”Hätte Allāh uns den Weg gewiesen, wir hätten euch sicherlich den Weg gewiesen. Es ist gleich für uns, ob wir Ungeduld zeigen oder geduldig bleiben: es gibt für uns kein Entrinnen.“ (14:21)
Ibrahim 14:21
Alle Menschen, Machthaber und Gefolgsleute, Schwache wie Hochmütige, Gläubige wie Ungläubige, werden vor Ihm am Tage des Jüngsten Gerichts versammelt (vgl. dazu unten 14:22). Und wenn die Sache entschieden worden ist, dann wird Satan sagen: ”Allāh hat euch ein wahres Versprechen gegeben, ich aber versprach euch etwas und hielt es nicht. Und ich hatte keine Macht über euch, außer euch zu rufen; und ihr gehorchtet mir. So tadelt nicht mich, sondern tadelt euch selber. Ich kann euch nicht retten, noch könnt ihr mich retten. Ich habe es schon von mir gewiesen, dass ihr mich (Allāh) zur Seite stelltet.“ Den Missetätern wird wahrlich eine schmerzliche Strafe zuteil sein. (14:22) Und diejenigen, die da glauben und gute Werke tun, werden in Gärten eingeführt werden, durch die Bäche fließen, um mit der Erlaubnis ihres Herrn ewig darin zu wohnen. Ihr Gruß dort wird lauten: ”Friede!“ (14:23)
Ibrahim 14:22
Dieser Vers zeigt, dass Satan des Menschen eigener Komplize aus Wünschen und Begierden ist. Satan macht nämlich hier deutlich, dass er nur durch Einflüsterung das Innere des Sünders erreichen konnte. Wäre nicht bereits aufgrund von Begierde, Aberglauben oder Phantasieregungen eine Neigung zum Bösen dagewesen, dann wären diese satanischen Einflüsterungen völlig wirkungslos geblieben. (vgl. 6:43; 7:20, 27; 8:48; 15:34-40; 16:61; 17:63-65; 27:25; 29:38; 59:16; und die Anmerkung dazu). Siehst du nicht, wie Allāh das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sind und dessen Zweige bis zum Himmel (ragen). (14:24) Er bringt seine Frucht zu jeder Zeit mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und Allāh prägt Gleichnisse für die Menschen, auf dass sie nachdenken mögen. (14:25) Und das Gleichnis eines schlechten Wortes aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keinen Halt im Boden hat. (14:26)
Ibrahim 14:23
Dieser Vers zeigt, dass Satan des Menschen eigener Komplize aus Wünschen und Begierden ist. Satan macht nämlich hier deutlich, dass er nur durch Einflüsterung das Innere des Sünders erreichen konnte. Wäre nicht bereits aufgrund von Begierde, Aberglauben oder Phantasieregungen eine Neigung zum Bösen dagewesen, dann wären diese satanischen Einflüsterungen völlig wirkungslos geblieben. (vgl. 6:43; 7:20, 27; 8:48; 15:34-40; 16:61; 17:63-65; 27:25; 29:38; 59:16; und die Anmerkung dazu). Siehst du nicht, wie Allāh das Gleichnis eines guten Wortes prägt? (Es ist) wie ein guter Baum, dessen Wurzeln fest sind und dessen Zweige bis zum Himmel (ragen). (14:24) Er bringt seine Frucht zu jeder Zeit mit der Erlaubnis seines Herrn hervor. Und Allāh prägt Gleichnisse für die Menschen, auf dass sie nachdenken mögen. (14:25) Und das Gleichnis eines schlechten Wortes aber ist wie ein schlechter Baum, der aus der Erde entwurzelt ist und keinen Halt im Boden hat. (14:26)
Ibrahim 14:24
Das "gute Wort" wird gewöhnlich verstanden als Allāhs Wort, Allāhs Botschaft oder die wahre Religion. Es kann jedoch auch allgemeiner verstanden werden als ein wahres Wort, ein Wort der Güte und Freundlichkeit, das der echten Verwirklichung der Religion entstammt. Religion umfasst nämlich unsere Pflicht gegenüber Allāh wie auch unsere Pflicht gegenüber den Mitmenschen. Das "böse Wort" wäre dann dessen Gegenteil: falsche Religion, Gotteslästerung, unwahre Rede, Unfreundlichkeit und die Verbreitung des Bösen. Ein reines Wort ist das Bekenntnis zu Allāhs Einheit und der prophetischen Sendung Muḥammads. In seiner weiter gefassten Bedeutung bezeichnet der Begriff "Wort" eine Vorstellung oder Lehre. Ein "gutes Wort" ist somit eine Lehre oder Idee, die wahr ist und - da sie einen Aufruf zum Guten im moralischen Sinne impliziert - sich als wohltuend und dauerhaft erweist. Da der Aufruf zu moralischer Rechtschaffenheit der innere Sinn aller göttlichen Botschaften ist, bezieht sich der Begriff "gutes Wort" auch darauf. Dementsprechend bezeichnet der in Vers 26 verwendete Begriff "böses Wort" das genaue Gegenteil davon: jede Idee, die falsch, moralisch böse und damit geistig schädlich ist. Ibn ‘Abbās sagte: "Das gute Wort ist das Bekenntnis, dass keine Gottheit da ist außer Allāh. Der gesunde Baum ist der Gläubige selbst, dem dieses Bekenntnis fest im Herzen verwurzelt ist. Die Zweige, die in den Himmel ragen, sind die Taten des Gläubigen, die nach oben in den Himmel hochgetragen werden." (vgl. dazu unten 14:27). Allāh stärkt die Gläubigen mit dem fest gegründeten Wort, in diesem Leben wie im künftigen; und Allāh lässt die Frevler irregehen; und Allāh tut, was Er will. (14:27)
Ibrahim 14:25
Das "gute Wort" wird gewöhnlich verstanden als Allāhs Wort, Allāhs Botschaft oder die wahre Religion. Es kann jedoch auch allgemeiner verstanden werden als ein wahres Wort, ein Wort der Güte und Freundlichkeit, das der echten Verwirklichung der Religion entstammt. Religion umfasst nämlich unsere Pflicht gegenüber Allāh wie auch unsere Pflicht gegenüber den Mitmenschen. Das "böse Wort" wäre dann dessen Gegenteil: falsche Religion, Gotteslästerung, unwahre Rede, Unfreundlichkeit und die Verbreitung des Bösen. Ein reines Wort ist das Bekenntnis zu Allāhs Einheit und der prophetischen Sendung Muḥammads. In seiner weiter gefassten Bedeutung bezeichnet der Begriff "Wort" eine Vorstellung oder Lehre. Ein "gutes Wort" ist somit eine Lehre oder Idee, die wahr ist und - da sie einen Aufruf zum Guten im moralischen Sinne impliziert - sich als wohltuend und dauerhaft erweist. Da der Aufruf zu moralischer Rechtschaffenheit der innere Sinn aller göttlichen Botschaften ist, bezieht sich der Begriff "gutes Wort" auch darauf. Dementsprechend bezeichnet der in Vers 26 verwendete Begriff "böses Wort" das genaue Gegenteil davon: jede Idee, die falsch, moralisch böse und damit geistig schädlich ist. Ibn ‘Abbās sagte: "Das gute Wort ist das Bekenntnis, dass keine Gottheit da ist außer Allāh. Der gesunde Baum ist der Gläubige selbst, dem dieses Bekenntnis fest im Herzen verwurzelt ist. Die Zweige, die in den Himmel ragen, sind die Taten des Gläubigen, die nach oben in den Himmel hochgetragen werden." (vgl. dazu unten 14:27). Allāh stärkt die Gläubigen mit dem fest gegründeten Wort, in diesem Leben wie im künftigen; und Allāh lässt die Frevler irregehen; und Allāh tut, was Er will. (14:27)
Ibrahim 14:26
Das "gute Wort" wird gewöhnlich verstanden als Allāhs Wort, Allāhs Botschaft oder die wahre Religion. Es kann jedoch auch allgemeiner verstanden werden als ein wahres Wort, ein Wort der Güte und Freundlichkeit, das der echten Verwirklichung der Religion entstammt. Religion umfasst nämlich unsere Pflicht gegenüber Allāh wie auch unsere Pflicht gegenüber den Mitmenschen. Das "böse Wort" wäre dann dessen Gegenteil: falsche Religion, Gotteslästerung, unwahre Rede, Unfreundlichkeit und die Verbreitung des Bösen. Ein reines Wort ist das Bekenntnis zu Allāhs Einheit und der prophetischen Sendung Muḥammads. In seiner weiter gefassten Bedeutung bezeichnet der Begriff "Wort" eine Vorstellung oder Lehre. Ein "gutes Wort" ist somit eine Lehre oder Idee, die wahr ist und - da sie einen Aufruf zum Guten im moralischen Sinne impliziert - sich als wohltuend und dauerhaft erweist. Da der Aufruf zu moralischer Rechtschaffenheit der innere Sinn aller göttlichen Botschaften ist, bezieht sich der Begriff "gutes Wort" auch darauf. Dementsprechend bezeichnet der in Vers 26 verwendete Begriff "böses Wort" das genaue Gegenteil davon: jede Idee, die falsch, moralisch böse und damit geistig schädlich ist. Ibn ‘Abbās sagte: "Das gute Wort ist das Bekenntnis, dass keine Gottheit da ist außer Allāh. Der gesunde Baum ist der Gläubige selbst, dem dieses Bekenntnis fest im Herzen verwurzelt ist. Die Zweige, die in den Himmel ragen, sind die Taten des Gläubigen, die nach oben in den Himmel hochgetragen werden." (vgl. dazu unten 14:27). Allāh stärkt die Gläubigen mit dem fest gegründeten Wort, in diesem Leben wie im künftigen; und Allāh lässt die Frevler irregehen; und Allāh tut, was Er will. (14:27)
Ibrahim 14:27
Nach der Überlieferung bei Al-Buḫāryy sagte unser Prophet (a.s.s.), dass das in diesem Vers fest gegründete Wort das Glaubensbekenntnis gemeint ist, das lautet: "Kein Gott ist da ausser Allāh, Muḥammad ist der Gesandte Allāhs." Die Stärke der Gläubigen wird besonders gewährleistet nach Eintritt des Todes, wenn die Rechenschaft im Grab beginnt, wo die Ungläubigen auf die Befragung der Engel keine Antwort auf zwei Fragen finden: Wer ist dein Gott? und "Wer ist dein Prophet?" Siehst du nicht jene, die Allāhs Gnade mit der Undankbarkeit vertauschten und ihr Volk in die Stätte des Verderbens brachten? (14:28) Es ist Ǧahannam. Darin werden sie brennen, und das ist eine schlimme Unterkunft. (14:29) Und sie haben Allāh Nebenbuhler zur Seite gesetzt, damit (die Menschen) von Seinem Weg abirren. Sprich: ”Vergnügt euch eine Weile, dann aber endet eure Reise im Feuer.“ (14:30)
Ibrahim 14:28
Die Führer reißen ihre Völker und Gemeinschaften mit sich in das Höllenfeuer. Die Bedeutung bezieht sich sowohl auf die makkanischen Götzendiener, die das Haus Allāhs, die Al- Ka‘ba, in einen Götzentempel verwandelten, als auch auf die oben in Vers 21 erwähnten übermütigen Führer und ihre schwachen Gefolgschaften (vgl. 14:42 und die Anmerkung dazu). Sprich zu Meinen Dienern, die gläubig sind, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, geheim und offen spenden mögen, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft geben wird. (14:31)
Ibrahim 14:29
Die Führer reißen ihre Völker und Gemeinschaften mit sich in das Höllenfeuer. Die Bedeutung bezieht sich sowohl auf die makkanischen Götzendiener, die das Haus Allāhs, die Al- Ka‘ba, in einen Götzentempel verwandelten, als auch auf die oben in Vers 21 erwähnten übermütigen Führer und ihre schwachen Gefolgschaften (vgl. 14:42 und die Anmerkung dazu). Sprich zu Meinen Dienern, die gläubig sind, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, geheim und offen spenden mögen, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft geben wird. (14:31)
Ibrahim 14:30
Die Führer reißen ihre Völker und Gemeinschaften mit sich in das Höllenfeuer. Die Bedeutung bezieht sich sowohl auf die makkanischen Götzendiener, die das Haus Allāhs, die Al- Ka‘ba, in einen Götzentempel verwandelten, als auch auf die oben in Vers 21 erwähnten übermütigen Führer und ihre schwachen Gefolgschaften (vgl. 14:42 und die Anmerkung dazu). Sprich zu Meinen Dienern, die gläubig sind, sie sollen das Gebet verrichten und von dem, was Wir ihnen gegeben haben, geheim und offen spenden mögen, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft geben wird. (14:31)
Ibrahim 14:31
"... zu Meinen Dienern" gilt hier denjenigen als Würdigung und Ehrentitel, deren Beschreibung in der nachfolgenden Schilderung dieses Verses angegeben ist. Wenn wir uns in die Lage zurückversetzen, in der sich die muslimische Gemeinschaft in Makka unmittelbar vor der Hiǧra befand, können wir uns vorstellen, wieviel Stärkung und Trost die Muslime brauchten und durch die Lehre, den Glauben und das standhafte Beispiel des Propheten (a.s.s.) auch bekamen. Grausame Verfolgung war an der Tagesordnung; weder das Leben noch das Eigentum oder der Ruf der Muslime war sicher. Sie werden aufgefordert, Kraft und Ruhe darin zu finden, dass sie beten und einander ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechend helfen. Die Gläubigen sollen sich Allāh gegenüber dankbar erweisen, indem sie das Gebet verrichten; denn das Gebet ist die äußerliche Manifestation der Dankbarkeit gegenüber Allāh . Nach dem Philologen Abū ‘Ubaida bedeutet der Ausdruck "Handel" hier auch im übertragenen Sinne "Lösegeld", während der Ausdruck "noch Freundschaft" jede Auslösung durch Fürbitte ausschließt; denn nun steht der Mensch allein seinem Schöpfer gegenüber, wie er zuerst erschaffen wurde (vgl. 6:94). (vgl. ferner 2:254; 3:91; 5:35-37; 10:54; 39:47 und die Anmerkung dazu). Allāh ist es, der die Himmel und die Erde erschuf und Wasser aus den Wolken niederregnen ließ und damit Früchte zu eurem Unterhalt hervorbrachte; und Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer auf Seinen Befehl fahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht. (14:32) Und Er machte euch die Sonne und den Mond dienstbar, die voller Eifer sind. Und dienstbar machte Er euch die Nacht und den Tag. (14:33) Und Er gab euch alles, was ihr von Ihm begehrtet; und wenn ihr Allāhs Wohltaten aufzählen wolltet, würdet ihr sie nicht vollständig erfassen können. Siehe, der Mensch ist wahrlich frevelhaft, undankbar. (14:34)
Ibrahim 14:32
Ergängzend zu der oben begonnen Tatsache in 14:19-20 werden hier Beispiele aus der mannigfaltigen Schöpfung erwähnt. Auf Allāhs Geheiß kann der Mensch sowohl die Schiffe steuern als auch vom Regen Gebrauch machen. Himmelskörper und sonstige Naturphänomene können auf Allāhs Geheiß im Dienst der Menschen sein. Sonne und Mond gemeinsam sorgen für Ebbe und Flut und verursachen atmosphärische Veränderungen, die für das Leben des Menschen von höchster Bedeutung sind. Die Folge von Tag und Nacht kommt durch die tägliche scheinbare Wanderung der Sonne zustande, und das kühle Licht des Mondes erfüllt andere Aufgaben als das warme Tageslicht. Da hier Gesetzmäßigkeiten vorliegen, die der Mensch verstehen und berechnen kann, kann er alle diese Dinge zu seinem eigenen Nutzen verwenden, und in diesem Sinne sind mit Allāhs Erlaubnis selbst Himmelskörper ihm dienstbar (z.B. Solarenergie). Manche abergläubige Völker haben leider aus diesen Geschöpfen Götter gemacht (vgl. 10:65-67; 16:12-13 und die Anmerkung dazu). Und damals sagte Abraham: ”Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten (14:35); mein Herr, sie haben viele Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der gehört sicher zu mir; und wer mir nicht gehorcht - siehe, Du bist Allverzeihend, Barmherzig. (14:36)
Ibrahim 14:33
Ergängzend zu der oben begonnen Tatsache in 14:19-20 werden hier Beispiele aus der mannigfaltigen Schöpfung erwähnt. Auf Allāhs Geheiß kann der Mensch sowohl die Schiffe steuern als auch vom Regen Gebrauch machen. Himmelskörper und sonstige Naturphänomene können auf Allāhs Geheiß im Dienst der Menschen sein. Sonne und Mond gemeinsam sorgen für Ebbe und Flut und verursachen atmosphärische Veränderungen, die für das Leben des Menschen von höchster Bedeutung sind. Die Folge von Tag und Nacht kommt durch die tägliche scheinbare Wanderung der Sonne zustande, und das kühle Licht des Mondes erfüllt andere Aufgaben als das warme Tageslicht. Da hier Gesetzmäßigkeiten vorliegen, die der Mensch verstehen und berechnen kann, kann er alle diese Dinge zu seinem eigenen Nutzen verwenden, und in diesem Sinne sind mit Allāhs Erlaubnis selbst Himmelskörper ihm dienstbar (z.B. Solarenergie). Manche abergläubige Völker haben leider aus diesen Geschöpfen Götter gemacht (vgl. 10:65-67; 16:12-13 und die Anmerkung dazu). Und damals sagte Abraham: ”Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten (14:35); mein Herr, sie haben viele Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der gehört sicher zu mir; und wer mir nicht gehorcht - siehe, Du bist Allverzeihend, Barmherzig. (14:36)
Ibrahim 14:34
Ergängzend zu der oben begonnen Tatsache in 14:19-20 werden hier Beispiele aus der mannigfaltigen Schöpfung erwähnt. Auf Allāhs Geheiß kann der Mensch sowohl die Schiffe steuern als auch vom Regen Gebrauch machen. Himmelskörper und sonstige Naturphänomene können auf Allāhs Geheiß im Dienst der Menschen sein. Sonne und Mond gemeinsam sorgen für Ebbe und Flut und verursachen atmosphärische Veränderungen, die für das Leben des Menschen von höchster Bedeutung sind. Die Folge von Tag und Nacht kommt durch die tägliche scheinbare Wanderung der Sonne zustande, und das kühle Licht des Mondes erfüllt andere Aufgaben als das warme Tageslicht. Da hier Gesetzmäßigkeiten vorliegen, die der Mensch verstehen und berechnen kann, kann er alle diese Dinge zu seinem eigenen Nutzen verwenden, und in diesem Sinne sind mit Allāhs Erlaubnis selbst Himmelskörper ihm dienstbar (z.B. Solarenergie). Manche abergläubige Völker haben leider aus diesen Geschöpfen Götter gemacht (vgl. 10:65-67; 16:12-13 und die Anmerkung dazu). Und damals sagte Abraham: ”Mein Herr, mache diese Stadt zu einer Stätte des Friedens und bewahre mich und meine Kinder davor, die Götzen anzubeten (14:35); mein Herr, sie haben viele Menschen irregeleitet. Wer mir nun folgt, der gehört sicher zu mir; und wer mir nicht gehorcht - siehe, Du bist Allverzeihend, Barmherzig. (14:36)
Ibrahim 14:35
Während in den vorigen Versen an Allāhs reichliche Gaben an die Menschheit allgemein erinnert wird, enthält dieser Abschnitt einen Hinweis auf Allāhs besondere Gaben für die Banū Quraiš. Sie sollen sich daran erinnern, dass Abraham (a.s.) ihre Vorfahren in der Nähe der Al-Ka‘ba angesiedelt und ihre Stadt Makka zu einer "Stadt des Friedens" gemacht hatte, und dass Allāh als Antwort auf Abrahams Gebet den Banū Quraiš Güte erwies. Sie sollten dafür dankbar sein, dass Er die Stadt Makka zu einem Ort der Sicherheit und Gewaltlosigkeit machte, indem Er ihr Gebiet heilig und unverletzlich erklärt hat. Aber seine Nachfahren in späteren Zeiten folgten einem anderen Weg als Abraham (a.s.); denn sie leugneten Allāhs Gnade, setzten Allāh andere Wesen zur Seite und lenkten andere Menschen von Allāhs Weg ab. Mit diesen Worten wendet Sich Allāh gegen die Makkaner und erinnert sie daran, dass dieser heilige Ort an erster Stelle erbaut wurde, um Allāh allein zu dienen. (vgl. 2:124-129; 11:74-76; für die Vorgeschichte vgl. ferner den Titel: "Zamzam, Geschichte eines Brunnens", Islamische Bibliothek). Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem heiligen Haus angesiedelt, o unser Herr, auf dass sie das Gebet verrichten mögen. So mache ihnen die Herzen der Menschen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar sein mögen. (14:37)
Ibrahim 14:36
Während in den vorigen Versen an Allāhs reichliche Gaben an die Menschheit allgemein erinnert wird, enthält dieser Abschnitt einen Hinweis auf Allāhs besondere Gaben für die Banū Quraiš. Sie sollen sich daran erinnern, dass Abraham (a.s.) ihre Vorfahren in der Nähe der Al-Ka‘ba angesiedelt und ihre Stadt Makka zu einer "Stadt des Friedens" gemacht hatte, und dass Allāh als Antwort auf Abrahams Gebet den Banū Quraiš Güte erwies. Sie sollten dafür dankbar sein, dass Er die Stadt Makka zu einem Ort der Sicherheit und Gewaltlosigkeit machte, indem Er ihr Gebiet heilig und unverletzlich erklärt hat. Aber seine Nachfahren in späteren Zeiten folgten einem anderen Weg als Abraham (a.s.); denn sie leugneten Allāhs Gnade, setzten Allāh andere Wesen zur Seite und lenkten andere Menschen von Allāhs Weg ab. Mit diesen Worten wendet Sich Allāh gegen die Makkaner und erinnert sie daran, dass dieser heilige Ort an erster Stelle erbaut wurde, um Allāh allein zu dienen. (vgl. 2:124-129; 11:74-76; für die Vorgeschichte vgl. ferner den Titel: "Zamzam, Geschichte eines Brunnens", Islamische Bibliothek). Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem unfruchtbaren Tal nahe bei Deinem heiligen Haus angesiedelt, o unser Herr, auf dass sie das Gebet verrichten mögen. So mache ihnen die Herzen der Menschen zugeneigt und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar sein mögen. (14:37)
Ibrahim 14:37
Dieser Vers bezieht sich sowohl auf Ismael, den Sohn Abrahams, der ebenfalls ein Prophet war, als auch auf seine Nachkommen. Allāh erhörte Abrahams Gebet, und so kam es auch, dass zur Zeit der Offenbarung dieser Sura Pilger aus ganz Arabien und jetzt sogar aus Europa und Amerika und aus aller Welt nach Makka kommen. Darüber hinaus gibt es zu allen Jahreszeiten genügend Nahrung und Früchte, obgleich das Tal völlig unfruchtbar ist und nicht einmal Futter für die Tiere hervorbringen kann (vgl. 2:124-129; 11:74-76; für die Vorgeschichte vgl. ferner den Titel: "Zamzam, Geschichte eines Brunnens", Islamische Bibliothek). Unser Herr, Du weißt, was wir verbergen und was wir kundtun. Und vor Allāh ist nichts verborgen, ob auf Erden oder im Himmel. (14:38) Alles Lob gebührt Allāh, Der mir, ungeachtet des Alters, Ismael und Isaak geschenkt hat. Wahrlich, mein Herr ist der Erhörer des Gebets. (14:39) Mein Herr, hilf mir, dass ich und meine Kinder das Gebet verrichten. Unser Herr! Und nimm mein Bittgebet an. (14:40) Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und den Gläubigen an dem Tage, an dem die Abrechnung stattfinden wird.“ (14:41)
Ibrahim 14:38
Das Bittgebet Abrahams, das hier fortgesetzt ist, wird von den Muslimen seit der Offenbarung des Qur’ān als eigen rezitiert. Die Verrichtung des Gebets als Erfüllung eines der wichtigen Gebote und Verpflichtungen Allāh gegenüber wird hier betont. Hierzu ist noch zu bemerken, dass Banū Quraiš in Makka zu den Nachkommen Abrahams gehören, die den bittersten Widerstand gegen den Propheten Muḥammad (a.s.s.) leisteten. Mit dem Ausdruck "Unser Herr" und "Mein Herr" benutzt Abraham die herzergreifende Form Allāh gegenüber, wo die meisten Bittgebete des Qur’ān mit dem Wort "Rabbana" (unser Herr) gebraucht wird (vgl. z.B. 2:127ff., 286; 3:147; 5:114; 10:88; ferner 2:124; 6:74-79; 19:46; 21:52; 26:83-89; 43:26 und die Anmerkung dazu; für ausführliche Information über Abraham (a.s.) s. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm", Islamische Bibliothek). Und denke nicht, dass Allāh nicht beachtet, was die Frevler tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zum Tage, an dem die Augen starr blicken werden. (14:42) Angstvoll eilen sie vorwärts, mit hochgereckten Köpfen, (und) ihr Blick kehrt (vor lauter Starren) nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer. (14:43)
Ibrahim 14:39
Das Bittgebet Abrahams, das hier fortgesetzt ist, wird von den Muslimen seit der Offenbarung des Qur’ān als eigen rezitiert. Die Verrichtung des Gebets als Erfüllung eines der wichtigen Gebote und Verpflichtungen Allāh gegenüber wird hier betont. Hierzu ist noch zu bemerken, dass Banū Quraiš in Makka zu den Nachkommen Abrahams gehören, die den bittersten Widerstand gegen den Propheten Muḥammad (a.s.s.) leisteten. Mit dem Ausdruck "Unser Herr" und "Mein Herr" benutzt Abraham die herzergreifende Form Allāh gegenüber, wo die meisten Bittgebete des Qur’ān mit dem Wort "Rabbana" (unser Herr) gebraucht wird (vgl. z.B. 2:127ff., 286; 3:147; 5:114; 10:88; ferner 2:124; 6:74-79; 19:46; 21:52; 26:83-89; 43:26 und die Anmerkung dazu; für ausführliche Information über Abraham (a.s.) s. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm", Islamische Bibliothek). Und denke nicht, dass Allāh nicht beachtet, was die Frevler tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zum Tage, an dem die Augen starr blicken werden. (14:42) Angstvoll eilen sie vorwärts, mit hochgereckten Köpfen, (und) ihr Blick kehrt (vor lauter Starren) nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer. (14:43)
Ibrahim 14:40
Das Bittgebet Abrahams, das hier fortgesetzt ist, wird von den Muslimen seit der Offenbarung des Qur’ān als eigen rezitiert. Die Verrichtung des Gebets als Erfüllung eines der wichtigen Gebote und Verpflichtungen Allāh gegenüber wird hier betont. Hierzu ist noch zu bemerken, dass Banū Quraiš in Makka zu den Nachkommen Abrahams gehören, die den bittersten Widerstand gegen den Propheten Muḥammad (a.s.s.) leisteten. Mit dem Ausdruck "Unser Herr" und "Mein Herr" benutzt Abraham die herzergreifende Form Allāh gegenüber, wo die meisten Bittgebete des Qur’ān mit dem Wort "Rabbana" (unser Herr) gebraucht wird (vgl. z.B. 2:127ff., 286; 3:147; 5:114; 10:88; ferner 2:124; 6:74-79; 19:46; 21:52; 26:83-89; 43:26 und die Anmerkung dazu; für ausführliche Information über Abraham (a.s.) s. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm", Islamische Bibliothek). Und denke nicht, dass Allāh nicht beachtet, was die Frevler tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zum Tage, an dem die Augen starr blicken werden. (14:42) Angstvoll eilen sie vorwärts, mit hochgereckten Köpfen, (und) ihr Blick kehrt (vor lauter Starren) nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer. (14:43)
Ibrahim 14:41
Das Bittgebet Abrahams, das hier fortgesetzt ist, wird von den Muslimen seit der Offenbarung des Qur’ān als eigen rezitiert. Die Verrichtung des Gebets als Erfüllung eines der wichtigen Gebote und Verpflichtungen Allāh gegenüber wird hier betont. Hierzu ist noch zu bemerken, dass Banū Quraiš in Makka zu den Nachkommen Abrahams gehören, die den bittersten Widerstand gegen den Propheten Muḥammad (a.s.s.) leisteten. Mit dem Ausdruck "Unser Herr" und "Mein Herr" benutzt Abraham die herzergreifende Form Allāh gegenüber, wo die meisten Bittgebete des Qur’ān mit dem Wort "Rabbana" (unser Herr) gebraucht wird (vgl. z.B. 2:127ff., 286; 3:147; 5:114; 10:88; ferner 2:124; 6:74-79; 19:46; 21:52; 26:83-89; 43:26 und die Anmerkung dazu; für ausführliche Information über Abraham (a.s.) s. den Titel: "Allāhs Friede auf Ibrāhīm", Islamische Bibliothek). Und denke nicht, dass Allāh nicht beachtet, was die Frevler tun. Er gewährt ihnen nur einen Aufschub bis zum Tage, an dem die Augen starr blicken werden. (14:42) Angstvoll eilen sie vorwärts, mit hochgereckten Köpfen, (und) ihr Blick kehrt (vor lauter Starren) nicht zu ihnen zurück, und ihre Herzen sind leer. (14:43)
Ibrahim 14:42
Der Prophet Muḥammad, Allāhs Segen und Friede auf ihm, darf nicht daran denken, dass Allāh achtlos sei gegenüber dem feindlichen Verhalten seiner Widersacher. Nach Ablauf ihrer von Allāh festgesetzten Frist werden sie dafür zur Rechenschaft gezogen. Hier dann werden ihre Augen starren und ihre Herzen sind leer von jeglicher Hoffnung auf Begnadigung (vgl. 11:20; 14:30 und die Anmerkung dazu). Und warne die Menschen vor dem Tag, an dem die Strafe über sie kommen wird. Dann werden die Frevler sagen: ”Unser Herr, gib uns für eine kurze Frist Aufschub. Wir wollen Deinem Ruf Gehör schenken und den Gesandten Folge leisten.“ - ”Habt ihr nicht zuvor geschworen, der Untergang werde euch nicht treffen? (14:44) Und ihr wohnt in den Wohnungen derer, die gegen sich selbst frevelten, und es ist euch deutlich gemacht worden, wie Wir mit ihnen verfuhren; und Wir haben euch klare Beweise geliefert.“ (14:45) Und sie haben bereits ihre Ränke geschmiedet, aber ihre Ränke sind bei Allāh, und wären ihre Ränke (auch) derart, dass durch sie Berge versetzt werden sollten. (14:46)
Ibrahim 14:44
Diese Aufforderung richtet sich zwar an den Propheten Muḥammad (a.s.s.); die Warnung gilt doch nicht nur an die Makkaner, sondern auch an alle Menschen zu allen Orten und Zeiten. Hier wird die Universalität des Islam als Weltbotschaft zum Ausdruck gebracht. Erst jetzt dann rufen die Frevler: "Unser Herr!", während sie Ihn zuvor geleugnet und Ihm andere Wesen beigesellt hatten! (vgl. 6:27; 13:33; 15:90; 23:99-100 und die Anmerkung dazu). Denke nicht, dass Allāh Sein Versprechen Seinen Gesandten gegenüber nicht halten werde; gewiss, Allāh ist Erhaben, (ist Der,) Der Seine Vergeltung fühlen lässt (14:47) an dem Tage, da die Erde in eine andere Erde verwandelt werden wird, und auch die Himmel (verwandelt werden); und sie werden (alle) vor Allāh treten, den Einzigen, den Allgewaltigen. (14:48)
Ibrahim 14:45
Diese Aufforderung richtet sich zwar an den Propheten Muḥammad (a.s.s.); die Warnung gilt doch nicht nur an die Makkaner, sondern auch an alle Menschen zu allen Orten und Zeiten. Hier wird die Universalität des Islam als Weltbotschaft zum Ausdruck gebracht. Erst jetzt dann rufen die Frevler: "Unser Herr!", während sie Ihn zuvor geleugnet und Ihm andere Wesen beigesellt hatten! (vgl. 6:27; 13:33; 15:90; 23:99-100 und die Anmerkung dazu). Denke nicht, dass Allāh Sein Versprechen Seinen Gesandten gegenüber nicht halten werde; gewiss, Allāh ist Erhaben, (ist Der,) Der Seine Vergeltung fühlen lässt (14:47) an dem Tage, da die Erde in eine andere Erde verwandelt werden wird, und auch die Himmel (verwandelt werden); und sie werden (alle) vor Allāh treten, den Einzigen, den Allgewaltigen. (14:48)
Ibrahim 14:46
Diese Aufforderung richtet sich zwar an den Propheten Muḥammad (a.s.s.); die Warnung gilt doch nicht nur an die Makkaner, sondern auch an alle Menschen zu allen Orten und Zeiten. Hier wird die Universalität des Islam als Weltbotschaft zum Ausdruck gebracht. Erst jetzt dann rufen die Frevler: "Unser Herr!", während sie Ihn zuvor geleugnet und Ihm andere Wesen beigesellt hatten! (vgl. 6:27; 13:33; 15:90; 23:99-100 und die Anmerkung dazu). Denke nicht, dass Allāh Sein Versprechen Seinen Gesandten gegenüber nicht halten werde; gewiss, Allāh ist Erhaben, (ist Der,) Der Seine Vergeltung fühlen lässt (14:47) an dem Tage, da die Erde in eine andere Erde verwandelt werden wird, und auch die Himmel (verwandelt werden); und sie werden (alle) vor Allāh treten, den Einzigen, den Allgewaltigen. (14:48)
Ibrahim 14:47
Wie oben in 14:42 (s. die Anmerkung dazu) ausdrücklich erwähnt, wird hier weiter fortgesetzt. Dies bezieht sich besonders auf den "Aufschub" oder die "Frist", die gelegentlich den Ungerechten eingeräumt wird. Obwohl dies an den Propheten gerichtet ist, sind in Wirklichkeit damit seine Gegner gemeint. Sie werden vor ihrer Illusion gewarnt, die sie sich wegen der zeitlichen Verzögerung der Strafe machen. Sie sollten wissen, dass Allāh Sein Versprechen gegenüber früheren Propheten erfüllt hat; ebenso wird Er Sein Versprechen gegenüber dem Propheten Muḥammad (a.s.s.) erfüllen.
Ibrahim 14:48
In diesem Vers gibt die Offenbarung Information über eine sehr wichtige Frage, die die Menschen stets beschäftigt hat, nämlich: "Wo werden wir auferstehen und versammelt, wenn die Erde, die Planteten und das Universum über uns zerstört worden ist? Die Antwort lautet: Die Erde wird eine andere Erde, und auch die Himmel werden andere Himmel sein! Ibn Mas‘ūd berichtete: ”Die Erde wird durch eine andere Erde ersetzt, die so rein ist wie Silber. Weder wurde Blut auf ihr vergossen, noch Sünde begangen.“ (vgl. 20:105-107; 27:87-90 und die Anmerkung dazu).
Mit der Frage: "Hat die Erde ein Schwesterchen?" berichtet Kulke in "Die Welt" über die Entdeckung eines Sonnensystems, das Möglichkeit wie unsere Erde eröffnet - leider ist es 41 Lichtjahre von uns entfernt. Und an jenem Tage wirst du die Sünder in Ketten gefesselt sehen. (14:49) Ihre Hemden werden aus Teer sein, und das Feuer wird ihre Gesichter bedecken (14:50); auf dass Allāh jedem vergelte, was er begangen hat. Wahrlich, Allāh ist schnell im Abrechnen. (14:51)
Ibrahim 14:49
Es ist eine neue Art von Hemden, die die Menschen nie gesehen haben; sie werden aus Teer sein, damit sie Feuer leicht und schnell fangen können. Von dort aus werden die Flammen bis aufs Gesicht hochschlagen und es bedecken (vgl. 16:77; 22:19-22 und die Anmerkung dazu). Dies ist eine Verkündigung an die Menschen, auf dass sie sich dadurch warnen lassen und auf dass sie wissen mögen, dass nur Er der Einzige Gott ist, und auf dass diejenigen, die Verstand haben, sich mahnen lassen. (14:52)
Ibrahim 14:50
Es ist eine neue Art von Hemden, die die Menschen nie gesehen haben; sie werden aus Teer sein, damit sie Feuer leicht und schnell fangen können. Von dort aus werden die Flammen bis aufs Gesicht hochschlagen und es bedecken (vgl. 16:77; 22:19-22 und die Anmerkung dazu). Dies ist eine Verkündigung an die Menschen, auf dass sie sich dadurch warnen lassen und auf dass sie wissen mögen, dass nur Er der Einzige Gott ist, und auf dass diejenigen, die Verstand haben, sich mahnen lassen. (14:52)
Ibrahim 14:51
Es ist eine neue Art von Hemden, die die Menschen nie gesehen haben; sie werden aus Teer sein, damit sie Feuer leicht und schnell fangen können. Von dort aus werden die Flammen bis aufs Gesicht hochschlagen und es bedecken (vgl. 16:77; 22:19-22 und die Anmerkung dazu). Dies ist eine Verkündigung an die Menschen, auf dass sie sich dadurch warnen lassen und auf dass sie wissen mögen, dass nur Er der Einzige Gott ist, und auf dass diejenigen, die Verstand haben, sich mahnen lassen. (14:52)
Ibrahim 14:52
Mit diesem Vers endet diese ermahnende Sure, die den Namen des großartigen Propheten Abraham trägt. Mit der Verkündigung ist sowohl der Qur’ān als auch die Bekanntmachung über die angedrohte Bestrafung gemeint. Das Hauptziel der Verkündigung ist, dass die Menschen wissen, dass Allāh "der Einzige Gott" ist.